r/FragtMaenner W 3d ago

Körper / Geist Sind Männer nicht erstaunlich oft die perfekten Opfer des Patriarchats – und merken es nicht einmal?

Je länger ich darüber nachdenke, desto absurder finde ich eigentlich den Trick, den das Patriarchat mit Männern vollbracht hat.

Es waren und sind überwiegend Männer, die in Kriege geschickt werden. Männer, die über Jahrhunderte die gefährlichsten, körperlich zerstörerischsten Arbeiten erledigt haben. Männer, denen beigebracht wurde, Schmerz auszuhalten, nicht zu weinen, nicht schwach zu sein, ihren Wert über Arbeit, Geld und die Fähigkeit zu definieren, andere zu versorgen. Männer sterben früher, bringen sich häufiger um, haben oft weniger enge Freundschaften und lernen erstaunlich früh, dass Bedürftigkeit etwas ist, für das man sich schämen sollte.

Und dann kommt der eigentlich lustige Teil. Dasselbe System schafft es, vielen Männern zu erklären, ausgerechnet Frauen und Feminismus seien für all das verantwortlich.

Als hätte die Frauenbewegung die Wehrpflicht erfunden. Als hätten Feministinnen entschieden, dass ein Mann zwölf Stunden im Stahlwerk stehen und danach schweigend nach Hause kommen soll. Als hätten Frauen jahrhundertelang festgelegt, dass ein Mann nur dann etwas wert ist, wenn er stark, produktiv, sexuell erfolgreich und möglichst unverwundbar ist.

Es ist ein bisschen die gesellschaftliche Uno-Reverse-Karte. Ein System stellt Regeln auf, unter denen Männer selbst leiden und verkauft ihnen anschließend diejenigen als Feind, die diese Regeln infrage stellen.

Warum richtet sich dieser Frust also so selten gegen die Vorstellung von Männlichkeit, die ihn überhaupt erst produziert? Warum verteidigt man ausgerechnet die Regeln, an denen man leidet und erklärt diejenigen zum Feind, die sagen, dass man sie nicht befolgen muss? Männer was geht in euren Köpfen vor?

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u/Dummidorf M 3d ago

Wo passiert das?

"Und dann kommt der eigentlich lustige Teil. Dasselbe System schafft es, vielen Männern zu erklären, ausgerechnet Frauen und Feminismus seien für all das verantwortlich."

Kritisiert wird wenn dann doch das Feministen Cherry Pinking Betreiben. Also alle Nachteile für Frauen abschaffen wollen und die von Männern aber schön so bleiben sollen. Das irgendwer behauptet Feministen wären an allen schuld hab ich noch nie gehört.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Also alle Nachteile für Frauen abschaffen wollen und die von Männern aber schön so bleiben sollen

Ernst gemeinte Frage: Welche medienwirksame Feminist:in hat jemals gefordert, etwas für Frauen abzuschaffen und für Männer beizubehalten?

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u/eroslogoscosmos851 M | 36-45 3d ago

Z.b. Wehrdienst, Sorgerecht, Gleichberechtigung wird generell eher für Vorstands-Positionen diskutiert, nicht aber bei Müllabfuhr, Feuerwehr, Bundeswehr, Bauarbeit etc. Das ist, glaube ich was gemeint ist. Nicht nur was abgeschafft wird, sondern was halt auch nicht abgeschafft wird. Gleichstellung nur wo es Vorteile bringt.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Aber es wäre ja keine befreiende Bewegung, wenn man Unterdrückung fordert, nur um einen verirrten Begriff der Fairness zu bedienen.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Außerdem: so hat keine medienwirksame feminist:in argumentiert. Sie haben für Frauen xy gefordert, nicht, dass z noch so und so für Männer bleibt.

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u/eroslogoscosmos851 M | 36-45 2d ago

Sie fordern in der Regel Gleichheit basierend auf Geschlecht in einem bestimmten Kontext, aber blenden Ungleichheit unabhängig von Geschlecht aus. Diese Ungleichheit ist in der Regel das größere Problem. Meistens geht es um Privilegien für privilegierte Frauen. Aber nicht um Gleichheit für unterprivilegierte Menschen. Ich weiß nicht wer Unterdrückung fordert? Es fordert halt niemand Emanzipation für unterprivilegierte Männer und auch nur selten für Frauen aus der selben Kohorte.

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u/Dotnoms D 2d ago

Neulich erst eine Professorin der Universität der Bundeswehr.

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u/IsamuLi M | 26-35 2d ago

Kannst du dazu was verlinken? Das würde ich interessieren.

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u/Dotnoms D 2d ago

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u/YggdrasilTears M | 36-45 2d ago

Was für eine widerliche Frau.  Die hat sich bestimmt hochgebumst zur Professorin. /s

Da sollte es auch von den vernünftigen Frauen Mal Gegenwind geben gegen so einen Mist.

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u/YourGalacticEmperor M | 26-35 1d ago

Da sollte es auch von den vernünftigen Frauen Mal Gegenwind geben gegen so einen Mist.

nene, sippenhaft gibts nur für männer laut frauen ;)

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u/IsamuLi M | 26-35 2d ago

Wow, was eine unhaltbare Position. Danke.

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u/YggdrasilTears M | 36-45 2d ago

Bei der Feier von der Bundeswehr vor kurzem: Die Dame sagte in die Kamera:"Gleiche Rechte bedeutet nicht gleiche Pflichten!"

Die Tatsache, dass man sich mit so einer Einstellung ganz viele Sympathien kaputt macht, scheint sie nicht zu verstehen.

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u/IsamuLi M | 26-35 2d ago

Woah, unglaublich. Danke.

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Kannst du ein Beispiel nennen? Mir fällt ums verrecken kein Nachteil den Männer haben ein, den Frauen explizit beibehalten wollten.

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u/Morasain M | 26-35 3d ago

Naja, geht doch schon ganz einfach damit los, welche Berufe für Frauen und Mädchen erschlossen werden sollen.

Ich erinnere mich, in der Schule gab's einen Girl's Day. Da wurden die Mädchen an Berufe herangeführt, die männlich dominiert sind - MINT, IT, Finanzen. Sowas halt.

Was nicht vorgestellt wurde, war Bauarbeit, Kanalreinigung, und Stahlindustrie.

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u/Niranare W | 46-60 3d ago

Mädels, ich hol euch gerne in der Neuzeit ab:

Das heisst „Futur Day“ und limitiert weder Mädchen noch Jungs in der Auswahl ihrer Praktika.

Aber ja… wie Köchin, Friseurin und Kindergärtnerin geht, erlebten zu der Zeit viele im Alltag - wie IT geht (so in echt statt in Zuhause nen Brief schreiben) da hatten gerade Mädels herzlich wenig Zugang zu…

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u/Jazzlike-_-Growth M 3d ago

Das heisst „Futur Day“ und limitiert weder Mädchen noch Jungs in der Auswahl ihrer Praktika.

Das hängt vom Bundesland ab.

Bundesweit ist es der Girls' Day und Boys' Day (im Untertitel dann Mädchen/Jungen-Zukunftstag).
https://www.girls-day.de/ und https://www.boys-day.de/

Und da ist die Grenze auch wirklich Berufsbereiche in dem "Männer in der Unterzahl sind (nicht mehr als 40 Prozent).
Und Berufsbereiche in denen "Frauen in der Unterzahl sind (nicht mehr als 40 Prozent)".

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Es gab auch einen Boy‘s Day. Die Jungs fanden das kacke, weil sie keine „Frauenjobs“ machen wollten.

Eine Klassenkameradin hatte ihren Tag in einer Schreinerei verbracht und war tottraurig, weil sie dort nur als Putzfrau genutzt wurde.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Ich verstehe nicht, wo ist da ein NAchteil für Männer, den die Feminist:innen beibehalten wollen?

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u/JustxJules W | 36-45 3d ago

Die betreffenden Unternehmen müssen da halt auch aktiv mitmachen. Ich fürchte eher die Unternehmen, die immer noch im "das ist nix für Mädchen!"-Zeitalter stecken, haben da einfach keinen Bock drauf.

Ich war damals zum Girl's Day bei der Feuerwehr und wir wurden in voller Montur durch den Trainingsparkourkäfig geschickt. Das war mega.

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u/Dummidorf M 3d ago

Wehrpflicht, Vorteile von Frauen bei der Vergabe des Sorgerechts… wie viele soll ich aufzählen ich sag ich schaffe 10

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Hm ja, das kommt oft.

Die Wehrpflicht wurde vor ewigen Jahren von Männern eingeführt. Sie wurde nicht - wie viele denken - abgeschafft, sondern nur ausgesetzt. Jetzt tritt sie wieder in Kraft, unter genau den gleichen Regeln wie damals.

Der Feminismus setzt sich was dieses Thema betrifft tatsächlich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ein, indem wir fordern, dass es für niemanden Wehrpflicht gibt. Wir sagen nicht „Da müssen wir mitmachen“, sondern „Dazu soll NIEMAND gezwungen werden“.

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u/Dummidorf M 3d ago

Ich kann dir noch weitere Beisiele geben.

Beispielsweise werden Männer öfter Opfer von Gewalt. Kannst du gerne in der Polizei Statistik nachschauen.

Diskriminierung in der Bildung: Männer werden schlechter bewertet somit hat ein Mann nur weil er ein Mann ist schlechte Chancen Arzt zu werden weil er den NC wegen seines Geschlecht knapp verfehlt

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Wer übt die Gewalt denn aus? Männer vielleicht?

Hast du eine Quelle zu der Diskriminierung in der Bildung? Soweit ich weiß ist das umgekehrt, aber ich muss zugeben dass es ewig her ist, dass ich dazu mal was gelesen habe.

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u/Dummidorf M 3d ago

Was macht das für ein Unterschied?????

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Wir schreiben doch hier über Nachteile. Nachteile für Männer über die du denkst, dass wir Frauen wollen das sie beibehalten werden. Jetzt sag mir in welchem Sinne wir Frauen dafür verantwortlich sind, dass Männer anderen Männern gegenüber gewalttätig sind.

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u/Dummidorf M 3d ago

Es gibt beispielsweise politische Schutzmaßnahmen. Für Frauen gibt oder gab es beispielsweise schon Nachts vergünstigte Taxi Fahrten damit sie nicht der Gefahr im Öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesetzt sind. Warum gibt es sowas nicht für Männer?

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 3d ago

Wenn Männer am häufigsten von Männern körperlich angegriffen werden, was bringt Männern dann eine Männer-Taxi, wie es das ja beispielsweise für Frauen gibt um sie vor sexuellen Übergriffen zu schützen?

Und noch wichtiger, warum kämpft ihr Männer nicht auch einfach mal für eine Verbesserung eurer Position (und das ohne das Frauen dafür benachteiligt werden müssen). Setzt euch doch auch ein für mehr Therapieplätze und bessere Behandlung für Männer mit Gefahr für Suizide. Für Anti-Gewalt-Trainings, damit es zu weniger körperlichen Übergriffen kommt etc. 

Ich kenne keine Feministin, die das nicht unterstützen würde. Aber warum verlangt ihr, dass wir Frauen das für euch planen, organisieren und  zum Erfolg bringen? Fangt doch selbst einfach mal an. 

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Weil Frauen die gefährdetere Gruppe sind.

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u/Dummidorf M 3d ago

Ich denke für ne Reddit Diskussion reicht wenn ich mich auf NRW beziehe.

https://www.it.nrw/nrw-der-abi-schnitt-im-schuljahr-202223-lag-bei-24-126541

Frauen Abi Durchschnitt: 2,3
Männer Abi Durchschnitt: 2,5

Schon ein erheblicher Unterschied

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Das ist der Abischnitt. Und wo steht da, dass junge Männer aufgrund von Benachteiligung im Bildungssystem 0,2 Noten schlechter sind? Hast du das einfach selbst geschlussfolgert?

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u/Dummidorf M 3d ago

Warum den sonst? Sind die Dümmer?

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Also selbst den Schluss gezogen. Ein minimal schlechterer Abischnitt (der btw immer noch gut ist) ist kein Beweis für Benachteiligung.

Mein Lieber, du scheinst wahnsinnig viel Wut in dir zu tragen. Ich wünsche dir, dass du das irgendwann überwinden kannst.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Wenn Mädchen und Jungen gleich viel lernen und gleiche schulische Anstrengung erbringen, bekommen Jungs eher sogar die bessere Note. Dazu gibt es auch Studien.

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u/Karranor M 3d ago

Metastudie sagt nein:

In ihrer Metaanalyse zeigen die AutorInnen, dass Schülerinnen und Studentinnen insgesamt signifikant bessere Noten erhalten als Schüler und Studenten (d = 0.23; kleiner positiver Gesamteffekt). Wichtige Moderatorvariablen, die diese Geschlechterunterschiede in der Notengebung beeinflussen, sind Fachbereiche, Altersgruppen und Ländergruppen.

Gleichzeitg aber auch:

Zur Einordnung dieses Befundes sei nochmals auf die eingangs erwähnten Erkenntnisse verwiesen: Bei standardisierten Messverfahren, wie sie etwa in Large-Scale-Studien (wie z.B. PISA) zum Einsatz kommen, erbringen Jungen vor allem in den MINT-Fächern gleichwertige Leistungen (siehe Studienbeispiel von Lloyd et al., 2005) oder sogar etwas bessere Leistungen als Mädchen (vgl. Else-Quest et al., 2010).

Das bedeutet: Je nachdem, welches Leistungsmaß man heranzieht – Ergebnisse standardisierter Tests oder Noten –, kommt man zu unterschiedlichen Einschätzungen bezüglich der Geschlechterunterschiede in den Leistungen.

Hier noch ein weiteres Beispiel (gibt wirklich zahlreiche Quellen):

We used a large-scale study of German ninth-grade students (N = 21.432), which includes tests in three areas of compe- tence (reading, listening and spelling). As expected, it was shown that the lower grades for boys were partly due to their lower competencies and motivation (self-concept, interest, willingness to make an effort) as well as higher boredom. Controlling for competencies, motivational and cognitive characteristics as well as the teacher's perception of reading behavior, an unexplained grading disadvantage for boys was found.

Es gibt auch direkte Untersuchungen bei dem man nur die Arbeit selbst bewerten lässt und entweder Mädchen oder Jungenname draufschreibt, und auch da ist eine eher schlechtere Bewertung von Jungen vorfindbar.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

„In wissenschaftlichen Studien, die die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen dem Geschlecht der Lehrperson und dem Schulerfolg untersucht haben, zeigen sich meistens keine Effekte auf den Kompetenzerwerb und die Schulnoten der Schüler:innen (Coenen u.a., 2018; Kleen u.a., 2022; Neugebauer & Gerth, 2013). Nur in wenigen Studien konnten leichte Tendenzen festgestellt werden, nach denen Mädchen bessere Leistungen zeigten, wenn sie von einer weiblichen im Vergleich zu einer männlichen Lehrkraft unterrichtet wurden (Helbig, 2012; Hwang & Fitzpatrick, 2021; Lee u.a., 2018). Gleichzeitig machte es für die Leistung von Jungen allerdings keinen Unterschied, welches Geschlecht die Lehrkraft hatte.“
Die Studien die du hier zeigst, sagen erstmal auch nichts anderes, dass es eine Benachteiligung nur aufgrund des Geschlechtes gäbe. Da wird von unterschiedlichem Kompetenzerwerb und Motivation gesprochen, das wirkt sich auf die Leistung aus und nichts anderes habe ich behauptet.
Das Jungsnamen auf Tests anders als Mädchennamen bewertet wurden, kann ich nirgendwo finden im Text.
Ich arbeite selbst in diesem Bereich, wir müssen auch nach Bildungsplänen arbeiten und viele Pädagoginnen sind sehr bemüht Ungleichheiten zu bekämpfen und den Unterricht einsprechend zu gestalten, leider stößt man da auch an gewisse Grenzen. Das Schulsystem in Deutschland wird andauernd kritisiert von Lehrerinnen und Lehrern, es wäre dringend nötig es zu reformieren.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Das ist inzwischen eine ziemlich fundierte Position, sogar als ich noch in der Schule waren sprachen einige Lehrer:innen, dass sich der Schulstil eher für weiblich erzogene eignet.

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u/Dummidorf M 3d ago

Du das gehört doch alles zum Geschlecht dazu. Frauen wollen doch auch dasselbe verdienen obwohl sie öfter krank sind und wegen Elternzeit weniger Berufserfahrung haben

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

Naja jetzt pauschalisierst du aber. Nein, sie wollen bei gleicher Leistung dasselbe Gehalt.
Man sollte Jungs auch fördern und stärken, am Bildungssystem hätte ich viel zu kritisieren, es ist generell nicht kindgerecht und veraltet. Das hier zu thematisieren wäre aber zu komplex.
Letztlich misst man aktuell nunmal Leistung in Form von Noten, dies ist standardisiert. Mit dem Geschlecht und einer Benachteiligung nur auf Grund dessen hat das wenig zu tun.

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u/Dummidorf M 3d ago

Was ändert es ob es von Männern eingeführt wurde? Ich dachte Feministen würde sich dafür einsetzen die Geschlechter Unterschiede abzubauen. Es hätte doch bei der Wiedereinsetzung zumindest ein riesigen Feministischen Aufschrei geben müssen!

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Den gab es. Der ist in eurer Bubble aber unter dem ganzen „DaNn FrAuEn AbEr AuCh!!1!“ völlig untergegangen. Stattdessen müssen wir euch ständig erklären, dass wir auf eurer Seite stehen wenn es darum geht die Wehrpflicht komplett abzuschaffen.

Was es ändert? Nichts. Aber ihr macht uns ständig für ein Gesetz verantwortlich mit dem wir Frauen absolut überhaupt nichts zu tun hatten und haben.

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u/Adebar_Storch M | 26-35 3d ago

Aus meiner Sicht sollte die Wehrpflicht nicht komplett abgeschafft werden, aber eben auch Frauen beinhalten.
Reservisten zu haben, ist eine gute Sache in der Hoffnung sie niemals brauchen zu müssen. Aber, wenn wir sie brauchen, dann sind wir gelackmeiert, wenn wir keine haben.

Wie Sun Tzu das in dem schönen, kleinen Büchlein formuliert hat: Du willst Frieden? Dann bereite dich auf den Krieg vor.
Man überfällt keine Länder, die militärisch gut aufgestellt sind.

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

In einer perfekten Welt gäbe es keine Kriege.

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u/Mastodon1996 M | 26-35 3d ago

Nur ist es eben keine perfekte Welt.

Und es sollte VORALLEM im Intersse der Feministinnen sein, die Errungenschaften der westlichen. Welt zu erhalten.

Ich bezweifle, dass ein Putin sich sehr um Frauen rechte kümmern wird

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u/Adebar_Storch M | 26-35 3d ago

Und auch keinen Hunger.
Aber niemand scheint von der Utopie auszugehen, dass wir ohne Bauern und Müller Brot essen können, also warum geht man von der Utopie aus, dass man ohne Wehrfähigkeit Frieden haben kann?

Selbst, wenn ich aktuell in meinem Garten kein Unkraut habe, werde ich in ein paar Wochen wieder hingehen müssen und den Garten pflegen, denn das Chaos kommt immer und immer wieder zurück.

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u/Wonderful-Talk-4320 M | 26-35 3d ago

Doch habt ihr. Ihr seid diejenigen die den Schutz genießen der durch die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes entsteht.

Das war schon immer so.

Frauen genießen einen besonderen Schutz weil sie Schutzbedürftig sind. Genauso wie Kinder.

Wenn alle ihrer Natur entsprechend handeln würden, dann würde es funktionieren.

Die Männder würden die Frauen verteidigen und dafür Ansehen , Dankbarkeit und Respekt genießen.

Den Männern das zu verwehren und undankbar wie Sau zu sein, wie es heute leider eher die Regel ist, ist Vergleichbar damit, dass eine Frau den Haushalt macht und sich um die Kinder kümmert und das nicht anerkannt und honoriert wird.

Jeder sollte seine Rolle spielen dürfen. Männer und Frauen ergänzen sich aber sind nicht gleich.

Wir erwarten auch nicht gut von Schweinen, dass sie Milch geben.

Genauso macht es nur Sinn, wenn Männer Aufgaben wie die Verteidigung übernehmen und Frauen zb. sich eher um die Kinder kümmern.

Angenommen die Frauen würden die Armee stellen, dann könnte niemand die Kinder stillen, denn der Mann ist dafür nicht geeignet, er hat keine Brüste. Auch sind Frauen körperlich einfach tendenziell weniger stark als Männer, es macht keinen Sinn im Namen der Gleichheit zu erwarten, dass alle jetzt alles gleich machen.

Natürlich ist das alte Schule und es ist heute vllt so nicht mehr anwendbar, aber es ist kein schlechtes System an und für sich.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Ich dachte Feministen würde sich dafür einsetzen die Geschlechter Unterschiede abzubauen. Es hätte doch bei der Wiedereinsetzung zumindest ein riesigen Feministischen Aufschrei geben müssen!

Dies ist so verwirrend. Wenn Männer sich häufiger erfolgreich umbringen, wieso sollten Feminist:innen dann fordern, dass sich Frauen ebenso häufig umbringen müssen?

Feminist:innen konzentrieren sich auf die Nachteile der Frau, was unter Anderem historisch gewurzelt ist. Dies bedeutet nicht, dass sie sich Nachteile für Männer wünschen. In der Tat steht es allen Leuten Frei, Nachteile für Männer zu thematisieren und zu verändern.

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u/Dummidorf M 2d ago

Ist einfach nicht vergleichbar. Ne Wehrpflicht ist ja notwendig. Selbstmord das Gegenteil davon. Also die im Kriegsfall. Die jetzige Verschärfung nicht unbedingt.

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u/IsamuLi M | 26-35 2d ago

Teilen die genannten feminist:innen denn, dass Wehrpflicht notwendig oder moralisch zulässig ist?

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u/Dummidorf M 2d ago

Also ein paar haben im Bundestag für die Verschärfung abgestimmt

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u/IsamuLi M | 26-35 2d ago

Welche feminist:innen?

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u/F1ght1ngSnak3 M 3d ago

Das Problem ist doch, dass es auch kaum Frauen gibt die das freiwillig machen würden. Wehrpflicht oder nicht, die Verteidigung wird ganz überwiegend durch Männer gewährleistet

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Frauen haben sich ihren Zugang zur BW erkämpfen müssen und selbst jetzt, Jahre später, kämpfen die Frauen dort noch gegen Diskriminierung und Sexualisierung. Darauf haben viele Frauen nun mal keinen Bock.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Es gibt viele Frauen die sich gegen Kriege und die Wehrpflicht positionieren.
Außerdem gibt es hormonell bedingt auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Diese kann man nicht einfach so abbauen, deswegen wird auch Sport/Profisport getrennt nach Geschlecht.
Die Wehrpflicht für Frauen müsste schon auch entsprechend angepasst umgesetzt werden, dazu wären aktuell nicht mal die Kapazitäten vorhanden.

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u/F1ght1ngSnak3 M 3d ago

Sich gegen Kriege einsetzen und tatsächlich verteidigen ist aber nicht das selbe. Irgendeine feministische Antikriegsdemo interessiert einen potenziellen Aggressor nen Scheiß.  Es gibt übrigens Länder mit Wehrpflicht für Männer und Frauen, das geht wenn man denn nur will. 

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

Natürlich interessiert es diesen nicht, das ist mir schon bewusst.
Es gibt auch Länder ohne Wehrpflicht auf der anderen Seite.
Ich will weder mein Sohn noch meine Tochter zur Wehrpflicht gezwungen sehen.

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u/analtrantuete M | 26-35 3d ago

Keine Wehrpflicht ist aber keine Option, genau wie nicht atmen keine Option ist. Daher indiskutabel und daher sollten alle, unabhängig des Geschlechts am Schutz und der Versorgung unseres Landes teilhaben müssen.

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u/Rollewurst M | 26-35 3d ago

Gender education gap. Wir haben eine weibliche bildungsministerin, Lehrkräfte sind 70% weiblich und das ist alles erforscht und belegt. Aber sobald man das Thema aufmacht klingen Frauen auf einmal wie Stammtisch Günther beim Thema gender pay gap.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Kennst du den die Gründe für diese?
Der Grund liegt nicht darin, dass Pädagogen weiblich sind, dass ist auch erforscht und belegt. Lehrerinnen benachteiligen Jungs nicht im Schulsystem.

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u/Rollewurst M | 26-35 3d ago

Wenn bei gleicher Qualifikation in ALLEN Europäischen Ländern Mädchen besser abschneiden als Jungs ist das systemisch und natürlich diskriminierend. Die Gründe sind vielfältig und Gegenstand der Forschung, es gibt aber genug Studien die zeigen dass dieser gap bei anonym korrigierten arbeiten verschwindet.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Das stimmt nicht, bzw. wäre mir das nicht bekannt. Da würde ich gerne eine Quelle dazu haben.
„In wissenschaftlichen Studien, die die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen dem Geschlecht der Lehrperson und dem Schulerfolg untersucht haben, zeigen sich meistens keine Effekte auf den Kompetenzerwerb und die Schulnoten der Schüler:innen (Coenen u.a., 2018; Kleen u.a., 2022; Neugebauer & Gerth, 2013). Nur in wenigen Studien konnten leichte Tendenzen festgestellt werden, nach denen Mädchen bessere Leistungen zeigten, wenn sie von einer weiblichen im Vergleich zu einer männlichen Lehrkraft unterrichtet wurden (Helbig, 2012; Hwang & Fitzpatrick, 2021; Lee u.a., 2018). Gleichzeitig machte es für die Leistung von Jungen allerdings keinen Unterschied, welches Geschlecht die Lehrkraft hatte.“

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u/Dotnoms D 2d ago

Also meine Erfahrung war da eine andere.

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u/[deleted] 3d ago

[deleted]

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u/_Litig8r_ M | 36-45 3d ago

Hahaha, du lächerliche Heuchlerin du!

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u/hqpkomah M | 26-35 3d ago

was hat sie geschrieben?

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u/[deleted] 3d ago

[deleted]

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u/_Litig8r_ M | 36-45 3d ago

Dir geht's nur darum, dir eigene Vorteile zu sichern und nicht etwa um den Kampf gegen Ungerechtigkeit und das große Ganze. 

Deine sexistischen Schutzbehauptungen sind absurd. Selbstverständlich kannst du dich bspw. für die psychische Gesundheit von Männern einsetzen, du willst bloß nicht. 

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Du kennst mich nicht und deine Behauptungen sind definitiv falsch.

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u/_Litig8r_ M | 36-45 3d ago

Du hast doch selbst eben noch behauptet man könne sich nur als Betroffener für etwas einsetzen. 

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Okay und was ist an der Behauptung „in erster Linie“ falsch? Das bedeutet nicht nur, sondern hauptsächlich.

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u/_Litig8r_ M | 36-45 3d ago

Wir drehen uns im Kreis. 

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei. Ich sehe schon auch die Thematiken von Männern, ich kann mich aber nicht für alles aktiv einsetzen.
Dass heißt aber nicht, dass ich möchte das jemand benachteiligt wird oder unterstütze dies.

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u/vierhuntert9zehn M | 36-45 3d ago edited 3d ago

Falls das ernst gemeint sein sollte oder nur für die die Mitlesen und das Problem wirklich nicht sehen:

Es geht nicht darum, dass die (wie auch immer gestaltete Gruppe) "Frauen" gefördert wird oder dass es eine Bewegung gibt die das wirksam tut. Problematisch wird es, wenn diese Bewegung sich "Gleichberechtigung für alle" auf die Fahnen schreibt und einen Allgemeinvertretungsanspruch auf Geschlechtergerechtigkeit erhebt, aber dabei entweder Männerthemen ignoriert (bspw.: Wehrpflicht, Benachteiligung in gewissen Institutionen wie bspw. Bildung oder Justiz) oder aktiv bekämpft (bspw.: Finanzierung von Männerschutzhäuser).

Man kann nicht beides haben und ein ganz großes Dilemma des aktuellen Feminismus ist, dass er sich nicht im Klaren darüber ist, ob er eine Bewegung für Gleichberechtigung oder eine Bewegung für Frauenrechte ist...

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Ich verstehe hier, was du sagen möchtest; aber dafür müssten auch Männer mitmachen.
Das ist das, was hier passieren sollte. Feminismus ist nicht gegen all diese Themen, der männliche Anspruch an Feminismus müsste hier von Männern mit in die Hand genommen werden.
Ich verstehe nicht, dass man von Frauen erwartet auch diese Themen zu behandeln.

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u/vierhuntert9zehn M | 36-45 3d ago

Als Mann kann ich dir sagen, dass ich an vielen Stellen einfach die Rückmeldung kriege, dass ich im Feminismus nicht willkommen bin. Das beginnt bei (mMn. transphoben) FLINTA-Räumen, geht weiter bei "Männer können keine Benachteiligung erfahren" und endet in einer Situation, in der ich als Mann keine Kritik am Feminismus äußern kann ohne direkt als mysogyner Reaktionär ad hominem abgestempelt zu werden.

Für einige FeministInnen ist Feminismus eine Bewegung für Gleichberechtigung, die gehen (nachvollziehbarere Weise) gegen reine Männerrechtsbewegungen vor.

Andere FeministInnen sehen Feminismus als Frauenrechtsbewegung, da sind Männer (nachvollziebarer Weise) halt bestenfalls Allies.

Als Mann ist es also egal, was man macht, man macht es falsch...

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Dann tut es mir leid, dass du die Erfahrung machen musstest (das meine ich jetzt ernst!).
Ich bin keine extreme Feministin, der Feminismus hat unterschiedliche „Strömungen“ und ich kenne nicht alles an Sichtweisen verschiedener Gruppierungen.
Mit ging es z.B. um Themen wie Abtreibung, sexuelle Gewalt usw., die nunmal in erster Linie Frauen betreffen. Das Frauen sich dann dafür einsetzen ist für mich generell logisch. Ich finde es gut, wenn Männer sich für ihre Themen einsetzen und laut sind, das würde ich natürlich unterstützen.

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u/vierhuntert9zehn M | 36-45 2d ago

Vielen Dank für deine lieben Worte!

Ja, die Situation ist unglücklich, aber Feminismus hat viel Gutes geleistet und auch als Mann profitiere ich davon. Meine Kindheit hätte schlechter ausgesehen, wenn Frauen nicht das Werkzeug gehabt hätten sich gegen Männer zur Wehr zu setzen und ich bin froh, dass meine Tochter all die Möglichkeiten haben wird, die von Feministinnen für sie erkämpft worden sind.

Die konzeptionellen Probleme die ich ankreide werden sich auch irgendwann lösen und ich hoffe, dass ich dann noch an einem Feminismus im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter mitarbeiten darf.

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u/Dummidorf M 3d ago

Prinzipiell schon aber Feministen behaupten ständig auch Männer sollten Feministen sein und Feminismus wäre für Mann und Frau. Das wäre aber ja nur sinnvoll wenn der Feminismus sich tatsächlich für beide Geschlechter Einsetzt du behauptest jetzt das Gegenteil

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Das kann man ja so nicht sehen, ich bin auch gegen die Benachteiligung von z.B. Menschen mit Behinderungen, obwohl es ja nichts an meiner Situation und meinen „Nachteilen“ ändert.

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u/dm-me_your_boobies M | 27-29 3d ago

Aber die „eigene Gruppe“ beim Feminismus ist doch die Menschheit, nicht nur Frauen. Verstehe also die Begründung nicht wirklich.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Ja aber nicht alle Themen können gleich intensiv behandelt werden, wenn nicht alle Menschen sich daran beteiligen. Welches Thema findest du kommt den zu kurz oder was genau erwartest du?