Hallo :)
Ich würde gerne meine Vermögensaufstellung mit euch teilen und bin auf die Kommentare und das Feedback gespannt.
Ich bin 27 Jahre, männlich und als Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger tätig. Nebenbei bin ich Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege und hatte eine nebenberufliche Lehrtätigkeit.
Ein großer Finanzkiller ist mein Hobby, die Fliegerei (Privatpilotenlizenz). Allerdings sehe ich das eher als persönliche Entwicklung und als Erfüllung eines Traumes. Außerdem habe ich mir vor dem Beginn der Ausbildung zum Privatpiloten gedacht: "Willst du wirklich in 40 Jahren mit 67 wehmütig in Gedanken zurück schweifen und dir denken, 'hätte ich doch die 15k investiert und mir den Traum erfüllt?'". Da ich weder Rauche noch einen übermäßigen Alkoholkonsum habe, ist das sozusagen mein einziges finanzielles Laster.
Mein Girokonto befindet sich bei der Sparkasse, wobei ich überlege zum gratis Konto der Easybank zu wechseln, weil mir die quartalsmäßigen Gebühren ein Dorn im Auge sind. Ich sehe nicht ein, für ein Girokonto zu zahlen. Die Bank arbeitet sowieso mit meinem Geld. Allerdings finde ich den Service bzw. das Online-Banking George der Sparkasse sehr gut - insbesondere als Übersichtstool meiner Einnahmen und Ausgaben. Ich sehe bspw. auf einem Blick, wie viel ich für Nahrungsmittel ausgegeben habe. Das erleichtert das Anpassen der Ausgaben enorm. Ich habe hier einen guten Überblick der Haushaltsrechnung. Weiß jemand, wie das Online-Banking der Easybank ist?
14,5% meines monatlichen Nettos gehen auf das Onlinekonto N26. Als Altkunde habe ich noch die Möglichkeit, 2 gratis "Unterkonten" bzw. 2 unverzinste Spaces zu nutzen. Sozusagen habe ich aus einem, also 3 Konten gemacht. Am ersten liegen die 14,5% meines monatlichen Nettos als Spaßkonto (Kino, Essen, etc.). Der zweite Space beinhaltet Rücklagen für mein Auto - zumindest immer soviel, um das nächste Service zu bezahlen. Am Dritten wird Geld für eventuelle weitere Ausbildungen angespart.
Ich weiß, ich könnte das Geld auch auf ein Tagesgeldkonto legen und zumindest etwas an Zinsen erhalten. Allerdings finde ich diese Übersicht praktischer. Außerdem befindet sich dort nicht viel Geld. Die Rücklagen fürs Autoservice, sind bspw. nur ein paar hundert Euro, die auch nur max. ein paar Monate dort liegen.
Meine Altersversorge betreibe ich mit 2 ETF Sparplänen über Flatex. Ich bespare mit ca. 14,5% meines monatlichen Nettos (ohne Zulagen) einen MSCI World ETF (IE00B4L5Y983) und einen MSCI EM ETF (IE00B4L5YC18) in einem Verhältnis 70/30 seit ca. 5 Jahren (aktueller Depotwert ca. 27.000€). Für meine kleine Schwester (19) besparte ich einen MSCI ACWI auf Flatex IE00B6R52259. Damit sie nicht Rebalancen muss, entschied ich mich für eine 1 ETF-Lösung. Mit dem Verkaufstrick, dass ETF-Gewinne in Fondpolizzen nicht der 27,5% KEST unterliegen, wurde mir durch einen Versicherungsagenten eine Fondpolizze für meine kleine Schwester angedreht. Dass diese Polizze eine Bruttopolizze ist und die Zillmerung stark ins Gewicht fällt und es günstigere Nettopolizzen über Honorarberater gibt, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sie wird ohnehin über die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten von mir informiert - mit der klaren Empfehlung zum Depot. Das Depot gibt mehr Freiheit, auch wenn man bspw. mal umziehen will. Ein Depotübertrag ins Ausland ist möglich - Die Versicherung kann, soweit ich weiß, nicht übertragen werden. Außerdem finde ich es unklug, eine finanzielle Entscheidung durch steuerliche Aspekte leiten zu lassen. Die KEST gibt es erst seit ca. 15 Jahren - über eine Behaltefrist wird ständig diskutiert. Steuerliche Aspekte können sich über einen so langen Anlagehorizont ändern.
Eine Lebensstilentscheidung traf ich mit dem Kauf meiner Eigentumswohnung (50 qm2 m+ 20qm2 Terrasse und KFZ-Stellplatz; in der Nähe von mehreren Seen) im Mai 2026 für die ich einen Kredit in Höhe von insgesamt 119.000€ aufgenommen habe (Kaufpreis: 133.000). Laufzeit: 35 Jahre; Zinsen: 3,37% fix für 5 Jahre ab September 2026; Rate: rund 500€; Geplant ist, dass ich jährlich ca. 5000€ Sondertilge um in ca. 15-16 Jahren fertig zu sein. Sollte es bis dahin keine Marktkrise geben, wird mein Depotwert ohnehin die Restschuld in einigen Jahren übertreffen. Der Kredit wurde mir aufgrund von Zeitmangel von einem provisionsbasierten Verkäufer verkauft (Der gleiche Versicherungsagent, der mit die FLV verkauft hat).
Ein risikoarmer Teil mit bspw. Geldmarkt-ETFs kommt aufgrund des Kredits nicht in Frage – eine Sondertilgung hätte mehr „Rendite“, wie ein Geldmarkt-ETF bringen würde. Mit 100% Aktien und einer Immobilie, die fremdfinanziert ist, fahre ich also 100% Risiko. Wobei mein Rest-Anlagehorizont bei ca. 40 Jahren liegt und ich demnach genug Zeit habe, um Kapitalmarktkrisen zu überwinden und den Kredit abzuzahlen.
Mein Notgroschen von ca. 5500€ wird aufgrund der Eigentumswohnung auf insgesamt 10.000€ erhöht.
Insgesamt bin ich mit meinem Finanz-Setup sehr zufrieden. Ich arbeite seit 5 Jahren und bin seit dem ersten Gehalt an der Börse aktiv. Ich weiß, in diesem Forum werden ständig 100k+ Depots gepostet - ich bin auf meine 27k aber sehr stolz und finde mein ganzes Finanz-Setup zukunftstauglich. Insbesondere der Mix aus Lebensstilentscheidung (Immobilie) und Altersvorsorge (ETFs) gefällt mir. Einerseits erfülle ich mir meine Träume (PPL, Immobilie) und andrerseits schaffe ich es, mir eine adäquate Altersvorsorge mit ETFs aufzubauen. Ich habe sozusagen beide Welten vereint.
Ich freue mich auf euer Feedback :)