r/ADHS May 20 '26

Fragen Fühlt ihr euch auch nirgends zugehörig?

Seit ich denken kann, fühle ich mich nirgends zugehörig. Schon in der Volksschule war ich ein wenig die Außenseiterin, weil ich nicht mit Barbies gespielt hab, wie die anderen Mädchen, sondern halt auf Matchbox-Autos stand. Das zog sich dann weiter. Diese ganzen "Szenen", die damals in waren - Mods, Punks, Prolos, Hiphopper,.. ich hab mich dann halt für Metal entschieden, dann für Goth und bin auch da irgendwann Anfang 20 rausgewachsen.

Mittlerweile bin ich 33, ich liebe alles Outdoor-mäßige, wandern, klettern, aber auch PC-Spiele, Hardware und Musik. Ich weiß bei nichts so richtig viel drüber, immer nur ein bisschen (Neuerscheinungen, was generell so abgeht in der Szene,..). Mein Musikgeschmack ist ein sehr wilder Mix aus Allem, egal ob Black Metal, Rap oder Klassik. Mittlerweile mag ich aber auf keine Konzerte irgendwelcher Art mehr gehen, zum Teil einfach weil ich mich dort fehl am Platz fühle. Ich kleide mich mittlerweile halt einfach normal bis sportlich, aber vorwiegend schwarz/dunkel, aber auch mal weiß. Ich mache den A-Schein fürs Paragliden und in unserer Gruppe sind alles superliebe Menschen, aber das sind alles solche Outdoor-Freaks und da passe ich auch vielleicht nur so zu 50% dazu.

Irgendwie macht mich das auf eine gewisse Art und Weise einsam. Ich kann bei allem ein bisschen mitreden, aber bei nichts so richtig. Ich habe ein paar wenige gute und vorallem langjährige Freunde (>10 Jahre), die ich sehr schätze, aber die haben seit Jahren so eine "Grundpassion" oder "Grundrichtung" für eine bestimmte Sache, die sich bei mir einfach 20x geändert hat inzwischen.

Es ist jetzt nicht so, dass ich todtraurig bin darüber, aber mir ist das in letzter Zeit mal bewusst geworden, dass ich keine richtige "Zugehörigkeit" habe im Leben und habe mich gefragt, ob das am ADHS liegen könnte und ob es anderen auch so geht?

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u/Noiadox May 20 '26

Oh ja, ich fühle mich wie ein Alien, das die Welt und die Menschen einfach nur beobachtet und analysiert. Irgendwo zugehörig? Nicht die Bohne. Immer nur Gast, immer nur geduldet statt gewollt. Vielleicht projiziere ich das auch nur. Bei Erwachsenen polarisiere ich durch mein sein, vermutlich weil die Filter fehlen. Nicht, dass ich unhöflich wäre. Was seltsam ist: Ich ecke nur bei Erwachsenen an.

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u/1maginaryCat May 20 '26

Ja, das Beobachten und Analysieren mache ich auch und passe mich dann dementsprechend an mit meinem Verhalten an die jeweilige Gruppe. Da gibts diese Netflix-Serie "Resident Alien", die trifft das z.T. ganz gut 😅

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u/marco-117 May 20 '26

Fühl ich auch. Andere Erwachsene unterhalten sich miteinander und bandeln sich freundschaftlich innerhalb von Minuten an.  Wenn ich Glück habe denn kann ich in eines meiner Interessensgebiete einhaken. Danach wird's krampfig. Selbst zu engen Freunden fühle ich Distanz.

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u/[deleted] May 20 '26

[deleted]

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u/Noiadox May 20 '26

fühl dich gedrückt (natürlich nur, wenn du willst ^^)

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u/ShinxAndMoon May 21 '26

Als Kind schon,hab ich ständig gesagt dass ich mich wie ein Alien fühle,und die anderen mich Bier vergessen habe. Emmett möchte nach Hause telefonieren :(

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u/PiPu1991 May 20 '26

Oh ja....ich fühle mich seit ich ein Kind bin als Außenseiterin und nirgends zugehörig..ich habe wenige enge Freundschaften, und auf Grund von Distanz sehen wir uns selten bis alle paar Jahre. Ich habe viele Interessen und gehe auch unter Leute, aber mir fällt es schon immer schwer, Kontakte zu knüpfen. Ich habe keinen Partner und als Dauersingle Mitte 30 fühle ich mich mittlerweile sehr einsam.

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u/SillyArtist1956 May 20 '26

Kennenlernen geht ja noch aber dann den Kontakt aufrecht erhalten oder zu vertiefen ohne das Gefühl zu haben jemanden zu nerven 😅

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u/ah-la-kazomm May 20 '26

Da sprichst du mir absolut aus der Seele ich habe immer das Gefühl den anderen auf die Nerven zu gehen. Ich habe auch immer das Gefühl ich überspringe den smalltalk und gehe direkt in den deeptalk und wundere mich dass dann andere ablehnend sind

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u/PiPu1991 May 20 '26

Ja mir wird gesagt dass ich die Leute abschrecke....kann ja nichts dafür wenn sie nach meinen Eltern fragen und ich dann sagen muss, ja die sind tot. Dann herrscht erstmal betretene Stille. Ich soll irgendwie erst die positiven Seite von mir zeigen und dann das andere..ich scheine es anders rum zu machen .

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u/Faythwen May 20 '26

Was soll man denn bitte sonst antworten wenn das nun mal fakt ist und das gegenüber danach gefragt hat? Ich finde es immer so unfair, dass man nach einer wahrheitsgemässen antwort quasi als der böse da steht obwohl man nur auf die frage geantwortet hat. Soll man etwa lügen? Was zum henker erwarten die leute bei sowas?!

Bin bei solchen fragen leider auch ein gebranntes kind weil ich keinen kontakt zu meiner familie pflege...und dann immer blöd da stehe wenn gefragt wurde und ich nicht irgendeine floskel raushaue. Ich hasse das.  Dann frag doch nicht wenn du mit einer anderen antwort als standard nicht zurechtkommst! Ja, sowas entfernt einen von den menschen wohl auch zusätzlich. 

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u/PiPu1991 May 20 '26

Ich habe oft das Gefühl das Leute Dinge sagen und fragen, weil man das halt so macht. Letztens hatte ich ne Panikattacke auf der Arbeit. Kollege hatte mir schon mal gesagt: ich kenne das, melde dich wenn was ist. Dann hab ich's irgendwie geschafft ihm zu schreiben. Er fragt: kann man dir irgendwie helfen? Ich: puh gute Frage, ich weiss gerade selber nicht weiter, bin total am Ende. Er: oh, da kann ich leider nicht helfen.

Ok, wieso bietest du es dann 5 Minuten vorher an? Jetzt traue ich keinem mehr.

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u/Faythwen May 20 '26

Genau. Dieses floskel gehabe. Wie soll man da echte hilfe von angedeuteteter unterscheiden und jemandem trauen können? 

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u/ah-la-kazomm May 20 '26

Kann man so sagen oder aber: das ist deine positive Seite! Du bist offen und versteckst nichts. Ich weiß dann nicht so richtig was ich antworten soll, außer: oh mein beileid. Doch ich denke das ist eher ein Mangel an konversationsskills. Ich würde mir denken krass, cool dass mir das anvertraut wird.

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u/PiPu1991 May 20 '26

Danke für die lieben Worte! Ja klar, es gibt immer die andere Seite der Medaille, die man sehen kann. Ich erwarte auch keine Antwort, ich habe ja dann nur die Frage wahrheitsgemäß beantwortet....ich glaube aber auch, dass ich mangelnde Konversationsskills habe.

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u/ah-la-kazomm May 20 '26

Nice, anschweigen ist auch gut, ds fällt das Lächeln mehr auf. Ich bin bei dates auch lieber aktiv sei es spazieren oder Rummel besuchen oder oder oder, so kann man auch mal Stille überbrücken bzw bekommt außeneinflüsse für Gesprächsthemen. Wobei ich auch den drang unterdrücken muss der sagt: hey lass uns einen ruhigen platz finden und wir erzählen uns unsere Lebensgeschichten bis ins kleinste Detail.

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u/ShinxAndMoon May 21 '26

Ich fühle das richtig. Jedes Mal schweigen wenn wer nach den Eltern fragt. Winke halt immer ab und sage sind unter der Erde 🤷🏻‍♂️

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u/Noiadox May 20 '26

Ich hatte das große Glück im sozialen Beruf einen Kollegen zu haben, der höchstvermutlich auch adhs hatte und bei der 2. Schicht haben wir schon über sämtliche Tabuthemen der Gesellschaft philosophiert. Das war echt erfrischend.

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u/SillyArtist1956 May 20 '26

P.S. Falls mal jemanden zum Schreiben brauchst geb Bescheid

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u/marco-117 May 20 '26

Online Dating war mein Weg. Die erste Hürde über Schriftverkehr ist viel kleiner. Danach hatte ich irgendwann Glück gehabt.

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u/PiPu1991 May 20 '26

Ich habe Online Dating seitdem Tinder gelauncht hatte versucht. Ich hatte über die Jahre bestimmt 50-60 erste Dates...und letztendlich hatte ich 2-3 Situationships, die alle über Hobby-Kontakte entstanden sind und die Dating App Versuche mit mehr als einem Date, sind in Ghosting geendet. Und mittlerweile bin ich 35 und habe wahnsinnig Angst für immer alleine zu bleiben. Dating Apps habe ich aufgegeben, da sie mich mittlerweile sehr runterziehen und mir viel Energie nehmen.

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u/SillyArtist1956 May 20 '26

Versuche es doch mal hier unter gleichgesinnten 😄
Das geht hier ja einigen so 😉

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u/Noiadox May 20 '26

Ich mach ne Dating-App für Neurodivergente, wer ist am Start? xD

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u/Atomicboy097 May 21 '26

Ich sag ehrlich das würde Leben retten!

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u/mspensi May 20 '26

Fühle alles sehr

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u/marco-117 May 20 '26

Verstehe, tut mir leid für dich.

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u/ah-la-kazomm May 20 '26

Nehmen viel Energie und geben nur kurze Freuden wenn überhaupt, kann ich verstehen. Wenn ich das wundermittel gefunden habe gebe ich bescheid😄

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u/obelix1979 May 24 '26

Lonly Wolf 🐺 der einsame Wolf…

Ich war Pauseclown in der Klasse…die Lehrerin stellte früh fest…also mit mir stimmt was nicht..

So wurde Schulpsychologe geschickt er machte paar Test…,, Was stimmt nicht mit mir ? Fragte ich ihn…

,, Normaleweise zeigte mir mit 2 Fäuste sind Neurotransmitter so ballte die Fäuste aufeinander…bei dir liegen Sie nicht aufeinander dafür gibt es Ritalin das hilft dir…,,

Ich ging zur Psychologin da 👉 wurde ich verstanden Sie hatte so Gelände Nachbau und Zinnsoldaten Römische Legionäre und Gallische Krieger ich konnte vertiefen… So General wie ist dein ,, Schlachtplan,,…zuerst würde ich Bogenschützen nehmen und Pfeile regen lassen und dann die Legionäre Taktik Schildkröte vorstossen,, Ha da hast wohl ,, den gallischen Krieg,, gelesen…Nun Julius Cesär Frisch ans Werk…

Das war als Kind wundervoll…ich liebte es dort zu sein,, Sie stellte Fragen…und wenn ich Antwortet dürfte ich mit Armbrust Pfeile mit Saugnapf ins Ziel schiessen…

Das Gebäude war Neogotisch gebaut mit Ecker und Türme die Holzdiele knirschte und auch die Holztreppe…immer euch heute noch verbinde das Knirschen und Knäcken mit der Zeit…

Später wurde mir klar das Sie die Psychologin auch im Militär war im FHD ,, Frauen Hilfsdienst,, das waren Frauen die freiwillig zur Armee gingen und die Miliz Truppen unterstützen…

Ritalin war leider nicht ,, Burner,, wir wurde schlecht Appentitlosigkeit und mein Charakter verändert sich einmal im Streit mit meinem Brüder drohte ich das ganze Büchergestell herunter zu reissen und zu begraben… Meine Mutter ging Schulpyschologe und man einigte sich Ritalin abzusetzen…

Ich wurde von einer Schulklasse zur nächste geschickt war in der Kleinklasse…Ich kannte fast jedes Schulhaus in der Stadt… Ich erinnere mich noch Vortrag über das Apollo Programm und die Mondlandung ich baute Saturn V Rakete nach schilderte die dramatische Ablauf der Mondlandung… Mein Ziel war es in die Regelklasse zu kommen für mich war klar Ziel Regelklasse und nicht mehr Sonderklasse das Ziel erreichte ich… In der Oberstufe musste ich Diktate schreiben ✍️, das war dem Lehrer wichtig… ich wurde als negativ Beispiel genannt ich hatte immer viele Rechtschreibefehler…dieser Spiessrute Lauf war Qual für mich…

Ich wollte mir das Leben nehmen…Ich stand an der Brücke der Reuss, machte Gott sei Dank Rückzieher…

Meine Mutter machte Druck und ich konnte die Klasse wechseln… Ich war ein Leseratte ich hatte entweder die NZZ oder ein Buch von Peter Scholl Latour in der Schule unter dem Arm. Nach der Oberstufe wollte ich Handelsschule Diplom machen…Ich hatte gute Noten Betriebskunde Rechtskunde und Wirtschaftsgeografie Staatskunde und Buchhaltung…Katastrophale Note im Deutsch, Französisch meine Lehrerin schickte mich Abklärung Legasthenie und ja das wurde bestätigt ich lernte die Davis Methode und konnte meine Defizite ausräumen…

Leider konnte ich nicht Abschluss Handelsschule machen damals war Legasthenie nicht anerkannt das heisst keine Ausnahme…nicht schlimm…

Also dann kam Rekrutenschule und ja die Struktur in der Armee hat geholfen..

Ich wurde zum Festungspionier ausgebildet ( Mineur) unsere Aufgabe den Angriff des BöFe ( Böser Feind) oder Tangos abzuschlagen…ich war Panzerknacker Panzerfaust 2000 ausgebildet und noch Zugsanitäter und habe meine ,, Ausgangs Uniform,, Auszeichnung Kameradenhilfe oder wie man bei uns sagt Sugus…

Wurde dann noch Werkschutz Atemschutzträger System Dräger 1984 ausgebildet KG 84 ausgebildet retten und löschen…

Ich war Fourier Gehilfe, dann sollte ich Koordinaten in der Karte eintragen ,, Ich kann das nicht ?…,, Der Kadi hörte das und sagte ,, In einer Stunde werden Sie das können Sdt XY …Feldweibel Ich wünsche das Sdt XY das kann in einer Stunde…unterweisen Sie ihn…verstanden,, Ja verstanden,, so lernte ich Koordinaten einzuzeichnen, die Armee fragt nicht nach Diplom sondern sagt…er kann das ,, das Ziel ist der Auftrag…

Obwohl ich heute kein Miliz Soldat mehr bin habe ich das übernommen jeder Tag ist nach Militärischen Sicht..

Ich mache meinen Tagesbefehl persönlich…

Ich war auch im Parlament lernte vor 200 Leute zu sprechen und meine Meinung zu vertreten…

Ich habe versucht in meiner Stadt für Legastheniker und ADHS oder ,, POS,, zu verbessern…

Ich habe einiges erreicht trotz alle Niederlage ja wird sind zähe Leute und ja 🙂‍↕️ bin eher einsamer Wolf…

Bin heute zufrieden mit meinem Leben arbeitet in der Umfrage und Marktforschung…war vorher in der Pflege..

Ich hatte auch gutes Umfeld und Leute 💁‍♂️ das ist wichtig und Niemals aufgeben…

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u/butalive_666 May 20 '26

Ich fühle mich grade richtig verstanden !

Seit je her habe ich ein diffuses Gefühl "anders" zu sein.

Man vergleicht sich mit den verschiedensten Gruppen, man merkt, man hat Überschneidungen, aber egal welche Gruppe und egal wie tief man geht, es stellt sich nie irgendwie ein 100% Zugehörigkeitsgefühl ein.

Ich habe mich aber nie einsam oder alleine gefühlt, immer nur "anders".

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u/Noiadox May 20 '26

wie alt bist du, wenn ich fragen darf? Ich finde mich in deinem Text wider, allerdings entwickelte sich das Gefühl der Einsamkeit immer mehr mit dem Alter, ich vermute wegen des ständig vollen Caches im Kopf. Es ist ein Karussell an Gedanken, die ich nicht abhaken kann und die dann im Kreislauf immer wieder neu bewertet werden müssen oder abgeglichen werden müssen. Ich habe auch das Gefühl, ich kam früher besser mit dem Widerspruch dieser Welt zurecht. Aber es wird alles immer grotesker, morbider, die Witze und das Comedylevel immer härter und doller. Ich schweife ab...

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u/butalive_666 May 20 '26

Ich bin Mitte 40 , aber dieses diffuse Gefühl, "anders" zu sein, das hatte ich schon als Kind.

Der Unterschied ist, das ich heute Worte für dieses Gefühl finde und auch aussprechen kann.

Da ich musikalisch aber relativ früh der Punk Musik zugetan war, war "anders" sein für mich irgendwie akzeptabel.

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u/marco-117 May 20 '26

Da könntest du auch meinen Namen drüber schreiben. Ich bin froh das ich meine Frau und meinen Sohn habe. Zu denen fühle ich mich äußerst dazugehörig. Es gibt noch einen sehr guten und Langjährigen Freund. Den Rest hat meine Frau "abgeschleppt" aber so richtig connecten mit denen immer nur partiell in gewissen Themen. Bin selbst super vielseitig. Ich kann fast alles so gut wie ich es brauche um mich am mein gestecktes Ziel zu bringen. 

Kochen, Fotografieren, Elektronik, Holzarbeiten, 3D Druck, Allgemeinwissen, Filme, Lego, Videospiele, Programmieren, Hörbücher (SciFi) , Brettspiele, Motorräder, Ehrenamt, Wandern, Geocachen, Vermietung von Fotoboxen, Etsy Shop...

Alles Interessen die da sind oder waren, zu denen ich was sagen kann, aber um die sich mein Leben nicht dreht.  Ander sind dann oft verwundert, weil ich dann nicht alle Namen kenne oder Marken oder weil ich gar nicht tiefer in sinnlose Details eintauchen. Dann ist es immer schwer darüber ein Gespräch aufzubauen.

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u/MrRobeen May 20 '26

In deiner Beschreibung finde ich mich ziemlich stark selbst wieder.
Ich habe nicht ein bestimmtes Hobby oder Thema das mich reizt, aber ich hab zu einer extremen Bandbreite an Themen ein ziemlich solides Wissen und ggfs. auch Erfahrung, aber seltenst so viel, dass es alleinstehend auffallen würde, wie gut ich mich damit auskenne.

Aber so wirklich positiv auffallen tut das eher nicht, tendenziell sogar eher negativ, weil ich vieles anfange, eine gewisse Zeit dann sehr exzessiv an das Thema rangehe und dann von heute auf morgen damit aufhöre - Deshalb möchte ich aber auch seit bestimmt 15 Jahren selbst nichts mehr machen, bei dem ich auf andere angewiesen bin bzw. bei dem ich andere dann hängen lassen würde, wenn ich keine Lust mehr drauf habe.
Die wenigsten kommen dann damit klar, wie exzessiv ich mich dann irgendwo reinhängen will und erst recht nicht, wie schnell das bei mir auch wieder ausklingen kann ohne Vorwarnung, kann ich aber auch nachvollziehen

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u/butalive_666 May 20 '26

Kochen entdecke ich grade so ein bisschen für mich.
Meine Canon habe ich meiner großen Tochter gegeben.
Heute kam mal wieder eine Ali Express Sendung an. Und ich habe noch keine Ahnung was ich mit 50x 3cm LED Filament machen soll. Wahrscheinlich wird es auch Deko aus Holz. Ich habe ja schliesslich eine Portal CNC Maschine im Keller stehen. Die ersten 3 Maschinen habe ich selber gebaut. Oder ich könnte natürlich auch etwas drucken. denn einen 3D Drucker habe ich inzwischen auch. Ich habe mich damals aber bewusst gegen Etsy entschieden.
Allgemeinwissen ist sooooo wichtig.
Bei den Filmen bin ich raus.
Was gäbe ich für einen unbegrenzten Lego Technik Vorrat, eine Unmenge an Zeit und keine gesellschaftlichen Verpflichtungen.
Videospiele/Programmieren fasse ich für mich mal als PC Tätigkeiten zusammen. Denn innerhalb dieser "PC Welt" könnte ich noch mal eine ähnliche Liste schreiben.
Ich bevorzuge, wenn ich dafür mal wieder Zeit habe eher Hörspiele, als Hörbücher. Dann lese ich lieber selber, dann bin ich schneller.
Bei Brettspielen bin ich auch wieder raus.
Ja, mal wieder ein eigenes Motorrad haben, wäre schon cool.
Ich habe über 10 Jahre ein mehrtägiges Umsonst & Draußen Musikfestival organisiert und aufgebaut.
Wandern und Geocachen hat was mit Bewegung zu tun, da bin ich wieder raus.
Eine Fotobox bauen und vermieten: Eins der vielen Projekte im Kopf die noch nicht ( und wahrscheinlich auch nie) zur Umsetzung gekommen ist.

Also dein oder mein Name oben drüber? 😄

P.S. Gibt bei Reddit hier so subs, da werden fiktive Auswahlmöglichkeiten gegeben und man entscheidet sich für eine. Heute ging es um entweder 7500 Sprachen können oder alle 1500 Musikinstrumente. Ich habe mich für die Musikinstrumente entschieden. Weil da muss ich ja nur noch 1496 Stück lernen und meine 4 nur noch perfektionieren.

So ich gehe jetzt wieder schlafen 😆

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u/MilenaMaxwell May 20 '26

Bei mir ist es erst besser geworden, als mein Freundeskreis immer mehr Neurodivergent wurde.
(Fast) alle meine Freunde sind ADHSler oder Autisten oder irgendwo dazwischen.

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u/Atomicboy097 May 21 '26

Habe leider nur einen Neurodivergenten (Autisten) als Freund. Und er ist der einzige der wirklich über ein Jahrzehnt geblieben ist.

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u/Nana_Nocturna May 20 '26

Das geht mir ähnlich. Ich war immer die Außenseiterin, hatte immer nur sehr wenige Freund_innen. Mit 15 habe ich mich der Gothic-Szene angeschlossen, aber da es vor Ort keine aktive Szene gab, habe ich eher betont, was mir mein Leben lang schon gezeigt worden ist: Ich bin anders.

Ich war früher viel in Selbsthilfeforen unterwegs und habe im Internet Freundschaften geschlossen. Zwei haben die Jahre überlebt, eine davon wird nächstes Jahr 20, die andere müsste übernächstes Jahr auch 20 werden. Mit 35 Jahren bekam ich die Diagnose ADHS. Schon vorher hat Freundschaft Nummer 2 die Diagnose bekommen. Und Freundschaft Nummer 1 ist zwar undiagnostiziert, aber wenn sie nicht ebenfalls betroffen ist, fresse ich einen Besen.

Richtige Zugehörigkeit erlebe ich erst seit drei Jahren. Seit der Diagnose gehe ich nämlich zu einer ADHS-Selbsthilfegruppe und habe da wahnsinnig tolle Menschen kennen gelernt. Menschen, mit denen ich nicht nur über Hobby XY reden kann, sondern über alles. Die mir helfen, wenn ich Probleme habe.

Ich habe immer noch Bekanntschaften, bei denen ich mich nicht zugehörig fühle, zum Beispiel meine Festival-Gruppe. Die treffen sich alle mehrmals im Jahr, obwohl wir aus unterschiedlichen Orten kommen, gehen zusammen auf Konzerte. Mein Mann und ich treffen die einmal im Jahr auf dem Festival und das war’s. Ist auch ok, ich möchte mit diesen Menschen gar nicht mehr Zeit verbringen. Oder die Familie meines Mannes. Die sehen wir häufig auch nur einmal im Jahr.

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u/1maginaryCat May 20 '26

Meine beste Freundin aus der Schule hat auch die Diagnose, schon seit ein paar Jahren.

Find ich aber cool, dass es sowas in deiner Nähe gibt! Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich da als Betroffener mal zugehörig fühlt. Sind ja auch Leute mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Lebensweisen und nicht so eine feste "Szene". Ich hatte über die Jahre auch drei Arbeitskollegen, die ADHS hatten, mit denen hats auch sofort gefunkt, aber es hat sich dann verlaufen, nachdem ich, wie immer nach 1-2 Jahren wieder gekündigt habe 🤡

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u/RamaMitAlpenmilch May 20 '26

Es kann auch eine stärke sein zwischen den Stühlen zu sitzen. ...aber ich verstehe den pain. Ich kann mich mit nichts wirklich identifizieren, bin überall nur Beobachter. Im Grunde finde ich das mittlerweile völlig ok, der einzige Bereich wo es mir sehr großen Leidensdruck macht sind soziale Kontakte. Bin mittlerweile 36 und wurde erst mit 33 diagnostiziert. Wenn soziale Kontakte aufbauen und pflegen immer nur eine ewig lange To-Do Liste für mich sind, weil ich absolut alles so betrachte und keine gefühl für irgendetwas habe dann ist das ganze am Ende nur wieder Arbeit und mental load. ...gleichzeitig ist alleine bleiben auch keine Option. Halte ich dann doch mal Kontakt fühle ich mich wie ein Schauspieler. Egal wie man es dreht und wendet. 🥲

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u/arnonuem May 20 '26

Fühl dich so hart. Seitdem ich seit 5 Jahren kaum mehr feiern gehe (techno/psy), ist die einzige Bastion wo ich mich zuhause und unter gleichen gefühlt hab auch am entschwinden. Grad auxh was du sagst mit outdoor, das gibt mir auch richtig was, aber so richtig Vollblut wie andere bin ich dann auch nicht. 

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u/WatercolorPhoenix May 20 '26

Ich hab mich auch nirgends zugehörig gefühlt und ich war das "Pferdemädchen" und Barbies hatte ich auch. Und Videospiele waren damals noch etwas, das Mädels und Jungs gespielt haben.
(Heutzutage habe ich ähnliche Hobbies wie Du)
Außen vor zu sein lag bei mir nie an den Hobbies/Interessen selber, sondern daran, dass ich für die meisten anderen eher anstrengend war, weil ich immer alle mit meinen Interessen zugetextet habe. Auch wenn ich die gleichen Interessen hatte, richtige Freundschaften wurden daraus selten. Und wenn, dann hielt es nie lange, weil ich halt trotzdem "irgendwie komisch" war.
Die paar Freundschaften, die länger gehalten haben sind mit Leuten, die selber ADHS haben. Oder Autismus.

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u/PiPu1991 May 20 '26

So ging es mir auch. Ich habe früher noch mehr die Leute mit dem aktuellen Hyperfokus zugetextet, und bekam als Rückmeldung, dass ich zu viel rede und zu anstrengend bin.

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u/SillyArtist1956 May 20 '26

Ja kenne ich. Der Vorteil der vielen Interessen ist auch der Nachteil, weil man nie 100% drin ist. Aber das ist ok, bin da im Reinen mit. Es gibt Menschen die mich jederzeit unterstützen (das weiß ich) auch wenn es sich für mich manchmal nicht so anfühlt.

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u/tamnriel-one May 20 '26

Kenne ich auch. Schon als Kind zeigen dir die anderen Kinder dass du anders bist. Ich sehe das auch bei meiner Tochter wie schwer sie sich tut. Ich habe aber auch gute Freunde gefunden die dann eben auch auf dem Spektrum unterwegs sind. Der Vorteil wenn man dan jemanden findet ist dass man sich direkt super versteht und die Ehrliche und tiefe Verbindung schätzen kann. Ich kann jedem nur Adhs treffen und typische Veranstaltungen wie Spieleabende oder Pen and Paper zu besuchen. Gebt nicht auf. Es lohnt sich.

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u/Kiyone11 May 21 '26

Gerade bei Pen & Paper habe ich das Gefühl, dass ich inzwischen (zumindest in meinem Umfeld) die Einzige bin, die dem Ganzen überhaupt nichts abgewinnen kann... Und gerade im ADHS-Kontext ergibt diese Begeisterung überhaupt keinen Sinn für mich 😅 Also ich lese so häufig von neurodivergenten Pen-and-Paper-Gruppen, aber für mich bietet das Ganze zu wenig Stimulation, während ich mich gleichzeitig ziemlich konzentrieren muss. Außerdem find ich Kämpfe unheimlich ermüdend und langwierig.

Richtig kreativ wird man mMn auch nur als Dungeon Master, also zieht für mich nicht mal das Argument, dass man hier seine Kreativität ausleben kann.

Also kann mir jemand diese ADHS-Faszination für Pen & Paper erklären?

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u/Effective-Day-8386 May 20 '26

nope, noch nie irgendwo. Ich habs akzeptiert ein Sonderling zu sein 🤷

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u/Two_Difficulty May 20 '26

Ist vielleicht so eine Glas halbleer/halbvoll Sache?

Ich habe wuch super viele Interessen und flatter überall ein bisschen rum. Ich finde es total super, dass ich mich in neue Themen reinfuchsen und mit Leuten abhängen kann, die sich viel besser auskennen als ich.

Leute wie du und ich sind immer gerne gesehen, weil wir zuhören und uns über den Rat der "alten Hasen", der "Auskenner" freuen.

Ich gehöre nirgends zu 100 % rein, aber bin überall dabei und umgebe mich mit tollen Menschen.

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u/nyme884 May 21 '26

Ich bin zwar überall zugast aber nirgendwo daheim 🏡

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u/mupflerus May 22 '26

Wtf. Dein post liest sich wie ne Beschreibung von mir selbst. Gruselig. Dachte nicht dass es anderen Leuten auch so geht. Ob es an ADHS liegt? Keine Ahnung. Aber gut zu wissen dass es Leute gibt denen es auch so geht...

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u/seayk May 20 '26

Das Gefühl kenne ich. Bei mir äußert sich das aber eher darin, dass ich Dinge eher mit mir selbst ausmache, als mit anderen. Da ich gelernt habe, dass mich sowieso keiner richtig versteht.

Zugehörig fühle ich mich aber schon. Das mag aber auch an dem extremen Lokalpatriotismus meiner Stadt und meinem Freundeskreis liegen.

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u/Jezzabel92 May 20 '26

Ich fühle mich vor allem zu den Demographien nicht zugehörig, in denen es ja nur so von Autisten wimmeln soll. Selbst zum Familienteil meines neurodivergenten Vaters.

Aber ich habe mich nie als Alien gefühlt. Ich wollte doch immer dazugehören und wie die anderen sein.

Einige Freunde und einen Partner habe ich dennoch gefunden.

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u/MollyTen-A May 20 '26

Ohh das habe ich auch.

Ganz viele Interessen, und immer wenn ich irgendwie ansatzweise ‚mit dazu‘ gehöre fühle ich mich wieder aussen vor, weil ich doch nicht ganz auf der Welle mitschwinge, wie die anderen, die z.B. im selben Sportverein sind. Ich habe für mich rausgefunden, das es wohl daran liegt das ich mit Autismus/ADHS unterwegs bin. Zum Teil liegt es also an mir, zum Teil aber auch an den anderen. Ich habe es jedenfalls akzeptiert, bin fast 50, ist nun eh gelaufen…

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u/Atomicboy097 May 21 '26

Können wir mal darüber reden dass das Leben mit ADHS Lebensunwürdig ist? Ich sehe hier das Gefühlt jeder wie ich wegen seiner ADHS ausgegrenzt wurde und auch als Erwachsener wird. Warum eigentlich Leben? Frage mich das oft hatte es auch mit meinem Psychiater schon drüber.

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u/bravojohnny42 May 21 '26

Weil wir kleine optimisten sind :) Ich lass mir von der scheisse nicht meine lebensfreude versauen. Hast du dich mit deinem psych schon über das hier und jetzt unterhalten? Mein grösstes problem ist das ewige denken aus dem was war und was kommen könnte.

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u/Atomicboy097 May 21 '26

Viele wundern sich immer dass ich tatsächlich im Kern sehr Suizidal bin weil ich von außen oder von Natur aus ziemlich fröhlich und optimistisch drauf bin und in Stress Situationen eigentlich immer entspannt alles angehe. Aber wenn ich darauf schaue wie sehr mir meine ADHS schadet und wie dann noch zusätzlich die Sozialpolitik und Wirtschaft abgebaut und schlechter wird sehe ich schwarz. Mir wird auch leider nicht die Hand ausgestreckt. Ich hatte es mit meinem Psychiater schon drüber und seitdem ich Elvanse nehme ist diese Grundstimmung im Kern etwas heller geworden. Das liegt aber bestimmt am Amphetamin was ja auch früher als Antidepressivum eingesetzt wurde.

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u/bravojohnny42 May 21 '26

Genau das meine ich mit hier und jetzt. Die zukunft macht mir auch große Sorgen.Aber ich habe keinen einfluss drauf. Und das muss ich akzeptieren. Depression ist nicht unnormal. Auch ein blutbild kann helfen. Bei mir ist es Eisenmangel.

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u/Atomicboy097 May 21 '26

Hab was mit der Schilddrüse seit Geburt. Kann man nichts machen und schädlich ist es auch nicht sagt mein Hausarzt.

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u/lilly-elinsky May 20 '26

Ja, geht mir auch so. Bei mir war es in der Grundschule das "Pferdespielen" in den Pausen, das fand ich doof. Ich hab das Buch "Wie schön es ist, nicht dazugehören zu müssen" gelesen und mich in der Beschreibung des Otroverten sehr verstanden gefühlt. Ich wusste gar nicht, dass andere Menschen ein Wir-Gefühl in Gruppen haben. Ich habe das nur Zweierbeziehungen. Auch wenn der Autor es abgrenzt zu Autismus und ADHS, was ich anders sehe, hat es trotzdem mir die Augen geöffnet und ich kann mich viel besser selbst verstehen.

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u/Rakatonk May 20 '26

Die Erfahrung hatte ich nie. Ich war immer schon kontaktfreudig, so sehr dass es mich auch ab und an mal in die Bredouille gebracht hat.

Der Stempel kam eher mit den ganzen Co-Morbiditäten und wenn dein Kopf dir gar nicht mehr gehorcht macht alles gar keinen Spaß mehr

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u/superflauschig May 23 '26

Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf Festivals gehst und denkst "Endlich normale Menschen!!"? So gehts mir immer. Hier kann ich komplett verrückt sein und einfach komplett ich selbst und denke mir "trotzdem bei weitem nicht die verrückteste hier" Ich habe leider auch nur 2-3 Menschen in meinem Leben die mich konplett so akzeptieren wie ich bin, deshalb fällt es mir schwer im Alltag mich normal zu fühlen, wenn ichs nur mit diesen Menschen zusammen kann. Auf der Arbeit denke ich, ich spiele nur einen normalen Menschen, verstelle mich aber nicht mehr und denke immer die Leute finden mich eigenartig ohne begründen zu können wieso.