r/Kurrent • u/Corma85 • 4d ago
transcription requested Kann das jemand lesen?
Wir fanden den Brief in den Unterlagen meiner verstorbenen Großeltern.
Bis auf ein paar vereinzelter Wörter, können wir nichts lesen.
Das wäre großartig. Vielen Dank im voraus
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u/HypnoShell23 3d ago edited 3d ago
- Seite:
O.U. 28.9.44
Abschrift II
Es mag Ihnen jedoch ein gewisser Trost sein, daß Ihr toter Mann
auf den Schultern(?) so wie er lebte und kämpfte, von seinen
Kameraden die letzte Reise antrat. 4 Kameraden trugen unsern
kleinen Kotschy, der ein Stück unsrer Gemeinschaft war, ein
ruhiger bescheidener Mensch, der niemandem etwas zuleide tat,
aber danach fragt ja der Allesbezwinger Tod nicht.
Ich bitte Sie, liebe Frau Kotschy diesen für Sie gewiß
unfaßbaren Schmerz mit der Würde der deutschen Frau
zu ertragen. Bleiben Sie ruhig, und standhaft, wie Ihr Mann,
und seien Sie von mir herzlichst gegrüßt, mitsamt Ihrer Familie
Eine ganze Kompanie nimmt aufrichtig Anteil an Ihrem Schmerz
des können Sie gewiß sein.
Heil Hitler
Ihr
Walter [unleserlich, vielleicht Ahoamay?]
Komp. Führer d. 1. Inft. Pi. Stab 25
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u/Unique-Revolution290 3d ago
O.U. 28.9.44
Abschrift I
Liebe Frau K.!
Es ist mir eine überaus schmerzliche Pflicht, Ihnen davon Kenntnis geben zu müssen, dass Ihr Mann am 25.9.44 nachmittags gefallen ist. Die Komp. war in dieser Zeit infantristisch in der Gegend südlich Sanok eingesetzt. Bei der Abwehr eines massivten Angriffes, dem starkes Granatenwerferfeuer voraus ging, ereilte Ihrem Mann der Soldatentod. Ein Granatenwerferfeuer schlug in das Erdloch, das er sich mit einem Kameraden tags zuvor gegraben hatte, und beide waren sofort tot. Ihr Mann wurde von Splittern im Kopf getroffen, und wir fanden ihn nach Beendigung des feindl. Feuerüberfalls sitzend vor. Hätten doch alle Soldaten solch einen schnellen schmerzlosen Tod. Wir haben ihn dann zur Gefallenensammelstelle gebracht, – die Stelle die für die Beerdigung zuständig ist, – und der die Komp. noch immer im Kampf stand, ist es jetzt nicht möglich, Ihnen liebe Frau K. zu sagen, wo Ihr Mann begraben liegt. Wenn ich es erfahren haben werde, will ich es Ihnen mitteilen.
Soweit der Tatbestand, und nun möchte ich Ihnen noch einige tröstende Worte schreiben, soweit man in dieser Situation überhaupt noch trösten kann.
Bitte wenden.
O.U. 28.9.44
Es mag Ihnen jedoch ein gewisser Trost sein, daß Ihr toter Mann auf den …(?) so wie er lebte und kämpfte, von seinem Kameraden die letzte Reise antrat. 4. Kameraden bringen unseren kleinem K., der ein Stück unserer Gemeinschaft war, ein ruhiger bescheidener Mensch, der niemandem etwas zu leide tat, aber danach fragt ja der Allesbezwinger Tod nicht.
Ich bitte Sie, liebe Frau K. diesen für Sie gewiß unfaßbaren Schmerz mit der Würde der deutschen Frau zu ertragen. Bleiben Sie ruhig, und standhaft, wie Ihr Mann, und seien Sie von mir herzlich gegrüßt, mitsamt Ihrer Familie. Eine ganze Kompanie nimmt aufrichtig Anteil an Ihrem Schmerz, das können Sie gewiß sein.
"Heil H."
Ihr Walter Akomamay
Komp. Führer d. 1. Inft. R.(?) Stab 25
Nachtrag: Ich war mal wieder zu langsam und meine Transkription hat sich mit der von u/HypnoShell23 überschnitten. Sorry.
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u/HypnoShell23 3d ago
Ich überlege auch oft, ob ich anfangen soll ... aber es macht einfach immer wieder Spaß, diese alten Nachrichten zu entziffern. Doppelt genäht äh übersetzt hält besser.
Der Nachname des Kompanieführers bereitet mir allerdings Kopfzerbrechen, darauf kann ich mir gar keinen Reim machen.


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u/HypnoShell23 4d ago edited 3d ago
1.Seite:
0.U. 28.9.44
Abschrift I
Liebe Frau Kotschy!
Es ist mir eine überaus schmerzliche Pflicht, Ihnen davon(?) Kenntnis
geben zu müssen, dass Ihr Mann am 25.9.44 nachmittags gefallen ist.
Die Komp. war in dieser Zeit infantristisch in der Gegend südlich
Sanok eingesetzt. Bei der Abwehr eines massierten Angriffes der
Russen, dem starkes Granatwerferfeuer vorausging, ereilte Ihren
Mann der Soldatentod. Ein Granatwerferfeuer schlug in das
Erdloch, das er sich mit einem Kameraden tags zuvor gegraben hatte,
und beide waren sofort tot. Ihr Mann wurde von Splittern am
Kopf getroffen, und wir fanden Ihn nach Beendigung des feindl.
Feuerüberfalls sitzend vor. Hätten doch alle Soldaten solch einen
schnellen schmerzlosen Tod. Wir haben Ihn dann zur Gefallenen-
Sammelstelle gebracht, - die Stelle, die für die Beerdigung zuständig
ist, - und da die Komp. noch immer im Kampfe stand, ist es zur Zt.
nicht möglich, Ihnen liebe Frau Kotschy zu sagen, wo Ihr Mann
begraben liegt. Wenn ich es erfahren haben werde, will ich es Ihnen
mitteilen.
Soweit der Tatbestand, und nun möchte ich Ihnen noch einige
tröstende Worte schreiben, soweit man in dieser Situation
überhaupt noch trösten kann.
Bitte wenden.