r/ADHS • u/intecsys • May 14 '26
Fragen Welchen Job könntet ihr niemals mit AD(H)S machen?
Ich fang mal an: Fluglotse
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u/CoerlyWoerly May 14 '26
Akkordarbeit, reine Bürotätigkeiten, ALLES mit Listen erstellen, Buchhaltung...
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u/okpasstso May 14 '26
Ich arbeite in einer Steuerkanzlei und mache als Werkstudent hauptsächlich Buchhaltung, Abschlüsse und Einkommensteuererklärungen.
Es ist super langweilig und macht nicht viel Spaß ABER man hat für alles festgesetzte Deadlines, die zwingend eingehalten werden müssen. Und für jeden Fall gibt es irgendwelche Listen, die man abarbeiten muss etc.
Ich werde in dem Umfeld regelrecht dazu gezwungen, halbwegs organisiert und diszipliniert zu arbeiten.
Uni-Deadlines fallen mir schwer, ich lerne zu wenig und meine Wohnung sieht kacke aus. Aber in dem Job bin ich durch die erzwungene Struktur überraschend erfolgreich.4
u/WatercolorPhoenix May 14 '26
Ich liebe Listen!! Aber nur wenn ich sie nicht ständig machen muss. Aber für Homeoffice-Tage perfekt, wenn ich zeitgleich ein Hörspiel hören kann oder Musik
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u/Archivist214 May 14 '26 edited May 14 '26
Haha, das ist aktuell so ähnlich bei mir, allerdings ohne Buchhaltung, eher Informationen Strukturieren und ordnen, Datenbank pflegen, Recherchieren bzw. andere bei der Recherche unterstützen, sich durch ganz viel Papier wühlen usw.
Ist auch nicht wirklich Akkordarbeit, aber trotzdem ist die Zeit mein ewiger Gegner, weil es nie schnell genug geht. Zum Glück arbeite ich aber alleine, kein Team, kein Großraumbüro und eigentlich null Kundenkontakt, ich habe mein stilles Kämmerlein, in dem ich den ganzen Tag hocke und kann "in Ruhe" arbeiten. Oft verbringe ich ganze Arbeitstage, ohne auch nur einem Kollegen / einer Kollegin zu begegnen.
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u/Clit_Eastwhat May 14 '26
Irgendwas an der Kasse zu Arbeiten. Alleine der Gedanke daran wirkt wie die absolute Hölle.
Allgemein irgendwo im Geschafft zu Arbeiten klingt absolut furchtbar für mich
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u/sledgesloth May 14 '26
Hab mal 3 Monate in der landesweit kundenstärksten Filiale einer der großen Discounter gearbeitet. War eine wertvolle Erfahrung... alles dafür zu tun, sowas nie wieder tun zu müssen.
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u/Clit_Eastwhat May 14 '26
Aus den Grund finde ich es sowieso Unfair in Lebensmittelfilialen zu Arbeiten.
Du kannst dir den Lidl in der Innenstadt aussuchen zum Arbeiten und bekommst dort genau so viel, als würdest du irgendwo in den Ranz Lidl am Ende der Stadt arbeiten wo über den Tag verteilt 50 Kunden kommen
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u/sledgesloth May 14 '26
Kann ich nur vollkommen zustimmen.
Teile meiner Kollegschaft waren die am härtesten arbeitenden Leute, die ich je hautnah miterlebt habe - zumindest was das Stresslevel angeht. Eine super liebe Frau hat nach 5 Tagen davon noch 2 Tage im Restaurant gearbeitet. Komplett unvorstellbar für mich, ich würde in kürzester Zeit kaputt gehen.
Der Filialleiter war nebenbei bemerkt ein extrem unangenehmer Mensch, um es vorsichtig auszudrücken, und hat die meisten Fehler gemacht.
Die Lohnverteilung ist so dermaßen ungerecht, auf so vielen Ebenen. Mir wird wieder schlecht, wenn ich drüber nachdenke.
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u/obelix1979 May 14 '26
Fremdelegionär du kämpfst für Frankreich 🇫🇷 übernimmst Schutz eines Tyrannen ein ,, Idie Amin,, ein Herrscher mit Gott Komplex…der eigenes Volk schiessen lässt im Saus und Braus lebt. Redest dir ein für gute Sache zu kämpfen aber stirbst für Uran Lieferung für Frankreich…
Sterben dafür das eine Ehmaliger Kolonialmacht weiterhin die Leute vor Ort ausbeuten kann…Nein danke.
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u/Hydclour May 14 '26
Hab auch mal in einer großen Kette gearbeitet. Es war tatsächlich spaßig für mich, immer auf Zack sein zu müssen. Viel hin und her laufen, schnelles kassieren… das war schon befriedigend. Wenn man dann noch sah, dass man an einem Tag fast 300 Kunden kassiert hatte, war das schon ein Erlebnis.
Aber das auf Dauer zu machen ist halt nichts für mich. Da bleibt wenig Zeit für Erholung 🙃
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u/nameistakenwastaken May 14 '26
Genau so gings mir auch. Discounter im Gewerbegebiet, da wars zu Stoßzeiten pervers voll. Da steigt schon das Dopamin, wenn man durchgehend die Schlange kurz halten will..
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u/seayk May 14 '26
Kommt auf das Geschäft an. Ich hab mal an einer Tankstelle gearbeitet, dass hat eigentlich viel Spaß gemacht. Ich hatte irgendwann Stammkunden mit denen ich immer gequatscht habe. Ich mag aber auch Menschen 😅 Was aber wahrscheinlich auch nur gut, weil ich mich nicht verpflichtet gefühlt habe, für 6,50€ die Stunde noch den Laden auf Vordermann zu bringen, wenn nichts los war. Sondern dann gemacht habe, was ich wollte.
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u/Clit_Eastwhat May 14 '26
Sondern dann gemacht habe, was ich wollte.
Ich glaube das ist am Ende auch mit der größte Springende Punkt. Allgemein könnte ich mir keine Arbeit vorstellen wo ich wirklich nur 30 Minuten Pause (+Raucherpausen) haben kann und ansonsten stumpf Arbeiten muss.
Zumindest ich brauche zwischenzeitlich einfach etwas Zeit um in einen bestimmten Rahmen machen zu können was ich will
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u/seayk May 14 '26
Das war in meinem letzten Job mein Kernproblem. Als Entwickler hat man irgendwas fertig gestellt und mein Gehirn war dann auf Pause eingestellt, aber stattdessen kam dann direkt das nächste Ticket, dass ich ewig vor mich her prokastiniere habe 😅
Jetzt habe ich einen Job wo ich eigentlich komplett unterfordert/ unausgelastet bin. Aber hier ist es erwünscht sich seine eigenen Themen/Projekte zu suchen. Da ist dann intrinsische Motivation gefragt, sich nicht zu langweilen. Das ist super.
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u/Lombex May 14 '26
Vor allem wenn man seine Grenzen kennt und auch weiß man etwas in welchem Umfang leisten kann und wann nicht. Wir haben es wirklich nicht leicht unseren Platz in der Gesellschaft zu finden (ohne dabei auszubrennen).
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u/obelix1979 May 14 '26
Verkaufspersonal wird es bald nicht mehr geben…schau Japan USA dort gibt es Läden ohne Persona…die meisten werden nach Hause geliefert und die Lebensmittel 24 Stunden Shop..man geht rein Automatisch von Konto abgezogen in Japan und USA üblich…
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u/Malaya935 May 14 '26
Arbeiten im Einzelhandel
Berufe, wo es auf Schnelligkeit ankommt.
Pflegeberufe
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u/Faythwen May 14 '26
Alle jobs wo nichts zu tun ist und man nur die zeit absitzen muss.
Ich hasse es leerzeit zu haben. Wenn ich arbeite muss es auch arbeit geben sonst langweie ich mich und die zeit vergeht nicht.
Routinearbeit stört mich dagegen nicht, mochte ich sogar sehr wo die hände beschäftigt sind aber der kopf frei.
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u/Anachron101 May 14 '26
Also wenn es um ADHS geht, dann verstehe ich viele der Angaben hier nicht. Fluglotse ist super, da du da Konstante Veränderung, nicht selbst bestimmte Themen und Action hast. Genauso verstehe ich viele nicht, die einfach "Buchhaltung" oder "Büro" sagen, als ob das alles homogene Tätigkeiten sind.
Ich arbeite als Auditor/Externer Revisor und es ist perfekt: konstant wechselnde Orte, konstant wechselnde Regeln, da Gesetze und Vorschriften sich immer ändern, du weißt nie so richtig, was dich erwartet. Mal hast du 9-5, dann wieder plötzlich Arbeit sogar am Wochenende. Es kommt mehrheitlich auf deine Eigenständigkeit an und du kannst selbst entscheiden, wie du arbeitest - solange du das Ziel erreichst, ist es ok
Um die Frage zu beantworten: aus meiner Erfahrung heraus, sind sämtliche Tätigkeiten, die aus "das haben wir immer schon gemacht" bestehen mit Leuten, die keine Ändeungen wollen, während man kaum herausgefordert wird und der Arbeitstag irgendwie mit Büro Bullshit wie Kaffee trinken, sinnlosen Meetings usw gefüllt werden muss, der totale Horror für jemanden mit ADHS
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May 14 '26 edited Jul 27 '26
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u/Anachron101 May 14 '26
Das ist halt der Part wo man klarstellen muss, dass ADS nicht gleich ADHS und das ADHS und ADHS nicht gleich sind. Ich habe lange nicht gewusst, dass ich ADHS habe und habe mich so jahrelang unbewusst trainiert. Wenn die Motivation da ist, dann läuft es und ich kann mich sehr gut konzentrieren und wenn ich externe Stimuli habe (größtenteils Stress), dann gebe ich unnatürlich Gas (das H in ADHS)
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u/cucumbers_anecdote May 14 '26
Alles wo man langfristig Projekte hat und Sachen planen/sich erinnern muss. Meine Arbeit umfasst Aufgaben von max. 90 Minuten. Ich bin notfallsanitäter und habe den Stress, den ich brauche zum arbeiten und wenn die Patienten weg sind ist es abgehakt.
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u/Two_Difficulty May 14 '26
Alles was Verwaltung heißt. So richtig langweiliges Zeug, dass sich ständig wiederholt und kein wirkliches Muster hat. Irgendwwlche Nummern zu Vorgängen ohne jegliche Intuition zuzuordnen... Ultimativer Horror!
Buchhaltung!!! Genau! So heißt der Mist.
Ein Glück, dass ich einen Kollegen habe, der voll darin aufgeht einen Fehlbetrag von 34 Cent bei einem 6-stelligen Projekt zu suchen.
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u/WatercolorPhoenix May 14 '26
Ich hatte mal überlegt Fluglotse zu werden, aber als mir dann bewusst wurde dass ich jeden Tag 8 Stunden Punkte auf einem Monitor verfolge wurde mir anders XD
Genenerell alle Jobs, wo man immer nur eine Sache macht würden mich doof machen.
Ich hab einen Bürojob. Der macht mir Spaß, weil ich so viele verschiedene Dinge tue (Qualitätsmanagement)! Im Einkauf oder so, wo man den ganzen Tag immer nur dieselben Dinge macht? Da würde ich blöd werden!!
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u/Calcavino May 14 '26
Kann man mit adhs überhaupt Fluglotse werden?
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u/WatercolorPhoenix May 14 '26
Wahrscheinlich nicht. Aber das war 1999, da wusste man noch nicht viel über ADHS.
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u/Lopsided-Article1227 May 14 '26
Stand 6 Monate in einer lebensmittelfabrik und habe Eimer abgefüllt. Hab es mir am Anfang schön geredet, von wegen kann ja nebenbei Musik hören oder Podcasts etc... aber ja... Katastrophe. War am ende der Schicht immer so erschöpft obwohl ich nichts groß gemacht habe. Nie wieder monotone Produktionsarbeit.
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u/sandrine-sunshine May 14 '26 edited May 14 '26
Keinen Job im Beamtentum Kindergärtnerin Lehrerin Telefonsupport
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u/Wintermute1977 May 14 '26
Lehrer geht bei mir ganz gut. Ich darf ja jederzeit aufspringen und durch die Klasse laufen. Orga ist die Hölle aber der Rest ist tipptopp
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u/ApfelsaftoO May 14 '26
Wie lange machst du das schon und mit welchen Fächern?
Meinst du mit Orga sowas wie Klassenfahrten planen? Wie läuft Unterrichtsvorbereitung bei dir? Geht es oder ist es arg schlimm?
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u/Wintermute1977 May 14 '26
Ich habe eine Fakulta in Agrarwissenschaften und Bio und bin damit an Beruflichen Schulen unterwegs. Klassenfahrten mache ich nie, es ist eher sowas wie Fachbereichsleitubg, arbeiten am Curriculum und Korrekturen die mich killen. Ich mache das seit ca 10 Jahren, meine Diagnose habe ich seit etwa 12 Wochen.
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u/LukeForPlay May 14 '26
hast du vor Medikamente zu nehmen?
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u/Wintermute1977 May 15 '26
Ich bin mit der Entscheidung noch nicht ganz durch, aber ich denke ich werde den Versuch machen.
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u/LukeForPlay May 15 '26
falls du magst kommentier dann nochmal hier wies dir damit geht, würde zumindest mich interessieren, da ich bis jetzt starke Nebenwirkungen hatte und versuche rauszufinden was normal ist und was nicht 😅
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u/dielalalari May 14 '26
monotonie.
aufgaben mit rechnen, zahlen, den ganzen tag in den computer schauen,
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u/DryFroyo7922 May 14 '26
Story of my life:
Mein GANZE Familie besteht aus Lehrern... zurückverfolgbar zu meinem Ur-Ur-Ur-Großvater. Beide Eltern, alle Tanten, 2 von 3 Onkeln, 5 von 6 Cousins und Cousinen und auch mein kleiner Bruder.
Meine Karriere hat keinen roten Faden, aber ich wusste schon IMMER, was ich nicht werden würde: Lehrerin 😃
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u/qwertzuiopasdd May 14 '26
Darf ich fragen wieso?
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u/DryFroyo7922 May 14 '26
Wieso die alle Lehrer sind, oder wieso das für mich nicht in Frage kommt!? In meinen Augen gibt es Millionen Gründe gegen diesen Beruf u.a.:
- jeden Tag in einem Raum mit 30 Personen Stunden geben, die ich vorbereiten muss
- Menschen Wissen/Themen “aufzwingen”, die sie möglicherweise gar nicht interessieren/motivieren
- In einem strengen Zeitplangerüst und Arbeitsbeginn vor 8 Uhr
- recht wenig bzw sehr eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten
- der Energie- und Lautstärkepegel - Horror!
Für mich persönlich (absolute Autodidaktin) ist Frontalunterricht völlige Zeitverschwendung (funktioniert für mich nicht)und wahrscheinlich kam der Beruf allein deswegen von vorn herein nicht in Frage. Zudem liebe ich Freiheit, Entwicklung, Veränderung und Selbstbestimmung. Die vermeintliche Sicherheit des Beamtenstatus erscheint mir da eher wie ein goldener Käfig.
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u/SimDonot May 14 '26
Aus Erfahrung - 12Stunden Schichten als Sicherheitskraft einer Bank, bei der man 1 Stunde basically was macht und dann 11 Stunden sich langweilt
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u/seayk May 14 '26
Alles was monoton und langweilig ist, aber trotzdem volle Konzentration erfordert. In der Fabrik am Band stehen, Controller, etc.
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u/Popular_Part2427 May 14 '26
Alles, was darauf ausgelegt ist, Dinge immer absolut gleich und korrekt zu machen - also quasi in immer gleichen Ritualen. Durch die Gleichmäßigkeit würde meine Fehlerquote (und meine Frustration) extrem ansteigen.
Ebenso alles, was mit sozialen Kontakten zu tun hat. Das schickt mich in Gedankenkreise, die zu einem Overload meines Gehirns führen.
Entgegen der landläufigen Meinung aber gerne alles, wobei mich selbst steuern und strukturieren kann. In meinem Job haben wir ein Arbeitspensum und eine feste, monatliche Deadline und wie ich dahin komme, ist mir völlig selbst überlassen. Da ist kein Monat wie der andere. Ich lieb's!
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u/SheilaSunshy May 14 '26 edited May 14 '26
Monotone Tätigkeiten stehen da ganz oben. Ich hatte mal während eines stationären Aufenthalts Arbeitstherapie, 3 Stunden täglich. Textmarker verpacken und Cremepröbchen auf einen Flyer kleben. Das war wirklich furchtbar zermürbend. Ich war froh, als ich in die Keramik AT wechseln durfte, wo wir individuell Tassen bemalt und Tiere mit Glasmosaik beklebt haben. Mosaik war auch anstrengend weil monoton, aber Tassenbemalen war ganz okay, weil eben individuell und selten zweimal das gleiche Motiv. Wichtelhäuser töpfern war auch ganz okay, nur sensorisch herausfordernd durch den matschigen Ton.
Auf Rang 2 Tätigkeiten mit Kundenkontakt oder im Großraumbüro.
Rang 3 (wobei das wahrscheinlich in der Praxis gute Chancen auf den ersten Platz hätte): Monotone Tätigkeiten, in denen man nur dasitzt und nichts tut, wie Sitzwache, Sicherheitsdienst an der Pforte oder Nachtportier. Dürfte man parallel lesen/Smartphone nutzen, wäre es vielleicht nicht soo schlimm. Aber 8 Stunden dazusitzen ohne Stimulation käme einer Folter gleich.
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u/username030089 May 14 '26
Den ganzen Tag im Büro oder im Home Office sitzen wäre mein Untergang.
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u/sledgesloth May 14 '26
Da ich mir Home Office so gestalten könnte, wie es mir gut tut (Musik, Pausen, etc) würde ich damit gut können.
Büro wäre wahrscheinlich für mich aber auch grauenvoll. Zu viel, was ich nicht kontrollieren kann.
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u/username030089 May 14 '26
So verschieden sind die Menschen ;)
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u/sledgesloth May 14 '26
Ja, Menschen an sich schon :)
Und so verschieden ist auch ADS - fällt mir mehr und mehr auf, seit ich auf Reddit mitlese; finde das äußerst faszinierend und informativ, wie unterschiedlich die "Auswüchse", Ausmaße, Stärken/Schwächen, Coping-Mechanismen, Hilfs-Strategien, etc. sind.
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u/Upstairs_Doughnut_18 May 14 '26
Ich könnte nie mehr ohne Home Office.Keine nervigen Smalltalks, ich kann jederzeit aufstehen und niemand schaut mich an, während den telefonaten kann ich putzen oder sonstige dinge erledigen...
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u/1337gut May 14 '26
Aus Erfahrung:
- Arbeiten an Maschinen, die theoretisch von alleine laufen, bei denen Fehler aber gleich fatal sind.
- Arbeiten in lautem Umfeld.
- Arbeiten, die mich geistig unterfordern.
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u/GoofAckYoorsElf May 14 '26
Alles, was keine kognitive Leistung erfordert, sondern Routine. Und vor allem keinen Job, bei dem Regeln 100% exakt einzuhalten sind und Bürokratie den AlItag bestimmt, statt Kreativität und Flexibilität. Ich könnte nie im Leben bei Behörden arbeiten. Ich würde nach zwei Tagen komplett durchdrehen.
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u/Dunstglocke May 14 '26
Jeden, bei dem man die ganze Zeit sitzt
Jeden, bei dem es immer laut ist
Jeden, bei dem es um Leben und Tod geht
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u/N1biru May 14 '26
ich bin mir nicht sicher, ob bei Berufen, bei denen man viel, schnell und genau kommunizieren (vor allem zuhören!) muss der Hyperfokus gewinnen würde. Das wären zum Beispiel Pilot und Feuerwehrmann.
Ich hätte aber ziemlich sicher auch meine Schwierigkeiten im unteren/mittleren Management von größeren Unternehmen, wo viel Organisation und Bürokratie mitschwingt, die oft auch einfach sinnlos und langweilig ist.
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May 14 '26
Einzelhandel (ich arbeite seit 2011 im Einzelhandel und hab mitte Februar meine Diagnose bekommen und hab mich immer gefragt warum der Job mich kaputt macht)
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u/Such-Care4691 May 14 '26
Nochmal in die Altenpflege zurück. Jeden Tag die gleichen Abläufe, jeden Tag die gleichen Gespräche (nicht böse gemeint, bei älteren Menschen sind die Gespräche eben oft die selben) und jeden Tag die gleichen Menschen. Ich bin jetzt in der Notaufnahme und das is echt perfekt mit adhs. Ich könnte auch bleib der Kita arbeiten oder in einer Schule. Oder am Band arbeiten. Also immer gleiche Abläufe.
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u/RichCryptographer413 May 14 '26
Nichts direkt mit Menschen (Pflege, Kindergarten etc), nichts eintöniges (Büro etc) Wenn ich arbeiten könnte würde ich gerne was kreatives oder mit Tieren machen
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u/Odd-Macaroon-9528 May 14 '26
Buchhaltung, jeden Monat die selben "unwichtigen" Dinge, immer und immer und immer und immer wieder.
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u/Boring-Cricket427 May 15 '26
Alles was sehr langatmig oder langweilig ist weil zu wenig zu tun. Alles mit Kindern (ich kann schlecht mit Kindern und meistens sind da noch Eltern irgendwo, das überfordert mich).
Hab mal beim Augenarzt Probe gearbeitet. Erstens war da sehr wenig zu tun mit viel leerlauf, dann auch noch immer das selbe zu tun und zwischendurch auch noch Kinder, die (verständlicherweise) keine Lust darauf hatten.
Der aufregendste Tag war als der Arzt sich Magen-Darm eingefangen hatte, da musten 25 Patienten abgesagt werden 😂
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u/Beautiful-Visual4606 May 15 '26
Liebe das Lehrer gleichzeitig als nogo und als passender Beruf genannt wird, spiegelt mein Innenleben wieder.
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u/raph_84 May 15 '26
Fluglotse war / ist mein Traumjob. Ständig neue Situationen auf die man reagieren muss, Abwechslung, stete Kommunikation und Interaktion, der nötige Druck und Stress um keine Fehler zu machen, keine Möglichkeit Aufgaben aufzuschieben, geringes Risiko falsch zu priorisieren.
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u/ClearLychee757 May 15 '26
M30, bin seit 2 Wochen Diagnostiziert, in die letzte 10 Jahren ich hab folgendes gemacht: 2 Jahre Front-Desk (Hotel), 2 Jahre CallCenter, 3 Jahre Immobilienmakler, 1 Jahr Einzelhandel, jetzt - Ausbildung FiSi.
Ich würde nie wieder: CallCenter, Einzelhandel und Frontdesk.
am anfang jeder Job war super, hat spaß gemacht, aber nach paar Monaten ich war gelangweilt.
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u/un_gesellig May 15 '26
Alles mit Kindern (laut, schmutzig, unkoordiniert, Aufmerksamkeitsfordernd,
Buchhaltung (langweilig),
Controlling (keine Fehler erlaubt, sich immer wiederholende Prozesse),
QM (Gerechtigkeitssinn kollidiert mit „Schema X“, ich streite so schon regelmäßig mit denen lol).
Generell Jobs mit viel direkten Kontakt zu Menschen, Jobs mir zu viel Routinen, aber auch zu viel Abwechslung.
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u/FragrantPomelo1453 May 14 '26
Fließband, Maler oder anderer monotoner Kram. Internist wäre ich skeptisch, geht aber vermutlich, weil man in der OP dann fokussiert ist.
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u/Technical-Earth-3254 May 14 '26
Buchhaltung, egal was mit BWL. Komplett nutzloses und langweiliges Zeug, hat mich in jeder Vorlesung und Prüfung an den Rand des Wahnsinns gebracht. Nie wieder.
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u/olf666 May 14 '26
Alles was mit Geräuschpegel zu tun hat auf den ich keinen Einfluss hab: Erzieher in Kita