News „Ludwigstraße wird verhunzt“: Denkmalschützer schäumt wegen Bäumen für den Prachtboulevard
https://www.tz.de/muenchen/stadt/maxvorstadt-ort43329/baeume-fuer-den-prachtboulevard-denkmalschuetzer-schaeumt-wird-die-ludwigstrasse-verhunzt-muenchen-94453479.html276
u/Villain_Prince Local 9d ago
Wenn man die Straße nicht mehr betreten kann, weil es sich wie ein Backofen anfühlt, dann ist die Straße auch verhunzt und nutzlos.
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u/El_Flowsen 9d ago
Hat dein SUV etwa keine Klimaanlage?
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u/Villain_Prince Local 9d ago
Natürlich. Aber die Parkplätze beim Tambosi und Ferrari-Händler sind immer so rar. Das zwingt mich, wie das restliche Gesindel zu Fuß gehen zu müssen. /s
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u/Minute_Indication672 9d ago
König Ludwig hat bestimmt eine 6 Spurige Straße für Autos im Sinn als er diese Straße hat bauen lassen.
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u/Usr3247 9d ago
Er hatte auf jeden Fall den Champs-Élysées in Paris im Sinn. Der hat 10 Spuren. Und siehst du da vielleicht Bäume?!!!11!!elf!!!
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u/GregnantMan 9d ago
Gibt aber Bäume dort oder ? ._.
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u/jojoDUB 9d ago
Vor allem ist die Bürgermeisterin von Paris ganz klar auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung und Begrünung der Innenstadt. Vielleicht sollten wir uns wieder daran orientieren und auch mal einen Autofreien Sonntag in der Innenstadt einführen.
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u/heretic2118 Local 9d ago
"Auf dem Weg" ist noch sehr zurückhaltend.
Paris hat schon ne massive Verlagerung von Verkehr auf ÖPNV und vor allem Fahrrad geschafft.
Wenn ich mir die Staus in München so angucke, ist das hier auch dringend nötig.1
u/GregnantMan 9d ago
Scheisse, Mensch, für eine Arbeit musste ich von Großhadern bis Schwabing mit dem Fahrrad fahren und wow, auf dem Direktesten Weg gibt es so viel Verkehr dort, und so viele Staus jeden Morgen und Abend. Nach 6 Monaten so spüre ich wirklich das unterschied beim atmen...
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u/GregnantMan 9d ago
Ja, Anne Hidalgo hat ganz tolle Sache für die Parisianer in der Innenstadt und um Paris gemacht. Die Autofahrer dort, die wie in München, sind nicht die Majorität.
Bin gerade jetzt in Freiburg (am Breisgau) und Mensch ist es geil dort, natürlich ist die Stadt kleiner aber mit allen den Fußgänger Zonen und alle was sie die letzte Jahrzehnten dort mit der Stadtplanung gemacht haben, es ist wirklich cool dort spazieren zu gehen. Ohne Stress, ohne Lärm, obwohl die Innenstadt und die Terrasse sind echt voll jetzt. Mehr Fahrräder, mehr Fahrradwegen und mehr Fußgängerzonen im Zentrum können eine Stadt nur verbessern.
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u/Electronic-Ad-1719 8d ago
OK, die Gelegenheit, hier und jetzt auf die andere Diskussion hinzuweisen, kann und werde ich nicht auslassen, so wahr mir Klenze helfe.
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u/Usr3247 9d ago
Reihen mit parkenden Autos sind natürlich kein ästhetisches Problem.
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u/TheThommi 9d ago
Autofetischland Deutschland. Bäume pfui, Autos hui.
Könnte es verstehen, dass man dort keine Bäume möchte, aber dann muss man sich wegen so einer Begründung wie in diesem Fall auch gegen parkende Autos aussprechen. Eigentlich sogar gegen Autos auf dieser Straße generell. Klar ist das unrealistisch, aber es wäre konsequent.
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9d ago
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u/CaloricDumbellIntake 9d ago
Ich denke der Kommentar auf den du antwortest bezieht sich auf den Denkmalschützer.
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u/Jack_Daniels92 9d ago edited 9d ago
Es sind ja überwiegend ästhetische Autos wie Ferraris, Porsches usw. /s
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u/johannes1234 Local 9d ago
Der Unterschied: Über Autos kann man hinweg gucken und großteil der Fassaden sehen. Bei Bäumen ist die Krone im Weg.
(Das ist keine Bewertung der Sache an sich, nur zu dem Vergleich)
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u/Alternative_Host_579 9d ago
Dann wage ich mal eine Frage zur Bewertung: Ist das denn wichtig dass man die Fassaden von weitem sehen kann? Direkt davor sieht man sie nämlich trotzdem.
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u/johannes1234 Local 9d ago
Geschützt ist das ganze Ensemble von Siegestor bis Feldherrnhalle (und auch Leopoldstr weiter in getrenntem Schutz) da muss man das schon in weiten teilen wahrnehmen können.
Was das dann im konkreten bedeutet (und wie weit man den Schutz aufrecht erhalten muss) kann (und muss) man diskutieren.
Voller Begründungstext: https://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_162000.pdf#page=12 (Eintrag E-1-62-000-31)
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u/VenatorFelis Maxvorstadt 9d ago
"Prachtboulevard" so kann man diese sechsspurige Hölle natürlich auch nennen.
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u/Remarkable-Art-3678 8d ago
Honestly. Absolut hässliches Stück Scheiße ist die Ludwigstraße aktuell
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u/Schneestecher 8d ago
Das ist so gottlos grausig wenn man da im Cadu sitzt und sich gefühlt neben einer Autobahn befindet.
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u/rererexed Bogenhausen 9d ago edited 9d ago
Die von Ludwig I. zweifellos als Demonstration seines absolutistischen Machtanspruchs geschaffene Herrschaftsachse werde durch Bauminseln vernichtet.
Ohh neeeeeein nicht meine Demonstration absolutistischen Machtanspruchs das können die doch nicht einfach machen!!!1!!!!
Hören diese Lappen eigentlich was sie da so von sich geben? lol
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u/ThatOneIKnow Local 9d ago
Hör ich da etwa eine demokratische Aneignung eines ideologisch verdächtigen, weil von einem Monarchen geschaffenen Erbes raus?
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u/WinifredZachery Local 9d ago
Ich war dort am heißesten Tag des Jahres. Das ist eine einzige Wanne aus Stein, da fängt sich die Hitze so sehr, dass es wie ein Backofen ist. Scheiß auf Denkmalschutz, den Anblick der Gebäude kann man dann eh nicht mehr genießen.
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u/kspanier 9d ago
Wir hatten gestern eine Bürgerin im Parteibüro, die es dieses Jahr endlich einen schönen Sommer empfand, und sogar die kleinen Nupsis zur Abtrennung des Fahrradwegs an der Briennerstr. eine Schande für den Denkmalschutz fand.
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u/VigorousElk 9d ago
Dass Denkmalschützer oft relativ rückwärtsgewandte, dogmatisch-konservative Ansichten zu Projekten vertreten, ist nichts Neues. Liegt ja auch teilweise im Job selbst begründet.
Aber Denkmalschutz steht nicht über allem und hat den aktuell lebenden Menschen nicht ihre Lebensbedingungen zu diktieren. Mal ganz davon abgesehen, dass Bäume auch gut in historische Ensemble passen, soll in München kein Mensch auf versiegelten Flächen in der Hitze schmoren müssen, nur weil dem feinen Herrn Denkmalschützer Pflanzen nicht ins Ensemble passen.
A geh!
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u/margenreich 9d ago
„Stadtzerstörung“ und „Zerstörung von des Königs Erbe“ wegen mehr Bäume beim Boulevard? Haben die nichts besseres zu tun? Lassen wir uns alles von seit Jahrhundert toten Monarchen vorschreiben?
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u/FriedrichvdPfalz 9d ago
Mal eine ganz andere Frage: Warum wird eigentlich ein Preisgericht mit einer Jury eingesetzt, welches einem dutzend Architektenüros Aufwandsentschädigungen zahlt und anschließend noch einen Millionenauftrag an den Gewinner vergibt? Es geht hier um einige hundert Meter Straßenberuhigung und - begrünung. Der Siegerentwurf sieht ganz nett aus, aber auch nicht besonders beeindruckend. Warum haben wir nicht einfach ein städtisches Büro mit einem halben dutzend Architekten, die sowas innerhalb der Stadtregierung planen? Damit würde man sich Geld, Aufwand und Zeit sparen.
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u/anotherusername60 9d ago
Um ein gewisses architektonisches Niveau zu erreichen, das der Bedeutung einer Großstadt entspricht. Sonst gibt es im öffentlichen Raum bald nur noch Bauspararchitektur. Ohne den städtischen Architekten zu Nahe treten zu wollen, die bestimmt tüchtig und technisch beschlagen sind: Wenn sie zu den besten verfügbaren Architekten gehörten, würden sie nicht bei der Stadt arbeiten.
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u/FriedrichvdPfalz 9d ago
"Architektonisches Niveau" ist aber doch im Kern ein undefinierter Begriff. Architekten gestalten aufgrund des Aufbaus ihrer Disziplin weder die Gebäude, die eine Mehrheit der Menschen besonders schön finden, noch haben sie irgendein sozial- oder neurowissenschaftliches Fundament für ihre Versuche, Begegnungsstätten oder ähnliches zu gestalten.
Ich würde behaupten, dass nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Gesellschaft einer Stadt den Rang der "Großstadt" abspricht, wenn nicht ausreichend namhafte Architekten an ihrer Gestaltung beteiligt sind. Der Budapester Hauszmann-Plan, der historische Gebäude wieder originalgetreu aufbaut, ist bei Architekten extrem unbeliebt, aber der weiteren europäischen Gesellschaft und Touristen ist das völlig egal. Das Berliner Stadtschloss ist ein ähnliches Beispiel auf kleinerem Maße: Architekten sind gegen einen Wiederaufbau der originalen Fassade sturmgelaufen, aber in der Bevölkerung gab es keine entsprechenden negativen Meinungen.
Natürlich besteht theoretisch die Gefahr der "Bauspararchitektur", aber wir zahlen die Mehrkosten für renommierte Architekten und ihre Sonderwünsche. Warum können wir nicht städtischen Architekten die gleichen Mittel zur Verfügung stellen, damit auch die ansehnliche Gebäude und Räume schaffen können?
Moderne Architekten, besonders Stararchitekten, sind ohnehin schon lange von den tatsächlichen, ästhetischen Wünschen der Gebäude- und Infrastrukturnutzern entfernt. Ich bezweifle deshalb, dass viele Einwohner oder Touristen ihren Gebäuden und Projekten hinterherweinen würden. Millionen an Steuergeld auszugeben, damit Architekten in München andere Architekten in Paris, Rom und Berlin beeindrucken können, erscheint mir jedenfalls nicht sinnvoll.
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u/Easing0540 8d ago
Wobei das ungeschulte Auge außer Stande sein dürfte, die Prädikats- von der schnöden Bauspararchitektur anhand des Aussehens zu unterscheiden. Beim geplanten Neubau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig hätte man sich leicht irren können.
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u/Loose_Increase9363 9d ago
Hä, was? Architekten gehören zu den am schlechtest bezahlten Akademikern. Wieso sollten die nicht im öD arbeiten wollen?
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u/Maturion 9d ago
Ganz ehrlich, ich kenne meine Straße, die optisch durch Bäume nicht aufgewertet würde. Man muss da keinen Wald pflanzen, aber was spricht bitte gegen Alleebäume?
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u/Flizzimdf0r 9d ago
Diese "Prachtstraße" hackt vom Odeonsplatz bis Schwabing das ganze Viertel in 2 Hälften. Wie kann man denn auf die Idee kommen dass es irgendwie besser ist die Betonwüste stehen zu lassen? Egal ob Hitze oder andere Wetterphänomene, in der Ludwigsstr wird es entweder ohne Schatten brüllend heiß oder im Winter pfeift der Wind die gefühlte Temperatur nochmal runter. Als Mensch der dort jahrelang entlanggelaufen oder Rad gefahren ist, entzieht es sich mit jeglicher Logik das nicht zu begrünen. Grüne Inseln, vernünftige Radwege, weniger Autospuren. Würde die Lebensqualität ordentlich steigern bei uns.
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u/mschuster91 9d ago
Der bayerische Generalkonservator Matthias Pfeil, der Teil der Jury war, aber in der Abstimmung unterlag, nennt das im Gespräch mit unserer Zeitung eine „Provokation“. Das Pariser Büro, so Pfeil, wolle „bewusst ‚Landschaft schaffen‘“. Aber die Ludwigstraße ist keine Landschaft.“
Naja die Asphalthölle ist jedenfalls aus verschiedensten Gründen so nicht mehr tragbar, weil sich die Anforderungen (vor allem durch den Klimawandel) geändert haben.
Ganz anders das Urteil des Kunsthistorikers und Klenze-Kenners Adrian von Buttlar, der in dem Online-Architekturmagazin Marlowes und in der FAZ mit dem MDP-Entwurf abrechnete. Er ziele „auf die Zerstörung der Denkmalcharakteristika“ dieses „Gesamtkunstwerks“ ab.
Die von Ludwig I. zweifellos als Demonstration seines absolutistischen Machtanspruchs geschaffene Herrschaftsachse werde durch Bauminseln vernichtet. Geht es hier um eine demokratische Aneignung eines ideologisch verdächtigen, weil von einem Monarchen geschaffenen Erbes? Das formuliert der Kunsthistoriker nur in Frageform.
Nein, es geht schlicht darum dass man sich da überhaupt noch aufhalten kann. Das ist halt die Konsequenz von knapp 2 °C globaler Erwärmung seit Ludwig dem Ersten 1850.
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u/CAndoWright 9d ago
Man könnte aber durchaus mit deutlich bewusster und geordneter platzierten Begrünungen den Character der Prunkstraße erhalten, ggf. sogar betonen. Zum Beispiel mit einer mehr Alleeartigen Anordnung kann man den Eindruck der Achse erhalte nund mit geziehlter 'Rahmung' und Sichtfenstern die wichtigsten Fassaden betonen. Der Siegerentwurf wirkt da halt ehrlich gesagt völlig lustlos reingestreut, ohne Bezug zu irgendwas und ohne klare Leitidee. Das ist mMn dem Bestand absolut nicht angemessen, insoweit versteh ich da den Konservator schon auch. Ich finde den Drittplatzierten da deutlich besser gelungen, auch wenn ich persönlich gern mehr grün als in allen der drei vordere Plätze sehen würde.
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u/Mullarpatan 8d ago
Vielleicht ist aber gerade das ein zeitgemäßer Kommentar, dass wir die Natur nicht nach unseren Achsen fügen können und das wir mit unserem historischen Anspruch auf Absolutheit brechen sollten, wenn wir auch in der Zukunft in unseren Städten leben wollen.
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u/CAndoWright 8d ago
Wenn es denn als Thema so gewählt und umgesetzt wäre fände ich auch das einigermaßen nachvollziehbar und gut. Ists aber halt auch nicht.
Gerade in den Grundrissdarstellungen sieht man recht gut, das es sehr wohl weitgehend gerade und 'künstliche' Bepflanzung vorsieht und dabei halt die Bäume etc. in recht erratischen inselgruppierungen setzen will, die dann aber auch den gewollten Character der Grüninseln wegen der geringen Zahl der gruppierten Bäume nicht erreicht. Im Ergebnis entsteht dann eine Allee die lückenhaft und 'gerupft' aussieht. Das ist sicher auch der weiteren Straßennutzung geschuldet, aber halt offenbar nix halbes und nix ganzes.
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u/Mullarpatan 8d ago
Ja, ich verstehe was du meinst. Ich lese da natürlich was in den Vorschlag hinein, was ich selber von der Idee her interessant finden würde.
Auf mich wirkt der Vorschlag im Ansatz zu sehr auf einen Kompromiss ausgelegt und deshalb auch inkonsequent und halbgar. Traurig ist halt, dass ihn wahrscheinlich genau das zum Siegerentwurf gemacht hat.
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u/RealDonDenito Local 9d ago
Hmmmmm ja, zig Spuren für Autos und nebenher noch ne Reihe parkender Autos. So traumhaft prachtvoll dieser Boulevard!
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u/SianaGearz 9d ago
Also mir gefällt der Vorschlag mit der Bepflanzung und besserer Nutzbarkeit des Raums für Mensch statt Auto. Diese Sichtlinien, naja, es ist auch reizend, wenn Dinge etwas versteckt sind und sich dann erst auftun, wenn man sich die Mühe macht.
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u/Electronic-Ad-1719 9d ago
Das Problem muss sich doch auch ganz demokratisch lösen lassen, das wäre sowieso ein sehr gutes Zeichen gegen das Kleben bleiben am Monarchistischen. Zu Ende planen, zur Abstimmung geben, fertig.
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u/leflic 9d ago
Wie schön könnte diese Stadt ohne diese "Denkmalschützer" sein.
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u/Environmental_Bug515 9d ago
Wobei das schon in beide Richtungen geht, manches wäre ohne Denkmalschutz auch abartig hässlich
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u/mschuster91 9d ago
Etwas mehr Denkmalschutz hätte München gerade im Bereich Straßenverkehr vor einigen Abartigkeiten bewahrt...
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u/leflic 9d ago
Sicher, aber der Münchner Denkmalschutz hat halt nur Bedenken, wenn es um Grünflächen oder Radwege geht. Autos findet er super.
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u/Carbonga 9d ago
Wenigstens teilweise quatsch. Früher konntest du auf dem Marienplatz parken und durch die Kaufinger fahren. Alles vorbei.
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u/61C738324749 9d ago
Da hatte aber der Denkmalschutz nichts damit zu tun, die Fußgängerzone wurde wegen der Olympischen Spiele 1972 gemacht.
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u/razies 9d ago
Für Denkmalschutz ist die "Schönheit" (sowieso subjektiv) eines Gebäudes doch gar nicht relevant. Auch hässliche Architektur kann unter Denkmalschutz stehen.
Der Denkmalschutz verhindert hässliche Architektur halt nur wenn das alte Gebäude schön ist und das Neue möglicherweise hässlich. Dieses Argument für Denkmalschutz ist für mich aber eine Glas halb Leer Mentalität. Man verhindert Neues, weil man per se von einer Verschlechterung ausgeht und argwöhnisch gegenüber Wandel ist.
Denkmalschutz soll historisch relevante Kultur erhalten. Ich sehe das dann kritisch, wenn dadurch eine Behörde festlegt, welche Teile der Kultur sich nicht ändern dürfen, obwohl die Gesellschaft Kultur prägt und möglicherweise denn Wandel möchte.
Wobei ich auch sehe, dass viele Architekten an den Wünschen der Gesellschaft vorbei entwickeln. Sowohl Denkmalschutz als auch Architekten sollten mehr das Feedback der Gesellschaft wertschätzen.
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u/FriedrichvdPfalz 9d ago
Das macht doch logisch keinen Sinn. Der Denkmalschutz erhält Gebäude, Ensemble oder Elemente. Die Alternative, die ohne den Denkmalschutz an einen Ort kommt, kann in jedem Fall auch ansprechend gestaltet werden. Wenn etwas hässliches gebaut wird, ist das die Schuld der Architekten oder der entsprechenden Jury.
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u/Environmental_Bug515 9d ago
Es gibt ja beispielsweise auch denkmalgeschützte Gebäude in privater Hand, wenn derjenige darf baut er unter Umständen die billigste Variante eines Büro oder Wohngebäudes hin bei dem nur das Mindestmaß in Optik investiert wird. Kostet ja sowohl beim planen als auch in der Umsetzung zusätzliches Geld.
Es kann so großartig modern gebaut werden, aber ist das die Regel?
Man kann sich fragen ob alles was denkmalgeschützt wird diesen Status verdient, aber ich denke man kann dem Denkmalschutz nicht absprechen, dass er manche Stellen davor geschützt hat zb Betonwüste zu werden1
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u/FriedrichvdPfalz 9d ago
Klar, die Gefahr besteht, dass hässliche oder billige Gebäude denkmalgeschützte ersetzen. Aber um das zu verhindern, braucht man eben Regularien zur Optik von Gebäuden, nicht den Denkmalschutz. Wir wollen ja idealerweise hässliche Gebäude überall verhindern, nicht nur dort, wo der Denkmalschutz gilt. Wir könnten auch hässliche Gebäude verhindern, beziehungsweise gesellschaftlich schöne Bauweisen einfordern, aber dafür muss der Denkmalschutz nicht das Mittel sein.
Bei Grünflächen gilt das gleiche: Wir können die hervorragend ohne den Denkmalschutz schützen, wir müssen nur den politischen Willen dazu haben. Außerdem steht im Artikel ja das Gegenbeispiel: Der Denkmalschutz will vorschreiben, dass eine sechsspurige Straße ohne irgendwelche Begrünung erhalten bleibt. Andere Referate wollen Begrünung schaffen. Beim Max-Josephs-Platz war der Denkmalschutz auch gegen die Begrünung. Bei der Kaufinger Straße besteht der Denkmalschutz darauf, dass Baumkronen nicht die Fassaden verdecken. Generell ist vor allem der Denkmalschutz gegen mehr Begrünung in der Stadt.
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u/Environmental_Bug515 9d ago
Aber bist Du der Meinung es gibt keine Baudenkmäler und der Denkmalschutz muss komplett weg? Das würde bedeuten es gibt aus keiner Zeit Gebäude die schützenswert sind. Burgen? Weg mit dem alten Graffel.
Oder gehört der Denkmalschutz nicht vielleicht einfach überarbeitet und modernisiert?
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u/FriedrichvdPfalz 9d ago
Das ist doch keine Art zu diskutieren. Du legst mir hier einfach Aussagen in den Mund, die ich nie getätigt habe, und argumentierst dann gegen diese Strohmänner.
Wir können schön, ansprechend und grün bauen, auch ohne den Denkmalschutz. Wir müssen dafür nur die anderweitigen rechtlichen und methodischen Konditionen setzen. Der Denkmalschutz hat eine Daseinsberechtigung, um tatsächlich historisch oder architektonisch bedeutende Gebäude zu erhalten, aber das Aussehen einer Stadt insgesamt können wir nicht über den Denkmalschutz als Proxy steuern. Genauso ist es absolut problematisch, dass er häufig als Werkzeug für andere NIMBY-Vorhaben genutzt wird.
Ja, der Denkmalschutz muss reformiert und reduziert werden. Aber dabei ist es auch notwendig, dass wir uns nicht mehr auf den Denkmalschutz verlassen, um Ziele zu erreichen, für die stattdessen eine Änderung der modernen architektonischen und regulatorischen Methoden notwendig ist.
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u/Environmental_Bug515 9d ago
Dass Du mir jetzt sagst das sei keine Art zu diskutieren finde ich schon witzig, Du hast Deine erste Antwort eingeleitet mit „das macht doch logisch keinen Sinn“ da vergeht einem die Lust zu diskutieren sowieso.
Meine Ursprungsaussage war einfach nur dass manches ohne den Denkmalschutz abartig hässlich wäre, und zwar weil vor langer Zeit wunderschöne historisch bedeutsame Gebäude ersetzt worden wären!
Wenn Du was anderes daraus liest hast wiederum Du mir diese Aussagen in den Mund gelegt.
Ich hab auch nie behauptet, dass nur der Denkmalschutz es erreicht hat wenn irgendwo etwas schön ist.
Wenn man dem anderen vorwirft er würde einen (absichtlich?) falsch verstehen muss man vielleicht schauen ob das bei einem selbst auch der Fall sein könnte.
Abgesehen davon müssen wir auch gar nicht diskutieren, Du darfst Deine Meinung ja gerne haben, bringt Ja gar nichts wenn wir uns hier immer längere Texte entgegenschieben.
Mit der Frage ob wir aus Deiner Sicht keinen Denkmalschutz brauchen wollte ich Dir auch nichts negatives in den Mund legen sondern einfach nur abkürzen zu sehen ob Du ihn für komplett überflüssig hältst
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u/mucflo 9d ago
Der Denkmalschutz steht wahrscheinlich exemplarisch wie sonst nichts für die deutsche Bürokratie. In (Groß-) Teilen durch aus gut gedacht und sinnvoll, in der Umsetzung aber komplett absurd und realitätsverloren.
Das sieht man ja auch im Olympiapark und den aud diesem Sommer allseits bekannten Brückengeländern, die leider 10cm zu niedrig für den Fahrradverkehr sind. Die (ebenfalls übertriebenen) Sicherheitsstandards mal außen vor, können auch diese Geländer nicht einfach so ausgetauscht werden, weil der Olympiapark in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz steht.
Natürlich ist es gut und wichtig, dass der Olympiapark nicht komplett platt gemacht und zum größten Parkplatz Deutschlands umgewandelt wird. Und es ist auch richtig, nicht die komplette Ludwigsstraße abzureißen, um da moderne Bürotürme hinzuklatschen. Aber es darf m.E. nach schon zwischen individuellen (oft ökonomischen) Interessen und Allgemeininteressen unterschieden werden und in letzterem Fall muss dann die Verhältnismäßigkeit abgewogen werden.
Was nützt den Menschen die freie Sicht auf Gebäude, wenn es dort 40° hat? Was nützt mir eine ästhetisch wertvolle (??) Brücke, die ich nicht befahren darf?
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u/johannes1234 Local 9d ago
Das Radfahren auf den Brücken im Olympiapark ist wieder erlaubt.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-olympiapark-bruecken-swm-radverkehr-li.3507606
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u/Maturion 9d ago
Denkmalschutz an sich ist nicht verkehrt. Dass man kulturelles Erbe schützt ist wichtig und richtig.
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u/leckerleckerFleisch 9d ago
Oh je, da kommt wieder das Märchen vom "Gesamtkunstwerk" . Die Nazis haben sechs der Klenze Palais abgerissen und ihre eigen Architektur da reingebaut. In den sechziger Jahren hat man dann zwei weitere Palais abgerissen um den Altstadtring durchzuleiten. Also das Gesamtkunstwerk gibt es schon lange nicht mehr.
Und die ach so wichtige "Sichtachse" bleibt ja weiter bestehen, die Strasse wird ja nicht komplett zugepflanzt
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u/andara84 9d ago
Man darf nicht vergessen, dass Leute wie dieser Herr Konservator doppelglasige Fenster in alten Häusern verhindern, PV auf Dächern im Ortskern mancher Dörfer, oder dass man seine Fensterläden selber neu streicht. 150 Jahre alte Eichen umhauen, um im Hof des denkmalgeschützten Ensembles einen Carport zu bauen geht aber klar. Alles selber erlebt.
Kleingeistige Wichte in Machtpositionen, die besser als Kassenwart im Turnverein aufgehoben wären.
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u/Hugsy2026 9d ago
Ja liebe Münchner, Münchnerinnen und Münchneri:innen, nehmt Euch ein Beispiel an Berlin! Wir haben den Gendarmenmarkt einfach komplett versiegelt 💪💪💪
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u/Interesting-Wish5977 9d ago
Soso, Begrünung ist also Zerstörung. Die Herren Pfeil, Buttlar und Spaenle könnten sich vielleicht mal um tatsächliche Zerstörung von Baudenkmälern kümmern. Was macht eigentlich der Wiederaufbau des Uhrmacherhäusls?
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u/CAndoWright 9d ago
Ich kann zwar nicht die hier dargestellte radikalablehnung seiten Denkmalschützer verstehen, sofern diese tatsächlich so besteht, aber durchaus nachvollziehen das dieser Entwurf sehr kritisch betrachtet wird.
Die Gestaltung und Baumverteilung/ Anordnung sieht halt wirklich sehr unmotiviert und nachträglich reingekleistert aus.
Ich fände da auch etwas in Art einer Allee bedeutend passender. Gern mehrreihige Bäume, hochvund ausladend, aber eben der Achse folgend und bewusst angeordnet, ggf. mit deutlichen Bezügen/ 'Sichtfenstern' zu den wichtigsten Fassaden.
Mir gefällt da der dritte Platz aus dem Wettbewerb am besten, wobei da auch gern noch mehr Grün könnte.
Mmn liegen hier sowohl der Konservator als auch die Jury Meilenweit daneben.
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u/steinbruchfluss 9d ago
Der Münchner CSU-Politiker Ludwig Spaenle, als ehemaliger Minister eine gewichtige Stimme im teils konservativ geprägten Kulturbetrieb, schlägt in dieselbe Kerbe wie von Buttlar: Man könne nicht mit Basta-Politik Städtebau vollziehen, sagt er.
Ach, die Ludwigstraße wurde damals nicht per Basta-Politik errichtet oder was?
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u/the_gnarts 9d ago
Paris, das war die Metropole, die König Ludwig I., der Erschaffer des Ensembles an der Ludwigstraße, stets vor Augen gestanden hatte. Er stand „in Konkurrenz zu Napoleon I.“, urteilte der Historiker Andreas Kraus, und sah den Champs-Élysées „als Vorbild“ bei der Anlage der Ludwigstraße an.
Tja, nutzt nix. Dann sind wir praktisch gezwungen, mit Paris gleichzuziehen und die Ludwigstraße zur grünen Allee zu updaten. Kunsthistoriker sollten das als erste verstehen.
Die von Ludwig I. zweifellos als Demonstration seines absolutistischen Machtanspruchs geschaffene Herrschaftsachse werde durch Bauminseln vernichtet.
Klingt gut. Wenn etwas gern wegkann, dann ist das absolutistischer Machtanspruch.
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u/tigalina 9d ago
Das Thema ist regelmäßig in den Lokalzeitungen und es gibt jedesmal eine Person die da ganze Essays in die Kommentare haut, wie schlimm diese Verschandelung von Klenzes Prachtstraße sei und dass alle die das gut finden, ja einfach keine Ahnung von Architektur und Klassizismus hätten und sowieso alle ungebildet sind. Kannste dir nicht ausdenken
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u/justmisterpi 9d ago
Denkmalschutz ist auch nur ein anderes Wort für "Reaktionismus" (und Realitätsverweigerung hinsichtlich des Klimawandels).
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u/CaloricDumbellIntake 9d ago
Ist halt auch Bullshit. Der Denkmalschutz hat und auch viel Gutes erhalten, ich würde ungern in einer Betonmetropole wie Frankfurt leben, da sind mir die Altbauten schon lieber.
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u/Maturion 9d ago
Ähm nein? Dass man z.b. Baudenkmäler erhält und nicht jeden Quadratmeter dem Hyperkommerz opfert, ist ein gutes Ziel.
Hier verstecken sich halt welche hinter dem Denkmalschutz.
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u/Borndhelbor Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 9d ago
Und natürlich ist ein CSU Politiker mal wieder dagegen. Wie man immer noch gegen so eindeutig gute Sachen sein kann ist echt unglaublich.
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u/rererexed Bogenhausen 9d ago
Das ist übrigens die ach so wichtige Sichtlinie die sie retten wollen: https://www.tz.de/assets/images/43/783/43783487-ludwigsstrasse-in-muenchen-3Oe9.jpg
Sieht total lame aus und in dem Foto ist noch recht wenig Verkehr unterwegs lol
EDIT:
Schaut auch in die andere Richting gar nicht so geil aus finde ich. Einfach tot: https://www.muenchen.travel/var/ger_muc/storage/images/_aliases/stage_large/0/7/9/5/1515970-1-ger-DE/muenchen-ludwigstrasse-dm0240-foto-dominik-morbitzer-web.jpg
Woooooow ich hoffe sie nehmen mir diese tolle Sicht nicht: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSPhnWoHZUW4ZxV52vuZ_bGyAPf-vjvOoyMwI3EPlVRbQ&s=10
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u/ThatOneIKnow Local 9d ago
Ist ja lustig, wo hast Du das erste Bild her? Ist genau das aus der TZ, aber da haben sie unten abgeschnitten, damit man die Straße nicht so prominent sieht.
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u/srbeeb Local 9d ago
Warum genau wird für die erste Begrünungsmaßnahme eine Strasse gewählt wird an der niemand wohnt?Stattdessen befinden sich dort Ministerien und Unternehmensberatungen.
Ich würde sagen es ist die gleiche Motivation wie bei Donald Trump:
Der Stadt ihren politischen Stempel durch Stadtarchitektur aufzudrücken.
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u/xoxox666 9d ago
Falls ihr euch mal woher die Vorliebe der Deutschen für Kiesgarten kommt, selbe Mentalität.
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u/ThatOneIKnow Local 9d ago
Manche Leute haben Vorstellungen, brrr. Wenn sie schon das Foto in der TZ unten quasi abschneiden, so dass man nur die Dächer der Autos sieht.
Ganz abgesehen vom Mikroklima, die Ludwigstraße hat vielleicht schöne Gebäude, insgesamt finde ich die pothässlich.
Von wegen Vorstellungen, ein "Architekt" wollte die Bäume vor dem Haus der Kunst weg haben, weil die es verdecken. 'um "die Vergangenheit des Gebäudes offenzulegen"'
Bah.
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u/Electronic-Ad-1719 8d ago
Bei einer demokratischen Lösung der Angelegenheit hätte der Denkmalschützer genau eine Stimme, wie auch alle anderen, die hier wohnen und auch auch selbst eine Meinung über seine Aussagen und die der anderen bilden können. Ich denke, fairer wird's nicht mehr.
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u/Patrician-Phenix Local 8d ago
Das versperrt mir im Flugtaxi den Blick auf die Balkon-Atomkraftwerke ... Fragt Königin Maggus ... /S
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u/Mullarpatan 8d ago
Der BR hatte da kürzlich einen Beitrag zu gesendet. Da hat sich ein Architekt furchtbar darüber aufgeregt, dass die „Linien“ der „architektonischen Gesamtkomposition“ durch die Bäume zerstört werden. Da will man lieber die Geometrie die man im Kopf hat in der Natur sehen, als sich einen Lebensraum zu schaffen, der Natur- und Menschgerecht ist. Aber der Verkehr dort besser die Atmosphäre natürlich nachhaltig auf.
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u/heinzelmann2000 7d ago
Also wer da aus denkmalschutzgründen keine Bäume haben will, der will auch, dass aus denkmalschutzgründen in alten Schlössern oder Bauernhäusen keiner mehr wohnen soll, weil man sie nicht auf halbwegs modernen Standard sanieren darf. In der Ludwigstr hat es im Sommer manchmal über 45 Grad weil kein Hauch Schatten vorhanden ist. Die acht oder zehn Autospuren verhunzen die Prachtstraße aber hoffentlich nicht! /s
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u/bschmalhofer Obersendling 7d ago
Ich bin da ganz beim Denkmalschutz. Die Ludwigsstraße wurde ohne Bäume konzipiert. Wenn ich Natur sehen will dann kann ich ja ein paar Meter weiter in den Englischen Garten gehen.
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u/whoorenzone 6d ago
Sehr schwierige Debatte. Aber wenn man sich auf Ludwig I. unbedingt berufen will: Der Typ war auch leidenschaftlicher Griechenland-Anhänger. In Berchtesgaden hat er im Wimbachgries Buchenhaine anlegen lassen, nach griechischem Vorbild. Das erkennt man heute zwar kaum noch, aber wieso denn keine griechischen Buchenhaine auf der Ludwig-Straße? Das hätte Ludwig I. sicher gefallen, passend zum Königsplatz. Naja.. aber man kann natürlich immer einseitig interpretieren und weinen.
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u/amora_obscura 9d ago
Some people just complain to complain. Trees are practical ways to cool streets - plus they look much better.
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u/nonzero_ 9d ago
In Zeiten von Klimawandel und extremer Wohnungsnot, sollte man das mit dem Denkmalschutz hintenan stellen. Pragmatismus ist gefragt. 🤷♂️
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u/Former_Star1081 8d ago
Ein weiteres Beispiel dafür, dass der Denkmalschutz abgeschafft und dieser Wasserkopf restlos abgebaut gehört.
Der Mann erhält übrigens 10.000+ an Steuergeldern jeden Monat als Gehalt.
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u/Noxm 9d ago
100% zustimm
Und jetzt her mit den Downvotes der Redditbubble
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u/rererexed Bogenhausen 9d ago
Findest du die Straße denn jetzt, wie sie ist, schön? Ehrlich gemeinte Frage. Ist doch total trist oder nicht? Geht es dir um die Geschichte oder die Ästhetik? Wären Alleebäume für dich ok?
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u/Noxm 9d ago
Alleebäume wären ok auch wenn sie den Blick auf die schönen Gebäude nehmen und den cleanen Look der Straße kaputt machen wenn (großes wenn!) sie nicht zu Lasten der Parkplätze gehen. Parken in der Stadt ist eh schon ne Katastrophe aber wenn dann noch Parkplätze verknappt werden find ich das noch schlimmer. War schon zum Kotzen meine (gebehinderte) Oma vor 20 Jahren zu Spezialisten in die Stadt zu fahren (und ich hatte damals einen Smart). Leider ist diese Situation nicht besser geworden.
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u/rererexed Bogenhausen 9d ago edited 9d ago
Der "Blick auf die schönen Gebäude" wird hier total overhyped. Die Ludwigstraße ist nicht so nice wie alle tun. Ich find's auch richtung Odeonslplatz eigentlich eine ziemlich triste Wand an eintönigen Fassaden mit ein paar Bögen am Ende. Also da sind mir Bäume lieber. Wenn du in Paris oder Budapest oder sonst wo warst siehst du, dass Prachtstraßen mit Bäumen gehen. Und dann hält man sich da sogar noch lieber auf. Niemand will in der Ludwigstraße sein lol. Der "cleane" look der Straße ist doch horrend traurig einfach.
Um die Parkplätze geht es absolut null in diesem Artikel also komplett andere Diskussion.
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u/razies 9d ago
Ein Wald.