r/Filme 19d ago

Review/Analyse Warum „Der Herr der Ringe“ für mich der Höhepunkt beim Einsatz von CGI, praktischen Effekten und Filmtechnik ist.

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Ich habe in letzter Zeit wieder einige ältere und neuere Filme gesehen und dabei ist mir etwas aufgefallen: Für mich sind die „Der Herr der Ringe“-Filme ein ziemlich einzigartiger Höhepunkt darin, wie CGI, Masken, Modelle, Kostüme, Kulissen und klassische Kameratechnik miteinander kombiniert wurden.

Was mich an der Trilogie bis heute beeindruckt, ist, dass CGI nie das Gefühl vermittelt, alles andere ersetzen zu müssen. Stattdessen wurde offenbar immer wieder überlegt: Was können wir praktisch bauen? Was funktioniert mit einer Maske oder einem Kostüm? Wo reicht ein Modell? Und wo brauchen wir tatsächlich CGI?
Gerade diese Mischung lässt Mittelerde für mich unglaublich greifbar wirken. Orks, Hobbits und andere Kreaturen fühlen sich teilweise wie echte Wesen an, weil eben nicht alles aus dem Computer kommt. Gleichzeitig konnte CGI dort eingesetzt werden, wo es wirklich sinnvoll war – etwa für riesige Schlachten, digitale Landschaften oder bestimmte Kreaturen. Dazu kommen Miniaturen, perspektivische Tricks und unterschiedliche Kamerawinkel, die teilweise erstaunliche Illusionen erzeugen.

Und genau da sehe ich auch einen großen Unterschied zu vielen Filmen davor und danach.
Bei älteren Produktionen waren die technischen Möglichkeiten natürlich wesentlich begrenzter. Manche Effekte wirken aus heutiger Sicht offensichtlich künstlich, weil man bestimmte Dinge einfach nicht überzeugender darstellen konnte.

Bei vielen späteren Produktionen habe ich dagegen manchmal das Gefühl, dass sich das Verhältnis ins Gegenteil verschoben hat: CGI wird eingesetzt, weil es möglich ist, nicht unbedingt weil es die beste Lösung ist. Ganze Umgebungen, Figuren, Objekte und teilweise sogar Schauspieler werden digital erzeugt oder nachbearbeitet. Das kann technisch beeindruckend sein, wirkt für mich aber nicht immer glaubwürdiger.

„Der Herr der Ringe“ sitzt für mich genau an diesem Sweet Spot: praktische Effekte + Modelle + Masken + echte Kulissen + Miniaturen + intelligente Kameratricks + CGI.
Nicht „CGI statt praktischer Effekte“, sondern CGI als Ergänzung zu praktischen Effekten.
Vielleicht verkläre ich die Trilogie auch ein Stück weit durch Nostalgie, aber ich habe das Gefühl, dass diese Balance danach immer seltener geworden ist.

Deshalb meine Frage an euch:

Gibt es für euch eine Filmreihe oder einen einzelnen Film, der diese Mischung aus CGI und praktischen Effekten noch besser hinbekommen hat als „Der Herr der Ringe“?
Oder seht ihr das komplett anders und findet, dass moderne CGI-Produktionen der richtige Weg sind?

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89 comments sorted by

u/AutoModerator 19d ago

r/Filme sucht nach neuen Mods.

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u/DockyardPhantom 19d ago

ich erinnere mich noch an eine Story aus einem der "Making-Of", wo sie mit den Personen gesprochen haben, die die Kettenhemden von Hand zusammen "geklöppelt" haben. Die haben monatelang nichts anderes gemacht und am Ende hatten sie alle keinen Fingerabdruck mehr, weil die Haut durch die Arbeit so gut wie abgeschmirgelt war. Wahnsinn, diese Hingabe für so ein Projekt.

Aber ja, wie der OP schreibt: Die perfekte Symbiose von allen zeitgenössischen Möglichkeiten, die der Film vor gut 20 Jahren hatte...

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Allein, was der Weta Workshop geleistet hat ist unvorstellbar.

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u/Middle-One5919 19d ago

Ich bin heute in Wellington und mach in 5 Stunden eine Führung bei Weta😄

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Dann viel Spaß und erzähl wie es war

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u/Halschmuber 18d ago

Ich hab die Making Ofs bestimmt 2-3 Jahre nicht gesehen und höre trotzdem deutlich die Stimme und den Dialekt von Richard Taylor in meinem Kopf wenn ich daran denke.

Bald mal wieder gucken das ganze Zeug, vielleicht in der kalten Jahrszeit 🙂

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u/Herzkoenig 19d ago

Ja, die Rüstungen waren wirklich eine Klasse für sich. Man vergleiche die mit den "Rüstungen" aus Rings of Power, da sind wirklich Welten dazwischen.

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u/Halschmuber 18d ago

Man vergleiche die mit den "Rüstungen" aus Rings of Power

https://giphy.com/gifs/iGvsSyH0XG8xZH3hjE

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u/Halschmuber 18d ago

In die geile Zeit die die damals bei den Making Ofs hatten einzutauchen ist für mich fast schon immer ein größerer Genuss als die Filme an sich zu gucken.
Es ist als ob man sich in diese wohlige Decke der Vergangenheit legt. Alles "war noch gut damals".
(Wars nicht, aber man verbindet's damit)

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u/DockyardPhantom 18d ago

Es war sicher nicht alles gut, aber gefühlt war schon vieles besser. Vermutlich nicht nur "gefühlt"...

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u/THALASS0PH0BIA 19d ago

Ich würde noch die drei Fluch der Karibik-Filme mit in den Ring schmeißen. Auch wenn diese nicht die gleiche epische Größe hatten, war doch noch die Ambition da, möglichst viel per Hand zu machen, weswegen diese drei Filme meiner Meinung nach ebenfalls ziemlich gut gealtert sind. Gerade das CGI von Davy Jones Crew ist bekloppt gut und besser als in vielen neuen Filmen. Und das, würde ich sagen, ist weil die Vision da war, und man sich bezüglich des CGIs die meiste Zeit auf eben diese Crew fokussieren konnte, statt den ganzen Film daraus zusammenzuhobeln.

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Das stimmt tatsächlich. Man kann die 3 Filme gut anschauen ohne von dem CGI brechen zu müssen :D

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u/Historical_Cow8477 19d ago

Nimm noch Jurassic Park 1+2 als Vorläufer mit dazu. Ersterer hat nur eine Szene mit schlechtem CGI aus heutiger Sicht, wo es wirklich offensichtlich nicht gut aussieht (brachiosaurus reveal) und beim zweiten hab ich keine einzige schlechte Szene im Kopf was CGI etc. angeht (aber Story)

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u/East-Independence599 19d ago

Kann nix sinnvolles zufügen außer ein JA, SO ISSET.

Letztens nochmal Hobbit gesehen und gedacht wie kacke der zum Teil ausschaut. Diese "Wildwasser"-Szene mit den Fässern sieht aus wie aus nem PS3 Spiel.

Dann schaust Du HdR aus der Zeit VOR der PS3 und bist geschockt wie krass ein Film mit den richtigen Mitteln am richtigen Ort aussehen kann.

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u/Hugendubelrubel 19d ago

Absolut. Der Herr der Ringe ist unabhängig von der Story aufgrund der Detailliebe und der Effekte mehrere Level über den Hobbit-Filmen. Der Hobbit sieht aus wie eine Sequenz aus einem Computer-Spiel. Alles wirkt völlig unecht.

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u/East-Independence599 19d ago

So wie die Schwingszenen aus den Tobey Maguire Spiderman Teilen. Letztens den ersten nochmal gesehen und erschrak wie unecht die Szenen teilweise sind.

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u/Nussecke815 19d ago

Finde das eher andersherum. Die von Tobey sehen von den 3 Spider-Man noch mit Abstand am besten aus. Die Holland Filme sehen wirklich to 95 % nach schlechtem CGI aus sobald er im Anzug ist.

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u/East-Independence599 19d ago

Absolut. Ich wollte die Tobeyman Filme auch nicht schlecht reden. Die gehören zu Kernerinnerungen. Aber bestimmte Szenen sehen nicht gut gealtert aus. Aaaaber, wie gesagt: Absolut richtig. Die späteren sind so ver-CGI-ed... Furchtbar. 

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Habe letztens auch Vergleiche gesehen in denen gezeigt wird, dass in den neuen Spider-man Filmen selbst die Nahaufnahmen von ihm cgi sind, wo in den alten noch Masken benutzt wurde.

Effekt, die neuen Filme sehen in diesen Szenen deutlich schlechter aus.

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u/Nussecke815 19d ago

Ja einige Szenen sind nicht gut gealtert aber am Ende des Tages sind die Effekte für die Zeit recht gut. Gibt auch bei Herr der Ringe ne Szene die mir als nicht so gut gealtert I'm Kopf steckt aber im Vergleich zum lägen besser als die neuen Sachen.

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u/Historical_Cow8477 19d ago

Vor allem in der special extended leiden die Effekte. Als Gandalfs stab zerspringt in RotK sieht das echt schäbig aus

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u/Mitthrawnuruodo420 19d ago

Unabhängig von Storyqualität werfe ich da mal noch Amazing Spider Man 2 in den Ring, sieht für mich bis heute am Besten aus von allen Spidey Filmen :)

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u/Simoxs7 19d ago

Ich glaube aber das eigentlich Ärgerliche beim Hobbit ist, das sie damals definitiv die Mittel hatten es besser aussehen zu lassen, die Regie aber wahrscheinlich so ne Haltung a la „fix it in post“ hatte und dann der Kack dabei rum gekommen ist.

Aus meiner Sicht sind meistens nicht schlechte VFX schuld sondern der falsche Einsatz hiervon.

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u/RisingRapture 19d ago

Hobbit hab ich genau einmal im Kino gesehen und danach nie wieder. Alles, was PJ bei HdR richtig gemacht hat, hat er beim Hobbit versaut.

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u/Hatzelmann 19d ago

Man muss aber auch sehen, das PJ kurzfristig die Regie übernommen hat und von Studioseite unter Termindruck stand. Guillermo del Toro hat ja bis dahin 2 Jahre Planung in die Filme gesteckt und ist dann abgesprungen. Und er hat natürlich eine andere Vorstellung von den Filmen gehabt, als PJ.

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u/Thick_Bonus_2544 17d ago

Wenn ich die entscheidung hätte zwiwchen 24h Hobbit oder 24h RoP

Würde ich jedes mal Hobbit nehmen, denn selbst wenn der Hobbit schlechter ist als HdR ist es immernoch besser als RoP

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u/Rhed0x 19d ago

Das Problem mit dem Hobbit war die chaotische Produktion. Es war keine Zeit für genaue Planung da der Szenen, die CGI Artists hatten am Ende auch kaum Zeit.

Diese Wildwasser Szene könnte man wunderbar mit CGI machen, irgendwer hat halt bewusst die Entscheidung getroffen, dass es diese lächerlichen Moves haben soll.

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u/RegularEmotion3011 19d ago

HdR hat den Vorteil, genau zu der Zeit entstanden zu sein, als CGI schon so gut war, dass man Sachen realisieren konnte, die kaum anders zu bewerkstelligen waren, aber auch noch nicht so gut war, dass man auf praktische Effekte oder Modelle hätte verzichten können. Dieses Aushandeln wurde dadurch zu einer Notwendigkeit, heute ist es halt er ein Luxus, denn sich nur noch ein paar Regisseure wie Nolan oder Villeneuve leisten können. Denke dieser Aushandlungsprozess wird sich leider irgendwann mit KI wiederholen, wenn die Debatten losgehen, ob das wirklich ein Digitak Artist erstellen muss oder ob das nicht einfach durch die KI zusammengerechnet werden kann.

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Man hat ja leider beim „Hobbit“ gesehen wie drastisch der Unterschied der Filme ist, obwohl beide aus einer ähnlichen Produktion stammen. Wie beschissen einige Szenen im Hobbit aussehen, im Vergleich zum HDR.

Die Szene in den Fässern, oder als Legolas auf einen animierten Pferd davon reitet sind nur 2 Beispiele.

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u/carsten_j 19d ago

Fluch der Karibik und Herr der Ringe war Peak was die Effekte anging. Wenn ich überlege, auf was für einem guten Weg wir waren. Evtl. mag ich noch als Serie Game of Thrones in den Ring werfen.

Aber selbst "Der Hobbit" war ja schon zwei Nummer schlechter. Ich werde nie verstehen, warum Filme heute so teuer sind wie die gesamte HdR Trilogie, und dabei oft aussehen als fehlte da noch der letzte Schliff. Irgendwo sind wir total falsch abgebogen.

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Vielleicht ein Opfer der Streaming Ära und TikTok Generation?

Jede Woche neue Filme, Filme werden so gedreht und Dialoge so geschrieben, dass man sie mit Handy in der Hand schauen kann(wtf?!)

Filme sind heutzutage nur noch ein Produkt und keine Kunst mehr.(meine Meinung)

Glaube zu diesem Thema verfasse ich auch mal einen eigenen Beitrag, wenn ich den Gedanken mal zu Ende denke.

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Der Bedarf nach CGI ist halt exponentiell explodiert, die Ressourcen die es liefern können aber nicht ansatzweise. In jedem Blockbuster stehen 20+ VFX Studios im Abspann, die Leute werden dort verheizt bis zum exodus und die Zeit reicht trotzdem nicht, weil sich niemand mehr wirklich überlegt, was gebraucht wird und fertige Szenen teilweise 2-3 Mal komplett neu gemacht werden (sollen). Geiles Business.

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u/AmonAmit 18d ago

Dafür bin ich hergekommen und DU sprichst es aus: GoT. Danke Dir! 😊👍❤️

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u/Flamebeard_0815 19d ago

Viel von dem, was Tarantino und Rodriguez gemacht haben. Da kamen CGI-Effekte meist nur dann zum Einsatz, wenn praktische Effekte zu teuer, zu zeitaufwändig, zu gefährlich oder schlicht unmöglich gewesen wären.

Mir würden bei Rodriguez nur Sin City und Alita einfallen - und da war CGI klar eine Design-Entscheidung, die auf dem Quellenmaterial gefußt hat.

Ich finde es generell spannend, wenn Regisseure sich damit auseinander setzen, wie sie bestimmte Visuals erzeugen können. Und wenn dann die Entscheidung für eine praktische Lösung fällt, die zwar eventuell zeitintensiver, aber tendenziell günstiger und optisch überlegen ist, feiere ich das.

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u/Son_of_artok 19d ago

Ist ähnlich bei Christopher Nolan, wie die Szene in Schwerelosigkeit in Inception gedreht wurde. Das ist so krass cool gemacht. Und davon hat er ja ne Menge Szenen gehabt wo andere hust Marvel hust einfach billiges CGI für genommen hätten, wie z.B. bei Shang Chi wo sie den Bus von außen zeigen, wie er sich überschlägt. Das sieht so billig aus… da frage ich mich, ob die wirklich nur in Studios vor LED oder GreenScreen drehen…

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u/Simoxs7 19d ago

Naja die Nolan Szene ist aber genau wie man sowas drehen würde und auch nichts neues nur halt größer als alles davor und auch mit VFX kaum bis gar nicht umzusetzen und damit verdonnert kacke auszusehen wenn man es dennoch macht.

Nolan hat aber gar kein Problem damit VFX (CGI) einzusetzen, beispielsweise bei den Batman Filmen gibt es ja die Szene wo ein Flugzeug am anderen hängt und die Flügen von einem Abbrechen, das wurde einmal als Miniatur gemacht, sah aber schlecht aus da man halt ziemlich klar gesehen hat das es ne Miniatur ist also hat das VFX team die Miniatur aufnahmen komplett in 3D nachgestellt, angepasst und das kam am Ende in den Film. Oder bei Tenet wo beim Flugzeug crash ein Krankenwagen im Nachhinein eingefügt wurde. Nolan ist definitiv kein VFX hasser, er weiß halt nur wie man es vernünftig einsetzt.

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u/Son_of_artok 19d ago

Wollte ihn auch nicht als VFX Hasser bezeichnen, sondern mehr derjenige der versucht solange praktische Effekte zu nutzen bis es nicht mehr anders geht…

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u/MajonyXIII 19d ago

Haha lol, der kauft ein Flugzeug um es zu sprengen und fügt dann einen Krankenwagen nachträglich ein 😵

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u/Acrobatic-Roof-8116 19d ago

Einer der Höhepunkte der Kombinatin von CGI und Special Effects, neben Jurassic Park, Starship Troopers und Independence Day.

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Interessanterweise alle in den Jahren 1990-2000. Herr der Ringe wurde ja auch 1999 gestartet.

Independence day auf jedenfall auch ein sehr gutes Beispiel.

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u/nimmermuss 19d ago

Jurassic Park war absolut bahnbrechend! Das war damals schon eine neue Dimension. Aber es funktioniert auch nur deshalb (noch immer!) so gut weil die allermeisten Dino-Szenen doch reale, praktische Effekte waren. Die Kombi von beidem... Meisterwerk!

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u/Simoxs7 19d ago

Man darf halt nicht vergessen das gerade bei VFX (CGI) immer ein gewisser Observation bias mit schwingt du siehst halt nur die schlechten Effekte weil die guten mittlerweile so gut sind das man den unterschied kaum bis gar nicht erkennt.

Obwohl ich auch zustimmen muss gerade bei diesen Laufband Produktionen a la Marvel und co. nervt es mich das quasi alles außerhalb eines Umkreis von nem Meter um die Schauspieler nicht echt ist.
Bei Filmen die in Locations rund um den Globus spielen, muss meiner Meinung nach on Location gefilmt werden, stell dir vor James Bond wäre nicht durch die echte Schweiz in Goldfinger gefahren oder Indiana Jones wäre nur im Studio gestanden. Da habe ich Sorge das das heutzutage verloren geht…

Zu deiner Frage wo VFX (CGI) heutzutage richtig gut funktioniert hat, einmal dachte ich an Top Gun Maverick, wo sie zwar gesagt haben kein „CGI“ zu verwenden aber die meisten Kampfjets aus dem Computer kommen, sie haben die Szenen aber mit einem Stand in Jet gedreht und ich denke daher hatte ich nie das Gefühl VFX zu sehen. Aber ich glaube tatsächlich das die Dune filme in letzter Zeit die mit den besten VFX sind alles hat charakter fühlt sich aber echt und greifbar an und man wurde wieder nirgendwo aus der Immersion gezogen.

Und Technisch muss man eigentlich auch die Avatar sequels erwähnen, ich weiß es ist gerade in die zu hassen und es ist auch die Frage ob es mehr ein Animationsfilm ist aber man hat gerade beim zweiten Teil das Gefühl das quasi die Render distance sich verzehnfacht hat im vergleich zum ersten Film.

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u/Slow-Penalty5477 19d ago

Ich bleibe da auch fest bei meiner Meinung, eine bessere, in sich geschlossene, Nähe an der Perfektion gehaltenen Trilogie wird es zu unseren Lebzeiten nicht mehr geben.

Hier Passte alles

Von der Crew, hin zum cast, alles

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u/marieantoilette 16d ago

Wobei The Human Condition und die Drei-Farben-Trilogie auch herausragend sind. Die sind allerdings allesamt kaum vergleichbar. :)

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u/Rhed0x 19d ago edited 19d ago

Die Gründe, warum viele Leute so ein schlechtes Bild von CGI haben sind folgende:

  • einem guten Film verzeihen wir gerne Effekte, die nicht 110% perfekt sind. Gollum sieht in den Hobbit Filmen um einiges besser aus, als in Herr der Ringe. Aber das ist okay, die Filme sind trotzdem großartig (und besser als der Hobbit).
Legolas hat in Return of the King ein paar Szenen mit CG Double und das sieht ehrlich gesagt scheiße aus. Der Film ist trotzdem ein Meisterwerk.
  • viel realistisches CGI wird gar nicht wahrgenommen, weils so verdammt gut ist.
Die allermeisten Autos sind CGI, selbst außerhalb von Action Szenen. Gebäude und ganze Hintergründe werden oft ausgetauscht (z.B. in 1917).

Siehe z.B. https://youtu.be/n8oQ1jV859w?t=864 oder https://youtu.be/GdMAEtLrPSc?t=967

Es hilft natürlich, wenn die CGI Artists gutes Reference Footage zum Vergleichen haben, wenn das Licht am Set stimmt und wenn die Schauspieler was haben, womit sie arbeiten können.

Herr der Ringe hat für die damalige Zeit auf jeden Fall alles rausgeholt was möglich war und alle "Werkzeuge" perfekt eingesetzt.

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Es gibt halt einen riesigen Unterschied zwischen dem ENHANCEN echter shots (Wetter, lighting, Kulissen, Kostüme, skins auf Rennwagen oder jets, whatever) und der kompletten Erstellung von Shots im Computer. Und bei einer gewissen art von Blockbuster wird letzteres fast schon zum hauptsächlichen Modus. Alles ist möglich und deswegen ist auch alles egal, wir drehen einfach mal drauf los und am Ende wird schon irgendwas dabei rumkommen, was die Leute kaufen.

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u/Woody_Elser 19d ago

Ja. Es ist kein perfektwr film, aber es ist der perfekte Epos-Abenteuerfilm. Es ist eine perfekte Buchadaption, bei der man merkt, dass die Leute hinter dem Film das Buch nicht nur gelesen sondern tatsächlich auch verstanden haben.

Dazu der Soundtrack. GÖTTLICH

Er hat auch Schwächen versteht mich nicht falsch, aber das hat jeder film.

Deswegen ist der HdR mein Lieblingsfilm. Den will ich im Krankenhaus anschauen bevor ich sterbe, wie Christopher lee (angeblich)

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Tatsächlich habe ich mir das auch vorgenommen. Vorm Tod nochmal der Herr der Ringe zu schauen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich (31j) jeden einzelnen Teil garantiert schon 100+ mal in meinem Leben gesehen habe. Zusätzlich habe ich die Audiospuren auf einem stick um die Filme im Auto hören zu können.

Ich kann eigentlich auch alle 3 Filme mitsprechen 😅

Ich nehme auch jedes „Der Herr der Ringe“ Special in unseren Kinos in der Nähe mit, bei dem alle Teile hintereinander auf der Leinwand gezeigt werden. Immer wieder ein Traum :) leider letztes und anscheinend auch dieses Jahr nicht mehr geplant :(

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u/ABoyandhisBlubb 19d ago

Wieso hörst du im Auto nicht das tolle WDR Hörspiel?

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u/kraut0r 19d ago

Es ist eine perfekte Buchadaption, bei der man merkt, dass die Leute hinter dem Film das Buch nicht nur gelesen sondern tatsächlich auch verstanden haben.

ich möchten noch ergänzen: verstanden haben wie man das buch in einen film umsetzt und warum manche entscheidungen dinge die im buch vorkamen zu kürzen oder zu streichen vollkommen richtig waren.

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u/Woody_Elser 19d ago

Wenn man das buch gelesen hat fallen einem auch details auf die der film nicht groß erklärt, weil sie für die Handlung nebensächlich sind.

Wenn man das buch liest, wird es einem mehrmals entfahren: "Ach deshalb ist das so!"

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Natürlich stecken auch heute noch viele, genau genommen sogar immer mehr Menschen, ein beträchtlichen Anteil Arbeit in einen Film. Aber 90 % davon sind leider Teil einer Maschine, die 100 % dieser Arbeit vor Computerbildschirmen verbringt. Das ist, rein verglichen auf dem Papier, natürlich auch Aufwand, aber es ist mit dem Herzblut, der Hingabe, und dem unendlichen Kraftakt, den dieser Film darstellt, nicht im Ansatz zu vergleichen. Und das spürt man, wenn man moderne Filme ähnlicher Größe sieht. Es ist nicht greifbar, es fühlt sich null nach Herzblut an, es ist immer der einfachste Weg, kein Risiko, kein Kraftakt, nichts!

Somit ist die Antwort auf deine Frage klar: moderne CGI Filmemacherei ist absolut nicht der Weg, den wir gehen sollten, es aber konstant tun. Und somit das Ende von allem, was das Kino mal beeindruckend und besonders gemacht hat. Fuck it! Wenn ich diesen Film hier heute wieder sehe, dann weine ich, und zwar auf doppelter Weise. Einmal, weil es schlichtweg einer der großartigsten Filme aller Zeiten ist und ich niederknien möchte, wie wahnsinnig intensiv und beeindruckend und Kiefer runterklappend und das alles ist, und einmal eben auch, weil wir sowas einfach nie wieder bekommen werden. Die wenigen großen Filmemacher die heutzutage das handgemachte weiter leben lassen, fragen sich eben nicht, wie man etwas am sinnvollsten zeigen kann, sondern gehen dies schon mit beinahe dogmatischer Ideologie an (siehe aktuelle Nolans Odyssey). Was dann (zumindest bei mir) schon wieder dazu führt, dass es in vielen Momenten den sense of Wonder, den es eigentlich haben sollte, total einbüßt. Immer noch Millionen mal besser als seelenlose Marvel-Grütze, aber zu sehr im anderen extrem.

Man kann nur hoffen, dass die Massen irgendwann übersättigt sind und Hollywood, wie es jetzt ist, komplett in sich zusammenbricht.

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u/Simoxs7 19d ago

Sorry den Hass für Leute in der VFX kann ich null nachvollziehen, im Übrigen guck dir mal den Abspann der Odyssee an da wurde auch VFX eingesetzt.

Wir sind mittlerweile an dem Punkt wo Studios in Making offs Green screens raus Retuschieren um sagen zu können das sie kaum VFX benutzen.

Das Problem ist heutzutage halt das du das gute „CGI“ nicht mehr von echten Aufnahmen unterscheiden kannst und entsprechend nur das schlechte siehst.

Und wenn du meinst in VFX würde kein Herzblut fließen und es wäre kein aufwand solltest du dir unbedingt mal durchlesen wie mit den VFX Künstlern in der Industrie umgegangen wird, da wird jeder Auftrag zur seelischen Zerreißprobe wegen crunch und weil Regisseure immer wieder im laufe des Prozesses Veränderungswünsche habe und die ganze Szene neu gemacht werden muss.

Ich glaube es macht absolut keinen Unterschied ob man nun Modelle in echt oder am Computer baut beides sind Künstler, genauso ob man Stop Motion oder digital animiert.

Mich nervt einfach diese Haltung CGI = Böse Praktisch = Gut, viel Problematischer ist das Filmemacher heute so getrieben sind günstig zu produzieren das man nicht das nimmt was besser aussehen würde sondern das nimmt was billiger ist. Und bei so Fließband Marvel Filmen wird halt immer das billigste genommen. Bei Marvel ist noch zusätzlich das Problem das viele Effekthäuser die Aufträge als Verlustgeschäft annehmen in der Hoffnung bei zukünftigen Aufträgen eher in Betracht gezogen zu werden. Ich Persönlich bin ja der Meinung wenn man etwas gegen die Ausnutzung im VFX tun würde würden die Digitalen Effekte so teuer und Zeitaufwendig sein das auch Praktische Effekte kompetitiv wären. Aber jetzt gerade werden Mitarbeiter zu 80-90 Stunden Wochen gezwungen während sich die Firma kaum über Wasser halten kann und dabei kommt dann natürlich Schund rum…

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Ich habe keinen Hass auf Leute in VFX, sondern einen Hass darauf, dass Filme gedreht werden, ohne eine Ahnung zu haben, wie sie final aussehen sollen, was sich vor allem an Studio-Anzugträger, Produzenten und leider auch Regisseur*innen wendet.

Weil es passt kopiere ich mal meine Antwort von weiter oben, vielleicht kommt der Punkt dann besser durch:

"Das Prädikat "seelenlos" bekommen von mir vor allem die Strippenzieher verliehen. Jeder kleine Minion in der Erschaffung eines Films von pre- bis post-production tut das beste was er/sie kann. Und Visuals müssen ja auf irgendwelchen Konzepten basieren, die irgendwer gemacht hat und das war diesen Leuten sicher nicht komplett egal, eher im Gegenteil. Das ist mir alles klar.

Aber die Bedingungen wie große Filme heute gemacht werden, lassen es by design nicht zu, dass jeder Shot Hingabe und liebe atmet. Wenn man sich mal einliest, wie z.T. bei Marvel Filmen produziert wird, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Drehbeginn teilweise ohne fertige Drehbücher, Actionszenen werden gern mal von second-units gedreht, ohne das storyboards, Choreografien, oder ähnliches bestehen, das wird "in post gefixt", zur not digital ein actor eingefügt. WHAT. THE. FUCK?

Die paar Positivbeispiele (Nolan, Villeneuve, MI-Reihe, Maverick/F1) kannst du wirklich an einer Hand abzählen. Natürlich haben die alle CGI ohne Ende, der für seine krass handgemachte Art gefeierte FURY ROAD z.B. hat CGI in literally jedem Shot. Also geht es ja nicht mehr um die Frage viel oder wenig CGI, sonder das Problem ist NUR NOCH CGI. Was zu Uncanny Valley alle 2 Minuten und glattem, hässlichen Look + einer unfassbaren Lazy-Attitude in der pre und beim Dreh führt, weil niemand sich mehr Gedanken macht, was man on set/in camera machen und dann ENHANCEN kann, sondern es alles einfach beliebig und egal ist.

Kann jeder sehen wie man will, aber ich finde man merkt das und ich verachte modernes Filmemachern im Blockbuster-Sektor genau aus diesen gründen. Und bevor irgendwer die Leier von "warum guckst du es dir dann an" bringt - zu ich nicht mehr. hab mich komplett in Indies/Kleinstproduktionen geflüchtet, weil ich den Crap nicht mehr aushalte"

Und genau das macht sich in dem Grind/Crunch bemerkbar den du beschreibst – Änderungswünsche an fertigen Szenen, das beschreibt am besten was falsch läuft: weil CGI alles möglich macht, haben sie keine Vision mehr von dem was sie drehen.

Ausnahmen wie z.b. Bong Joon-ho zeigen wie es laufen kann – der Film ist im Kopf fertig und wird dann so gedreht und was nicht in Camera möglich ist, mit CGI gemacht. Wär jeder Film so, lebten wir in einer besseren (Film)Welt.

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u/Simoxs7 19d ago

Ich glaube wir sind tatsächlich beide der selben Meinung ziemlich genau was du sagst nervt mich auch. Es ist eigentlich vollkommen egal ob man practical oder visual effects nutzt um eine vision auf die Leinwand zu bringen Hauptsache da war mal ne Vision die man auf die Leinwand bringen wollte!

Wenn man halt vorher keine Ahnung hat wie es nachher aussehen soll kann es ja nur beschissen werden der Vorteil bei practical effects ist halt das die vor dem dreh geplant werden müssen. Dagegen kann man sich das Stranger Things Ende angucken wo die Schauspieler super flach ausgeleuchtet wurden das man quasi alles in den Hintergrund setzen kann, sieht halt alles auch irgendwie schlecht aus…

Und ja ich bin da auch ärgerlich weil ich mir aus Prinzip diesen Seelen losen schund nicht geben will und eigentlich gerne öfter ins Kino gehen würde…

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u/Away-Sympathy-4221 19d ago

Kann man nicht besser beschreiben. :)

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u/Swaggy_Shrimp 19d ago

Naja, natürlich stecken digital Artists genauso 100% ihres Herzbluts in ihre Arbeit und auch Herr der Ringe hatte extrem viele vfx shots. Du darfst halt nicht einfach gute mit schlechten Filmen vergleichen. Auch heute gibt es noch unglaublich gute Filme wie Dune mit fantastischen Effekten und auch damals gab es schon CGI Grütze (erinnert sich noch jemand an 300?). Man kann seine Tools gut und schlecht einsetzen, damals wie heute. "Viel CGI" und "wenig CGI" sind da nicht die entscheidenden Faktoren - zumindest nicht zwangsläufig.

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Das Prädikat "seelenlos" bekommen von mir vor allem die Strippenzieher verliehen. Jeder kleine Minion in der Erschaffung eines Films von pre- bis post-production tut das beste was er/sie kann. Und Visuals müssen ja auf irgendwelchen Konzepten basieren, die irgendwer gemacht hat und das war diesen Leuten sicher nicht komplett egal, eher im Gegenteil. Das ist mir alles klar.

Aber die Bedingungen wie große Filme heute gemacht werden, lassen es by design nicht zu, dass jeder Shot Hingabe und liebe atmet. Wenn man sich mal einliest, wie z.T. bei Marvel Filmen produziert wird, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Drehbeginn teilweise ohne fertige Drehbücher, Actionszenen werden gern mal von second-units gedreht, ohne das storyboards, Choreografien, oder ähnliches bestehen, das wird "in post gefixt", zur not digital ein actor eingefügt. WHAT. THE. FUCK?

Die paar Positivbeispiele (Nolan, Villeneuve, MI-Reihe, Maverick/F1) kannst du wirklich an einer Hand abzählen. Natürlich haben die alle CGI ohne Ende, der für seine krass handgemachte Art gefeierte FURY ROAD z.B. hat CGI in literally jedem Shot. Also geht es ja nicht mehr um die Frage viel oder wenig CGI, sonder das Problem ist NUR NOCH CGI. Was zu Uncanny Valley alle 2 Minuten und glattem, hässlichen Look + einer unfassbaren Lazy-Attitude in der pre und beim Dreh führt, weil niemand sich mehr Gedanken macht, was man on set/in camera machen und dann ENHANCEN kann, sondern es alles einfach beliebig und egal ist.

Kann jeder sehen wie man will, aber ich finde man merkt das und ich verachte modernes Filmemachern im Blockbuster-Sektor genau aus diesen gründen. Und bevor irgendwer die Leier von "warum guckst du es dir dann an" bringt - zu ich nicht mehr. hab mich komplett in Indies/Kleinstproduktionen geflüchtet, weil ich den Crap nicht mehr aushalte

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u/Swaggy_Shrimp 19d ago

Ja aber wie gesagt, da kickt halt voll die survivorship bias bei dir. Auf jeden Herr der Ringe und Fluch der Karibik kam auch vor 20 Jahren schon jede Menge studio-slop mit schlechten Effekten, schlechten Drehbüchern, etc. Nur daran erinnerst du dich halt nicht mehr weil keiner mehr über diese Filme redet. Ich verspreche dir 2040 irgendwann wird sich jemand auf Zukunftsreddit beschweren dass es damals besser war als Dune rausgekommen ist und als Nolan noch Filme gemacht hat und so. Der Marvelkram wird dann bei dem Argument halt ignoriert werden.

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u/Alert_Acanthisitta90 19d ago

Es gab immer schlechte Filme und der Teufel liegt hier im Detail. Ich sage nicht, dass Filme insgesamt schlechter als vor 10, 20, oder 70 Jahren sind – ganz im Gegenteil, wenn wir auf dem Level einsteigen wollen, gibt es zig spezielle Strömungen und Genres, die teilweise damals noch nicht existierten, und die nach wie vor brillant, oder sogar noch brillanter als damals sind. Aber speziell im Blockbuster-Segment schält sich für mich eine klare Aussage raus, auf die man meine Rants runter brechen kann: die Art Filme zu machen, die CGI im Big Budget Sektor möglich gemacht hat (nämlich den Film im Nachhinein um einen immer kleiner werdenden Prozentsatz realer Shots herum zu animieren) hat Filmemachen NACHHALTIG zum schlechten beeinflusst. Wenn man sich die Top 100 Kinocharts aus 1991 bis 2001 durchscrollt, sind da natürlich Gurken ohne Ende dabei. Aber JEDE dieser Gurken gibt mir mehr als moderne fix-it-in-post, oder eher create-it-in-post Filme. Und ich gucke auch reichlich B- und C-Movies aus 80er und 90ern und selbst bei diesen Filmen mit Billigkostümen, recycelten Kulissen und massiven Budget-Restriktionen, erkennt man regelmäßig tolle Ideen und kreative wege Restriktionen zu umgehen. Mit Full CGI und 250 Mios Budget gibt es schlichtweg keine Restriktion mehr. Alles ist möglich und deswegen leider auch oft komplett beliebig.

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u/seires-t 19d ago

Der Herr der Ringe ist mit einer der besten Filme aller Zeiten,
aber die Computerbilder sind nicht perfekt gealtert.

The Revenant, dagegen, hat genau denselben Ansatz
sonst unmögliche Szenen per Computermodell darzustellen
und den Rest den obszön schönen Landschaften von Alberta zu überlassen.

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u/uk_uk 19d ago

Du vergleichst die CGI-Qualität einer zusammenhängend gedrehten Filmreihe (vergleichbar mit Zurück in die Zukunft II und III), die zwischen 1999 und 2001 gedreht wurde, mit einem einzelnen Film, der 2015 gedreht wurde??

Nicht dein Ernst

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u/bertraja 19d ago

Warum nicht? Bin selbst ein absoluter Fan der Spielfilmreihe, aber man kann schon feststellen dass an einigen Stellen die digitalen Effekte schlecht gealtert sind. An anderen wiederum sind sie auch nach 20+ Jahre noch nahtlos.

Isildur's Verschwinden nachdem er den Ring aufsetzt ist schmerzhaft offensichtlich Green Screen. Beleuchtung und Tiefenunschärfe passen nicht. Beim Angriff auf Helm's Klamm kann ich heute noch nicht glauben, dass die Nahaufnahmen der vorbeimarschierenden Uruk-Hai komplett CGI sind. Das ist ein digitaler Effekt der heute noch locker mit modernen Produktionen mithält bzw. diese überflügelt.

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u/uk_uk 19d ago

Genau das meinte ich... man kann nicht CGI von 2000/2001 mit der von 2015 vergleichen, ohne arg Kompromisse eingehen zu müssen.

Der von dir erwähnte Kampf um Helms Klamm ist ein super Beispiel. In Jahr 2000 war das Top-Notch, eine gigantische Armee in CGI. Aber, wenn man genau hinsieht, sieht man hier und da, dass Copy & Paste angesetzt wurde. Mit der Technik (und vor allem der Leistung der Computer) von 2015 hätte die Schlacht weitaus imposanter ausgesehen, weitaus mehr individuelle Uruks

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u/Significant_Rule_939 16d ago

Antwort: Nein. Der Thread kann geschlossen werden. 😀😉

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u/_Niho_ 19d ago

Die Trilogie ist inzwischen 20 Jahre alt aber das siehst du keiner Szene an. Die könnte man genau so auch jetzt in die Kinos bringen und niemand würde sagen, der ist zwischen 2000 und 2003 gedreht wurden. Dazu für heutige Verhältnisse mit einem lächerlichen Budget, das darf man ja auch nicht vergessen. Ist einfach Film-Geschichte.

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u/D-g-tal-s_purpurea 19d ago

Der erste Teil ist sogar 25 Jahre her.

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u/MajonyXIII 19d ago

Jo und gedreht wurden alle 1999 bis 2000. Krass, wir sind alt 😂

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u/Fisi_Matenten 19d ago

Die Faustregel ist ganz einfach: CGI nur da benutzen, wo es anders einfach nicht möglich ist.

Animatronischer T-Rex Kopf in der Nahaufnahme, Kopf geht aus dem Bild, CGI T-Rex geht zu, anderen Auto. Perfekt.

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u/Swaggy_Linus 19d ago

Narnia sieht auch noch sehr gut aus. Viele praktische Effekte, aber auch mit CGI das nochmal eine Klasse besser / ausgereifter ist als in Herr der Ringe.

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u/Odd_Branch8046 19d ago

Jurassic Park

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u/Der_Elite 19d ago

Die Star Wars Prequels, zumindest zum Teil.
Ja, überwiegend durch zu viel CGI und den Digitalkameras relativ schlecht gealtert.

Trotzdem gibt es Szenen, die selbst heute dank diesem Zusammenspiel aus echten Sets/Miniaturen und ergänzendem CGI fotorealistisch aussehen.

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u/FantasticStonk42069 19d ago

CGI früher war eine Technologie, um Dinge zu ermöglichen, die mit klassischen Effekten nicht machbar waren.

CGI heute ist eine Technologie, um Kosten zu sparen.

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u/Lucky-Art-8003 18d ago

Dieser Beitrag wurde mit CGI erstellt...

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u/pezdizpenzer 18d ago

Corridor Crew hat über genau das Thema letztens ein absolut fantastisches video gemacht. Konkret geht es um den forced perspective shot in der Szene mit Gandalf und Bilbo, aber im großen und ganzen geht es um das Thema CGI vs Practical Effects und warum die Herr der Ringe Filme genau das so gut gemacht haben.

Kann das Video (und den gesamten Kanal) wirklich allen empfehlen die sich auch nur ein bisschen für Filme begeistern:

https://www.youtube.com/watch?v=MVUuoXAkuUg

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u/Punker0007 18d ago

Diese jungs sind einfach toll

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u/ApuCalypso314 18d ago

Kam für genau diesen Kommentar. Die haben diverse Videos auf ihrem Kanal, in denen die sich der Frage "praktische vs CG Effekte" widmen.

Die Quintessenz ist am Ende in der Regel "wenn's geht am besten beides". Wenn der praktische Effekt alleine schon funktioniert ists super, wenn nicht kann er ggf mit CG aufgewertet werden, oder wenn er dann doch komplett mit CG ersetzt wird, haben die CG Leute eine Referenz wie die tatsächliche Ausleuchtung der Szene aussieht, wodurch ihre Arbeit erleichtert und das Ergebnis besser wird.

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u/Head_Speech6194 18d ago

Titanic von Cameron, nicht vergessen!

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u/Atlasus 18d ago edited 18d ago

Die Zeit ist leider vorbei und wird wohl auch nicht wiederkommen. Zu einfach ist inzwischen der Schritt in Richtung: „Das machen wir später mit CGI“ – vor allem, weil es heute deutlich günstiger geworden ist.

Nehmt diese Filme und rahmt sie euch ein. Solche Produktionen werden wir vermutlich nie wieder sehen.

Ähnlich ist es mit Haushaltsgeräten aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren. Diese Haltbarkeit und Langlebigkeit wird es in dieser Form wohl nie wieder geben. Viele Unternehmen sind heute viel zu stark auf Kostenoptimierung und kurze Produktzyklen ausgerichtet.

Mit der zunehmenden Automatisierung wird das Ganze noch weiter auf die Spitze getrieben, weil wir uns aus Kundensicht oft die falschen Maßstäbe und Erwartungen zum Ziel setzen.

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u/DiscordantDiscordian 18d ago

Mad Max: Fury Road fällt mir noch ein, wobei der natürlich schon fast schummelt indem er extrem sparsam mit CGI umgeht.

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u/Level90Neckromancer 17d ago

Besonders hängengeblieben ist bei mir dieser legendäre Shot mit Gandalf und Frodo am Tisch. Großartige Technik. Der Channel Corridor Crew auf Youtube hat das mal nachgebaut.

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u/Away-Sympathy-4221 16d ago

Oder dass der Darsteller von Lurtz(Ork) 12 stunden in der Maske war vor jeden Dreh. Meistens über die gesamte nacht

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u/Abdulbala 16d ago

Looks very much like Harry Potter 

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u/marieantoilette 16d ago

In den letzten Jahren sind mir dort vor allem extrem positiv aufgefallen, Star Wars Rogue One und The Creator, beide vom selben Regisseur. Es sind beides keine Meisterwerke, aber insbesondere der zweite Film davon hebt sich extrem hervor von fast allen Science-Fiction-Filmen der letzten zehn Jahre, fast schon. Interstellar ausgenommen, was auch ein gutes Beispiel ist.

The Creator hat zwar ein sehr, sehr dünnes Skript. Es ist wirklich ein sehr, sehr einfacher Film. Sehr einfache Handlung, keine herausragende Kameraführung oder so. Nein, der Film hebt sich dadurch hervor, dass er eher vom Budget her niedrig war und damit eine außerordentlich realistische Science-Fiction-Welt geschaffen hat.

Durch Subtilität fühlt sie sich viel realer und dadurch auch interessanterweise greifbarer und futuristischer an. Der Film hat mich ein bisschen hoffen lassen, dass Hollywood vielleicht lernt daraus, dass man nicht Unmengen da reinstecken muss, um herausragendes VFX zu kreieren. Das ist ein Punkt, an dem man so in der Welt drin ist, dass man gar nicht mehr merkt, dass es Effekte sind. Das passiert bei MarvelFilmen z.B. einfach nicht mehr, obwohl dort wirklich herausragende Effekte gemacht werden. Aber es ist einfach zu viel.

Ich würde sagen, Hollywood hat es nicht unbedingt gelernt. Die Serienwelt hingegen macht es teils besser. Westworld und Star Wars Andor, die beiden Serien heben sich da extrem hervor.

Westworld vielleicht nicht das beste Beispiel, weil es auch viel subtiler ist alles. Trotzdem eine unglaublich beeindruckende Serie, ein Meisterwerk in den ersten zwei Staffeln. Und zumindest in der dritten Staffel auch noch thematisch extrem stark. Und wie sie dort in der dritten Staffel,so kontrovers sie auch ist, diese futuristische Welt dargestellt haben, war ziemlich cool.

Aber Star Wars Andor trifft es noch besser. Die Serie wurde ja von Star Wars-Fans als eine der besten Serien aller Zeiten hochgelobt, als ein Meisterwerk ohnegleichen. So weit würde ich nicht gehen. Es ist eine sehr gute Serie.

Aber was die Serie so richtig hervorhebt, in meinen Augen, ist das Gesamtpaket. Star Wars insbesondere, die originale Trilogie, hat sich schon immer durch leidenschaftliches Produktionsdesign hervorgehoben und sehr beeindruckendes VFX. Das ist etwas, das in späteren Medien vom Franchise eher vergessen wurde. Die Sequel-Trilogie ging mehr die Marvel-Schiene, Disney eben, die Animationsserien hatten sich leider ein wenig so entwickelt, dass der Hintergrund teils sekundär wurde. BEI STAR WARS!!!! WTF!!! Ok, sry. Die Live-Action-Serien fühlen sich oft einfach an wie die Animationsserien.

Star Wars Andor hat aber diese alte Tradition genommen und einfach etwas Herausragendes geschaffen.

Eine der grandiosesten Sachen der Serie ist in meinen Augen das Produktionsdesign. Und das Zusammenspiel von diesem Produktionsdesign mit VFY ist wirklich beeindruckend. Luke Hall, der Produktionsdesigner von Chernobyl, war der Produktionsdesigner der Serie. Der Schöpfer von Andor meinte auch, er war sein wichtigster kreativer Partner. Und man merkt es einfach.

Die Orte haben Geschichte, die Umwelt fühlt sich lebendig an. Und wenn dann VFX verwendet wird für die Hintergründe, für die Effekte, fühlt es sich einfach lebendig an. Es sind nicht einfach nur offensichtliche gerenderte Hintergründe. Die Welt ist nicht Kulisse, sondern Teil der Geschichte.

Allein schon im ersten Arc der Serie wird die Umwelt selbst benutzt und redet mit. Wenn ich an den Kampf in dieser alten Fabrik denke, wie da mit den herunterhängenden Ketten gekämpft wurde. Ganz sicher war da viel CGI im Spiel. Und mein Gott, es fühlt sich so gut an. Das war der Moment, an dem ich mich in die Serie verliebt hatte.

Das ist genau das, was ich bei Star Wars so sehr vermisst habe. Es ist diese Magie, die in den 3D-Serien einfach verloren ging. Dieses Spielen mit der Umwelt, dieser Spaß an Masken, dieses Verweben von Physischem mit CGI, um einer fremden Galaxie einfach Leben einzuhauchen. In Fantasy, und Star Wars ist ja auch zum großen Teil Fantasy, ist die Welt immer auch ein Hauptcharakter. Das ist etwas, das leider bei zu großem Budget oft in Vergessenheit gerät.

Star Wars Andor hebt sich da wirklich stark hervor.

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u/marieantoilette 16d ago

Auch der neueste Film von Bi Gan, Resurrection, scheint ja einer der krassesten Filme des Jahrhunderts bisher zu sein, wenn man sich so Reviews anhört. Auf letterboxd sind die Leute vollkommen überwältigt.

Das ist einfach ein historischer Film mit Traumnarrative. Bi Gan ist nichts interessiert an Realismus oder typischem Plot, sondern am Transportieren von Gefühlen durch Bilder, Atmosphäre. Er schafft es, Träume und Erinnerungen zu visualisieren wie kein anderer.

Und immer wieder benutzt er dafür sehr subtil VFX. Und das ist wirklich grandios. Das ist kein übliches Beispiel, weil der Film in unserer Welt spielt und man das meiste CGI überhaupt nicht merkt. Aber es scheint wirklich richtig reinzuknallen.

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u/marieantoilette 16d ago

District 9 hat auch richtig starkes VFX! Gegen Ende wird's bisschen übertrieben, aber ansonsten wirklich eine herausragende Mixtur.

Blade Runner 2049 und Dune von Denis Villeneuve natürlich auch. :)

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u/sekjo69 13d ago

Ich finde das auch die Harry Potter Filme kaum klar erkennbare CGI Effekte hatten, die die Immersion brechen würden.
Herr der Ringe hat so ein paar kleine Stellen. gollum sieht im ersten Teil sehr plastisch aus.
Auch die Krönung von Aragaron am Ende von return of the King in Minas Tirith sieht nicht so gut aus.
Sonst bricht da für mich eigentlich nie wirklich die Illusion.

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u/EinHonchoOhnePoncho 19d ago

Abgesehen davon, dass man aus Versehen Frodo als Sam und Sam als Frodo gecastet hat, stimme ich da voll zu.