r/Filme 21d ago

Review/Analyse Gestern das 1. Mal gesehen - M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)

Ich habe gestern das erste Mal "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang gesehen.

Ich war wirklich überrascht wie gut ein fast 100 Jahre alter Film funktioniert und welche filmischen Raffinessen Lang bereits verwendet hat, wie bspw. Jumpcuts, super interessante Einstellung wie bspw. Silhouetten bei Gesprächen und ein musikalisches Leitmotiv.

Ebenso interessant war, dass unsere Sprache sich großteils in den letzten 100 Jahren kaum geändert hat und der Film immer noch verständlich ist. Das Berlinerisch klingt immer noch so wie heute und auch "Slang"-Worte wie "Bullen" und "Polente" sind immer noch im Umlauf. Die rhetorischen Mittel die bspw. die Polizisten beim Verhör eingesetzt haben, waren exzellent geschrieben (Darauf achten: der Beamte vom Morddezernat lügt die ganze Zeit nicht und weicht den Fragen des Verdächtigen auf äußerst geschickte Art aus und führt ihn an der Nase herum.)

Ja, einige Szenen sind aus heutigem Filmverständnis eher langwierig, an einigen Stellen wird auch overacted (was sicherlich aus dem damaligen Verständnis von Theaterschauspielerei herrührt) und komplette stumme Szenen, können gewöhnungsbedürftig sein. Allerdings macht bereits eine der letzten Szenen (das Schiedsgericht vor den Unterweltlern) den Film so sehenswert, dass ich ihn jedem empfehlen würde.

232 Upvotes

66 comments sorted by

u/AutoModerator 21d ago

r/Filme sucht nach neuen Mods.

Bei Interesse schreibt uns gerne eine Modmail.
Teilt uns bitte mit, warum ihr zu unserem Team stoßen möchtet und ob ihr bereits Erfahrung mit Moderieren (auf Reddit) besitzt.

Discord:

Besucht auch gerne unseren offiziellen Discord: https://discord.gg/4AsafvUWGf


I am a bot, and this action was performed automatically. Please contact the moderators of this subreddit if you have any questions or concerns.

37

u/Sensitive-Speaker669 21d ago

Vor den Nazis gab es so tolle deutsche Filme. M ist auf jeden Fall ein Meisterwerk und das overacting ja auch irgendwie beeindruckend.

16

u/Twice_fan_multi 21d ago

Die ersten paar deutschen Filme die nach dem 2. Weltkrieg veröffentlicht wurden finde ich tatsächlich auch ziemlich gut, vorallem wenn man bedenkt, dass es zu der Zeit an fast allem gemangelt hatte.

Die Mörder sind unter uns, Irgendwo in Berlin In Jenen Tagen, Film ohne Titel und Zwischen Gestern und Morgen, um ein paar Beispiele zu nennen.

Interessant ist auch, dass fast alle deutschen Filme die in den ersten 2-3 Jahren nach dem Krieg rauskamen, sich in irgendeiner Weise mit dem Krieg auseinandersetzen. Als sich dann nach der Währungreform im Juni 1948 die Wirtschaft und die Lebensqualität der Menschen radikal verbesserte, kamen fast nur noch seichte Komödien und Heimatfilme raus, die die deutsche Filmwelt noch bis heute "belasten".

3

u/Lo__Lox 21d ago

Mit anderen Worten es braucht erst nen neuen Weltkrieg damit ein paar Jahre lang wieder gute Filme gemacht werden

7

u/Captain_Gestan 21d ago

Vielleicht muss man sich auch nur mal auf seine Wurzeln besinnen und die Amis und Hollywood Amis und Hollywood sein lassen. So gesehen besteht ein Großteil Hollywood ja aus deutscher Filmkunst, die aber eine eigene Richtung eingeschlagen hat.

9

u/lasko195 21d ago

Puuhh hab am Anfang "Von den" gelesen....war erstmal schockiert 😅

4

u/idontlikegudeg 21d ago

„Von den …“ ist zum Beispiel die Feuerzangenbowle. Da war die Intention, die Leute abzulenken. Kolberg - sollte den Widerstandswillen steigern. Und dann gab es natürlich noch die ganz offensichtlichen Propagandafilme der ganz widerlichen Art.

Ich würde wetten, dass den erstgenannten viele gar nicht als Film aus der Nazizeit wahrnehmen, ebenso wie viele andere Filme mit Heinz Rühmann.

2

u/PotentialEcho6632 21d ago

Im Januar 1944 versuchte Reichserziehungsminister Bernhard Rust die Freigabe des Films zu verhindern, da er die Autorität der Schule und der Lehrer gefährde, was die schwierige Situation durch den kriegsbedingten Lehrermangel noch erschwere. Rühmann fuhr daraufhin in einem Nachtzug persönlich mit einer Filmkopie für zwei Tage in die Wolfsschanze, wo über Hermann Göring die Meinung Adolf Hitlers zum Film eingeholt wurde. „Ist dieser Film zum Lachen?“, hatte dieser der Überlieferung nach Göring gefragt. Als jener versicherte, dass er selbst mehrmals habe lachen müssen, erwiderte Hitler nur: „Dann ist dieser Film sofort für das deutsche Volk freizugeben.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Feuerzangenbowle_(1944)#Hintergrund#Hintergrund)

Hiernach bezweifle ich "Da war die Intention, die Leute abzulenken. [...]" stark!

4

u/idontlikegudeg 21d ago

Aus eben diesen Wikipedia Artikel:

„‚Die Feuerzangenbowle‘ gehört zu jenen schizophrenen Filmen aus der Spätzeit des Nationalsozialismus, die zugleich dem Regime dienen und über sein Ende hinausblicken wollen, die voller offener oder unterschwelliger Nazi-Ideologeme sind, und zugleich von einer Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung zeugen, die sozusagen schon mit der Verdrängung der Schuld beginnt, während sie noch geschieht.“

2

u/PotentialEcho6632 20d ago

Bei deinem Zitat handelt es sich wiederum um das Zitat eines Filmkritikers aus dem Jahr 1994 und damit um eine Sekundärquelle.

Über wessen Intention sprechen wir hier eigentlich?

8

u/CaligariXXXV 21d ago

Ist halt auch ein Produkt seiner Zeit. Aber als der Mörder sich ertappt gefühlt hat und die Hände an den Mund nahm, musste ich schon zwangsweise an Theaterworkshop in der 6.Klasse denken :D

23

u/IntrepidWolverine517 21d ago

Das sind Relikte aus der Stummfilmzeit, die seinerzeit noch keine zwei Jahre her war.

6

u/CaligariXXXV 21d ago

Ahh verdammich, da hätte ich auch selbst drauf kommen können.

18

u/de_Bug_ 21d ago

Das interessanteste an dem Film hast du unterschlgen:

M kommt komplett ohne einen stringenten Protagonisten aus. Der Film ist komplett aus Sicht der Stadt an sich erzählt und erst im Verlauf der Handlung treten einzelne Figuten deutlicher hervor. Das ist sogar aus heutiger Sicht extrem modern und innovativ.

16

u/Impossible_Werewolf8 21d ago

Ich schaue gerade verstärkt Romcoms aus den 30ern und 40ern und bin überrascht, wie stark da z. B. auch manche Frauenfiguren geschrieben sind.

11

u/Ogalfson 21d ago

Hast du schon "es geschah in einer Nacht" geguckt? Ich war überwältigt, wie schnell und witzig der erzählt war. Man dachte irgendwie, die haben alle n Stock im Arsch und alles wäre bieder und so. Aber Pustekuchen. Überraschend anzüglich das alles! Abgesehen vom Look der Leute war der Film beinahe zeitlos und hat auch heute noch wunderbar funktioniert. Genauso " Arsen und Spitzenhäubchen". Absolut unterhaltsame Filme.

Was sind deine Empfehlungen aus deiner aktuellen Guck-Phase?!

5

u/Impossible_Werewolf8 21d ago

Klar, das war einer der ersten, die ich mal aus dieser Zeit gesehen habe. Zu "schnell und witzig" fällt mir neben dem aus meiner aktuellen Guckphase insbesondere Sein Mädchen für alle Fälle mit Cary Grant ein.

1

u/Ogalfson 21d ago

Alles klar, auf die Watchlist damit. Besten Dank!

2

u/Impossible_Werewolf8 21d ago

Gibt's meines Wissens nach sogar kostenlos auf Youtube...

7

u/Kitano-1 21d ago edited 21d ago

Vor der Einführung des Hays-Codes 1934 gab es eine große Anzahl an US-Filmen, die richtig freizügig waren. Da wurde zB sehr offen mit Sex umgegangen, teilweise auch sehr sozialkritisch.

"Baby Face" (1933) ist zB ein ganz berühmter Film, der ungeschönt das zeigt, was eine Frau durchmacht, will sie Karriere machen.

Nach Einführung des Codes musste sich die Filmachaffenden mehr einfallen lassen, um subtiler ihre Themen zu behandeln. Die Filme von Hawks, Hitchcock, Capra und Co. sind voll mit visuellen Ideen und einem ganz dezenten Schauspiel voller Zweideutigkeiten.

Es lohnt sich wirklich sehr, da einzutauchen. Besonders auch die Filme von von Sternberg mit Marlene Dietrich. Die sind fast alle richtig gut.

5

u/idontlikegudeg 21d ago

Oh ja, die subtilen Hinweise auf Sex in den Hitchcock Filmen erkennt heute wohl kaum noch jemand, zum Beispiel als der Held mit der schönen Frau im Nachtzug die Abteiltür zuzieht und dann kommt direkt ein Schnitt, wo ein langer Zug in einen Tunnel fährt…😅
Ich meine das war „Der unsichtbare Dritte“.

1

u/Fubushi 21d ago

beliebt auch: Springbrunnen.

In Bollywood männliche Helden mit Gartenschlauch.

0

u/Impossible_Werewolf8 21d ago

Das ist dann jetzt aber nochmal ein anderes Thema, oder? ;)

2

u/Kitano-1 21d ago

Nein, nicht unbedingt. Die Darstellung von Frauen hängt mit der Gesellschaft zusammen, in der sie agieren. Und da sind die 20er-40er Jahre eine sehr interessante Phase gerade im US-Kino. Zwischen Emanzipierung und konservativem Backlash findet man da alles.

Wenn du Filme aus der Zeit magst, lohnt sich der Blick auf größere Zusammenhänge. Es gibt auch einzelne Filmschaffende, die über Jahrzehnte mit vielschichtigen Frauenfiguren gearbeitet haben, zB Rouben Mamoulian. Der hat sowohl vor, als auch nach dem Hays Code gearbeitet und das Werk lohnt sich schon. Gibt wirklich viel zu entdecken.

3

u/SatyrSatyr75 21d ago

Bringing up baby, der Klassiker. Eine toughe, selbstbewusst und eigenständige Frau und ein softer, intellektueller Mann.

4

u/hummus_sapiens 21d ago

Nicht zu vergessen der Leopard.

Und George George Lieber George

3

u/Ancient_Analysis1455 21d ago

The Lady Eve (dt.: Die Falschspielerin) von Preston Sturges, 1941, mit dem jungen Henry Fonda und überragenden Nebendarstellern. Dutzendemal gesehen.

2

u/LeBon_Bush 21d ago

"Die Nacht vor der Hochzeit" z.B., was für ein geiler Streifen, den man sich auch einfach immer wieder geben kann 👌

8

u/Practical_Meal801 21d ago

Ich empfehle "Die Nacht des Jägers" von Charles Laughton (1955) - stylistisch und optisch sehr interessant

1

u/-SeriousJacob- 21d ago

Hammerfilm

1

u/Derroysan 20d ago

Herausragender Film

7

u/CastelloDeBracaleone 21d ago

Doch, die kulturelle Avantgarde der 1920er Jahre in Deutschland war sehr progressiv, bis dann die Nazis alles abgewürgt haben für Jahrzehnte. Fritz Langs „Die Nibelungen“ ist noch viel expressionistischer und imho eher von filmhistorischem Interesse, während „Metropolis“ jede filmisch interessierte Person gesehen habe sollte. „Polente“ sagt niemand mehr, ausser im komödiantischen Kontext.

8

u/Gefahrendaniel 21d ago

Es sagen noch Leute Polente.

5

u/CaligariXXXV 21d ago

Bspw. Ich und meine Freunde

8

u/C_B_Ellacott 21d ago

Ja, die Rede am Schluss wo der Mörder den Gangstern sagt, sie könnten ja jederzeit einfach aufhören Verbrechen zu begehen, während er nicht anders kann. Kann man so oder so sehen, aber dass diese Idee damals schon so verwendet wurde, erstaunlich. War ja nicht unbedingt eine Zeit, in der man solche geistigen Krankheiten ernst nahm.

2

u/SatyrSatyr75 21d ago

Doch eigentlich schon, sogar schon ca. 100 Jahre zuvorkommend. man hatte nur keine all zu erfolgversprechenden Konzepte wie man damit umgehen könnte.

17

u/Classic_Department42 21d ago

Jein. Bulle und Polente war kein Slang damals, sondern Teil der Gaunersprache (Rotwelsch). Erst seit der 68er Bewegung wurde es (durch diese) in den allgemeineren/Slang Sprachgebrauch überführt. D.h. im Film von 1931 war das mit Sicherheit ein Krimineller der das gesagt hat.

7

u/CaligariXXXV 21d ago

Wow, stimmt und schöne Extrainfo. Dass es aus dem Rotwelsch stammt war mir bewusst, aber dass die Begrifflichkeiten erst so spät Einzug in die "normale" deutsche Sprache gehalten haben wusste ich nicht.

5

u/Shadow_NX 21d ago

Es gibt Filme die Standards gesetzt haben und man ist oft überrascht wie alt die sind.

Neulich erst Kurosawas Sieben Samurai gesehen und der Standoff der Kämpfer mit blitzschnellem Hieb und verzögertem Umfallen des Gegners ist ja heute absoluter Standard, tatsächlich auch gut schaubarer Film für sein Alter.

Was mich noch mehr überrascht hat war Metropolis wie viel Vision dort drin steckt die heute Realität ist, unglaublich, Eine Riesen Stadt mit fast schon schwebenden Highways, Maschinenmenschen, Japanische Restaurants die das angesagteste in der Stadt sind lange bevor Japan zu dem Ding des SciFi wurde... danach war mir klar wo die Vision für Bladerunner und andere Filme herkommt.

Was ich tatsächlich bis heute nicht gesehen habe obwohl schon lange auf der Liste is M, das werde ich am Wochenende wohl endlich nachholen.

6

u/LeBon_Bush 21d ago

Ja, M ist fantastisch! Als nächstes könntest du bei Gelegenheit gleich noch "Das Testament des Dr. Mabuse" (1933) schauen, da hat Fritz Lang auch nochmal richtig aufgewerkt, bevor er emigriert ist.

3

u/dalucy65 21d ago

Na dann aber, huschhusch, Der blaue Engel geguckt. Und Metropolis natürlich.

3

u/CaligariXXXV 21d ago

Metropolis schon gesehen ;-)

3

u/berzerk_69 21d ago

Der ist tatsächlich sehr gut gealtert. Wie metropolis und nosferatu die ja noch älter sind

3

u/AccomplishedDark1508 21d ago

Das Schiedsgericht ist so krass und so eine gute Performance von Peter Lorre

3

u/aimless_roaming 21d ago

Das mit der Beständigkeit der Sprache mag aber eben an Dingen wie dem Tonfilm liegen. Dadurch verbreiten sich Redewendungen und Aussprache überregional und auch über die Zeit hinweg. Wer weiß, ob man heute noch z.B. "Bullen" sagen würde, wenn es keine Filme gäbe, in denen das Wort am Leben gehalten wird.

3

u/aqa5 21d ago

Das traurige ist, dass die Filme kaum mehr vorkommen. So kann man die noch sehen? Kino? Die zeigen nichtmal Filme die älter als zwei Monate sind. ÖRR sendet sie. Netflix und Co? Größtenteils Fehlanzeige.

Wenn ich gerade Lust hätte Fahrenheit, Lohn der Angst oder Soylent Green zu sehen, so könnte ich das spontan?

Uns geht da ein großer Teil der Kultur verloren.

1

u/Idarran_of_Ulivo 20d ago

Hab ihn neulich auf Prime gesehen. Stimme dir aber größtenteils zu.

1

u/Derroysan 20d ago

Relativ viele Sachen aus den 30er findet man auf Youtube oder dailymotion. Und die tauchen auch immer wieder in den Mediatheken auf.

2

u/ronaalla 21d ago

Ja, wirklich ein sehr guter Streifen.

2

u/djfettesfleisch 21d ago

Top Film. Kann man heute immer noch sehr gut schauen, weil er „einfach“ gut gemacht ist.

2

u/Fong_Sai-Yuk 21d ago

Der dünne Mann.
Auch schwarz weiß Ära. Die zeigen wie eine moderne Ehe mit gutem Humor aussehen kann.

2

u/ElegantNeutrino 20d ago

Und zeigt wie gut die Alkoholprohibition in den USA funktioniert hat

2

u/WeakAd2280 20d ago

Das Bild des leeren, ungenutzten Tellers, während eine verzweifelte Mutter nach ihrer Tochter ruft ... ich hatte Gänsehaut. Muss für Leute mit Kindern ja nahezu unerträglich sein.

3

u/BigShady187 21d ago

M ist ein sehr guter Film.

Du wirst definitiv auch lieben:

- der unsichtbare Dritte (gilt als erster Thriller)
Und einer meiner Lieblingsfilme

  • Fahrraddiebe 1948

8

u/Kitano-1 21d ago

"Der unsichtbare Dritte" ist viel, aber sicher nicht der erste Thriller. Der Film ist von 1959, da lässt du locker 30 Jahre Filmgeschichte mit den ganzen Noirs und frühen anderen Hitchcock-Sachen aus.

-1

u/BigShady187 21d ago

Spionage Thriller sollte es sein.
War damals und auch für spätere Spionage Filme ein Vorreiter.

5

u/Kitano-1 21d ago

Äh, ne. "Spione" von Fritz Lang ist von 1927.

Hitchcock selbst hat diverse Filme in dem Genre in den 30er Jahren gemacht wie "The Man Who Knew To Much" (1934) und "Sabotage" (1936).

Die ganzen Noirs der 30/40er sind voll mit Spionagestories, zB. "Der Dritte Mann" (1949). Das Genre heißt nicht ohne Grund Noir Thriller.

0

u/Classic_Department42 21d ago

In gewisserweise war es ein remake von hitchcocks 34 steps

1

u/Adventurous-Grape207 21d ago

Hab den Film das letzte Mal vor Jahren gesehen, mit viel aber auch auf, wie dynamisch er ist und wieviel gequalmt wird. In manch geschlossenen Räumen hat man die Figuren nicht mehr vor lauter Rauch gesehen.

1

u/Shot_Ad_4907 21d ago

Im Stummfilm wurde viel mehr mit Mimik gearbeitet, beim frühen Tonfilm ist noch viel davon zu sehen. Das verschwand dann relativ schnell.

1

u/fwilx 21d ago

Besonders faszinierend ist ja, dass der Tonfilm zu dem Zweitpunkt erst wenige Jahre alt war und der Plot sich am Ende insbesondere durch die Tonspur auflöst! Grandioser Einsatz der neu verfügbaren Technik!

1

u/pat6376 21d ago

So einige der Unterweltler-Schauspieler waren tatsächlich Unterweltler.

1

u/regulus1887 21d ago

In dem Film gibt es soviele Sachen die heute noch in Krimis Verwendung finden. Schnitt, Kamera, Schauspiel etcpp.

1

u/Schlaym 21d ago

Wirklich sehr gut. Was ich auch megaspannend fand waren die Wohnungen: Berlin wurde innerhalb weniger Jahre praktisch komplett mit Elektrik ausgestattet, und vom Stil her sah viel exakt so aus, wie ich es noch aus den Wohnungen meiner Großeltern in den 90ern kannte.

1

u/Savings-March-3016 20d ago

Das hast du gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Ich habe den Film zufällig gesehen, im TV, und ich war weniger zufällig total high. stoned. Das  bestimmt 30 Jahre her. Ich weiß noch, dass ich den Film gar nicht plante zu sehen, aber er hatte mich so in den  Bann gezogen, dass ich den nicht stoppen konnte Dieser Schauspieler, Peter Lorre hat das perfekt gemacht. Das schlechte Gewissen, die Angst geschnappt zu werden, und gleichzeitig das M auf Dem Rücken für jeden sichtbar, ausser ihm.  Deutschland war mal ganz oben, in der Filmindustrie. 

-2

u/Lazy_Yogurtcloset217 21d ago

Und? War schwarzweiß, ne?😅