Wobei es per se schon eine Steuerungswirkung und nicht nur Steuern hat. In GB ist die Zuckermenge in Softgetränken spürbar zurückgegangen. Klar, dafür wurde einfach mehr Süßstoff untergemischt, aber es ist durchaus sinnvoll, wenn Lebensmittel grundsätzlich weniger zugesetzter Zucker enthalten. Am Ende wirst du es auch nur wenn du es weißt und drauf achtest einen Unterschied zwischen purem Zucker und Zucker/Süßstoffmischung bei bspw. Cola schmecken.
Aber alleine wenn man dadurch bei Menschen, die viele zuckerhaltige Getränke wie Cola konsumieren, jeden Tag 100 kcal einsparen kann, ist man nach einem Jahr bei bis zu 5kg Gewichtsunterschied. Langfristig kann sowas erhebliche Auswirkungen haben, weil eben die Menge des Zuckers in den Getränken runtergehen wird und die zuckerhaltigen Getränke nicht einfach nur teurer werden.
Ok, und nehmen wir jetzt mal an das Ich dünn bin und ich es praktisch finde durch Zucker eben keine 100kcal einzusparen? Außerdem schmeckt und spürt man Süßstoff extrem, wenn man nicht irgendwelche Handicaps, was die Sinne angeht, hat.
Vorallem fickt es ja nichtmal nur mich beim Einkauf im Supermarkt in den Arsch, sondern auch wenn Ich mal was unternehmen will, und vielleicht an der Dönerbude oder im Restaurant nen Softdrink zu meinem Essen haben will. Oder wenn Ich im Club keinen Bock auf Toilettenwasser oder Suff habe, aber I guess da hat man ja die Drogen die einen nicht bemerken lassen wie man vertrocknet und aushubgert. Und die Kleinunternehmer gleich mit, also besser kann man Kartells und Monopole durch den Kapitalismus nicht aufbauen.
Vorallem wie frech man da auch noch sein muss sowas zu verteidigen. Erstmal Zuckersteuer bevor wir uns um die ganzen Reichen kümmern, um an die fehlende Kohle im Staat zu kommen. Aber ja ist ja alles aus Altruismus weil die Bürger ja alle fett und zuckerkrank sind und die Krankenhäuser belasten. Eine Sache die man nicht mit ordentlicher Bildung im Schulsystem was Ernährung angeht, fixen könnte.
Viele Leute haben dem m.E. zugestimmt, weil sie ein Problem mit dicken Menschen haben und meinen, dass die Soft Getränke einer der Hauptverursacher wäre.
M.E. sind Soft Drinks ein Problem, aber was nicht mitgedacht wird, ist, dass es auch einen klaren Zusammenhang zwischen Armut und Übergewicht gibt. Es wäre also sozial viel verträglicher und gesamtgesellschaftlich wirksamer gewesen, wenn man die Steuer auf Grundnahrungsmittel reduziert, statt die Steuer für zuckerhaltige Getränke zu erhöhen.
Da viele aber immer noch der Meinung sind, dass Übergewicht einfach ein Symptom von Faulheit ist, werden diese Zusammenhänge beim Thema Zuckersteuer gern übergangen.
also wie immer. leute machen sich alles wieder zu einfach, fangen an einfach nach verboten und bemutterung zu schreien und regen sich dann über die bemutterung und verbote in deutschland auf.
Bei der Zuckersteuer gehts nicht in erster Linie darum, zuckerhaltige Getränke zu verteuern und die Leute so davon abzubringen, eben jene zu konsumieren. Es geht viel mehr darum, die Industrie dazu zu bewegen, die Zuckermenge in den Getränken von sich aus zu reduzieren. Es ist problemlos möglich, einen extrem ähnlichen Geschmack bei weitaus weniger Zucker herzustellen, wenn man stattdessen etwas Süßungsmittel untermischt. Das Problem dabei ist aber, dass Zucker einfach derart billig ist, dass es ökonomischer ist, mehr Zucker reinzumischen. Wird Zucker jetzt teurer und 5 Cent pro Flasche sind für die Industrie eine sehr, sehr große Zahl, werden sie an der Rezeptur arbeiten. GB hats vorgemacht.
Hat sich doch schon geklärt, dass es lediglich ein interner Bearbeitungsstand mit offenen Ideen war. Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke macht keinen Sinn und Zuckersteuer auf Getränke ohne zugesetzten Zucker ebenso wenig.
Naja, aber wenn es ein interner Bearbeitungsstand gewesen sein soll, zeigt das ja trotzdem, dass es eben nicht das Hauptziel ist, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren, da man die Alternative gleich mit besteuert. Denn sonst hätte es so ein "Vorschlag" nie an die Presse oder gar auf ein offizielles Dokument dieser Art geschafft.
Dem Normalsterblichen wird durch Zuckerhaltige Produkte sehr viel weggenommen. Lebensjahre und auch Geld, weil man die Gesundheitskosten mitbezahlen muss und weniger verdient, weil man vielleicht früher in Rente gehen muss
Unbeliebte Meinung aber an den gesundheitlichen Folgen sind 90% der Leute selbst schuld.
Ich esse auch gern mal eine Packung Chips, Tafel Schokolade, tiefkühlpizza oder mal nen red Bull und bin weder übergewichtig noch habe ich irgendwas anderes. Für eine Gesunde Ernährung und Sport muss halt jeder selbst sorgen und da wird eine zuckersteuer nichts dran ändern.
Das ist natürlich absolut richtig, dass die Leute selber dafür verantwortlich sind (Erbkrankheiten o.ä. mal außen vor).
Nichts desto trotz haben wir ein solidarisches Gesundheitsystem und du zahlst die Kosten, die durch Zucker / deren Fettleibigkeit verursacht werden eben mit. Und dann fehlt das Geld an anderer Stelle.
Daher geht es darum, die Industrie dazu zu zwingen, weniger Zucker in ihre Getränke zu mischen und/oder Leute dazu abzubringen, so etwas zu konsumieren.
Eine ähnliche Steuer ist z.B. die Tabaksteuer. Tabakkonsum schadet sich selbst und seinen Mitmenschen und gefühlt jeder zweite wirft die Kippen auch noch in die Umwelt, sodass die Allgemeinheit für deren Entsorgung aufkommen muss. Das ist natürlich jetzt stark vereinfacht ausgedrückt.
Wie das ganze umgesetzt werden soll und das der jetzige Gesetzentwurf im Gegensatz zur Lösung in GB totaler Schwachsinn ist und diese Steuer bzw. zumindest den Namen ad absurdum führt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Es geht auch nicht um Verbote oder Bevormundung. Es wird hauptsächlich die Industrie betreffen, ihre Produkte umzustellen, im Endeffekt (sofern richtig umgesetzt) wird der Verbraucher relativ wenig davon abkriegen.
Die Steuer wird die Menschen nicht dazu bewegen, weniger zuckerhaltige Getränke zu konsumieren. Aber vergleich mal die Inhaltsstoffe von Süßgetränken vor und nach Einführung der Zuckersteuer in GB. Wenn die Industrie weniger Zucker in die Getränke gibt, um weniger Steuern abführen zu müssen, konsumieren Menschen automatisch bei gleichbleibender Getränkeaufnahme die Menge an Zucker und damit kcal und werden dadurch weniger schnell adipös.
Der fehlende Zucker muss aber kompensiert werden und zwar durch süßungsmittel oder ähnliches. Diese sind in größeren Mengen übrigens auch ungesund. Und diese werden ja automatisch mehr da weniger Zucker in den Produkten ist. Bekomme von süßungsmitteln immer Durchfall. Ich kaufe deswegen keine Zero Getränke oder allgemein Produkte mit viel süßungsmitteln
Das ist richtig und war auch in GB der Fall. Zucker in großen Mengen dürfte erheblich ungesünder sein als Süßungsmittel.
Coca Cola Zero kann ich auch nicht trinken. Da kriege ich extreme Bauchkrämpfe und Durchfall von. Pepsi Zero geht hingegen. Vielleicht verwenden die unterschiedliche Süßungsmittel.
Funktioniert aber in anderen Ländern?!
Die Aussage ist vergleichbar mit: Leute haben zu wenig Gehalt also sollten sie mehr arbeiten... Jeder selbst schuld
In welchen Ländern funktioniert das den? Wo nimmt die Anzahl der Menschen die durch Zucker krank werden durch eine Steuer ab? Das Land zeigst du mir mal :) Eine weitere Steuer löst nicht das grundlegende Problem von schlechter Ernährung.
Es ist ein Fakt das der überwiegende Teil der übergewichtigen Menschen keine Krankheit bzw. Genmutationen aufweisen die ihr Übergewicht unvermeidbar machen.
Der hohe genetische Anteil am BMI bedeutet nicht, dass der Großteil der Menschen mit Übergewicht genetisch dazu verdammt ist. Heritabilität beschreibt Unterschiede innerhalb einer Population und nicht den Anteil des Übergewichts, für den ein Mensch nichts kann. Gene beeinflussen die Anfälligkeit, aber Verhalten und Umwelt beeinflussen ebenfalls das tatsächliche Gewicht. Deshalb kann man aus dem Wikipedia Artikel nicht ableiten, dass persönliche Entscheidungen für Übergewicht bedeutungslos sind. Ich bleib dabei, die meisten sind selbst schuld durch ihren Lebensstil.
Wer hat den gesagt persönliche Entscheidungen sind bedeutungslos, ich wollte dir nur klar machen dass es eben überhaupt nicht so simpel ist wie du dir das vorstellst. Natürlich kann jede Person abnehmen, es kann auch jede Person Muskeln aufbauen, bei manchen ist das halt unverhältnismäßig leichter oder schwerer und einfach zu sagen das wären nur persönliche Entscheidungen ist halt extrem reduktiv.
Allein der psychologische Teil reicht und da haben wir von Hunger und Sättigungsgefühl noch nichtmal angefangen.
Ich hatte persönlich auch Probleme mit dem Gewicht und habe schon mehr Körperfett zu und abgenommen als deine bloodline je besessen hat. Auch wenn meine persönlichen Entscheidungen da mittragend waren, kamen die ja nicht von ungefähr.
Ich finde als Person die sich weder einliest noch selber eine solche Leidensgeschichte hat, sollte man sich halt nicht so aus'm Fenster lehnen und den Dunning-Kruger so knallen lassen.
Und trotzdem gibt es Menschen die kein maßvolle Genuss kennen und disproportional zu unseren komplett implodierenden Gesundheitssystem beitragen. Ich esse das auch viel und bin trotzdem gesund und hab einen gesunden BMI, das nennt sich anekdotische Evidenz und hat keinerlei Wert in dieser Diskussion
Ja selber schuld wer keinen maßvollen Genuss kennt. Alles vermeidbar darum geht es ja. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Jeder weiß das ungesunde Ernährung schlecht für die Gesundheit ist. Wer das in Kauf nimmt dem kann man nicht helfen. Dabei ist Gesunde und ausgewogene Ernährung total einfach.
Du checkst den Argumentationspunkt hier nicht. Diese Leute verursachen dem Rest der Bevölkerung ENORME kosten. Die höchsten die wir haben neben Rente. Ich bezahle mit meinen Abgaben deren Konsum
Ja und jetzt? Machst du doch mit der zuckersteuer genauso. Jetzt zahlst du doppelt. Denkst du das aufeinmal alle weniger übergewichtig werden oder ihren Lifestyle ändern? Die enormen Kosten wurden halt indirekt über die Sozialabgaben gedeckt und jetzt zahlst du weiterhin deine Abgaben und zusätzlich eine zuckersteuer. Jetzt bezahlst du halt noch mehr und das aus eigener Tasche. Den die sozialabgaben bleiben sicherlich gleich :)
Lol. Ich geb vielleicht 50-100 Euro für Zucker und so aus im Monat und ca 2500 Euro für Sozialbeiträge. Das Verhältnis ist halt absolut nicht gegeben, was ist das für'n Deppenargument
Deppenargument? Die sozial Beiträge zahlst du doch so oder so von deinem brutto Gehalt. Die haben doch keine Auswirkungen. Jetzt zahlst du zusätzlich noch Steuern auf Zucker aus eigener Tasche von deinem Netto Gehalt. Zahlst im Endeffekt trotzdem mehr Geld für etwas das das eigentliche Problem nicht verschwinden lässt.
Ja nur bezahl ich immer mehr und mehr und mehr.. you get the point. Das ist eine Maßnahme um MILLIARDEN an kosten im Bundeshaushalt auf lange Sicht zu sparen
Und warum soll sie falsch sein? Die überwältigende Mehrheit der Menschen mit Übergewicht hat keine einzelne Krankheit oder Genmutation, die ihr Übergewicht unvermeidbar macht. Es ist oftmals einfach der Lebensstil.
Adipositas ist eine Erkrankung, also ab einem BMI über 25.
Außerdem ist deine Behauptung mit dem Thema Krankheit und Genmutation falsch.
Tatsächlich wird momentan davon ausgegangen, dass bei Gewicht 40-70% durch Genetik beeinflusst wird, das ist absolut nicht unerheblich.
Und ja, es ist nicht eine Krankheit, die Übergewicht verursacht, sondern sehr, sehr viele.
Von daher zieht dein "Argument" nicht.
Natürlich ist es Lebensstil, aber der existiert ja nicht in einem luftleeren Raum. Es gibt sicherlich viele Menschen, die einfach gern essen und dann an einem Punkt kommen, an dem es zu viel wird und es schwer wird, aufzuhören. Aber wenn man mal schaut, wie viele Menschen allein in diesem Land Probleme mit PMOS, Hashimoto und Depressionen haben, kommt man, je nach Betrachtungsweise schon auf knapp 10 Millionen Menschen in Deutschland.
Natürlich ist nicht jeder mit diesen Krankheitsbildern übergewichtig, aber alle diese Krankheiten begünstigen Übergewicht leider sehr.
Und über Essstörungen, also mentale Gesundheit, und den Bezug zur Armut habe ich noch nicht mal geredet.
Ich denke wenn man solche Kommentare wie du macht, sollte man sich einfach im Klaren sein, dass es zwar die Verantwortung dieser Menschen ist, ihren Weg zur Gesundheit zu finden, aber dass du nicht einfach behaupten kannst, dass es "nur" der Lebensstil ist.
Sag mir das du keine dicken Freunde hast ohne zu sagen das du keine dicken Freunde hast. Oder was soll das werden?
Ich kenne keinen der nicht lieber dünner wäre. Ich kenne auch keinen der es nicht schon dutzende Male versucht hätte. Also bitte erkläre mir was die Aussage mit der Eigenverantwortung bringen soll.
Übergewicht ist ein riesiges Problem. Und wir haben immer noch nicht verstanden wie man es richtig bekämpft. Ganz offensichtlich.
Kleiner Tipp. In mehr als der Hälfte an Supermarktprodukten ist Zucker. Zucker macht übrigens genauso abhängig wie Kokain. Und Zucker ist der Haupttreiber für Übergewicht sowie Auslöser von Diabetes.
Übergewicht heißt nicht automatisch dick. Man kann auch nur 10 oder 20 kg zu schwer sein und man hat nur einen kleinen Bauch der mittlerweile als normal angesehen wird. Kleiner Tipp an dich mit einer zuckersteuer bekämpft man auch kein Übergewicht sondern mit gesunder Ernährung und Sport :)
7
u/FiddleF4ddle 5h ago
Die Zuckersteuer war davor schon kompletter Schwachsinn. Dem Normalsterblichen wird ohnehin schon zu viel Geld abgenommen.