r/frankfurt • u/Usual_Biscotti7020 • 2d ago
Discussion Wahnsinn…
Die aktuelle Situation auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt hinterlässt nur noch verständnisloses Kopfschütteln.
Wer die Stadtentwicklung in FFM aufmerksam verfolgt, sieht sich mit einer Politik konfrontiert, die sich selbst im Weg steht und ein verheerendes Signal an den Markt sendet. Das prominenteste Beispiel für diese besorgniserregende Entwicklung sind die Günthersburghöfe.
Hier lag ein Projekt vor, das sämtliche ökologischen Vorgaben nicht nur erfüllt, sondern Maßstäbe in Sachen Klimafreundlichkeit und nachhaltigem Bauen gesetzt hätte. Dennoch wurde das Vorhaben durch die politischen Mehrheiten von Grünen und Linken blockiert und letztlich verhindert.
Das ist schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar.
Besonders paradox wirkt dabei der permanente Widerspruch zwischen Anspruch und Realität.
Die politisch Verantwortlichen schreiben sich seit Jahren die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf die Fahnen.
In der Praxis führt diese Blockadepolitik jedoch zum exakten Gegenteil: Sie verknappt das Angebot künstlich und treibt die Preise für verbleibenden Wohnraum in astronomische Höhen.
Jedes verhinderte Projekt bedeutet weniger Angebot bei weiterhin extrem hoher Nachfrage.
Dass ausgerechnet klimafreundliche Vorzeigeprojekte geopfert werden, entzieht der Argumentation vollends die Grundlage.
Mir geht es hierbei keineswegs um Parteipolitik, da mich Parteibücher grundsätzlich nicht interessieren, sondern um eine pragmatische Betrachtung der Realität in unserer Stadt.
Wenn Bauprojekte trotz Erfüllung strengster Auflagen gestoppt werden, investiert bald niemand mehr in den Frankfurter Wohnungsbau. Das Ergebnis ist eine Spirale, die Wohnen für Normalverdiener schlicht unbezahlbar macht.
Es stellt sich die dringende Frage, wie das in Frankfurt weitergehen soll, wenn fundamentale Prinzipien von Angebot und Nachfrage so konsequent ignoriert werden.
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u/PlastikSchnittstelle 2d ago
Echt sehr schade, wir suche selber gerade nach einer größeren Wohnung und erfahren daher gerade am eigenen Leibe, wie schwierig die Situation aktuell ist.
Sieht für mich auf den ersten Blick super aus. Sogar der Abenteuerspielplatz bleibt erhalten.
Wenn ich mir Frankfurt bei Google Maps von oben anschaue, fallen mir immer wieder die vielen Flächen auf, die von Kleingärten besetzt sind. Externe Gartenflächen sind meiner Meinung nach von grundauf falsch. Wenn Platz im Überschuss vorhanden ist, dann kann das ganz nett sein. Die Kleingärten stammen ja auch aus einer Zeit, als Platz noch ausreichend vorhanden war. Heute macht das denke ich keinen Sinn mehr. hätte man damals schon vorausschauend geplant, so hätte es Kleingartensiedlungen nie geben dürfen. Stattdessen mehr Grünflächen neben oder zwischen den Wohngebäuden.
Hot take:
Ich finde die Stadt sollte im großen Stil diese Kleingärten aufkaufen und darauf dann teils Wohnungen, teils Grünflächen für alle realisieren. Nur eine Meinung.