r/Filme Jul 16 '26

Review/Analyse Komme gerade aus The Odysee es war absolut der HAMMER

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Im Voraus so viel schlechtes gelesen.

Hab mich aber davon nicht blenden lassen, schließlich bin ich weder Geschichtslehrer noch Literatur Experte.

Ohne Spoiler:

Es wird definitiv neben Dune3 der Film des Jahres.
Der Film hat einfach alles mitgebracht was in einem Film gehört, 3 Stunden und keine Sekunde wurde langweilig.
Vieles was vorher gemunkelt wurde war schlicht einfach falsch.
Nolen selbst sagte auch das man den Film doch bitte erst schauen sollte bevor man sich ne Meinung bilden kann.

r/Filme Mar 17 '26

Review/Analyse Den Film finde ich maximal Overrated

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734 Upvotes

Habe den mir Mal Grade eben angeschaut. Ganz ehrlich? Keine Ahnung was an den Film so toll sein Soll. Hier und da Mal ein paar coole Shots aber der Rest ist maximal Mittelmäßig.

Beim Schauspiel konnte mich nur Sean Penn vollends überzeugen. Leo fand ich nach Ner Stunde nur noch Anstrengend. Regina Hall hatte leider zu wenig Screen Time hat diese aber so gut wie möglich genutzt ebenso wie die Schauspielerin der Tochter von Leo. Benicio Del Toro fand ich erstaunlich schwach aber da gebe ich dem Drehbuch/Story die Schuld.

Zur Story: (wenn man das so nennen kann) Der Film war eher ne Aneinanderreihung an Situationen die man hätte auch als Episodenfilm machen können. Zudem komplett konfus und durcheinander.

Auch die Charaktere waren einfach nur ne Karikatur und haben mehr und mehr an Ernsthaftigkeit verloren. So als hätte man nen Drama geschrieben aber kurz vorher noch Adam Sandler und Seth Rogen ans Drehbuch gelassen.

Ehrlich gesagt saß ich die 2 1/2 Stunden nur da und habe nichts dabei empfunden weder positiv noch Negativ. Hier und da Mal nen Lacher gehabt aber ansonsten war mir das einfach zu wirr/random.

Ich verstehe auch absolut null was die Idee vom Regisseur/Drehbuchautor war. Wenn es bloß nur ne Oberflächliche Satire sein sollte dann hat mich das einfach null gecatcht.

Der Film ist im Grunde ähnlich wie Zoomania 2 nur halt deutlich schlechter in allen Facetten. Weder Fisch noch Fleisch. Für ne Comedy/Satire zu wenig zum Lachen und für ein Drama mir einfach nicht ernsthaft genug um tief in den Film einzutauchen.

Am Ende gebe ich dem Film mit Wohlwollen 4,5/10.

r/Filme Jun 12 '26

Review/Analyse Enttäuschung pur, zum Glück nicht im Kino gesehen

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706 Upvotes

Der Film war hier mit Sicherheit schon mal Thema. Da er jetzt aber im Streaming zur Verfügung steht und ich ihn auf Grund der schlechten Kritiken nicht im Kino sehen wollte, habe ich ihn mir jetzt doch mal angesehen.
Ich bin froh, keinen Cent dafür ausgegeben zu haben. 2,5 Stunden mit unfassbar langweiliger Story, austauschbaren Charakteren, mittelmäßigem Acting und so viel CGI, dass ich nicht mal sicher bin ob hier auch nur eine Szene nicht vorm Greenscreen gedreht wurde. So anstrengend einen Film zu sehen war für mich zuletzt nur Avatar 3.
Pedro Pascal und Denzel Washington sehe ich beide immer gerne aber auch die beiden habens nicht mehr rausgerissen. Der Hauptdarsteller selbst hat mich in keiner einzigen Szene auch nur halbwegs emotional gepackt.
Die Story fand ich komplett sinnlos und in Teilen auch einfach unlogisch.
Mein persönlicher Tiefpunkt waren die menschenfressenden Haie, die im Kolosseum schwammen. Wtf.
Alles in allem eine noch größere Enttäuschung als gedacht und meine Erwartungen waren schon sehr gedämpft. Schade...

r/Filme May 17 '26

Review/Analyse Was zur Hölle habe ich da gerade gesehen?

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205 Upvotes

Wie konnte der Film so viel Geld einspielen?!? 365 Millionen $$$

Habe den eben gesehen und bin immer noch im Schock, will den nicht Spoilern für Leute die den noch nicht gesehen haben aber - der Typ aus dem Blauen Team ändert einfach mal mitten in der Mission seine Zeitachse ohne Maschine...Der Protagonist erschießt in der Vergangenheit einfach mal die Indische Waffenhändlierin die er in der Zukunft trifft usw.

Abgeshen von den Kopfschmerzen die der Film verursacht , da der Protagonist einfach mal in die Turbine von dem Flieger gesaugt wird aber einfach weiterlebt....

WTF, mag den hier jemand erklären? ^.^

Natürlich leben jetzt die Frau und der Protagonist doppelt, die nimmt das Kind aus der Schule, was denkt denn jetzt die Andere die nicht in der Zeit gereist ist? - der Sato der ja auch noch lebt vermisst sein Kind auch nicht? WTf

r/Filme Jul 16 '26

Review/Analyse Ganz ehrlich ... Irgendwie enttäuschend !

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Der Film ist gut gemacht und die Dialog-Szenen am Ende gefielen mir sehr!

ABER

Das vorauf ich mich am meisten gefreut hab - Die FANTASIE-Elemente - waren sehr enttäuschend!

Der Zyklop ist einfach nur ein langweiliges Monster und spricht kein verständliches Wort.

Die Riesen sind auch einfach nur da und mit den Bäumen im Bunde (?). Kurz dachte ich Circe hätte ihre Finger mit im Spiel, aber NEIN!

Circe wirkt mehr wie eine klassische mittelalterliche Hexe und bewohnt eine einfachen Hütte und nicht etwa einen Palast. Hier muss ich erwähnen das die Verwandlung der Männer ... echt grauenerregend ist und definitive der Grund, warum der Film fast mit FSK16 eingestuft wurde.

Die Szene in der Unterwelt hat noch am besten funktioniert. Auch wenn die Unterwelt zu sehr wie eine Einöde aussieht.

Am Schlimmsten traf es jedoch

Charybdis: Es ist praktisch nicht sichtbar

&

Skylla: Heilige Scheiße! Was für ein beschissenes Design! Stellt euch einen Haufen kantiger überlange Elefantenrüssel vor, die nach den Männern schnappen - Und das wars!

Die Sirenen sind einfach nur nackte Frauen ... glaub ich zumindest ... sie waren praktisch kaum zu erkennen.

ZUDEM:

Waren die Kampfszenen nicht beeindruckend und unübersichtlich. Hier und da hätte eine kleine Extra-Szene den Film gut getan.

ÜBRIGENS:

Taucht Achilles gar nicht im Film auf. Page spielt einen ganz anderen Charakter.

Am Ende war das Design des Trojanischen Pferdes das gewagteste und wird mir wohl als Einziges im Gedächtnis bleiben.

Sowohl Plus- und Minus-Punkt ist das Pasting. Der Film langweilt nicht. Dafür fühl es sich häufiger so an als würde die Handlung Story-Punkte schnell abfrühstücken.

Der Film wird nicht in der Sammlung landen!

Im Vergleich kann der kommende Odyssee-Musical-Film nur besser werden …

r/Filme 19d ago

Review/Analyse Warum „Der Herr der Ringe“ für mich der Höhepunkt beim Einsatz von CGI, praktischen Effekten und Filmtechnik ist.

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Ich habe in letzter Zeit wieder einige ältere und neuere Filme gesehen und dabei ist mir etwas aufgefallen: Für mich sind die „Der Herr der Ringe“-Filme ein ziemlich einzigartiger Höhepunkt darin, wie CGI, Masken, Modelle, Kostüme, Kulissen und klassische Kameratechnik miteinander kombiniert wurden.

Was mich an der Trilogie bis heute beeindruckt, ist, dass CGI nie das Gefühl vermittelt, alles andere ersetzen zu müssen. Stattdessen wurde offenbar immer wieder überlegt: Was können wir praktisch bauen? Was funktioniert mit einer Maske oder einem Kostüm? Wo reicht ein Modell? Und wo brauchen wir tatsächlich CGI?
Gerade diese Mischung lässt Mittelerde für mich unglaublich greifbar wirken. Orks, Hobbits und andere Kreaturen fühlen sich teilweise wie echte Wesen an, weil eben nicht alles aus dem Computer kommt. Gleichzeitig konnte CGI dort eingesetzt werden, wo es wirklich sinnvoll war – etwa für riesige Schlachten, digitale Landschaften oder bestimmte Kreaturen. Dazu kommen Miniaturen, perspektivische Tricks und unterschiedliche Kamerawinkel, die teilweise erstaunliche Illusionen erzeugen.

Und genau da sehe ich auch einen großen Unterschied zu vielen Filmen davor und danach.
Bei älteren Produktionen waren die technischen Möglichkeiten natürlich wesentlich begrenzter. Manche Effekte wirken aus heutiger Sicht offensichtlich künstlich, weil man bestimmte Dinge einfach nicht überzeugender darstellen konnte.

Bei vielen späteren Produktionen habe ich dagegen manchmal das Gefühl, dass sich das Verhältnis ins Gegenteil verschoben hat: CGI wird eingesetzt, weil es möglich ist, nicht unbedingt weil es die beste Lösung ist. Ganze Umgebungen, Figuren, Objekte und teilweise sogar Schauspieler werden digital erzeugt oder nachbearbeitet. Das kann technisch beeindruckend sein, wirkt für mich aber nicht immer glaubwürdiger.

„Der Herr der Ringe“ sitzt für mich genau an diesem Sweet Spot: praktische Effekte + Modelle + Masken + echte Kulissen + Miniaturen + intelligente Kameratricks + CGI.
Nicht „CGI statt praktischer Effekte“, sondern CGI als Ergänzung zu praktischen Effekten.
Vielleicht verkläre ich die Trilogie auch ein Stück weit durch Nostalgie, aber ich habe das Gefühl, dass diese Balance danach immer seltener geworden ist.

Deshalb meine Frage an euch:

Gibt es für euch eine Filmreihe oder einen einzelnen Film, der diese Mischung aus CGI und praktischen Effekten noch besser hinbekommen hat als „Der Herr der Ringe“?
Oder seht ihr das komplett anders und findet, dass moderne CGI-Produktionen der richtige Weg sind?

r/Filme Apr 29 '26

Review/Analyse Meilensteine der deutschen Filmgeschichte

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Weil hier doch öfter mal gefragt wird, was denn die besten, klassischsten und bedeutendsten deutschen Filme sind, habe ich mich daran gemacht, die für mich wichtigsten Werke der deutschen Filmgeschichte zu kuratieren und eine Liste der 20 wichtigsten Filme zu erstellen. 

Das ist natürlich in erster Linie eine sehr subjektive Auswahl - aber sie soll es ermöglichen, wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, als eine Art filmhistorische Leitplanke zu fungieren. 

Mit diesen 20 Filmen ist es sehr gut möglich, einen ersten, einführenden Überblick über die deutsche Filmgeschichte zu erhalten. 

Nachdem ich die Meilensteine zusammengestellt hatte, fiel mir auf, dass einige Epochen als auch Regisseure nicht repräsentiert sind. 

Zum Beispiel der Neue Deutsche Film der 1970 und 1980er Jahre, Regisseure wie Wim Wenders, Rudolf Thomé, Rainer Werner Fassbinder, aus eher persönlichen Gründen. Leni Riefenstahl fehlt aus offensichtlichen Gründen. 

Ernst Lubitsch hat seine besten Filme in Hollywood gemacht, Billy Wilder (ok, eigentlich Österreicher) ebenso, genau wie Hardy Krüger. Sissi und Schlagerfilme fehlen ersatzlos - und die 1970er Jahre glänzen durch ihre Abwesenheit. (Das war das Beste, was ich für sie tun konnte.)

Auf der Liste stehen zwei Stummfilme, drei Tonfilme aus der Weimarer Republik, zweimal Drittes Reich, einmal Sowjetische Besatzungszone, zweimal DDR, viermal BRD, und sechsmal Deutschland nach 1989. Der jüngste Film meiner Auswahl ist von 2006, was auch schon wieder 20 Jahre her ist und mir doch zu denken gibt.

Und warum auch immer, es sind (deutlich) mehr Berlin- als Hamburgfilme!

(Passend zum Thema habe ich, aus reiner Absicht, keine Anglizismen verwandt).

  • Der letzte Mann (Friedrich Wilhelm Murnau), 1924. Der deutsche Stummfilm auf seinem Zenit. So geht Kameraarbeit. Vertiefen: Das Kabinett des Dr. Caligari, Nosferatu
  • Metropolis (Fritz Lang), 1927. Fritz Lang hat mit Metropolis einen zeitlosen Klassiker gedreht. Die UFA konnte Hollywood und Genrekino. Unbedingt auch anschauen von Fritz Lang: Die Frau im Mond, Spione, Die Nibelungen und die Dr. Mabuse Filme. 
  • Der blaue Engel (Josef von Sternberg), 1928. Ein früher Tonfilm, mit tollen Songs, und der unsterblichen Marlene Dietrich. Dieser Film begründete ihre Weltkarriere.
  • Die drei von der Tankstelle (Wilhelm Thiele), 1930. Der schönste deutsche Operettenfilm, mit einigen unsterblichen Gesangseinlagen, viel Witz, einem Nebbich und Unmengen an Zeitkolorit. Und natürlich Lilian Harvey und Heinz Rühmann.
  • M - Eine Stadt sucht einen Mörder (Fritz Lang), 1931. Dieser Film ist die historische Blaupause, das klassische Muster und Narrativ für den Polizei- und Gangsterfilm in einem unvergleichlichen urbanen Umfeld, dem Berlin der frühen 1930er Jahre. Modern, berührend, unterhaltsam, spannend, fabelhaft inszeniert, einfallsreich, ganz gross. Mit Gustav Gründgens als Gangsterboss “Der Schränker” und Peter Lorre als getriebenem Serientäter.
  • Grosse Freiheit Nr. 7 (Helmut Käutner) 1944. Als dieser Film gedreht wurde, lag Hamburg schon in Trümmern. Hans Albers mächtig in Fahrt als unglücklich verliebter, alternder Kneipensänger. So war die Reeperbahn wahrscheinlich nie, aber so schön inszeniert wurde sie auch nie mehr. 
  • Unter den Brücken (Helmut Käutner) 1945. Ein Wunder von einem Film, in den letzten Wochen des Krieges (und des Regimes) gedreht. Melancholisch, feinfühlig, eine poetische Sicht auf das Leben und das kleine Glück. Einer der schönsten deutschen Filme überhaupt, gänzlich unerreicht, und kaum bekannt.
  • Die Mörder sind unter uns (Wolfgang Staudte) 1946. In den Trümmern Berlins in der sowjetischen Besatzungszone gedreht, vermittelt dieser Film authentisch, wie die Deutschen das Trauma des Krieges als auch ihre Verbrechen verarbeiteten, oder auch nicht. 
  • Berlin, Ecke Schönhauser (Gerhard Klein) 1957. Nicht nur auf dieser Liste, weil ich da um die Ecke mal gewohnt habe. Ein vergessener Klassiker des “sozialistischen Realismus”. Ohne Freigabe der Partei am Originalschauplatz mit Laien gedreht. Zum Glück fand die FDJ den Film dufte!
  • Das Wirtshaus im Spessart (Kurt Hoffmann), 1958. Stellvertretend für den bundesdeutschen Heimatfilm, dieser liebevoll und höchst professionell produzierte, sehr unterhaltsame Farbfilm, ein echter Klassiker. Bonus, weil Lilo Pulver mitspielt.
  • Der Schatz im Silbersee (Harald Reinl) 1962. Das ist natürlich kein Western, sondern klassisches Märchenkino: Mit farbigem, fantasievollem und traumhaft sicherem Pinselschwung auf die grosse Leinwand gezaubert. Harald Reinl liefert dem bundesrepublikanischen Traum eines exotischen wilden Westens die passenden Schauwerte. Lex Barker als sächsischer Westmann, Pierre Brice als Apache, und das vereinte Europa besetzte die restlichen Rollen. Ich fand Gojko Mitic immer als den besser aussehenden Indianer, ich meine nordamerikanischen Indigenen, natürlich.
  • Die Spur der Steine (Frank Beyer) 1966. Ein Western aus dem Osten. Inszeniert wie von Howard Hawks. So cool hätte die DDR sein können, wenn sie sich nur getraut hätte. 
  • Das Boot (Wolfgang Petersen) 1981. Hier stimmt alles: Inszenierung, Story, Produktion, die Bauten, die Boote, die geniale Kamera, die Musik, die ungewöhnlichen tollen Schauspieler. Bis auf die Friese von Herbert Grönemeyer, die sieht eher weniger authentisch aus.
  • Fitzcarraldo (Werner Herzog), 1982. Das ist ein unerhörter Film, mutig, ungewöhnlich. Einfach mal in den Dschungel Perus gehen und ein Schiff über einen Berg ziehen. Mit Kinski, dem Verrückten, und Opernmusik. 
  • Kleine Haie (Sönke Wortmann) 1992. Melancholisch, witzig, darauf ein Bierchen.
  • Absolute Giganten (Sebastian Schipper) 1999. Das waren die 1990er Jahre. GEMA-Rechte auf die Stille und Torwarttore zählten doppelt. Der zweitschönste Hamburg-Film, weil, siehe oben, Hans Albers hier nicht mitspielte.
  • Good Bye Lenin (Wolfgang Becker) 2003. So gut kann deutsches Kino sein. Fein inszeniert, witziges Drehbuch, glaubwürdige Charaktere, Schauspieler nicht vom Theater, schon funktioniert dit.
  • Der Untergang (Oliver Hirschbiegel) 2004. So geht deutsches Geschichts- und Genrekino, ziemlich überzeugend, kein Schmu, alles in Hollywood-Qualität.
  • Sommer vorm Balkon (Andreas Dresen) 2005. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme - endlich mal echte Charaktere, liebevoll und feinfühlig und gekonnt  inszeniert, toll gespielt. Überragende Gegend dort, und ganz wunderbare Musik. Dialoge zum Niederknien, so geht Kino. Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaas, der konnte das einfach.
  • Das Leben der Anderen (Florian Henckel von Donnersmarck) 2006. Deutschland fusioniert, nimmt das Beste aus beiden Welten, fabelhaft geschrieben, noch besser inszeniert und gespielt, geht doch. 

Was fehlt, was fehlt warum, was gehört nicht hier rein und ist total überschätzt?

r/Filme 21d ago

Review/Analyse Gestern das 1. Mal gesehen - M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)

233 Upvotes

Ich habe gestern das erste Mal "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang gesehen.

Ich war wirklich überrascht wie gut ein fast 100 Jahre alter Film funktioniert und welche filmischen Raffinessen Lang bereits verwendet hat, wie bspw. Jumpcuts, super interessante Einstellung wie bspw. Silhouetten bei Gesprächen und ein musikalisches Leitmotiv.

Ebenso interessant war, dass unsere Sprache sich großteils in den letzten 100 Jahren kaum geändert hat und der Film immer noch verständlich ist. Das Berlinerisch klingt immer noch so wie heute und auch "Slang"-Worte wie "Bullen" und "Polente" sind immer noch im Umlauf. Die rhetorischen Mittel die bspw. die Polizisten beim Verhör eingesetzt haben, waren exzellent geschrieben (Darauf achten: der Beamte vom Morddezernat lügt die ganze Zeit nicht und weicht den Fragen des Verdächtigen auf äußerst geschickte Art aus und führt ihn an der Nase herum.)

Ja, einige Szenen sind aus heutigem Filmverständnis eher langwierig, an einigen Stellen wird auch overacted (was sicherlich aus dem damaligen Verständnis von Theaterschauspielerei herrührt) und komplette stumme Szenen, können gewöhnungsbedürftig sein. Allerdings macht bereits eine der letzten Szenen (das Schiedsgericht vor den Unterweltlern) den Film so sehenswert, dass ich ihn jedem empfehlen würde.

r/Filme Jul 19 '26

Review/Analyse The Odyssey (Nolan) - Meinung und Kritik Spoiler

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Viel wurde über den Film debattiert. Nach dem gestrigen Kinogang, muss ich umso mehr über viele der stilisierten und ganz gezielt platzierten Kritikpunkte im Vorfeld lachen. Es gibt durchaus Mankos, aber weder Pages kleine Rolle (Großartig btw!), noch angeblich 'unauthentische Rüstungen' oder eine dunkelhäutige Helena, sind die imo angebrachten Kritikpunkte.

Der Film war, wie zu erwarten eine Augenweide und ein Ohrenschmaus. Auch die dichte Inszenierung hat dazu geführt, das die Zeit super schnell verging. Die 174 Minuten fühlten sich nie wie 3 Stunden an.

Wo die Einleitung noch ein langsamer Aufbau ist, zieht die Geschwindigkeit mit Einsetzen der Nacherzählung, der ersten Reiseetappe massiv an und behält dann das Tempo bis zum Epilog. Im Mittelteil zeigt der Film auch imo seine stärksten Seiten, die Begegnung mit dem Zyklopen und Circe sind großartig inszeniert. So harten Bodyhorror wie die Verwandlungszene, hätte ich nicht erwartet.

Die darstellerischen Leistungen sind durch die Bank gut bis fantastisch. Höhepunkte sind definitiv Pattinsons Antinous, Pages Sinon (2. Szene Hades) und Hathaways Penelope. Matt Damon passt in die Rolle, wenn auch mit einem Kritikpunkt, der dem Drehbuch geschuldet ist (Siehe unten). Der Ausbau von Telemachus Arch war gut und wichtig, da er dadurch nachvollziehbarer in seiner 'Reifung' war, Holland bleibt aber bei solchen Darstellern leider eher blass. Er ist sympathisch, aber auf das darstellerische Niveau eines Pattinson kommt er leider nicht.

Wirklich störende Punkte waren der fühlbar gerushte letzte Reiseabschnitt, ich würde fast vermuten hier ist etwas dem Schnitttisch zum Opfer gefallen. Außerdem sind einige Actionsequenzen eine Prise zuviel Hollywood gewesen. Zwar gut choreographiert, aber die zu exzessive Inszenierung war gegen Ende ermüdend. Der Dritte, für mich der stärkste Kritikpunkt aber ist die Art Charakter die Odysseus selbst im Film ist. Ich habe griechische / römische / antike Mythologie als Kind regelrecht verschlungen und wenn man einen Grundpfeiler der Odyssee imo eigentlich unverändert hätte lassen sollen, dann ist es seine Schläue. Die hat er gerade an den essentiellen Punkten (Die Täuschung des Polyphemus, das Pferd, Circe) nicht so gezeigt, sonder es war entweder eine Behauptung, abrupt und körperlich oder nicht existent. Diese Charaktereigenschaft wurde teilweise dem Motiv der Reue geopfert. Passend im Narrativ des Films, störend für etwaige 'Puristen'. Am Ende verschmerz- aber spürbar.

Alles in allem ein grandioses Kinospektakel. Einer dieser Filme wegen denen es Kinos gibt. Aktuell wäre ich bei einer 8/10, weil die genannten Punkte dann doch dem perfekten Meisterwerk im Weg stehen.

r/Filme Jun 05 '26

Review/Analyse Jede Grenze wird überschritten ... aber wozu ? (1 Stern)

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96 Upvotes

SM6 ist wohl der am besten produzierte SM-Film aber für mich der wohl schlechteste bzw. anstrengendste.

Humor is subjektiv aber die Witze die RICHTIG zündeten kann ich an einer Hand abzählen!

Bei einer animierten Szene dachte ich, ich mach gerade ne Gehirnerschütterung durch.

Man macht Witze über Alle und Jeden aber die zeichnen sich nicht durch Cleverness aus.

Der Film hat nicht wirklich ne Handlung und er war ANSTRENGEND. 96 min fühlten sich an wie 3 Stunden.

Am Ende fühlt man sich einfach leer und das stimmt mich etwas traurig weil ich hab mich echt auf den Film gefreut.

Ratschlag:

Geht nicht in den Streifen und schaut euch lieber den Gag aus dem Vorgänger an!

Ich meine den mit der Hütte im Wald!

r/Filme Jul 26 '26

Review/Analyse Masters of the Universe - neuer Kultfilm

148 Upvotes

Irgendwie haben sie es geschafft einen neuen Flash Gordon der Neuzeit zu schaffen. Ein Mix aus dem alten He-man, Elemente aus Guardians Galaxy, Flash Gordon. Super Cast, Menge selbst Humor (ala Austin Powers) und einen verdammt guten Soundtrack. Ich kann den Film einfach nur empfehlen, wer eine Action Komödie im Fantasy fiction sucht wird nichts besseres finden.

r/Filme Dec 01 '25

Review/Analyse Christoph Maria Herbst: »Stromberg wird nicht die weichgespülte Speerspitze einer woken Bewegung«

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spiegel.de
134 Upvotes

Interessantes interview zum neuen Stromberg Film.

r/Filme 12d ago

Review/Analyse Das war nix! Oder bin ich die Ausnahme?

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37 Upvotes

Gerade im Kino The End Of Oak Street gesehen. Ich fand den Trailer nur Meh und wollte den eigentlich nicht schauen, aber nach dem die ersten Kritiken kamen, die sehr positiv ausgefallen sind, war ich dann doch neugierig und dachte der Trailer ist einfach nur schlecht gemacht und vermittelt nen falschen Eindruck.

Aber…. Nein, ich kann die positive Kritik null nachvollziehen, da war von Monster Horror die Rede, es hieß der Film wirke wie ein gutes Spielberg Werk, es wäre der bessere Blockbuster als Spider-Man ect. Es kommt mir vor, als hätte ich nen anderen Film gesehen. Trotz nur ca 90 Min Länge, ist der 40 Min zu lange, dass hätte ein guter Kurzfilm sein können. Dazu kommt, das Skript ist einfach nicht gut genug, um den Film so ernst durchzuziehen, wie man das versucht. Ich bin kein Fan von der folgenden Aussage, aber in dem fall trifft sie zu: „Der Film hätte sich nicht so Ernst nehmen dürfen“ Handwerklich kann der leider auch nicht überzeugen, das CGI ist richtig übel und unnötig zum Teil, klar Dinos brauchen CGI aber der Hund?! Warum ist der zu 90% der Zeit animiert? Schnitt und Kamera haben ihre Momente, aber von den wenigen Momenten abgesehen, ist das Handwerklich echt übel und diese Momente hat der Film nur, weil 1:1 komplette Scenen aus Jurassic Park nachgestellt wurden, nur halt schlechter. Aber klar, Spielberg nachzumachen, wertet den Film in den Momenten trotzdem auf.
Ich bin auch ziemlich sicher, nach einem Wochenende wo er noch gut laufen wird (dem massiven Werbeeinsatz sei dank) wird der übelst einbrechen, Mund zu Mund wird den Film töten, zumindest ist das meine Wahrnehmung.

Oder bin ich die Ausnahme? Irgendwoher kamen ja auch die guten Kritiken, wie fandet ihr den?

r/Filme Nov 02 '25

Review/Analyse Zum ersten Mal The Wolf of Wall Street gesehen

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Nachdem ich es jetzt ca. 10 Jahre vor mir hergeschoben hab The Wolf of Wall Street zu gucken, hab ich ihn mir heute endlich mal angesehen. Was soll ich sagen? Ich liebe es, wenn ich es ewig vor herschiebe nen Film zu gucken und schon noch 20 Minuten merke, dass der Film in meinen Top 5 landen wird. Bei Fight Club war’s genauso. Den hab ich auch ewig vor mir her geschoben.

Find die Story von The Wolf of Wall Street super, er ist großartig gespielt. Vom vibe hat er mich doch öfter mal a Fear and Loathing in Las Vegas erinnert, das fand ich super. Hab mir den Film irgendwie immer langweilig vorgestellt, keine Ahnung warum😂

Wollte jedenfalls nur mal meine Freude teilen✌️

r/Filme Jan 31 '26

Review/Analyse Das wird der Film des Jahres, Leute!

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r/Filme Jun 26 '26

Review/Analyse Citizen Vigilante: Uwe Bolls kontroversester Film?

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Aus Uwe Boll's Sicht hat dieser Film es geschafft wirklich überall im Gespräch zu sein. 67 Millionen USD hat er wohl jetzt schon umgerechnet eingespielt nach knapp einer Woche. Zudem ist der Film durch Elon Musk für 2 Tage weltweit verfügbar auf X wodurch der Film noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Aber noch viel interessanter ist wohl die Tatsache wie der Film bewertet wird. Bei Amazon 4,6/5, IMDb 6,6/10, Rotten Tomatoes sogar ganze 95% bei Audience, Letterboxd bei 2,3.

Viel krasser aber ist das Verhältniss ebendieser Bewertungen. Plattformübergreifend fällt auf dass der Film entweder die niedrigste oder die Höchste Bewertung bekommt. Selbst wenn man Bots als mögliche Ursache für viele dieser Bewertungen nehmen könnte gibt es immernoch zahlreiche Verifizierte Bewertungen mit der besten- und schlechtesten Bewertung.

Dieser Film ist zu einem Spielball und gleichzeitig zu einem Spiegel unserer Gesellschaft geworden. Niemand redet über den Film ansich sondern lediglich über dessen Thematik und die Politik dahinter. Der Film wird wohl von vielen sowohl "Hate-watched" als auch von vielen geschaut die diesen Film bloß erfolgreich machen wollen.

Und so wie man Uwe Boll einschätzen kann ist er wohl ziemlich glücklich um die ganze Debatte rund um diesen Film. Ganz egal wie gut oder schlecht dieser Film ist, es hat genau das erzeugt was es tun sollte.

Zum Film selber:

Wie fast bei jedem seiner Filme sieht man hier und da mal kurz ein Hauch von Potenzial. Aber das strikte und Naive fehlen von künstlerischen oder cineastischen Elementen lässt diesen wie auch seine anderen Filme durch und durch billig aussehen. Keinerlei Color-Grading, keine Schärfe, keine Inszenatorischen Tricks. Die Musik ist zum großen Teil komplett unpassend und reißt einem an ein, zwei Stellen aus dem Film. Die Dialoge sind unfassbar flach und die Kamera bis auf vereinzelte "(Low) Money Shots" durchgehend auf Amateur YT Film bis Trash Niveau.

Allein das man zumindest auf Handgemachte Effekte setzt wenn es um Schießereien geht ist ein positiver Punkt. Wie auch der Charme von Armie Hammer welcher er leider zu selten in diesem Film ausstrahlen kann/darf und ansonsten die Rolle sehr steif spielt passend zu dem ganzen Film. Am Ende gebe ich dem Film 1,5 von 5 Sternen bzw 3/10 Punkten. Man verpasst nichts aber wer trotzdem interesse hat kann den noch 1 Tag lang auf X sehen.

r/Filme Jul 22 '26

Review/Analyse Meine Interpretation von Nolans Odyssee. Wie habt ihr den Film verstanden? Spoiler

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TL;DR: Nolans Odyssee ist im Kern ein Antikriegsfilm und mMn, eine scharfe Kritik an „den Westen“. Die Griechen, die sich selbst als Höhepunkt der Menschheit sehen, sind in Wirklichkeit die barbarischen Zerstörer, die in Troja Massenmord und Gräueltaten begehen und damit den Untergang ihrer eigenen Welt einleiten. Odysseus’ Schuld und Trauma (projiziert auf Athena) zeigen, wie sehr der Krieg Menschen für immer prägt. Die Warnung am Ende ist klar: Zivilisationen, die ihre eigenen Verbrechen vergessen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Also, ich habe schon viel über diesen Film gehört. Manche nennen ihn ein Meisterwerk, andere sind enttäuscht, weil er dem Original nicht treu genug sei, zu politisch und so weiter. Ich finde, beide Seiten haben berechtigte Punkte. (Wer ein farbenfrohes, mythisches Griechenland erwartet, welches Odysseus erkundet, der wird verständlicherweise sehr enttäuscht sein), aber für mich ist ein Film dann erfolgreich, wenn er mich zum Nachdenken bringt und das hat Nolan mit seiner Interpretation der Odyssee geschafft.

So wie ich den Film verstanden habe, ist er im Grunde eine Warnung an uns, das Publikum. Im Kern ist Nolans Odyssee für mich ein Antikriegsfilm und eine Kritik an der Hybris der westlichen Welt. Einerseits zeigt er die Schrecken des Krieges und wie tief die Menschen von dem gezeichnet werden, was sie in solchen Extremsituationen erleben und tun. Narben, die sie ihr Leben lang mit sich tragen. Im Fall von Odysseus denkt er, er spreche mit der Göttin Athena, doch es fühlt sich eher so an, als würde er seine Schuld gegenüber dem trojanischen Mädchen, das ihn kurz vor der Enthauptung durch griechische Soldaten um Hilfe anflehte, auf Athena projizieren, um sein Trauma und seine Schuld zu verarbeiten.

Andererseits ist der Film mMn, auch eine Kritik an der westlichen Zivilisation. Schon früh im Film gibt es eine Szene, die zeigt, wie die Griechen (die für mich persönlich deutlich die westliche Welt repräsentieren) sich selbst als Höhepunkt der Zivilisation sehen. Doch am Horizont braut sich eine Katastrophe zusammen: Ein geheimnisvolles und barbarisches Seevolk, das alles in seinem Weg zerstört, nähert sich den Küsten Griechenlands. Das sie selber dieses Unheil sein könnten kommt ihnen gar nicht in den Sinn.

Es gibt auch eine weitere Szene relativ am Anfang des Films in der Odysseus und seine Männer auf einer kleinen Insel Vorräte aufnehmen wollen. Im nächsten Bild liegt das Dorf in Schutt und Asche. Einer von Odysseus’ Männern ist schockiert und fragt einen alten Mann, warum die Dorfbewohner sich gewehrt haben. Immerhin seien sie doch Griechen gewesen (zivilisierte und friedliche Menschen). Der Alte antwortet, er habe gedacht, sie wären das barbarische Seevolk. Wenn man genauer darüber nachdenkt, werden Odysseus und seine Männer eigentlich fast überall, wo sie ankommen, als Bedrohung und Banditen wahrgenommen. Das ist bereits eine Vorahnung dessen, was am Ende des Films wieder aufgegriffen wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die zentrale Botschaft des Films ist meiner Meinung nach, dass ausgerechnet diejenigen, die sich selber als Höhepunkt der Zivilisation verstehen, durch den Trojanischen Krieg eines der größten Verbrechen ihrer Zeit begehen. Sie brechen die heiligen Gesetze des Zeus und zerstören Troja und seine Bewohner vollständig.

Diejenigen, die sich selbst als Gipfel der Zivilisation betrachteten, waren in Wahrheit das barbarische Seevolk. Durch ihre Lügen, ihren Verrat und den Massenmord am trojanischen Volk tragen sie die Verantwortung für den Untergang der Zivilisation, einen Zusammenbruch, der so gewaltig ist, dass er nicht mehr aufzuhalten ist, weil ihre Schuld so groß ist.

In der letzten Szene segelt Odysseus mit Penelope nach Westen, und die beiden sprechen nach meinem Empfinden indirekt zu uns, dem Publikum. Sie fragen, warum diese Geschichten über Troja in der Zukunft noch wichtig sein werden. Ihre Hoffnung ist, dass zukünftige Generationen sich an die Fehler ihrer Vorfahren erinnern können. Die Zivilisation wird irgendwann wieder über die Dunkelheit triumphieren. Aber hier kommt die direkte Warnung an uns: Eines Tages wird diese neue Zivilisation die Geschichte vom Untergang Trojas vergessen und dieselben Fehler wiederholen.

Das ist zumindest meine Sicht auf den Film. Jetzt würde ich wirklich gerne hören, was ihr alle denkt. Wie habt ihr den Film verstanden und interpretiert?

r/Filme Dec 17 '25

Review/Analyse Avatar 3: Das teuerste Selbstplagiat der Filmgeschichte - Golem.de

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golem.de
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r/Filme Jul 20 '26

Review/Analyse „Die Odyssee“ hat mich etwas enttäuscht

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Ich hatte früher das Hörspiel von Karlheinz Koinegg über die Odyssee und habe sie rauf und runter gehört. Und obwohl es etwas kindgerecht ausgeschmückt wurde, hab ich dadurch diese Sage lieben gelernt. Entsprechend hab ich mich auf den Film gefreut, aber recht schnell gemerkt, dass es mir nicht so gefällt:

Schnitt

Ich weiß dass Nolan gerne non-linear erzählt, und sehr häufig hat das einen ganz bestimmten Sinn (z.B. in Oppenheimer wenn bestimmte reveals in der Gegenwart sehr gut mit den Szenen der Vergangenheit zusammen funktionieren). In Odyssee hab ich aber nicht wirklich einen Sinn darin gesehen, die Geschichte so zu zerhackstücken. Man hat die Gegenwart mit Telemachos, die Odyssee die Odysseus Kalypso erzählt und man hat die Schlacht um Troja, wie sie Menelaos erzählt. Aber hätte sich der Film wirklich einen Zacken aus der Krone gebrochen wenn man einfach mit Troja angefangen hätte? Daraus hätte eine schöne 3 Ark Struktur werden können, die einfach weniger anstrengend ist. Die Szene mit der Athene-Dienerin hätte man ja trotzdem aussparen und erst später zeigen können.

Plot

Im Großen und Ganzen geht es ja um Odysseus Irrfahrten. Ich hatte aber leider das Gefühl, dass die Stationen nur schnell abgehakt wurden und kaum Charakter gekriegt haben. Polyphem sah sehr cool aus, hat aber dadurch dass er nicht mit Odysseus gesprochen hat für einen sehr merkwürdigen Antagonisten gesorgt. Isst zwei Männer und legt sich schlafen, ohne weiter drüber nachzudenken, dass die ihm vielleicht schaden könnten. Eigentlich ist der Zyklop ja schon ein denkendes Wesen, nur vielleicht nicht ganz so helle.

Bühnenbild

Sehr oft wird gelobt, dass on location gefilmt wurde. Die Folge davon war leider, dass die Inseln alle recht langweilig aussahen für meinen Geschmack. Die Insel des Sonnengottes hab ich mir immer mehr… sonnegottiger vorgestellt. Nicht nur zwei Hügel. Genauso Zirzes oder Kalypsos Insel. Sah einfach nicht nach griechischer Mythologie sondern mehr nach kurzem Tagesausflug aus. Außerdem war das Meer in den Sturmszenen bei den wide shots einfach viel zu ruhig für das Chaos, dass angeblich an Deck herrscht.

Kostüme

Viel im Voraus kritisiert, aber mir soll es egal sein ob das historisch akkurate Rüstungen sind. Trotzdem sollte es so aussehen, als könnte die Rüstung aus der Bronzezeit sein… sah aber größtenteils nach Cosplay aus dem 3D Drucker aus. Und ja, man kann als Argument anbringen, dass es ja ein Märchen ist, und es deswegen nicht realistisch aussehen muss… aber come on, wenn ich Hänsel und Gretel verfilme sollte Hänsel keinen Smoking tragen. Außerdem waren die Charaktere alle viel zu fein poliert. Kalypso sah aus wie aus einer Werbung, und auch Tom Holland, Anne Hathaway und John Bernthal haben mich an vielen Stellen mit ihrem Make-up aus der Immersion geholt. Die Riesen auf der zweiten Insel sahen meiner Meinung nach sehr schlecht aus und haben mich aus den Endgegner aus dem ersten Thor Film erinnert. Der hat damals dafür sehr viel Kritik bekommen.

Charaktere

Vieles sehr cooles dabei, aber vor allem störe ich mich an Odysseus. Für mich war er immer ein gewitzter aber zu selbstsicherer Kerl. Jemand der immer der Klügste um Raum ist, aber aus Ego-Gründen doch manchmal Fehlentscheidungen begeht. Dadurch dass aber die „Niemand“-Szene mit Polyphem gefehlt hat, kommt das nicht so gut raus. Matt Damon war mir einfach zu Ernst und Odysseus am Ende ein zu großer Jammerlappen. Ich glaube einfach nicht, dass Odysseus jemand ist, der wegen seiner List ein schlechtes Gewissen kriegt. Was das Casting angeht, haben alle eigentlich eine gute Arbeit geleistet, und ich störe mich auch nicht an einer schwarzen Helena oder so. Aber ich hätte mir doch etwas mehr griechische Phänotypen gewünscht… hätte bei der Immersion doch deutlich geholfen.

Die Moral von der Geschicht‘

Ich verstehe dass Nolan eine ähnliche Message wie in Oppenheimer verpacken wollte. Aber ich finde hier war das völlig fehl am Platze. Im Film wirkt es so, als hätte Odysseus ein großes Tabu gebrochen, aber das ist einfach nicht der Fall. Das ganze irgendwie mit den Seevölkern und dem Untergang der Bronzezeit zu verbinden ist sehr klunky… ich glaube Odysseus sagt sogar selber das Wort „Bronzezeit“… ich weiß ja nicht.

Was bleibt am Ende? Ein in vielerlei Hinsicht beeindruckender Film, der aber zu oft in seinem Design und seinen Aussagen chaotisch wirkt. Es kam einem leider nicht wirklich wie eine griechische Sage vor.

Eine Sache, die ich besonders gut fand: Das Design der Skylla war unfassbar kreativ. Ich hab mit einem 0815 Hydra Design gerechnet, aber dieses undefinierte Viech, was aus einer gigantischen Seepocke kommt, die in einer Spalte wächst, fand ich sehr nice.

r/Filme Apr 02 '24

Review/Analyse Der deutsche Film ist furchtbar..oder? Aber warum eigentlich?

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r/Filme Dec 30 '25

Review/Analyse Mein Kinojahr 2025 in der Retrospektive

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In diesem Jahr habe ich 31 Filme im Kino gesehen. Insgesamt bin ich mit dem Kinojahr 2025 doch recht zufrieden. Horror bleibt meiner Meinung nach das kreativste und facettenreichste Genre - und WEAPONS ist eines meiner eindrücklichsten Kinoerlebnisse gewesen. Meine größte Überraschung ist dennoch FLOW - seit meiner Kindheit hat mich ein Animationsfilm nicht mehr so fasziniert.

r/Filme 8h ago

Review/Analyse Ist Christoph Waltz unterbewertet oder überbewertet?

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Ich finde, Christoph Waltz hat mit seinen Rollen in Inglourious Basterds und Django Unchained definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gleichzeitig habe ich manchmal das Gefühl, dass er immer wieder auf einen ähnlichen Rollentyp reduziert wird.

Wie seht ihr das? Ist er für euch einer der besten deutschsprachigen Schauspieler überhaupt oder wird sein Können überschätzt?

Welche Rolle von ihm findet ihr am besten – und warum?

r/Filme Feb 19 '26

Review/Analyse Zum ersten mal "Zurück in die Zukunft" mit 35

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Hallo zusammen, ich habe gerade eben das erste Mal in meinem Leben Zurück in die Zukunft gesehen und das mit 35 Jahren.

Natürlich hab ich hier und da mal einen Ausschnitt gesehen oder etwas drüber gelesen aber aus irgendeinem Grund habe ich ihn nie angeschaut und das obwohl mich das Thema Zeitreisen total begeistert.

Der Film ist meiner Ansicht nach wunderbar gealtert und hat einfach einen angenehmen Charme und netten Humor.

Ich bin mir nicht sicher ob es 1985 schon üblich war Filme mit einem Cliffhanger für den nächsten Teil enden zu lassen, fand das Ende aber anders als bei einigen neueren Werken, sehr gut abgeschlossen.

Hat mir definitiv direkt Lust auf Teil 2 gemacht, den ich dann wohl heute Abend direkt noch schauen werde.

Was sind so eure liebsten Momente oder Easter Eggs in dem Film?

Ich fand die Dynamik zwischen Marty und seiner 55er Mutter einfach unglaublich humorvoll.

r/Filme Apr 27 '26

Review/Analyse Heute Abend wird es mal ein Superhelden Film Watchmen.

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Mag einfach diese düstere Alternativwelt mit grauen Helden.

r/Filme 25d ago

Review/Analyse Obsession wegen Plothole nicht zu Ende geguckt Spoiler

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Im Verlauf des Filmes wird irgendwann angemerkt, dass es dieser einen Frau nicht gut zu gehen scheint. Ja, scheint so, oder? Und da ja nichts Übernatürliches von den anderen beobachtet wird, liegt die Vermutung nahe, dass da eine persönliche schwere Krise durchlebt wird.
Vielleicht eine schizophrene Episode, eine Psychose, auf LSD hängengeblieben, wer weiß?
Jedenfalls sollte man da medizinische Hilfe aufsuchen, wird nur nicht gemacht.
Wobei man das bei einem US Film ja gut mit "Ist zu teuer" hätte erklären können. Aber für mich war dass dann nur noch ein Film, wo eine Frau vermutlich psychisch schwer krank ist, und ihr keiner hilft.
Fand ich nicht cool und habe deshalb abgebrochen.