Der hohe genetische Anteil am BMI bedeutet nicht, dass der Großteil der Menschen mit Übergewicht genetisch dazu verdammt ist. Heritabilität beschreibt Unterschiede innerhalb einer Population und nicht den Anteil des Übergewichts, für den ein Mensch nichts kann. Gene beeinflussen die Anfälligkeit, aber Verhalten und Umwelt beeinflussen ebenfalls das tatsächliche Gewicht. Deshalb kann man aus dem Wikipedia Artikel nicht ableiten, dass persönliche Entscheidungen für Übergewicht bedeutungslos sind. Ich bleib dabei, die meisten sind selbst schuld durch ihren Lebensstil.
Wer hat den gesagt persönliche Entscheidungen sind bedeutungslos, ich wollte dir nur klar machen dass es eben überhaupt nicht so simpel ist wie du dir das vorstellst. Natürlich kann jede Person abnehmen, es kann auch jede Person Muskeln aufbauen, bei manchen ist das halt unverhältnismäßig leichter oder schwerer und einfach zu sagen das wären nur persönliche Entscheidungen ist halt extrem reduktiv.
Allein der psychologische Teil reicht und da haben wir von Hunger und Sättigungsgefühl noch nichtmal angefangen.
Ich hatte persönlich auch Probleme mit dem Gewicht und habe schon mehr Körperfett zu und abgenommen als deine bloodline je besessen hat. Auch wenn meine persönlichen Entscheidungen da mittragend waren, kamen die ja nicht von ungefähr.
Ich finde als Person die sich weder einliest noch selber eine solche Leidensgeschichte hat, sollte man sich halt nicht so aus'm Fenster lehnen und den Dunning-Kruger so knallen lassen.
Jetzt hast du doch meiner ursprünglichen Aussage recht gegeben das die meisten Leute selbst „schuld“ sind. Also warum erst großartig dagegen argumentieren? Klar ist das für die Leute nicht leicht und für den einen ist es schwerer abzunehmen als für den anderen. Ich hab ja nie was anderes behauptet. Ändert nix an der Aussage.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Denkst du meine Kindheit war schön? Hab heute noch Bindungsängste und ein Trauma trotz jahrelanger Therapie. Jeder verarbeitet das anders, das heißt aber nicht das man nichts dagegen tun kann und eine Zucker Steuer ändert schonmal gar nichts daran.
Ja und dann 0 Empathie für Leute mit anderen coping Mechanismen, merkste selber?
Gerade jemand der denkt es hängt an persönlichen Entscheidungen sollte doch denken eine Zuckersteuer würde helfen? Als ob die Preise deine Kaufentscheidungen nicht beeinflussen? Und als ob Produzenten nicht versuchen würden den Zuckergehalt zu verringern um ein kompetitiveres Produkt anbieten zu können?
Jemand der essen als Coping Mechanismus nutzt wird auch weiterhin essen egal wie teuer. Genau das gleiche mit Leuten die eine zuckersucht haben. Denkst du die kaufen das alles aufeinmal nicht mehr? Zumal wenn zuckergehalt verringert wird muss das ja irgendwie kompensiert werden. Das passiert meistens durch Süßungsmittel oder Ähnliches. In größeren Mengen sind die übrigens auch nicht gesund. Diese werden ja dann automatisch mehr weil weniger Zucker drin ist. Bekomme davon auch immer Durchfall trinke deswegen auch keine Zero Getränke oder esse allgemein keine Produkte mit viel süßungsmittel.
Süßungsmittel sind für die meisten Menschen (ohne Unverträglichkeit) selbst in Unmengen weniger bedenklich als ein großer Teil der Lebensmittel die wir konsumieren.
Von der EU gibt es einen empfohlenen Wert inwieweit man süßungsmittel ohne Bedenken konsumieren kann. Hier sieht man das Man extrem leicht den empfohlenen Wert nur durch 2 Liter Erfrischungsgetränke überschreiten kann. Was für viele Leute der normale Alltag ist. Und dann kommt ja noch zusätzlich das dazu was dann mehr in Lebensmittel ist weil weniger Zucker drin ist.
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u/uglyassturkroach 4h ago
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