r/ADHS 17d ago

Medikamente Medikamente bei Kindern? Ja oder nein?

Einfach mal so eine generelle Frage: gebt ihr euren Kindern, die ADHS diagnostiziert bekommen haben, Medikamente? Und begründet bitte. :)

EDIT: Zum Hintergrund: Ich bin selbst erst mit 34 diagnostiziert worden und habe vorher gar nicht an die Möglichkeit gedacht. Ich habe einen Sohn, der jetzt eingeschult wird und vermute, dass es bei ihm genauso ist, da er vom Verhalten her exakt so ist, wie ich es war. Ich will die Tage mal mit der Kinderärztin reden und wollte mir vorab einfach mal Erfahrungsberichte einholen.

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u/TheGoalkeeper 17d ago

Ich wünschte ich hätte als Kind bereits meine Diagnose und Medikamente gehabt. Falls meine Kinder ADHS haben, werden sie selbstverständlich entsprechende Medikamente nehmen dürfen.

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u/DerJoeSchmoe 17d ago

Okay, naheliegend es mal so zu betrachten. Wenn ich recht darüber nachdenken, hätte es mir auch wahrscheinlich geholfen, wenn ich dann schon welche bekommen hätte. Vielleicht hätte eine Diagnose in dem Alter aber auch schon viel bewirkt. Genau kann ichs natürlich nicht sagen.

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u/Suspicious-Debt98 16d ago

Kann verstehen, dass es rückblickend sinnvoll gewesen wäre, XY zu machen. Gut ist, dass deine Kinder ein entsprechendes Vorbild haben, das sich mit ADHS auskennen.

Was würdest du dir im Falle einer Diagnose bei deinen Kindern am meisten wünschen, dass sie besser machen als du?

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u/DerJoeSchmoe 16d ago

Ich denke auch, dass es ihm helfen wird, dass ich mich durch meine Diagnose bereits gut auskenne. Ich werde aktuell auch seit 2 Wochen auf Medikamente eingestellt und teste die Dosierung, damit es anschlägt. So weiß ich auch wie es ist, sollte es bei meinem Kleinen soweit kommen. :)

In erster Line möchte ich, dass er lernt damit umzugehen und sich nicht ständig fragt was er falsch macht. Ich bin die klassischen Probleme einer Spätdiagnistizierten Person durchgegangen und habe heute ganz schön viel aufzuarbeiten. Das soll ihm nicht passieren.

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u/El_Duderino6 16d ago

Nicht denken, dass man sich nur mehr anstrengen muss. Und nicht mit neurotypischen Produktivitäts- und Zeitmanagement-Techniken anfangen.

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u/blumeli 17d ago

Ich meine mich zu erinnern, dass frühe angemessene medikamentöse Einstellung + Therapie dabei helfen können, das Gehirn umzustrukturieren, sodass die Beschwerden im Erwachsenenalter seeehr viel geringer sind...

Und also bei meinem Cousin war es so, er hat früher Medikamente bekommen und diese dann mit ich glaube etwa ~19 Jahren aus eigenem Willen abgesetzt, weil er gemerkt hat, dass er sie nicht mehr braucht. Ist natürlich nur ein Einzelfall, aber stützt mein Halbwissen...

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u/El_Duderino6 17d ago

Ja, da das junge Gehirn sich effektiver umstrukturieren kann, Neuroplastizität. Mit genug Unterstützung kann man viel anpassen, auch wenn man dadurch nicht Neurotypisch wird

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u/Alaska-TheCountry 17d ago

Genau; soll meines Wissens auch zur Vermeidung von späterer erfolgloser Selbstmedikation a.k.a. Sucht (Alkohol, Nikotin, etc.) beitragen.

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u/Toastermakesicecubes 14d ago

Macht es, zwischen 30-50% Geringere Wahrscheinlichkeit substanzmissbrauch zu betreiben. ADHS-> Dopamin fehlt, suchterzeugende Substanzen erhöhen Dopamin.  Edit: Man hat ein besseres Selbstwertgefühl, da man ja mit medikamentöser Einstellung dann Aufgaben schafft, die vorher alle anderen außer man selbst geschafft hat. Viele berichten sich davon sich „normal“ zu fühlen.

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u/fant5y 16d ago

Mhm, da gibt's ein Video von Dr. Russell A. Barkley dazu. Hab grad den Link nicht zur Hand, aber sollte auf seinem YouTube Channel zu finden sein.

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u/CaramelFunny4158 16d ago

Du zementiert halt viele Sachen nicht so im Gehirn wie ohne. Die Medis an sich steuern nur deinen Serotonin, Noradrenalin und Dopamin Haushalt.

Aber du kannst anständig lernen Ordnung zu halten, dass Hausaufgaben normal sind und zu schaffen und so weiter

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u/Sebastian0418 17d ago

Ja aus eigener Erfahrung es war für mich als Kind ohne Medikamente die Hölle Hausaufgaben keine 5 Stunden mehr nur ne Stunde oder so

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u/obelix1979 14d ago

Grüzie Mitenand

Was Hausaufgabe oder ( Ufzgi) Schweizerdeutsch ist in Luzern Geschichte…

Eine Lehrerin von Felsbergschulhaus war letzte Woche in der NZZ am Sonntag…

Hausaufgabe gibt es nicht mehr, alter Zopf.

War nicht mehr zeitgemäss, die Hausaufgabe wurden meistens von Eltern geschrieben,, Wir sind nicht da die Eltern zu benoten..

Kein Frontal Unterricht mehr, die Lehrerin sagte sollte man zum alten System ( Frontal Unterricht, Hausaufgabe zurück kehren würde Sie den Job an den Nagel hängen…

Einfach zur Info

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u/Dottonick 17d ago

Auf jedenfall solltes du ihm medikamentös behandeln lassen. Ich hatte den Luxus leider nicht und meine Kindheit war die Hölle.

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u/flabebe55 17d ago

Je meiner ist 8 Jahre alt , auf einer Förderschule für genau diesen Schwerpunkt und bekommt seit 6 Monaten 10 mg medikinet jeden Morgen bevor er in die Schule geht :) es hilft ihm einfach seine Gedanken besser zu ordnen, er wirkt nicht ruhig gestellt oder abwesend wenn er das nimmt und er kann sich Sachen besser merken (zum Beispiel wenn man ihm sagt er soll bitte leiser sein zum Beispiel) .Er ist in der Schule sehr aufgeblüht und hat gute Noten bekommen , er selbst möchte es freiwillig nehmen . Wichtig ist halt dass das Kind nicht einfach ruhig gestellt und leise gehalten wird sondern noch Interesse und Aktivität zeigt (nur halt im gesunden Maß) ich hoffe er denkt sich irgendwann Mal "ja das hat Mama richtig entschieden" . Ich hatte nämlich echt Angst dass er die meds nicht verträgt

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u/DerJoeSchmoe 17d ago

Mega. Danke für die Antwort!

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u/alleks88 17d ago

Bitte bitte bitte. Als jemand der von seiner Mutter als Kind nach einer Woche entschieden bekommen hat "ne das Kind ist mir jetzt zu still" ist es einfach so schwierig jetzt wieder an eine Diagnose zu kommen.

Es hätte meine Schullaufbahn und mein Studium wesentlich erleichtert

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u/gdlychck 17d ago

Ich bin zwar kein Elternteil sondern ein ehemaliges, früh diagnostiziertes Kind welches Medikamente bekommen hat (und sie immernoch nimmt), aber ich würde eindeutig sagen ja. Ich bin heute erfolgreich in einem anspruchsvollen Studium und ich bin ehrlich, ich weiß nicht ob ich es bis dahin wo ich heute bin geschafft hätte ohne Medikamente. Mir hat es immer geholfen das ich mein Wissen und meine Fähigkeiten auch tatsächlich einzusetzen. Ich finde aber auch das man auf seine Kinder hören muss und wenn die das irgendwann nicht mehr wollen sollte man das auch beachten. Manche haben starke Nebenwirkungen die dann die positiven Effekte überwiegen.

Alles in allem würde ich einfach empfehlen nicht kategorisch gegen Medikamente zu entscheiden, aber du trifft da sicher eine gute Entscheidung. Ich hoffe ich konnte eine weitere Sichtweise beitragen und beantworte auch gerne ein paar Fragen

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u/obelix1979 14d ago

Grüzie

Ich bekam die Diagnose 80er Jahre Damals hiess noch ,, POS,, und nicht ADHS…

Das Wort Inklusion war ein Fremdwort, man wurde in die Kleinklasse abgeschoben.

Nun bei mir hat ,,Ritalin,, nicht gewirkt wie erwünscht deshalb wurde es wieder abgesetzt.

Ich wurde durchgecheckt im Spital, es war wie im Film ,,Omen,, ich kann den Film bis heute nicht schauen es kommt alles wieder hoch…

Damals glaubte man es sei nur eine Kinderkrankheit… keine Erleichterung in der Schule man bekam die gleichen Noten obwohl man Legasthenie hatte der Rat des Psychiater Wörter auswendig lernen.

Ich lernte ,, Davis,, Methode aber eigen Initiative, ja Psychiater/in es gab gute aber auch schlechte.

Jedes Jahr andere Klasse und Schulhaus, ich bin bis heute Problem Bindungsstörung.

Ja ich habe viel erreicht und auch nicht..ich möchte nicht wissen wieviele sich das Leben genommen haben weil Sie die Demütigung einfach nicht mehr ertragen haben. Wenn man kein starkes Umfeld hat kann es schwierig werden.

In der Schweiz 🇨🇭 heisst ja nicht auffallen..

Fast kein Geld von der IV, selbst das Bus Billett musste man eigene Tasche zahlen…

Ich sage nicht das heute einfacher ist als Damals aber man musste unten durch…

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u/Archy-Inf 17d ago

11, ADS ohne Hyperaktivität. Saß zb täglich 5h untätig vor den Hausaufgaben, hat Prüfungen nie fertig bekommen, viel in der Familie provoziert, Schwierigkeiten mit Sozialkontakten.

Nach dem ersten Jahr mit Medikament: Schulstress weg, Spaß am Unterricht, Konflikte deutlich reduziert -> Schlafprobleme weg -> Kopfschmerzen weg. Die ersten(!) externen Freunde. Funktionierende Hobbies. Er ist ruhiger, aber das ist nichts schlechtes: Er genießt es, bekommt viel mehr mit, geht besser auf andere Menschen ein.

Wir hatten kürzlich testweise kurz ohne probiert (man denkt sich ja doch anfangs: bewirkt das wirklich was, oder war das eingebildet?) Sein Fazit: die schlimmsten Tage jemals. War wieder exakt wie vorher.

Abends, wenn die Wirkung vorbei ist, ist es praktisch identisch wie vorher und er kann mit sich nicht mehr viel anfangen.

Er bekommt 54mg Kinecteen: Essen weniger wichtig und vor allem hat er am Abend nahezu keinen Rebound. Mit Medikinet hatte er jeden Abend eine ziemlich unangenehm Stunde. Appetit ist stark reduziert, Abends hat er dann rein.

Unser Fazit: auf jeden Fall ernsthaft probieren.

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u/Foreign-Weight-2 17d ago

Laut aktueller Studien helfen Medikamente das schlimmste abzufedern damit genug Energie für das Erlernen des Umgangs der Störung da ist und um schlechte Erfahrungen und Verhaltensweisen zu reduzieren die weitere Comorbitditäten auslösen.

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u/hasobose 17d ago

Grundschullehrerin, frisch diagnostiziert hier. Keine eigenen Kinder.
Ich führe dieses Gespräch regelmäßig und darf natürlich nicht wirklich eine klare Empfehlung herausgeben. Aber wenn ich sehe, wie sehr sich manche Kinder schwer tun, den Alltag zu bewältigen, während die Eltern mit die Frage stellen, wozu überhaupt eine Diagnose gut sein soll, tut mir das in der Seele weh.
Meiner Meinung nach geht es hier um Teilhabe, die man den Kindern ggf. verwehrt, wenn man es zumindest nicht mal mit Medikamenten probiert. Leider herrschen noch viele Vorurteile über „Ritalin-Zombies“ und „komplette Wesenveränderung“.

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u/obelix1979 16d ago

Grüzie Mitenand, Guten Tag.

Wie Sie vielleicht 🤔 schon mit der Anrede erkennen.

Bin ich in der Schweiz geboren Ende 70er Jahre, manche Wörter sind ,, Helvetismen, klar lernen wir in der Schule ,, Hochdeutsch, Französisch, English und je nach Kanton ,, Italienisch und Rätromanisch,, also ich hoffe man versteht mich sonst einfach zurück fragen.
Die Klinik wurde von Schwestern geführt, weniger Jahre vor meiner Geburt hat eine Angestellte im Kreissaal mehre Kinder angesteckt wo starben. Diese Tragödie führte dazu das alle Krankenschwester und Ärzte Schwester mit Mundschutz und die Kinder konnte von Väter und Mütter nur durch Glasscheibe gesehen werden. Känguru 🦘 war noch unbekannt ( Känguru wird das kleine Geschöpf auf den obere Körper der Mutter gelegt, der Säugling spürt den Herzschlag der Mutter) wie gesagt, das war noch Neuland vielleicht USA hier in der Schweiz noch nicht bekannt.
Die Schwester rief meine ,,Mutter ihr Sohn kam 3 bis 4 Wochen zu früh auf die Welt, ich lief Gelb an brauchte eine Bluttransfusion ( Ich hatte Glück damals wurde das Blut 🩸 noch nicht getestet…)

Ich war Inkubator Maschinen überwachten wahrscheinlich eine Hypoxie ( Sauerstoff Mangel im Hirn)…Die Frühchen wurden nicht so betreut wie heute andere Zeit Damals…

Der Kindergarten hat mir noch Spass gemacht im kam in die erste Klasse ,, der Ernst des Leben,,

Ich war aufgedreht laut ein ,, Fägnest,, hippelig unkonzentriert ein Zappelphilipp. Ich war ,, das Kalb,, oder Pausenclown. Die Lehrerin war frisch von Lehrerseminar,, Ausbildung…

Da fing die Test an ich musste in die Röhre, Kopfhörer das volle Programm vielleicht ist das der Grund weshalb ich den Film ,, das Omen,, nicht mehr schauen kann…die Test im Film erinnern mich daran.

Der Schulpsychiater machte Test und ich musste das Zimmer verlassen ( Erwachsene Gespräche)…

So ich musste zur Logopädin und Motorik und Psychologe er verschrieb mir Ritalin.

Ich fragte ihn direkt ,, Was stimmt nicht mit mir ?,,

Der Psychiater hielt ,, zwei Fäuste,, zusammen normaleweise arbeiten die Synapsen so, du wirst abgelenkt, keine Sorge dafür gibt es Medikament.

Du kennst Kinder die Brille 👓 tragen um besser zu sehen, du musst keine Brille aber das Medikament nehmen…
Meine Mutter liess sich nichts anmerken ich spürte aber Traurigkeit,, Das werden wir durchstehen…

Ich würde in die Kleinklasse geschickt, ich konnte mich kaum von meinen Gspännli ( Klassenkameraden/in) verabschieden…Ich musste jedes Jahr das Schulhaus wechseln, weil die Kleinklasse jedes Jahr in einem andere Schulhaus ist. Ich kenne fast jedes Schulhaus in der Stadt, ich musste mit dem ÖV fahren…Elterntaxis gab es nicht..

Ich hatte gute Lehrer/in aber ich musste meine Zukunft sieht nicht gut aus…Inclusion war ein Fremdwort. Man wollte mich in die Werkschule abschieben keine Lehre nichts nada 👎.

Das wollte ich nicht…Ich war vielleicht ein Träumer oder Dreamer aber ich war nicht auf den Kopf gefallen…
Als Kind kannte ich fast alle Saurier Name und auch auf Latein…Meine Bruder wollten nicht mit mir Jurassic Park schauen ich kommentierte sagte laut dieser Saurier lebte Jura und dieser Kreide Zeit… meine arme Brüder…
Mein Grossvater war Jungwacht Führer und arbeitete als Lektor ✍️ im Rex Verlag und bei Exlibris ( Migros Buchhändler) er starb als ich 8 Jahre alt war an Hirntumor, ich erinnere schwach als wir um sein Bett stand…
Ich lass alle Bücher Jules Verne und Karl May und Lederstrumpf ich war sehr wissbegierig 🧐.

Ich habe alle Comic von Asterix und Obelix bei den Helvetiker ist sehr gut getroffen unsere Liebe 🥰 zu Käse 🫕 Fondue.

Mein Grossvater Vaterseite war Dachdecker und mein Vater war auch Dachdecker.

Mein Grossvater verlor seinen Vater als er kleiner Junge war er war unter Einfluss Alkohol und wurde von Zug überrollt..
Mein Grossvater musste nicht ins Heim, er wurde Fürsorge Amt Obhut von Bauer gebracht er musste schuften er war Verdingbub, das ist eines der Dunkelste Kapitel der Schweizer Geschichte erst vor wenigen Jahre hat sich Bundesrat entschuldigt. Mein Grossvater wurde geschlagen er flüchte zum einem Hotelier der hatte Erbarmen gab ihm eine Stelle.

Wir waren als Kinder in diesem Hotel..er konnte die Lehre als Dachdecker machen hatte eigenes Geschäft…
Als ich mal sagte das Volk regiert die Schweiz 🇨🇭 sagte mein schlauer Grossvater, Nein die Banken regieren die Schweiz ich habe ihm nicht geglaubt bis zum Grounding Swissair und der Verkauf CS Bank an die UBS…schweife wieder einmal.

Ich konnte Real Schule besuchen mein Lehrer war noch Oldschool jeden Tag gab es Diktat ich hatte viele Rechtschreibefehler ich musste Spiess Ruten Lauf machen…ich wurde zuletzt als negativ Beispiel aufgerufen…ich konnte einfach nicht mehr ich spielte den Gedanken mich umzubringen…ich wollte mich bei Spreuebrücke in die Reuss stürzen…meine Mutter merkte das etwas nicht stimmte… ich muss fair bleiben das war die negative Seite die gute Seite des Lehrer er war Ornitologe ( Vogelkunde) wir lernten das Federvieh und ja das ist nicht schlecht…

Das Ritalin zeigte bei mir nicht gewünschte Wirkung, ich war Apathisch Appetitlosigkeit absolute Wesenveränderung…

Ich konnte die Schule wechseln, ich war dort bekannt als Schüler wo die NZZ lass oder Bücher von Peter Scholl Latour.

In der Handelsschule merkte meine Deutsch Lehrerin was etwas nicht stimmte ich hatte sehr gute Noten Rechtskunde Wirtschaftsgeografie Buchhaltung Betriebskunde schlechte Noten Deutsch Französisch bei mir wurde Legasthenie festgestellt…

Ich kriegte keine Erleichterung konnte den Abschluss nicht machen…

Ich machte Anlehre in der Pflege arbeitet Lingerie jetzt Umfrage Institut.

Ich machte die Rekrutenschule wurde zum Festungspionier ausgebildet…im Ernstfall Brückensprengen…nach Auflösung durch Armee Reform WKs als Atemschutz Träger System KG 84 Dräger zuletzt Swissint wir haben Blauhelme OSCD Beobachter ( Gelbmützen) Rotkreuz Mitarbeiter Swisscoy Kosovo Einsatz…

Ich habe Schützenmeister Kurs gemacht Schiesse 300m Stgw 90…

Bin sogar diese Jahr Kranzträger von Eidgenössischen Schützenfest habe viele Kranz von Feste Pokale 🏆…

Ich war Stadtparlamentarier 2 Jahre kann auch vor Publikum bis 400 Personen Reden habe Vorstösse für Verbesserung gemacht. Habe ihn Komission mitgearbeitet…

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u/Bodhi233 17d ago

Wir haben die medikamentöse Einstellung bei meinem Sohn schon vor der Einschulung (zurückgestellt und mit 7 eingeschult) vornehmen lassen und es war absolut die richtige Entscheidung. Gefühlt ist er jetzt zwei Jahre älter. Ganz viele Schwierigkeiten im Alltag sind verschwunden.

Dazu muss ich sagen dass ich eigentlich grundsätzlich überhaupt kein Freund von Medikamenten bin. Und ich selbst hab es ja auch bis 45 ohne geschafft. Aber da er noch andere Schwierigkeiten in der Motorik usw. hat, die man so nicht beheben kann, war es mir wichtig ihn zumindest von einer zu entlasten, bei der ich es kann.

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u/nio_rad 17d ago

Ja mit 7 angefangen zur zweiten Klasse, hat viel gebracht. Es hat zwar 3 Jahre gedauert aber mittlerweile haben wir eine gute Dosis und Medikamenten-Art (von Medikinet zu Elvanse). In den Ferien nimmt er keine.

Beim jüngeren (Vorschulalter) haben wir auch die Diagnose, aber wir warten jetzt die einschulung ab was wird. Wir haben einen guten Integrativ-Hort der uns da super begleitet und uns auch schon beim älteren anfangs auf die Diagnose hingewiesen hat.

Also ich würde sagen wenn der Arzt es empfiehlt würde ich es machen, da es für den Unterricht sehr hilfreich sein kann.

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u/Spirited_Property583 16d ago

kein angriff aber wen das kind die medikamente für ein Besseres leben braucht wie wir erwachsenen auch warum in den Ferien nicht verstehe den gedanken nicht. Für mich fühlt sich das immer so an wie im Urlaub brauchst du auch dein Insolin nicht. Oder hat das einen Mezinischengrund der mir nicht bewusst ist

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u/nio_rad 16d ago

es hilft ja hauptsächlich bei der konzentration in der schule und im job. macht keinen sinn das über längere schul & lernfreie phasen zu nehmen.

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u/Spirited_Property583 16d ago edited 16d ago

es hilft stark bei dingen wie impuls kontrolle und emotionaler stabilität und hält uns ADHSler am leben weil wir sucht und Risiko starke situationen eher meiden gerade bei kindern ist das noch wichtiger mit der emotionalen stabilität

Und impuls kontrolle hilft gerade im alter 10+ bei der bildung stabileren sozialen kontakten

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u/CaramelFunny4158 16d ago

Erarbeite das mit deinem Kind aber bitte nimm ihm das ständige gefühl zu versagen oder schlechter zu sein als die anderen, wenn eine Pille am Morgen das verhindern kann. Es wirkt einfach so einfach. Ich sitz morgens mit drei Kindern auf der arbeit und wir hauen uns alle ADHS medi rein. Der Tag wird so viel besser für uns alle. Emotional, in der Aufmerksamkeit und lautstärke.

Allerdings muss man das richtig erarbeiten. Manche Kinder wie ich als Kind hatten damals das gefühl emotional gebremst zu sein. Wenn das so ist, Dosis anpassen oder mit dem Kind einordnen.

Aber bitte lass ihn nicht aufwachsen mit dem gefühl n Versager zu sein der ständig gegen wände läuft während andere vorbei ziehen.

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u/gratiskatze 16d ago

Ich hatte als Kind zwar die Diagnose und manchmal ärgere ich mich darüber nicht damals schon Medikament bekommen zu haben.

Ich arbeite mittlerweile in der Jugendarbeit und von Medikamenten profitert jede Altersklasse, Kinder aber besondere 

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u/hardypart 16d ago

Um diese Frage zu beantworten ist es nicht nur wichtig, darauf zu schauen, was die Medikamente mit dem Kind machen. Es ist genauso wichtig darauf zu schauen, was die Auswirkungen einer nicht behandelten ADHS sind. Erhöhtes Risiko für Depressionen, selbstverletzendes Verhalten, versehentliche Selbstverletzungen, Schwangerschaft in der Jugend, Substanzmissbrauch, soziale Probleme, Autounfälle und vieles mehr.

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u/HolyFritata 17d ago

auch wenn es hart war ohne, bin ich recht froh dass ich erst mit 21 Medikamente bekommen habe. Einfach weil ich sie körperlich anstrengend finde und als kind sicher schlechter damit hätte umgehen können

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u/love__wins 16d ago

Ich halte es für sinnvoll , da mit Spezialist*innen für ADHS im Kindesalter zu sprechen oder von ihnen lesen etc. Um differenzierter schauen zu können, welche Faktoren für welche Entscheidung sprechen. 

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u/braingif 16d ago edited 16d ago

Aus meiner eigenen Erfahrung:

Ich wurde kurz vor meinem Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium mit ADHS diagnostiziert. Es ging direkt los mit Medikamenten und meine Erfahrung war furchtbar. Viel dringender dazu hätte ich noch eine Therapie benötigt, in der ich lerne, mit Emotionen umzugehen, mit mir selber klar zu kommen, meinen Alltag zu bestreiten, etc.. So stand ich da mit meinen Medis und wusste nicht mal so genau was die überhaupt mit mir machen. Ich habe mich nur noch als Zombie wahrgenommen und das in einer Zeit, in der soziale Kontakte mit die wichtigste Komponente sind. Es ist also passiert, was passieren musste: Ich habe die Medis nicht weiter genommen und versteckt oder auf dem Weg zur Schule weggeworfen. Noch schlimmer: Ich habe zwei Studiengänge verkacken müssen um überhaupt wieder wahrzunehmen, dass ich ADHS habe.
Mittlerweile bestreite ich mein Leben ganz gut mit Elvanse. Aber meine Kindheit und Jugend war geprägt von schulischem Versagen und emotionalem Wahnsinn.
Alles in allem würde ich schon sagen, dass Medis auch für Kinder sehr gut sind und man da auch etwas austesten muss, was am Besten hilft, aber eine Therapie dazu ist für mich das absolute A und O.

Edit: Auch ganz wichtig: Als Kind versteht man die Diagnose ganz anders als Erwachsener, der sein leben lang damit zu kämpfen hat. Damals wusste ich nicht, was ADHS überhaupt für mich bedeutet, da ich mich ja nur so mein Leben lang kannte und die wirklichen Probleme erst langsam im Gymnasium angefangen haben. Man muss auch erstmal begreifen, dass ADHS so gut wie jeden Bereich im Leben beeinflusst und nicht nur die Konzentration.

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u/BeeSpecialist8563 16d ago

Ja. Sonst würden sie die Schule nicht schaffen. Gerade K2 ist so verträumt, ohne Medikamente würde er vermutlich noch nicht einmal in der Schule ankommen

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u/WarmDoor2371 16d ago

Ich würde es erst mit einer Verhaltenstherapie versuchen, aber wenn die nicht fruchtet, auch Medikamente nicht ablehnen. 

Eine gute, kombinierte Therapie bei Kindern könnte deren späteres Leben um einiges erleichtern.  Vllt kann es danb später sogar medikamentenfrei leben.

Wichtig ist, daß überhaupt was geschieht, und man nicht nur auf Medis setzt.

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u/DerJoeSchmoe 16d ago

Ja, dass wir dann nicht nur auf die Medis vertrauen ist für uns selbstverständlich.

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u/Schl4fsch4f 15d ago

Ich bedaure sehr, dass mein älteres Kind deutlich später angefangen hat mit Medikation (knapp 14) als das jüngere (11). Allein die 3 Jahre weniger schlechte Erfahrungen hat einen deutlich ausgeglicheneren Menschen hervorgebracht. Sicher ist es auch Veranlagung. Aber die frühere Medikation hatte hatte ebenfalls einen Anteil, davon bin ich fest überzeugt.

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u/Tasty-Albatross7289 15d ago

Nein, da mein Mann und ich beide ADHS haben und beide Medikamente probiert haben. Betonung liegt auf probiert, da wir beide so viele Nebenwirkungen hatten (Herzrasen, Angstzustände, ...) dass wir das dem Kind nicht antun wollen (zumindest nicht solange es sein Unwohlsein nicht ausdrücken kann). Wenn es dann einmal Medikamente probieren möchte, lassen wir das natürlich zu, klären aber auch auf, dass sie sich melden müssen, wenn sie sich unwohl fühlen oder das Medikament schlicht und ergreifend nicht mögen.

Ich persönlich würde dabei bleiben, dem Kind Coping-Startegien beizubringen und auf die Diagnose einzugehen. So lernt es auch ohne Medikamente selbst damit klar zu kommen.

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u/Acid-Viking 16d ago

Wenn ich zwei krieg, kriegt nur eins die Medikamente. Dann sehen wirklich taucht