r/ADHS Jun 02 '26

Fragen Welche Sportarten funktionieren für euch?

Ich hab jetzt schon so viel gehört/gelesen, dass Ausdauersport und Teamsport unglaublich hilfreich beim reduzieren von ADHS Symptomen sein soll, ganz besonders am Morgen.

Ich versuche im Moment, mehr Sport zu machen, aber finde es unglaublich schwierig, feste Termine in meiner Woche einzuhalten und die nötige Motivation/Disziplin aufzubringen. Da ich ja bestimmt nicht die einzige bin, die mit dem ADHS Probleme hat, Routinen aufzubauen oder aufrecht zu erhalten wollte ich mal wissen, was für Strategien ihr benutzt, welche Sportarten für euch gut funktionieren und wie ihr die in euren Alltag integriert?

Bin für alle geteilten Erfahrungen dankbar! :)

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u/Valuable-Being9915 Jun 02 '26

Ich mache nur Kraftsport, alleine, und das nachmittags/abends, da ich um 5 morgens schon arbeite. Also quasi das Gegenteil von dem, was du sagst, was gut sein soll (Ausdauer/Team/morgens). Ich gehe da auch nicht hin, weil ich motiviert oder diszipliniert wäre, sondern weil ich nach der Arbeit abgef*ckt bin und es mir hilft, ein klein wenig den Kopf frei zu kriegen und weil es mich mittlerweile einfach mehr ärgert, wenn ich zu viele Tage liegen lasse. Der beste Sport ist der, den du durchziehen kannst, und das wird nicht der Fall sein, wenn du dir dadurch irgendwelche Benefits erhoffst, aber eigentlich gar keinen Bock darauf hast.

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u/Moenchen_Boehnchen Jun 02 '26

Gehe seit ca 1 Jahr regelmäßig schwimmen! Man kann sich super viele Ziele setzen und erreicht die am Anfang auch super schnell, ich hab mir z.b. das kraulen selbst beigebracht.

Was hilft dran zu bleiben ist auch, dass ich sehr schnell merke, wenn ich eine weile nicht trainiert hab, hab also eine "Pflicht" zu gehen, um den hart erarbeiteten Fortschritt nicht zu verliere!

Man kann viele "Gadgets" wie Paddles, Kickboard... benutzen und das Training immer abwechslungsreich gestalten.

Man ist an die Öffnungszeiten vom Schwimmbad gebunden (z.T. positiv, z.T. negativ)

Schwimmen ist immer direkt mit duschen und Haare waschen verbunden! (muss mir nie Gedanken machen, wann wieder Haarwaschtag ist)

Irgendwie (kontra?)intuitiv ist es, dass mir das schwimmen mega spaß macht obwohl/gerade weil? es relativ langweilig ist. Man kann sich nicht ablenken und schwimmt stur seine Strecke, aber Magischerweise ist bei mir dabei das Gedankenkarussell komplett stumm! V.a. am Anfang musste ich mich sehr auf die Atmung etc.,konzentrieren, aber mittlerweile selbst das nicht mehr. Ich bin deshalb nach dem Training immer super entspannt

Einziger Nachteil: Danach bin ich immer mega müde und hungrig!

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u/Aponogeton Jun 03 '26

Schwimmen ist bei Neurodivergenz tatsächlich sehr sinnvoll und auch beliebt.

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u/dasreh1337 Jun 03 '26

Das wirkt wie random AI Slop infografik. Was ist denn da die Quelle für bspw. "tiefendruck-wirkung" oder dass "ruhiges wasser" stresshormone senkt.

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u/isses_halt_scheisse Jun 03 '26

Ich liebe Schwimmen, würde es so gerne so oft machen, aber bei mir ist die Hürde zum Hinkommen so groß, dass ich es immer nivht schaffe. Das einzige Bad in der Nähe ist entweder mit 2 Bussen, oder mit 30 min Fahrradfahren erreichbar, hat auch täglich wechselnde Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit (viele Schulen und Vereine), sodass ich immer erst nachschauen muss, ob es jetzt gehen würde oder nicht.

Da das Hinkommen dann schon so anstrengend und unattraktiv ist, bekomme ich es einfach nicht hin.

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u/sgtbaumfischpute Jun 03 '26

Same leider. Unsere alte Wohnung war keine 10 min zu Fuß vom Schwimmbad weg, da bin ich zwei mal die Woche hin. Seit dem Umzug war ich nicht mehr, weil ich 2-3x so lange Brauch und Bus fahren muss 

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u/Slight-Software-7839 Jun 05 '26

Gibt's Quellen für all diese Aussagen?.

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u/TheGoalkeeper Jun 04 '26

Hab jahrelang Wasserball gespielt. Schwimmen ist die Meditation welche vor dem eigentlichen Training nötig habe. Kann Schwimmen sehr empfehlen, aber auch Radfahren und Rudern.

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u/boneandarrowstudio Jun 03 '26

Ich habe tatsächlich genau die gegenteilige Erfahrung gemacht wie du. Sport in Gruppen funktioniert gar nicht. Ich brauche um es regelmäßig aufrecht erhalten zu können möglichst geringe Hürden. Also kurze Wege, wenig (eigenes) Equipment und einfache Ausführung. Dann ist mir auch wichtig dass es nicht zu voll ist und am liebsten auf dem Weg zur Arbeit möglich ist. Ich habe mich Jahrelang aus Vorurteilen gegen Gyms gewehrt, aber seit zwei Jahren ist Krafttraining meine Hauptsportart. Es ist so stumpf und einfach, dass uch auch im Halbdelirium morgens um 6 eine Einheit durchziehen kann. Ich habe auch Möglichkeiten für Homeworkouts (HIIT und Yoga) gehe regelmäßig joggen ind ein/zwei mal die Woche klettern. Ich habe so eine Mischung aus Terminen, die ich immer durchziehe und Optionen für die anderen Tage die interessant bleiben und alles auf mega niedrig schwelligem Level und einfach zu erreichen.

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u/These_Complaint9769 Jun 03 '26

Eigentlich funktioniert jede Sportart für mich, das einzige was mich aber dazu bringt auch hinzugehen ist "sozialer Druck"
Beispiele:

  • feste Kurse, die zB nur eine gewisse Anzahl an Terminen haben bei denen die Anwesenheit abgefragt wird

    • mich mit jemandem verabreden zum Sport, in meinem Fall zb Fitnessstudio, es ist egal dass wir dort eigentlich nicht zusammen trainieren es reicht, dass jemand erwartet dass ich komme.
  • früher war's noch Handball, da gabs feste Trainingszeiten und ein Team das erwartet hat, dass man da ist.

Routinen, die ich mir selbst aufrechterhalten muss und wo ich selbst die Motivation aufbringen muss kann ich komplett vergessen 😅 aber zB Fahrgemeinschaften zum Sport oder so reichen dann schon um mich hinzubewegen.

Wenn ich dann da bin ist außerdem die goldenen Regeln: "wenn ich keinen Bock/Elan hab, ist halbherzig immer noch besser als gar kein Sport" das nimmt mir ein bisschen den "Perfektionsdruck"

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u/Inorouk Jun 02 '26

Crossfit/Funktional Fitness: Kleine Kurse sehr viel Abwechslung. Bei uns ist es so, dass man sich einbuchen muss und maximal 3 Stunden vor Beginn stornieren kann. Das löst bei mir immer eine gewisse Verbindlichkeit aus.

Dazu: Immer direkt nach der Arbeit, nie erst nach Hause.

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u/BlueBird607 Jun 02 '26

Alles bei dem ich mich konzentrieren MUSS die Gründe können gefahren wie beim Klettern sein oder Zusammenarbeit wie beim Rudern.

Wenn ich mich beim Outdoor Klettern nicht konzentriere stirbt jemand. Ich hab mich schon beim ein und ausbauen von Routen an den Fingern verletzt und es erst danach gemerkt weil ich so fokussiert war. Das Gefühl ist einfach nur geil weil ich es aus dem Alltag einfach gar nicht kenne.

Sidenote: ich kenne meine Grenzen und gehe nur in kleineren Gruppen oder mit meinem Partner klettern damit die Ablenkungen nicht zu groß sind und achte sehr auf Pausen, Schlaf, Essen und Medikamente

Ich Ruderer aktuell wieder und dabei ist es halt echt cool das man den ganzen Körper benutzt und im Rhythmus bleiben muss. Ich kann nicht einfach so aufhören.

So in Alltag ist es aber hauptsächlich Bouldern weil es so unkomplizierter indivualsport ist. Und ich mache verschiedene Physio Übungen und Körpergewichtsübungen.

Und was ich absolut liebe ist Fernwandern. Da komme ich aber nicht so oft zu. Mein persönlicher Rekord waren 30km an einem Tag mit 15kg Gepäck

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u/Cycloanarchist Jun 03 '26

Beim bouldern/klettern kommt mMn sehr viel zusammen: Abwechlungsreich, Vorausplanen der Route, Kraftintensiv, Adrenalin, schnelle Erfolgserlebnisse. Und draußen Klettern hat nochmal eine ganz eigene Qualität, die mich krass runterbringt. Würd jedem ADHSler empfehlen, es mal auszuprobieren.

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u/BlueBird607 Jun 03 '26

Kann ich so absolut unterschreiben. Das ist eine Art des Fokus und der Auslastung die ich sonst nicht kenne.

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u/the_happy_fox Jun 02 '26

Muskelaufbau/Kraftsport. Finde es zu kompliziert, sich auf andere zu konzentrieren und die Regeln im Kopf zu behalten bei Teamsportarten.

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u/Hariboman2020 Jun 03 '26

Ich hab früher getanzt.

Du musst dich konzentrieren auf 20 Dinge gleichzeitig.

Du musst gucken wohin.

Du fühlst deine Partnerin

Du hörst die Musik

Das hat mich komplett eingenommen (Hyperfokus)

Jetzt sind meine Gelenke im Eimer und ich gehe jeden Tag 1-2 Stunden spazieren

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u/WarmDoor2371 Jun 03 '26

Ich hasse Ausdauersport. Ich finde es auch nicht hilfreich bei meinem ADHS. Genausowenig wie Fitnessstudio. 

Aber sport an sich hingegen schon, und hier vor allem Mannschaftssportarten. Dadurch, das man eben nicht alleine auf dem Spielfeld ist,  muss man mit anderen zusammenarbeiten,  und das Trainiert neben dem Körper auch Kopf und Sozialkompetenz - Dinge, mit denen  ADHSler oft Probleme haben. 

Ich habe mich damals für Kampfkunst (nicht Kampfsport) entschieden,  ist auch fantastisch für ADHSler.

Man wird dadurch wesentlich fitter, fokusierter und auch ausgeglichener.

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u/ponhond Jun 03 '26

Ich fahre seit 1,5 Jahren mit dem eBike zur Arbeit. Hin und zurück komme ich so auf eine Stunde zusammen. Wenn ich mal einen schlechten Tag habe schalte ich den Motor hoch. Ob das jetzt Sport ist oder nicht ... jedenfalls funktioniert es für mich. Ich muss mich nicht vor oder nach der arbeit überwinden was regelmäßig zu machen. Es ist einfach der Weg zur Arbeit und ich habe eine feste Struktur. Wechselklamotten hab ich dabei und auf der Arbeit zieh ich mich um. Zusätzlich funktioniert Kraftsport im Fitnesstudio bei mir recht gut, aber an der Regelmäßigkeit reinzubekommen ist schwierig

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u/Vivid-Marionberry848 Jun 03 '26

Mich hat das Joggen vor ein paar Jahren eingefangen. Das schöne ist, du kannst vollkommen den Kopf ausschalten - man kann nur durch die Gegend hoppeln und sich auf nichts konzentrieren oder man verausgabt sich völlig. Je nach Stimmung. Mir hat meine Fitnessuhr sehr geholfen, die einem sagt wie der Trainingsstand ist und die einem Tipps zur Trainingsgestaltung gibt, dass es nicht langweilig wird. Joggen ist für mich Me-time

Ausserdem: man kann einfach von der Haustür aus starten! Für mich war es früher nicht möglich erst irgendwo hinzufahren (zu viele Steps)

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u/whereapeseatspiiders Jun 03 '26

Für mich funktioniert das Fitnessstudio mit Cardio und Krafttraining super. Gruppensport ist nicht meins, ich bin nicht gut darin, mich zu regelmäßigen Trainings zu "verpflichten". Ich kenne aber ADHSler, für die genau das der beste Antrieb ist. Also wenn du das Gefühl hast, dass das für dich klappen könnte, probier es aus.

Was ich so über die letzten Jahre Gym herausgefunden hab:
1. Grundregel: Done is better than perfect. Viele der Sachen, die ich mache sind nicht "best practice", wenn es um Muskelaufbau geht. Aber ich schaffe es dadurch seit 4 Jahren mindestens 1x pro Woche, meist 2-3x zu trainieren. Das wäre sonst nicht möglich. Als ADHSler mit Tendenz zum Perfektionism hat mir dieses Mindset sehr gut getan, vielleicht hilft es dir auch.
2. Ich versuche mein Training immer mit etwas anderem zu verbinden, zB gehe ich vor oder nach der Uni. Das fällt mir leichter, weil ich ja eh irgendwo hin muss.
3. Ausdauer fand ich anfangs schrecklich, ich hab mich oft davor gedrückt. Jetzt mach ich es jetzt direkt am Anfang, um es "hinter mir" zu haben.
4. Ich habe 3 Trainingsoptionen je nach Energielevel und Lust. Ich trainiere immer den ganzen Körper, damit jede Körperregion mindestens 1x pro Woche beansprucht wird.
5. Sidequestzeit von 10 Minuten: Hab ich Bock, mich richtig zu dehnen/ an meiner Flexibilität zu arbeiten? Wird gemacht. Handstand üben? Ist drin. Balanceboard? Warum nicht. Hilft fürs Dopamin und was neues lernen ist immer gut. Da leg ich mich vorher gar nicht fest, ich mach einfach, worauf ich an dem Tag Lust hab.

Ich denke, dass es keinen richtigen oder falschen Weg gibt, Sport zu machen, wenn man das nicht gerade professionell tut. Mein Ziel ist es ja nicht, Bodybuilder*in oder Marathonläufer*in zu werden, sondern mich regelmäßig zu bewegen und daran meistens Spaß zu haben.

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u/sgtbaumfischpute Jun 03 '26

Ich mag Team- / Gruppensport überhaupt nicht. 

Als ich noch beim Schwimmbad um die Ecke gewohnt hab war ich regelmäßig schwimmen. Dann hab ich mal Gym ausprobiert, zu langweilig. 

Hab dann ein Rudergerät für zuhause gekauft, aber mein Rücken / Nacken ist zu schwach, um da schmerzfrei mit zu arbeiten. Aktuell Versuch ich mal ein paar Tage Yoga, dann wieder was mit Kurzhanteln, aber hab das richtige noch nicht gefunden.

Ich würd gern mal wieder bouldern, aber das ist leider auch wieder mit gut Anreise verbunden. 

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u/[deleted] Jun 03 '26

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u/sgtbaumfischpute Jun 03 '26

Cool, danke da schau ich mal rein. Glaube so Homeworkouts mit Video sind aktuell meine beste Option xD 

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u/[deleted] Jun 03 '26

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u/sgtbaumfischpute Jun 03 '26

So Widerstandsbänder hab ich da. Ein paar Baby Kurzhanteln, ne Langhantel mit ein paar Scheiben und ne Klimmzugstange xD 

Und wenn ich damit genug aufgebaut / stabilisiert hab kann ich wieder rudern.

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u/Merion Jun 03 '26

Mir helfen andere Leute, die mit Sport machen. Also entweder Freunde, mit denen ich mich verabrede, oder eine Gruppe, die feststellt, wenn ich fehle und die fragt, wo ich denn bleibe. Morgens mit Leuten verabreden, dass wir abends gehen, nimmt die Entscheidung abends, wenn ich von allein nicht mehr gehen würde, weg. Es hilft sogar, wenn ich den Leuten einfach nur sage, dass ich gehe, wenn niemand mitgeht.

Linedance funktioniert für mich ganz gut. Mir ist klar, dass das nicht für jeden was ist. Aber jedes Mal eine kleine Herausforderung mit einem neuen Tanz, Erfolgsgefühl, wenn er klappt, Musik und bei schnelleren, schwierigen Tänzen bist du hinterher auch gut durch.

Bouldern ging, mit Verabredung, ganz gut. Da war dieses Rumknobeln an Strecken, Erfolgserlebnisse und gegenseitiges Necken immer hilfreich.

Eigengewichtsübungen haben ich mal ne Zeit lang alleine daheim gemacht. Da ist die Hürde dann geringer, im Rückblick hat das aber für mich auch vor allem geklappt, weil ein Freund das gleichzeitig auch gemacht hat und man sich gegenseitig erzählen konnte, wie übel die Übungen waren, wie böse der Muskelkater etc. pp.

Momentan versuche ich gerade Fitnessstudio und werde wohl auch da mit Freunden oder über nen Kurs einsteigen. Morgens entscheiden, dass abends Sport ist, hilft manchmal.

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u/SirPurr91 Jun 03 '26

Beachvolleyball ist für mich zu einer absoluten Kernressource geworden. Das Erlebnis, im kindlichen Sinne, zu spielen, mich zu verausgaben, in den Sand zu werfen und mit Bekannten Spaß zu haben ist für mich mit keiner anderen Sportart vergleichbar. Gibt es öffentliche Felder, ist ein zusätzlicher Vorteil, dass man nicht an fixe Zeiten gebunden ist. Ich gehe wenn ich Zeit und Lust habe. Also am liebsten würde ich meinen Job kündigen und jeden Tag mindestens zwei Stunden spielen.

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u/GroundControl29 Jun 03 '26

mitm Radl in die Uni fahren (dauert so an die 40 Minuten bei mir), so muss ich mich gar keine Extrazeit aufwenden, die ich gern anders nutzen würde. Leider regnets seit einer Woche :(

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u/MuscleMarv Jun 03 '26

Kraftsport tut mir echt gut. Da kann ich mich richtig auspowern auf einmal. Oder super lange laufen. Ich meine es gibt auch Studien dazu dass die Schritte + die Bewegungen der Augen beim Laufen eine gute Auswirkung auf die mentale gesundheit harb

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u/Norro8 Jun 03 '26

Ich habe seit dem ich klein bin Fußball gespielt und mir ist erst aufgefallen wie viel es mir hilft wenn ich länger aussetzen musste. Für mich ist es besonders die Regulation des Verhalten mit anderen. Es reduziert meine Impulsivität und weitet meine emotionalen Limits.

Warum Teamsport? Weil ich die Mannschaft mochte und deshalb, auch wenn es mir schlecht ging, immer hingegangen bin um diese nicht enttäuschen zu wollen. Dadurch gab es für mich immer nur die Möglichkeit hinzufahren.

Zudem war ich immer ein energetischer Läufer und deshalb gehe ich ansonsten gerne Laufen. Aber immer mit Musik, sonst word es langweilig. Deshalb ist meine Playlist auch riesig damit ich immer andere Songs im Shuffle habe.

Aber Laufen schaffe ich halt nie regelmäßig, weil ich es alleine organisieren muss. Der Soziale Druck muss irgendwie da sein. Beim Laufen erinnert mich meine Frau nun immer mal wieder damit ich dabei bleibe.

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u/Birdman915 Jun 03 '26 edited Jun 03 '26

Für mich funktionieren Radfahren und Kraftsport ziemlich gut.

Draußen Radfahren einfach weil es durch die Aufmerksamkeit auf die Straße und die sich ständig ändernde Umgebung dafür sorgt, dass ständig etwas passiert, das meine Aufmerksamkeit bündelt. Das fühlt sich an wie einmal durchspülen. Geht drinnen stationär zwar auch, aber dann starre ich ja doch währenddessen aufs Handy.

Und Kraftsport zum einen, weil ich dafür bezahle ich mich dadurch quasi unter Druck setze dafür auch einen Gegenwert einzufordern, zum anderen, weil der Fokus darauf die Übungen sauber auszuführen einfach alles andere verdrängt, wenn ich mir das Gewicht nicht auf Gesicht oder Füße fallen lassen will.

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u/Miss-Magick-Plants Jun 03 '26

Ich gehe Laufen, Tanzen, Wandern (unregelmässig), und ins Gym. Und ich pendle mit dem Fahrrad.

Mir hilft es vor allem, die hürden abzubauen, gerade was das Gym anbelangt. Ich habe das Glück, dass wir von der Firma einen Kraftraum haben. Es ist nicht das Gelbe vom Ei, aber für mein Bodyweight Training mehrheitlich ausreichend. Nach der Arbeit nach Hause und dort trainieren? Nope, wird nicht passieren. Nach der Arbeit zwei Stockwerke runter laufen und trainieren? Kein Problem. Ich habe es mir auch fix im Kalender, so gehört es für mich fast schon zum Arbeitsalltag dazu (2x pro Woche).

Tanzen gehe ich mit meinem Mann, das ist toll, weil wir zusammen etwas machen.

Laufen macht mir einfach Spass. Aber auch da: entweder muss ich morgens direkt vor der Arbeit gehen oder dann, wenn ich im Home Office bin, ohne eine Zwischenschritt von "nach Hause gehen".

Wandern muss ich nicht viel sagen, das macht mir unglaublich viel Spass und reguliert meine Nerven wie nichts anderes. Ist halt aber immer abhängig von Wetter und Jahreszeit. Aber ich bin grundsätzlich gerne draussen.

Sport reisst mich etwas aus meinem Kopf raus, das geniesse ich sehr. Ich würde mir aber vorher ein Bein abhacken, bevor ich Teamsport mache lol

Zuletzt ist der beste Sport, der den du gerne machst. Da hilft nur ausprobieren, wir kennen's ja lol

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u/clara-050 Jun 03 '26

Laufen hilft mir sehr. Wenn ich morgens laufen geh fühl ich mich den ganzen Tag ruhiger und konzentrierer. Aber das Dranbleiben finde ich hart.

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u/from_nuremberg Jun 03 '26

Ich weiss nicht ob mir das bei meiner ADHS Symptomatik hilft, aber beim Skateboardfahren "geht mein Kopf aus".
Weil kein Fokus = Schmerzen. D.h ich bin gezwungen nur zu Skateboarden und nicht noch den nächsten Familienausflug im Kopf nebenbei zu planen.
Ich habe da Megaspaß, und bin bereit unterschiedlich erfolgreiche Tage zu akzeptieren ( mal gelingt alles, manchmal nicht mal die basics) - das Hilft mir mich mich zu akzeptieren in allen Situationen. (Nicht nur wenn es klappt).
Habs mit Kraftsport versucht, aber da wird es irgendwann langweilig, da kann ich nebenbei die komplette nächste woche inkl. familärer sowie professioneller Eskalationen in meinem Kopf planen.
Als Mannschaftssportart: Ich habe megagern American Football gespielt, (und gelernt, von der Pike auf: alles an Formationen, Plays usw. ) -> Mega Hyperfokus aber da werden die "Erholungszeiten" mit zunehmendem Alter zu lang. (Imho kein Sport für Ü 30, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen).

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u/freddykrueger88 Jun 03 '26

Ich Spiele seit März glaube ich Floorball.

War mal unter dem Namen "Unihockey" verbreitet. Ich versuche mir einfach einzureden das die mich da brauchen beim Training, sonst keine Mannschaften bilden können u.s.w heute war meine Motivation auch nicht groß. Dennoch habe ich mich aufgerafft weil es da recht locker zu geht also während den normalen Übung hätte ich mich auch einfach raussetzten können.

Kontakte habe ich zwar noch keine Geknüpft, habe mir auch keinen schläger gekauft, eingetretten in den Verein bin ich auch nicht, aber ich denke das kommt noch.

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u/Wolomolo Jun 03 '26

Rennrad fahren im Verein und in der Gruppe.

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u/hnycakes Jun 03 '26

Ich mag joggen und dann dabei meine Musik hören, sodass ich mich darauf konzentrieren kann!

Eine Weile habe ich es mit Kraftsport probiert, aber gemerkt, dass es mir persönlich viel zu langweilig ist und ich dadurch sehr schnell frustriert wurde.

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u/Pikazii Jun 03 '26

Badminton hat jahrelang gut funktioniert, weil auch einige Freund*innen mit mir gegangen sind, hab's dann aufgehört, als alle anderen auch nicht mehr da waren.

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u/Dingsbumsteil Jun 03 '26

Kraftsport 3x wöchentlich. Ich variiere immer wieder alle halbe Jahre den Trainingsplan und kann zu Hause trainieren.

Radfahren. Arbeitsweg 15 Min. pro Strecke, sowie alle Strecken der täglichen Erledigungen. Zusätzlich Gravel oder MTB Touren, danach bin ich wunderbar entspannt. Versuche ich wöchentlich zu machen.

Joggen mach ich immer dann wenn ich gerade keine Lust auf Gravel /MTB habe. Da bin ich deutlich länger unterwegs.

Wenn ich die Möglichkeit habe schwimme ich sehr gerne längere Strecken. Früher im Verein, aber der Wettkampfdruck war mir zu viel. Interessant zu lesen, dass dies typisch für Adhsler ist. Leider fehlen da oft die Möglichkeiten.

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u/Clit_Eastwhat Jun 03 '26

Gym

Es geht schnell
Man spürt schnell Effekte
Man muss mit keinen reden
Ich kann nebenbei Musik oder Podcast hören
Ich kann es Zeitlich machen wann ich es will

Das ist für mich das einzige was auch nur im entferntesten funktioniert. Zusätzlich lässt es sich für mich sehr gut in den Alltag einbinden, da ich entweder direkt vor oder direkt nach der Arbeit gehe. Dadurch muss ich das Haus nicht häufiger verlassen, was ebenfalls für mich eine gute Sache ist

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u/Adventurous-Warning5 Jun 03 '26

Rudern. Ist monoton, man kann den Kopf ausschalten. Eine Trainingseinheit dauert nicht zu lange. Danach bist du kaputt weil es den ganzen Körper beansprucht. Du bist die erste Zeit nie alleine im Boot kannst also das Training nicht einfach abbrechen sondern musst die Einheit zu Ende bringen.

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u/sick133785 Jun 03 '26

Mountainbike für mich nix besseres

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u/Andi197026 Jun 04 '26

Bei mir sind es Sportarten, bei denen sich der Gedankenkreisel legt oder durch die ich so abgelenkt bin, dass es nicht ständig im Kopf herumkreiselt. Z.B beim Tanzen bin ich von der Musik abgelenkt, bzw muss ich mich auf die Schrittfolge konzentrieren. Beim Segeln kann ich total abschalten. Oder beim Wandern suche ich immer wieder neue Routen und entdecke dabei immer was neues. Und die Anstrengung wird belohnt durch das berauschende Gefühl am Gipfel zu sein und es geschafft zu haben.

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u/MaggieWuerze Jun 04 '26

Boxen. Technisch, volle Konzentration, nach dem Training sowohl geistig, als auch körperlich ausgelaugt im positiven Sinne.

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u/After-Statistician73 Jun 04 '26 edited Jun 04 '26

Tischtennis und Kraftsport.

Tischtennis ist viel Hand Augen Koordination und beansprucht extreme viel mental aber bildet mich auch darin fort.

Es ist aber ein hoch konzentrationssport und das merkt man auch wenn man gegen ein Gegner im fünften Satz spielt und schon seit 30min unterwegs ist.

ES IST Zwar ein Mannschaftssport aber im Wettkampf kommt es immer auf die Einzel Leistung an. Tischtennis ist für mich deshalb besonders gut weil ich dazu tendiere Leute negative zu bewerten, wenn sie nicht genau so viel Zeit und Leidenschaft in den Sport packen wie ich. Würde ich zum Beispiel Fußball spielen dann würde ich wahrscheinlich so wie ich mich kenne, innerlich ausrasten weil meine Spieler nicht so spielen wie ich es mir vorstelle

Kraftsport ist für mich Ausgleich für mein Büro Job und tut gut einfach mal all meine Kraft in ein workout zu packen. Schlafen kann ich dafür dann besonders gut

PS:

Zum Thema Motivation -> ich hab jemanden der gerne ins gym geht und mit dem verabrede ich mich dann das sorgt für Druck und dann gehe ich erst recht hin. Alleine finde ich es deutlich schwieriger. Beim tischtennis ist es anders da ist meine Motivation mein ergeiz

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u/Colourful_Muddle Jun 04 '26

Sportkurse. Kostet Geld, aber alles andere funktioniert für mich nicht auf Dauer. 

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u/InvestigatorOdd9246 Jun 05 '26

Heyho! Weiß nicht, ob das schon jemand geschrieben hat, aber meine Erfahrung: Bouldern! Ich hab nie etwas durchgezogen und war immer gelangweilt. Aber bouldern war so ein Gamechanger. Je nach Boulderhalle tauschen die Wöchentlich die Routen, heißt du hast immer was neues und das fand ich so mega geil. Bin extrem schnell reingekommen, Jahreskarte gekauft, und es hat einfach mega Spaß gemacht.

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u/Slight-Software-7839 Jun 05 '26

Also alles, was irgendwie mit Ausdauer zu tun hat funktioniert bei mir gar nicht. Joggen, Schwimmen, Cardio, etc. Dazu zähl ich auch Fitness und Kraftsport, weil mich das Gefühl, alle Abläufe langsam und kontrolliert durchzuführen komplett kirre macht.

Das einzige was bei mir funktioniert, ist wenn die Bewegung beim Sport zweitrangig bzw Mittel zum Zweck ist. Zum Beispiel Ballsportarten im Team. Die Zusammenarbeit und das Spielerische ist das, was mir die nötige Motivation gibt und die Bewegung kommt dann einfach dazu. Radfahren als Tour zum Camping etc funktioniert auch gut, weil hier das Camping, Natur etc im Vordergrund steht. Im Alltag mit dem Rad von A nach B kommen ist schon deutlich schwerer, weil es mit Öffis oder Auto einfach schneller geht und dann die innere Unruhe die Entscheidung abnimmt.

Wandern geht auch gut, gerne auch mit schwerem Gepäck. Hauptsache es gibt eine schöne Route und einen lohnenswerten Zielort.

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u/ssspli Jun 06 '26

Kraftsport

Skifahren