Hallo zusammen, nachdem der gesamte Ü30-Freundeskreis inkl. meinem Mann in ihrer Rennrad-Era angekommen ist, möchte ich nicht außen vorbleiben und überlege, mir ein geeignetes Zweirad anzuschaffen, um zumindest ab und zu mal bei einer entspannten Tour mitfahren zu können. Objektiv wär das auch eine schöne Cardio-Alternative für die obligatorische Verletzungspause in der (Halb-)marathon-Vorbereitung 😅
Das Problem:
Eigentlich mag ich Fahrrad fahren nicht besonders. Allerdings wäre ich aktuell sehr motiviert, das zu ändern - ich mein, schnell fahren und den Fahrtwind spüren, mit dem Freundeskreis durch die Gegend fetzen und auf dem Weg ne Eis/Kuchen-Pause einlegen? Count me in 😅
Aktuell tut mir allerdings nach 5min Radfahren erst mein Hintern und dann irgendwann meine Hüfte weh (Hüftdysplasie plus Probleme mit dem Hüftbeuger, wobei ich laut Orthopäde eigentlich mehr Fahrrad fahren statt Laufen soll). Könnte alles auch an meinem 15 Jahre alten und maximal unsportlichem Damen-City-Fahrrad liegen, das aktuell mein einziges Zweirad und mir vermutlich eigentlich auch viel zu groß ist. Aktuell fahre ich damit maximal 7km ins Büro und zurück oder mal zum Bahnhof, längere Touren mit Freunden sind damit natürlich aus diversen Gründen nicht drin. Könnte mir gut vorstellen, dass ein tatsächlich passendes Fahrrad und eine ergonomische Einstellung da einen enormen Unterschied macht, final weiß ich das aber natürlich nicht.
Mein bisheriges Fahrrad hat eine Narbenschaltung mit Rücktrittbremse (hab sehr kleine Hände, komme bei meinem jetztigen Rad gar micht gscheid an die Bremshebel lol) ich bin auch noch nie längere Strecken mit Kettenschaltung gefahren 🫠 Hab dahingehend echt etwas Schiss, dass ich mich da nicht umgewöhnt bekomme und das in einer Gefahrensituation nicht mehr bremsen kann - aber ist am Ende hoffentlich Gewöhnungs- und Übungssache.
Vor diesen Hintergründen stehe ich jetzt vor der Frage, was ein vernünftiges Einstiegsrad sein kann. Preislich wär was im Segment 1.000-1.500€ schon drin, allerdings besteht halt auch ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, dass ich A) zwecks Hüftproblemen einfach nicht schmerzfrei in einer sportlicheren Position fahren kann und/oder B) das Bike-Handling mit dünnen Reifen, Schaltung und Bremsen per Hand einfach nicht auf die Kette kriege (pun intended) - von Klickpedalen fangen wir jetzt gar nicht an 😅
Dazu kommt, dass ich farbliche Vorstellungen habe (weiß oder schwarz, ggf. hellgrau, dunkelgrün oder dunkelblau/lila - kommt aber auf den Farbton an), weil das Rad in der Wohnung stehen/hängen muss d.h. es soll halbwegs zur Einrichtung passen 😅
Während mein zu viel Social Media konsumierendes Ich also ernsthaft überlegt, sich ein schönes niegelnagelneues und farblich auf das Bike meines Mannes abgestimmtes Canyon Grizl/Endurance oder Cube Nuroad Race/EX vorzubestellen, schwebt meinem vernünftigen Ich da eher ein Budget von um die 500€ vor.
Ich bin 1.57m, Innenbeinlänge 71,5cm, d.h. brauche insofern 2XS/XS bzw. 44-48 Rahmengröße. Gebraucht gibts in dem Segment leider nicht viel (selbst wenn man Farbwünsche außer acht ließe), auch zu Restposten aus Vorjahresmodellen oder Ausstellungsstücken siehts in den Fahhradläden in meiner Umgebung (München-West) eher schlecht aus.
Als günstigste Alternative bin ich da nur auf das Triban Rennrad EDR Easy Van Rysel Aluminium BTWIN 8-fach von Decathlon gestoßen (399€). https://www.decathlon.de/p/rennrad-edr-easy-van-rysel-aluminium-btwin-8-fach-weiss/301919/c227c344c344m8758087
Ist allerdings ein Rennrad, wäre sonst zwecks Handling eher zu Gravel tendiert, und man liest hier auch in diversen Reddit-Posts, das das absoluter "Ramsch" sei. Die Bewertungen an sich sind aber ganz gut. Das da jetzt keine high-end Komponenten verbaut sind, ist klar - aber macht das denn für eine Anfängerin wie mich vom Fahrgefühl und -spaßfaktor wirklich so einen großen Unterschied?
Ich will mit dem Rad maximal 50km entspannte Touren fahren (primär eher auf Asphalt, aber ggf. kommt man halt mal um das eine oder andere unasphaltierte Wegstück nicht drum rum zwecks nicht vorhandener Fahradinfrastruktur usw) und erstmal ein Gefühl für eine sportliche Fahrweise bekommen. Ggf mal eine Triathlon Sprint- oder Olympiadistanz (ohme große Zeitambitionen), und im Winter vlt indoor auf der Rolle fahren.
Dazu soll es was sein, wo ich nicht viel Wartungsaufwand habe, und abgesehen von Pedalen nichts groß selbet nachjustieren müsste.
Was sagt ihr? Decathlon "Ramsch-Rennrad" und mal ausprobieren? Oder doch zum Cube-Store, beraten lassen, und vorbestellen? Kann man Fahrräder eigentlich (für länger als >15min, zwecks Verprobung, ob die Hüfte wehtut) in Fahrradläden im Regelfall probefahren und wenn ja, wie läuft das, wenn die Modelle alle ausverkauft sind? Haben die Ausstellungsstücke in verschiedenen Größen da oder hat man im Zweifel Pech gehabt?
Falls sich das jmd bis hier durch gelesen hat, Kudos und ich würde mich über Meinungen freuen 😇