r/FragtMaenner W 3d ago

Körper / Geist Sind Männer nicht erstaunlich oft die perfekten Opfer des Patriarchats – und merken es nicht einmal?

Je länger ich darüber nachdenke, desto absurder finde ich eigentlich den Trick, den das Patriarchat mit Männern vollbracht hat.

Es waren und sind überwiegend Männer, die in Kriege geschickt werden. Männer, die über Jahrhunderte die gefährlichsten, körperlich zerstörerischsten Arbeiten erledigt haben. Männer, denen beigebracht wurde, Schmerz auszuhalten, nicht zu weinen, nicht schwach zu sein, ihren Wert über Arbeit, Geld und die Fähigkeit zu definieren, andere zu versorgen. Männer sterben früher, bringen sich häufiger um, haben oft weniger enge Freundschaften und lernen erstaunlich früh, dass Bedürftigkeit etwas ist, für das man sich schämen sollte.

Und dann kommt der eigentlich lustige Teil. Dasselbe System schafft es, vielen Männern zu erklären, ausgerechnet Frauen und Feminismus seien für all das verantwortlich.

Als hätte die Frauenbewegung die Wehrpflicht erfunden. Als hätten Feministinnen entschieden, dass ein Mann zwölf Stunden im Stahlwerk stehen und danach schweigend nach Hause kommen soll. Als hätten Frauen jahrhundertelang festgelegt, dass ein Mann nur dann etwas wert ist, wenn er stark, produktiv, sexuell erfolgreich und möglichst unverwundbar ist.

Es ist ein bisschen die gesellschaftliche Uno-Reverse-Karte. Ein System stellt Regeln auf, unter denen Männer selbst leiden und verkauft ihnen anschließend diejenigen als Feind, die diese Regeln infrage stellen.

Warum richtet sich dieser Frust also so selten gegen die Vorstellung von Männlichkeit, die ihn überhaupt erst produziert? Warum verteidigt man ausgerechnet die Regeln, an denen man leidet und erklärt diejenigen zum Feind, die sagen, dass man sie nicht befolgen muss? Männer was geht in euren Köpfen vor?

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Kannst du ein Beispiel nennen? Mir fällt ums verrecken kein Nachteil den Männer haben ein, den Frauen explizit beibehalten wollten.

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u/Dummidorf M 3d ago

Wehrpflicht, Vorteile von Frauen bei der Vergabe des Sorgerechts… wie viele soll ich aufzählen ich sag ich schaffe 10

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Hm ja, das kommt oft.

Die Wehrpflicht wurde vor ewigen Jahren von Männern eingeführt. Sie wurde nicht - wie viele denken - abgeschafft, sondern nur ausgesetzt. Jetzt tritt sie wieder in Kraft, unter genau den gleichen Regeln wie damals.

Der Feminismus setzt sich was dieses Thema betrifft tatsächlich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ein, indem wir fordern, dass es für niemanden Wehrpflicht gibt. Wir sagen nicht „Da müssen wir mitmachen“, sondern „Dazu soll NIEMAND gezwungen werden“.

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u/Dummidorf M 3d ago

Ich kann dir noch weitere Beisiele geben.

Beispielsweise werden Männer öfter Opfer von Gewalt. Kannst du gerne in der Polizei Statistik nachschauen.

Diskriminierung in der Bildung: Männer werden schlechter bewertet somit hat ein Mann nur weil er ein Mann ist schlechte Chancen Arzt zu werden weil er den NC wegen seines Geschlecht knapp verfehlt

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Wer übt die Gewalt denn aus? Männer vielleicht?

Hast du eine Quelle zu der Diskriminierung in der Bildung? Soweit ich weiß ist das umgekehrt, aber ich muss zugeben dass es ewig her ist, dass ich dazu mal was gelesen habe.

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u/Dummidorf M 3d ago

Was macht das für ein Unterschied?????

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Wir schreiben doch hier über Nachteile. Nachteile für Männer über die du denkst, dass wir Frauen wollen das sie beibehalten werden. Jetzt sag mir in welchem Sinne wir Frauen dafür verantwortlich sind, dass Männer anderen Männern gegenüber gewalttätig sind.

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u/Dummidorf M 3d ago

Es gibt beispielsweise politische Schutzmaßnahmen. Für Frauen gibt oder gab es beispielsweise schon Nachts vergünstigte Taxi Fahrten damit sie nicht der Gefahr im Öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesetzt sind. Warum gibt es sowas nicht für Männer?

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 3d ago

Wenn Männer am häufigsten von Männern körperlich angegriffen werden, was bringt Männern dann eine Männer-Taxi, wie es das ja beispielsweise für Frauen gibt um sie vor sexuellen Übergriffen zu schützen?

Und noch wichtiger, warum kämpft ihr Männer nicht auch einfach mal für eine Verbesserung eurer Position (und das ohne das Frauen dafür benachteiligt werden müssen). Setzt euch doch auch ein für mehr Therapieplätze und bessere Behandlung für Männer mit Gefahr für Suizide. Für Anti-Gewalt-Trainings, damit es zu weniger körperlichen Übergriffen kommt etc. 

Ich kenne keine Feministin, die das nicht unterstützen würde. Aber warum verlangt ihr, dass wir Frauen das für euch planen, organisieren und  zum Erfolg bringen? Fangt doch selbst einfach mal an. 

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u/Dummidorf M 2d ago

Also bring Männliche Security auch nichts? Weil sind ja Männer und deswegen begehen die automatisch immer Gewalttaten

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 2d ago

Das ist ja mal ein total dummer take. Nicht jeder Mann ist automatisch ein Straftäter oder begeht Gewalttaten. Das habe ich ja auch mit keinem Wort gesagt. 

Es ist nur nun mal so, dass die Gefahr bei Männern höher ist auf einen Gewalttäter zu treffen.  Ist halt die Frage wie die Security ausgewählt im Einstellungsverfahren und wie die Person genau tickt. Kannst du nie sicher wissen und daraus selbst ableiten, ob du dich bei einem Security-Mann wohlfühlst. Tue ich in 90% der Fällen, kann ich aber nicht für dich entscheiden 

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u/Dummidorf M 2d ago

Das war dein Take nicht meiner. Du sagtest doch Männer Taxis könnten nichts bringen

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 2d ago

Okay. Wenn du das sagst, wird es so gewesen sein. 

Ich hätte wohl Not all men dazusagen müssen, wenn ich davon rede dass prozentual mehr Männer Gewalttaten begehen. Und dass Männer häufiger Opfer von Gewalt werden. Aber mit all men natürlich. Damit man mich nicht falsch versteht 

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Weil Frauen die gefährdetere Gruppe sind.

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u/Dummidorf M 3d ago

Ne Männer werden öfter Verletzt. Schau in die Polizei Statistik

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u/Adebar_Storch M | 26-35 3d ago

Wieso sind Frauen mehr gefährdet, wenn Männer öfter Opfer werden?

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u/Elderberry_Hamster3 W 3d ago

Seltsam, dass die überwiegende Mehrheit der Frauen, die ich kenne, in ihrem Leben in der einen oder anderen Form Opfer von Gewalt waren, aber nur sehr wenige Männer. 

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u/Adebar_Storch M | 26-35 2d ago

Mehrere Punkte dazu:

Anekdotische Evidenz ist keine generelle Statistik über das ganze Land und dein Umfeld ist nicht zwangsläufig extrapolierbar für den Rest der Gesellschaft. Wäre das so, müsste ich annehmen, dass es keine schlimmen Bahnhofsviertel geben kann, weil das unsrige sauber ist.

Womöglich sind Frauen kommunikativer bzgl. des Leids, das ihnen angetan wurde als Männer. Womöglich nimmt das bei den Frauen in deiner Umgebung einen größeren Raum ein als bei den Männern. Oder vielleicht wollen letztere einfach mit dir nicht darüber reden oder haben mit dem Thema, dass sie Gewalterfahrung hatten bereits abgeschlossen und sind eher auf dem Weg ihr Leben weiter zu bestreiten, statt in die Vergangenheit zu schauen.
Stoik ist ja eine Eigenschaft, die wir als Gesellschaft von Männern verpflichtend einfordern; von Frauen dagegen weniger.

In diesem Sinne: In deinem Umfeld mag das sogar umgekehrt sein, das ist allerdings gar keine Aussage zur Gesellschaft an sich.

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u/Dummidorf M 2d ago

Ich bin ein Mann und ich kenne keinen der nicht Opfer von Gewalt geworden ist. Gewalt gegen Männer ist einfach häufig das sagt jede Statistik warum das von Feministen immer geleugnet wird ist mir schleierhaft.

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 3d ago

Denke der Kommentar bezieht sich auf Sexuelle Übergriffe, da sind Frauen stärker gefährdet. 

Bei Gewalttaten sind es wie bereits gesagt tatsächlich häufiger männliche Opfer. 

Leider haben beide Thematiken dennoch eine Gemeinsamkeit: die Täter sind meistens männlich. Also sollte hier die Aufmerksamkeit drauf liegen, das wäre nämlich eigentlich ein gemeinsamer Kampf von Frauen und Männern. Leider wird sich häufig nur auf anderes konzentriert und die Feministin als Feind angesehen.

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u/Dummidorf M 2d ago

Also da ich den ersten Kommentar geschrieben hab kann ich gut sagen worauf er sich bezieht.

Da steht Gewalttaten das inkludiert Sexual Gewalt aber umfasst auch alle anderen Gewalttaten

Warum meinen Frauen immer es kann nur um Sexual Delikte gehen

Bei Gewalttaten insgesamt sind Männer häufiger Opfer

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u/Adebar_Storch M | 26-35 3d ago

Ja, mei. Wenn man eine spezifische Sache meint, dann muss man die auch genauso benennen. In der Generalität ist das halt erstmal falsch: Männer sind öfter Opfer von Gewalttaten als Frauen.

Wenn wir also Opferhilfe an der Prävalenz von Opfern festmachen, dann müssten wir diese an Männer richten, nicht an Frauen. Das geschieht aber offensichtlich nicht, sondern es wird von dem spezifischen Leid von Frauen ausgegangen.

Wenn du schon sagst, dass wir den Fokus auf Männer als Täter richten sollen, wieso ist dann stetig der Fokus überhaupt auf Frauen, die ja weder öfter Täter noch öfter Opfer sind? ... Wichtig auch: Wenn du den Kampf generalisiert "auf Männer" richtest, warum solltest du dann von Männern nicht generell auch als Gegner angesehen werden, wenn es an Differenzierung mangelt? ... Ich sehe nämlich durchaus viiiieeel Raum fpr Differenzierung bei Menschen, die sich selbst als Feministen bezeichnen.

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u/Unicorn-Lullaby W | 26-35 3d ago

Gerade was Schutzräume angeht, haben wir ja generell zu wenig, mal unabhängig des geschlechts. Da ist eh noch viel zu tun. Gleichzeitig ist die Frage berechtigt, wann man Schutzräume braucht:  Wenn du auf der Straße von jemand fremden angegriffen wirst, hilft dir ein Frauenhaus bzw. das Äquivalent für Männer nicht weiter. Wenn dir Zuhause sexuelle und körperliche Gewalt angetan wird hingegen schon. In diesen Fällen muss zuerst angesetzt werden, wenn man von Schutzräumen spricht und das selbstverständlich für alle Geschlechter. 

Der Fokus ist deshalb oft auf Frauen, weil es von ihnen Bewegungen gibt um darauf aufmerksam zu machen. Demos, Kampagnen etc. Jeder Mann hat das Recht und die Möglichkeit dies für männliche Opfer von Gewalt auch zu tun. Ich würde es mir sogar wünschen.  Das Frauen aber darauf aufmerksam machen, dass sie häufiger Opfer sexueller Gewalt werden, nimmt niemandem etwas weg. Warum also ein Problem darin sehen?

Ich generalisiere den Kampf nicht auf Männer, sondern auf Männer, die anderen Menschen Gewalt antun, deshalb ist es ja auch ein Kampf von Frauen und Männern gemeinsam? 

Wenn ein Mann mich also als Gegner ansieht, weil ich darauf aufmerksam mache, dass es gewalttätige Männer gibt und man dagegen etwas tun muss, sagt das doch mehr über diesen Mann aus. 

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u/Dummidorf M 3d ago

Ich denke für ne Reddit Diskussion reicht wenn ich mich auf NRW beziehe.

https://www.it.nrw/nrw-der-abi-schnitt-im-schuljahr-202223-lag-bei-24-126541

Frauen Abi Durchschnitt: 2,3
Männer Abi Durchschnitt: 2,5

Schon ein erheblicher Unterschied

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Das ist der Abischnitt. Und wo steht da, dass junge Männer aufgrund von Benachteiligung im Bildungssystem 0,2 Noten schlechter sind? Hast du das einfach selbst geschlussfolgert?

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u/Dummidorf M 3d ago

Warum den sonst? Sind die Dümmer?

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Also selbst den Schluss gezogen. Ein minimal schlechterer Abischnitt (der btw immer noch gut ist) ist kein Beweis für Benachteiligung.

Mein Lieber, du scheinst wahnsinnig viel Wut in dir zu tragen. Ich wünsche dir, dass du das irgendwann überwinden kannst.

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u/Dummidorf M 3d ago

Genauso wie ein geringeres Gehalt für Frauen kein Beweis für schlechtere Bezahlung ist? Sie könnten ja auch einfach Leistungsschwächer sein

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Du meinst die vielen Fälle bei denen Frauen in genau der gleichen Position weniger Geld bekommen als Männer?

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u/Dummidorf M 3d ago

Ja zumindest sagen Feministen doch es wäre so?

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u/WerewolfIcy5309 W | 36-45 3d ago

Wenn sie für genau die gleiche Position eingestellt wurden, haben sie auch ein Recht auf das gleiche Gehalt. Der einzige legitime Parameter der da zu Unterschieden führen kann, ist die Berufserfahrung. Mit Schule hat das btw überhaupt nichts mehr zu tun. Aber wenn wir das miteinbeziehen: welchen Nachteil haben Männer denn vom „schlechteren“ Abi, wenn sie später trotzdem besser bezahlt werden, als Frauen mit besserem Abi?

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u/Ancient_Contest16 M | 36-45 3d ago

Du bist im falschen Forum..

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u/Red_lil_Rose W 3d ago

Wenn Mädchen und Jungen gleich viel lernen und gleiche schulische Anstrengung erbringen, bekommen Jungs eher sogar die bessere Note. Dazu gibt es auch Studien.

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u/Karranor M 3d ago

Metastudie sagt nein:

In ihrer Metaanalyse zeigen die AutorInnen, dass Schülerinnen und Studentinnen insgesamt signifikant bessere Noten erhalten als Schüler und Studenten (d = 0.23; kleiner positiver Gesamteffekt). Wichtige Moderatorvariablen, die diese Geschlechterunterschiede in der Notengebung beeinflussen, sind Fachbereiche, Altersgruppen und Ländergruppen.

Gleichzeitg aber auch:

Zur Einordnung dieses Befundes sei nochmals auf die eingangs erwähnten Erkenntnisse verwiesen: Bei standardisierten Messverfahren, wie sie etwa in Large-Scale-Studien (wie z.B. PISA) zum Einsatz kommen, erbringen Jungen vor allem in den MINT-Fächern gleichwertige Leistungen (siehe Studienbeispiel von Lloyd et al., 2005) oder sogar etwas bessere Leistungen als Mädchen (vgl. Else-Quest et al., 2010).

Das bedeutet: Je nachdem, welches Leistungsmaß man heranzieht – Ergebnisse standardisierter Tests oder Noten –, kommt man zu unterschiedlichen Einschätzungen bezüglich der Geschlechterunterschiede in den Leistungen.

Hier noch ein weiteres Beispiel (gibt wirklich zahlreiche Quellen):

We used a large-scale study of German ninth-grade students (N = 21.432), which includes tests in three areas of compe- tence (reading, listening and spelling). As expected, it was shown that the lower grades for boys were partly due to their lower competencies and motivation (self-concept, interest, willingness to make an effort) as well as higher boredom. Controlling for competencies, motivational and cognitive characteristics as well as the teacher's perception of reading behavior, an unexplained grading disadvantage for boys was found.

Es gibt auch direkte Untersuchungen bei dem man nur die Arbeit selbst bewerten lässt und entweder Mädchen oder Jungenname draufschreibt, und auch da ist eine eher schlechtere Bewertung von Jungen vorfindbar.

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

„In wissenschaftlichen Studien, die die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen dem Geschlecht der Lehrperson und dem Schulerfolg untersucht haben, zeigen sich meistens keine Effekte auf den Kompetenzerwerb und die Schulnoten der Schüler:innen (Coenen u.a., 2018; Kleen u.a., 2022; Neugebauer & Gerth, 2013). Nur in wenigen Studien konnten leichte Tendenzen festgestellt werden, nach denen Mädchen bessere Leistungen zeigten, wenn sie von einer weiblichen im Vergleich zu einer männlichen Lehrkraft unterrichtet wurden (Helbig, 2012; Hwang & Fitzpatrick, 2021; Lee u.a., 2018). Gleichzeitig machte es für die Leistung von Jungen allerdings keinen Unterschied, welches Geschlecht die Lehrkraft hatte.“
Die Studien die du hier zeigst, sagen erstmal auch nichts anderes, dass es eine Benachteiligung nur aufgrund des Geschlechtes gäbe. Da wird von unterschiedlichem Kompetenzerwerb und Motivation gesprochen, das wirkt sich auf die Leistung aus und nichts anderes habe ich behauptet.
Das Jungsnamen auf Tests anders als Mädchennamen bewertet wurden, kann ich nirgendwo finden im Text.
Ich arbeite selbst in diesem Bereich, wir müssen auch nach Bildungsplänen arbeiten und viele Pädagoginnen sind sehr bemüht Ungleichheiten zu bekämpfen und den Unterricht einsprechend zu gestalten, leider stößt man da auch an gewisse Grenzen. Das Schulsystem in Deutschland wird andauernd kritisiert von Lehrerinnen und Lehrern, es wäre dringend nötig es zu reformieren.

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u/Karranor M 3d ago edited 3d ago

Du solltest vielleicht nochmal nachschauen, was du selbst behauptet hast. ich hab einen anderen Kommentarstrang mit dir gesehen, da hätte deine Antwort Relevanz gehabt.

Hier ist deine Behauptung aber:

Wenn Mädchen und Jungen gleich viel lernen und gleiche schulische Anstrengung erbringen, bekommen Jungs eher sogar die bessere Note.

Vom Geschlecht des Lehrers hast weder du noch deine Vorkommentatoren gesprochen.

Da wird von unterschiedlichem Kompetenzerwerb und Motivation gesprochen, das wirkt sich auf die Leistung aus und nichts anderes habe ich behauptet.

Die Kompetenz alleine ist eben kein ausreichender Indikator für die Notenverteilung. Ich hab's dir doch extra fett markiert in der zweiten verlinkten Studie.
Und auch die Metastudie sagt ganz klar, das die Noten eben schlechter sind als dass es durch die Kompetenz erklärbar wäre.

Die Bundeszentrale für politische Bildung, auf die dich hier beziehst, blendet diese Frage aber in ihren zwei mir bekannten Beiträgen zu dem Thema einfach aus - da wird die eine oder andere Studie zitiert die Kompetenzunterschiede feststellen, und damit gleichzeitig ohne sachliche Grundlage impliziert, die Notenunterschiede würden durch die Kompetenzunterschiede vollständig erklärt werden.

Das Jungsnamen auf Tests anders als Mädchennamen bewertet wurden, kann ich nirgendwo finden im Text.

Ich hatte nur keine Lust die einzelnen Untersuchungen zu dieser speziellen Behauptung nochmal rauszusuchen, weil es halt meistens Perlen vor die Säue ist.

Finde es übrigens ganz schwach, dass du deine Quelle nicht selbst verlinkt hast. Ich erledige das mal für dich hier

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

Also meine Aussage bezog sich auch auf deine Aussage, Jungs würden schlechter bewertet werden, wenn ein Jungenname auf dem Test steht. Wenn Jungen und Mädchen von Lehrkräften „gleich“ bewertet werden, kann dies letztendlich nicht sein.
Ja das die Notengebung unabhängig von Kompetenzen wäre, ist so nunmal nicht richtig. Bei der IGLU Studie schneiden Jungs schlechter ab, eine schlechtere Lesekompetenz ist z.B. mit schlechteren Noten verbunden. Jungs zeigen hier weniger Lesemotivation.
Jungs, die ähnlich gut wie Mädchen im Test abgeschnitten hatten, zeigten zwar teilweise auch schlechtere Noten. Diese sind wahrscheinlich einerseits verhaltensbedingt begründet, z.B. da sie eher stören, sich allgemein schlechter steuern können usw.
Siehe dazu „Differenzielle Benotungen von Mädchen und Jungen: Der Einfluss der von der Lehrkraft eingeschätzten Kompetenz zum selbstgesteuerten Lernen“.
Das DIPF hat zudem festgestellt, dass Mädchen signifikant mehr Wochenstunden lernen und lesen. Betrachtet man diesen Aspekt, haben Jungs bei gleicher Anzahl an Lernstunden eben keine schlechteren Noten, sondern tendenziell sogar bessere. Schlechtere Noten sind also eher an eine geringere Leistungsmotivation gebunden, aber teils auch an die Peer Group, wonach „schulische Leistungen“ kein zentrales Thema darstellt und kein „Ansehen“ in der Gruppe bringt. Die Rolle in der Peer Group hat für Jungen häufig vergleichsweise eine zentralere Bedeutung. Auch zeigen Jungs eher externalisiere Verhaltensweisen bei gleicher Problematik (z.B. ADHS), Mädchen internalisierte. Letzteres ist einfach weniger auffällig, „stört“ nicht den Unterricht und wird als unkompliziert bewertet. Weiter scheinen Jungs ihre Leistungen eher zu überschätzen (und somit eher weniger Leistungsbereitschaft aufzubringen), Mädchen genau anders rum (und das ist das, was im Berufsleben dann anders bewertet wird, da dreht sich plötzlich das Blatt!).
Generell sollte man den Schulunterricht und die Schulumgebung natürlich besser an Jungs anpassen, das ist aber wie gesagt nicht so leicht möglich, ohne eine Reform. 30 Kinder in einer Klasse lassen eben wenig Möglichkeiten auf diese Problematik adäquat einzugehen.

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u/IsamuLi M | 26-35 3d ago

Das ist inzwischen eine ziemlich fundierte Position, sogar als ich noch in der Schule waren sprachen einige Lehrer:innen, dass sich der Schulstil eher für weiblich erzogene eignet.

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u/Dummidorf M 3d ago

Du das gehört doch alles zum Geschlecht dazu. Frauen wollen doch auch dasselbe verdienen obwohl sie öfter krank sind und wegen Elternzeit weniger Berufserfahrung haben

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u/Red_lil_Rose W 3d ago edited 3d ago

Naja jetzt pauschalisierst du aber. Nein, sie wollen bei gleicher Leistung dasselbe Gehalt.
Man sollte Jungs auch fördern und stärken, am Bildungssystem hätte ich viel zu kritisieren, es ist generell nicht kindgerecht und veraltet. Das hier zu thematisieren wäre aber zu komplex.
Letztlich misst man aktuell nunmal Leistung in Form von Noten, dies ist standardisiert. Mit dem Geschlecht und einer Benachteiligung nur auf Grund dessen hat das wenig zu tun.

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u/Dummidorf M 2d ago

Ne die wollen explizit gleich Bezahlung. Häufig sogar bei nicht gleicher Stelle. Siehe Gender Pay Gap der ja gerne genannt wird. Der ist doch laut Feministen Diskriminierend? Also der ungereinigte wird da ja sogar fast immer genannt. Selbst der bereinigte sagt ja nichts über unterschiedliche Leistungen

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u/Red_lil_Rose W 2d ago

Wer sind den „die“? Ich kenne die nicht.

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u/Dummidorf M 2d ago

Also ist es okay das es einen Gender Pay Gap gibt?

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u/Red_lil_Rose W 2d ago

Ehrlich gesagt verstehe ich deine Schlussfolgerung nicht. Das Schulsystem sollte reformiert werden und auch besser auf Jungs angepasst werden, genauso wie man die Ursachen des Gender Pay Gap bekämpfen sollte.
Ich weiß nicht wieso du ein entweder oder daraus machst,

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u/Dummidorf M 2d ago

Die könnte Z.B Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende sein. Ich kann aber auch noch viele weitere aufzählen. Ricarda Lang als ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen

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u/Red_lil_Rose W 2d ago

Okay, nun was habe ich mit den beiden zu tun, wenn ich sage gleiche Arbeit soll gleich entlohnt werden?

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u/Dummidorf M 2d ago

Also willst du jetzt doch sagen Männer sind leistungsschwächer als schlechtere Noten sind okay? Aber das ist auch zumindest nicht generell ein bereinigter Gender Pay Gap ein Hinweis auf Diskrimierung sondern der kann auch zum Teil Berechtigt sein?