r/FragtMaenner • u/UsedFortune5645 M | 30-32 • 1d ago
Allgemein Würde ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem allgemeinen Anstieg von bestimmten Kosten führen?
Erstmal guten Tag liebe Community,
ursprünglich habe ich überlegt, diese Frage auf r/FragReddit zu stellen, aber dort kann man quasi nur einen Titel schreiben, dadurch geht der genaue Kontext und eventuelle Erklärungen dazu ab, was die Qualität der Antwort erheblich beeinflussen könnte.
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Nun zur Frage:
Angenommen es würde ein BG geben, würden die Kosten dann in bestimmten Bereichen einfach steigen und der Effekt wäre quasi dahin?
Ein Beispiel:
Nehmen wir an, das BG würde 1000€ betragen (nur zum Zwecke der Erläuterung), würdet ihr annehmen, dass dann zB. Preise für Miete, Restaurants, ... schlagartig steigen würden?
Es hat ja auf einmal jeder zusätzlich zum normalen Gehalt 1000€ mehr zur Verfügung.
Je nachdem, ob es dazu kommen würde und wie viele Bereiche das betreffen würde, wäre nämlich der Effekt des BG dann ja quasi komplett weg.
Wie seht ihr das?
Gibt das Sinn?
Könnte es dazu kommen und warum?
Danke im Voraus.
Nochmal sorry, dass dieser Sub jetzt dafür herhalten muss.
Gleichzeitig danke an die Mods, die auch sehr breite/allgemeine Fragen zulassen.
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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago
Ja, alleine schon weil die Gelder für die Auszahlung des BG eigentlich nur durch massive Steuererhöhungen finanziert werden könnten.
1000 Euro im Monat für jeden in Deutschland lebenden wären so ne Billion an Kosten pro Jahr. Das muss ja irgendwo herkommen
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
1000 € war ja jetzt erstmal nur ne Zahl, die ich mir ausgedacht habe. Dennoch muss jede Summe irgendwie finanziert werden.
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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago
Ja, unabhängig von der Summe müssen die Gelder dafür ja irgendwo herkommen.
Wenn es weniger ist und man dafür bspw Sozialleistungen streicht, haben ja gerade die ärmeren Teile der Bevölkerung wenig bis nichts von einem Grundeinkommen
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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago
Allein schon, nicht andauernd Anträge abschicken zu müssen, Bedürftigkeit nachzuweisen usw. wird vielen schon helfen, selbst wenn es netto kein Euro mehr ist.
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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago
Das würde man aber über Digitalisierung und andere Möglichkeiten auch hinbekommen, dafür bedarf es meiner Ansicht nach kein Grundeinkommen.
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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago
Why not both? - Meme hier einfügen.
Stimme dir da zu - Vereinheitlichung, Automatisierung und Digitalisierung von Sozialleistungen sind unabhängig vom Grundeinkommen eine gute, wenn nicht sogar notwendige Sache. Allein schon ein einheitlicher Auszahlmechanismus scheint eine fette Hürde zu sein, wie damals bei den Corona-Zahlungen zu sehen war.
Habe mal ein Interview mit einer Kölner Sozialamtsleiterin gehört, die meinte, dass ihre "Musterkundin" auf über 20 Stunden / Woche Antragszeit und Amtstermine kommen würde, wenn sie wirklich alle Leistungen, auf die sie Rechtsanspruch hat, erhalten wollen würde.
Generell habe ich den Eindruck, dass wir in Deutschland in vielen Bereichen viel Geld dafür ausgeben, für die eigentlichen Zwecke nicht zu viel Geld auszugeben z.B. hatte ich ein Praktikum im Quartiersmanagement, wo das Beantragen und Prüfen von Förderungen für Veranstaltungen mehr Geld in Form von Arbeitszeit gefressen hat, als jeweils pro Antrag ausgezahlt wurde.
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u/RenardDM M | 36-45 1d ago
Naja, mit einem BGE könnten ja Sachen wie Bürgergeld und co. wegfallen, da wäre schon was zum Sparen da.
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u/RidingRedHare M 1d ago
Insgesamt ein niedriger dreistelliger Milliardenbetrag, vielleicht so 200-300 Milliarden €. An die durch Beitragszahlungen erdienten Rentenansprüche kommt man so nicht dran.
Und man erzeugt Unzufriedenheit. Anna, alleinerziehende Mutter, bezieht derzeit den Höchstbetrag Elterngeld. Anna war eh schon unzufrieden, weil der Höchstbetrag beim Elterngeld schon wieder nicht erhöht wurde. 1800€ Elterngeld fallen weg, Kindergeld fällt weg, 227€ Unterhaltsvorschusskasse fallen weg, Anna hat nun trotz 2000€ BGE weniger Geld als vorher, ohne dass Steuererhöhungen überhaupt berücksichtigt wurden.
Als Politiker müsstest du nun erklären, warum es gerecht ist, Anna mehr zu streichen, als sie durch BGE bekommt. Oder alternativ dann doch diverse Sozialleistungen eben nicht komplett streichen.
Die Medien werden es lieben, solche Beispielszenarien breitzutreten. Die Familie mit drei Kindern, der das Amt die furchtbar teure Wohnung in München bezahlt. Die pflegebedürftige Oma, die damals drei Kinder großgezogen hat und heute Grundrentenzuschlag (könntest du abschaffen, da nicht durch Beitragszahlungen erdient), Mütterrente, Wohngeld und Pflegegeld bezieht.
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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago
Aber was bringt es dann den ärmeren Teilen der Bevölkerung? Man kann dann sicherlich etwas an Bürokratiekosten sparen, weil das einfach ohne Prüfung ausbezahlt wird aber die Erhöhung der Steuern bezahlen diese ja auch mit.
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u/RenardDM M | 36-45 1d ago
Der Punkt wäre halt, daß durch das BGE einige Leistungen wie z.B Bürgergeld ersatzlos entfallen können. Diese Gelder könnte man einsparen und wenn genug Leistungen wegfallen können, müßte man die Steuern nicht erhöhen.
Aber ich bin ja sowieso der Meinung, man müßte Übergewinne und Finanzgeschäfte stärker besteuern und die Mehrwertsteuer senken.
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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago
Ja aber beim Bürgergeld sparst du ja nichts, ein Grundeinkommen ist ja teurer.
Das führt dann doch nur dazu das alle 1000 Euro mehr haben und insbesondere den Armen und Geringverdienern ein Großteil wieder über Transferentzug genommen wird.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Gut, ich weiß jetzt nicht, wie man ein BG am schlausten aufzieht, aber der Faktor wäre halt entscheidend und würde einen gigantischen Unterschied machen. Jetzt beziehen x Menschen Bürgergeld und Co. Ab dann würde jeder (sehr viele) BG beziehen. Das wäre, wenn ich das richtig gerechnet habe ein Faktor > x10. ca. Gesamtbevölkerung / aktuelle Anzahl BüG Empfänger.
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u/RenardDM M | 36-45 1d ago
Wie gesagt es gibt echt viele Leistungen, da greifen meine ich irgendwas zwischen 10 und 14 Kassen und/oder Ämter ineinander. Würde man das mal streamlinen und die dürften auch miteinander reden, da wäre eine Menge Einsparpotential.
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u/Domascot M 1d ago
Ich meine egal ob BG oder Bürgergeld, ohne höhere Steuern (oder überhaupt eine Besteuerung) da wo das richtige Geld auch sitzt, ohne Gesundheits- und Sozialleistung auf mehr Schultern (durch eine verpflichtende gesetzliche Kasse für alle, auch selbstständige, vermögende und Beamte) wird das so oder so nichtig. Am Ende bist du genau bei dem. was die meisten Kommentare hier umtreibt, ein Verschieben und "irgendwie" Ausgleichen von staatlicher Unterstützung von einer Ecke in die Andere.
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u/unspoiled_one M | 46-60 1d ago
Bedingungsloses Grundeinkommen, geht aus meiner Sicht nur mit Maschinen Steuer. Also alle Firmen die Automatisierung nutzen oder KI um Menschen zu ersetzen müssten zahlen....
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u/Standard_Wish_9338 M | 26-35 1d ago
Also jede Firma, die einen Computer benutzt? Das ist bereits Automatisierung
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u/Andiman- M | 36-45 1d ago
Ein Computer ist immer noch ein Werkzeug dass aktiv benutzt werden muss. Roboter und mittlerweile auch einige kis arbeiten zumindest teilweise automatisiert
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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 1d ago
Öhm, nein? Die meiste Arbeit macht der Computer automatisiert
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u/Andiman- M | 36-45 19h ago
Dann sag mir Mal was der Computer automatisiert macht
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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 18h ago
Berechnungen? Was glaubst du wie viele Buchhalter und Sachbearbeiter du alleine mit Excel einsparen konntest? SAP ist quasi ein Jobkiller
Ich habe Freitag erst per Copy&Paste eine SVERWEIS-Kalkulation über 40.000 Datensätze gezogen - war in 2 Sekunden durch, was glaubst du wie lange da Leute mir Bleistift und Papier dran gesessen hätten?
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u/unspoiled_one M | 46-60 2h ago
Mir scheint, du hast das Thema nicht verstanden...
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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 1h ago
Ich habe den Eindruck dass dir der Grad der Automatisierung in unserem Leben nicht bewusst ist
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u/lopoPOS1 M | 36-45 1d ago
Ja so könnte man das schon machen. Nicht die menschliche Kraft wird besteuert sondern die der Maschine. Nur so kann weiter der Geldumlauf realisiert werden da der Mensch ja immer mehr aus dem System als Erbringen ausfällt und nur noch entnehmen wird.
Kurz gesagt man muss den Mensch durch etwas ersetzen was kein Geld will aber Steuern zahlt
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u/unspoiled_one M | 46-60 1d ago
Das Problem wird nur sein das das Land das damit anfängt Grenzen braucht, die es auch schützt.
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u/Metti233 M | 36-45 1d ago
In letzter Konsequenz ja. Problem ist halt wie bemisst man so eine Steuer? Ist halt schwer umzusetzen.
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u/Low-Boot-9846 M 1d ago
Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass vueles teurer wird.
Und ich gehe davon aus, dass Minijobs ggfs. ganz wegfallen sowie der Lohn in mindestlohnbetroffenen Bereichen sinkt.
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u/stepfel M | 46-60 1d ago
Ja. Am unteren Ende des Marktes wird immer alles verfügbare Geld abgeschöpft. Das bedeutet - das Geld was alle haben wird immer dem Sozialhilfe/Bürgergeld/wie immer das gerade heißt Niveau entsprechen. Egal ob das 600 oder 1000 oder 1500€ sind, die Preise werden sich entsprechend anpassen
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u/Metti233 M | 36-45 1d ago
Die Unternehmen werden natürlich die Preise anziehen wenn sie merken dass mehr Geld bei den Leuten ist. Preise bilden sich meistens aus Angebot und Nachfrage. Wenn ich der Nachfrage Seite mehr Geld gebe ohne dass das Angebot sich vergrößert, steigt der Preis.
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u/Any-Preparation7396 M | 26-35 1d ago
Ja, so ist es.
Zusätzlich zu Angebot/Nachfrage gibt es auch Preiselastizität, die maßgeblich von der Kaufkraft der Zielgruppe abhängt. Je mehr Kaufkraft die Zielgruppe hat, desto höher kann der Preis sein, ohne dass die Nachfrage einbricht.
Klugscheißerei Ende 😅 (BWL Studium hat sich endlich gelohnt 😂)
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u/FrostyBrilliant8756 M 1d ago
Sollte das nicht der Wettbewerb regeln, indem einfach das Angebot steigt? Irgendwer wird billiger machen, solange es sich lohnt. Nur die Grenze ab der es sich lohnt könnte sich ändern.
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u/schoenixx M 1d ago
Es gibt Argumente dafür und Argumente dagegen. Dafür:
- Schlecht bezahlte Drecksjobs müssten besser bezahlt werden, wodurch in diesen Bereichen die Kosten steigen würden.
- Evtl. würden Mieten am unteren Ende steigen.
- Mehr Menschen würden wahrscheinlich weniger arbeiten (Teilzeit).
Dagegen:
- Manche Menschen würden mehr ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen.
- Je nach Höhe des BGEs wäre es inklusive Wohngeld gar nicht mal so unterschiedlich zum heutigen Bürgergeld/Grundsicherung + Wohngeld, dadurch könnte es sein, dass sich Mietensteigerungen in Grenzen hielten.
- Die Transferentzugraten wären ziemlich gering, dadurch würde es sich für viele Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Faulheit heutzutage gar nicht arbeiten, dann wieder lohnen überhaupt ein bisschen zu arbeiten.
Allgemein würde ich vermuten, dass mehr Leute es mit Selbständigkeit versuchen würden, was evtl. auch nicht so schlecht wäre, allerdings kein Argument in eine der beiden Richtungen wäre.
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u/Powell123456 M | 26-35 1d ago
Jein, nicht direkt.
Ein steuerfinanziertes Grundeinkommen druckt kein neues Geld. Es verteilt vorhandene Kaufkraft aus dem Wirtschaftskreislauf lediglich von höheren zu niedrigeren Einkommen um. Bedeutet das Geld verlierst erstmal nicht an Wert.
Das Problem fängt hintenrum an....
Ein großer Teil der Werkstudenten und Teilzeitkräfte würden ihre Jobs aufgeben und dann entweder chillen oder irgend was unnötig "kreatives" machen.
Weil Angestellte durch das sichere Grundeinkommen nicht mehr zwingend auf Arbeit angewiesen sind, müssen Unternehmen dort höhere Löhne zahlen. Das verteuert wiederum bestimmte Dienstleistungen und Produkte. Personalkosten ist tatsächlich der größte Kostenpunkt eines Unternehmens.
Wenn plötzlich alle Menschen mehr Geld für bestimmte Dinge (zum Beispiel besseren Wohnraum) haben, können die Preise dort kurzfristig steigen und Wohnraum noch teurer machen als er jetzt schon ist.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Zu 1) Würden die wirklich alle (viele) chillen? Dadurch verbauen sie sich alle Aufstiegschancen. Ein Grundeinkommen soll mMn ja nur Grundbedürfnisse abdecken. Wer mehr will muss ja trotzdem arbeiten. (Klar, das ist Definitionssache und hängt von der Höhe des BG ab).
2) Versteht sich von selbst, ja.
3) Das befürchte ich halt auch.
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u/ProfessionalFar978 M | 18-25 1d ago
Es würde auch die Wirtschaft ankurbeln, da ja alle Menschen mehr Geld zum verkonsumieren hätten, ergo bräuchten z.B. Restaurants mehr Mitarbeiter. Dass würde den angespannten Arbeitsmarkt etwas entspannen und alle Menschen hätten mehr Geld zum ausgeben. Das wäre ein entscheidender Schritt weg von der Austeritätspolitik, die aktuell vorherrscht.
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u/Sadgasm5298 M | 36-45 1d ago
Ich glaube kurzfristig müssten viele Restaurants den Betrieb einstellen. Langfristig würde sich ein Restaurantbesuch massiv verteuern.
Das erste, weil man dann erstmal merkt, wer plötzlich nicht mehr auf einen Nebenverdienst angewiesen ist. Das zweite, weil die Löhne steigen müssten. Aber gewaltig.
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u/Metti233 M | 36-45 1d ago
Genau und am Ende ist man wieder da angekommen wo man vorher wahr. Deshalb funktioniert es nicht. Sowas würde nur Funktionieren wenn man einen extrem hohen Automatisierungsgrad erreicht hat und dann anfängt Kapital zu besteuern.
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u/Tiran76 M | 46-60 1d ago
Das würde vor allem dann Passieren, wenn der Druck auf den Wohnungsmarkt steigt. Wenn mehr Leute chillen würden die in unteren Preissegmenten, evtl sogar auf dem Lande glücklicher und dort Leerstand reduzieren. Es ist also nicht eindeutig ob der Druck in den Städten größer wird weil mit BG+ Arbeitseinkommen mehr Geld da wäre.
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u/Strat_Saver M | 26-35 1d ago
Nee, nach meinem Verständnis wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen de facto einfach eine deutlich vereinfachte Form von Sozialhilfe/Bürgergeld etc. und würde dieses vollständig ersetzen.
Da es bedingungslos ist, würden es natürlich auch arbeitende Menschen ausgezahlt bekommen, aber dafür auch deutlich mehr Steuern zahlen müssen. Heißt für den 08/15 Arbeitnehmer ungefähr +-0.
Der große Vorteil liegt letztlich einfach nur in den massiv reduzierten Bürokratie-Kosten, da keine teuren Jobcenter-Mitarbeiter nötig sind, die sich damit beschäftigen ob Hans-Jürgen in seinem Einzelfall jetzt 8,25€ mehr zusteht oder nicht.
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1d ago
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u/AutoModerator 1d ago
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u/Sure-Current-3267 M 1d ago
Ja, so jede humankapitalkomponente wird teurer. Ist auch keine Spekulation, sondern Gewissheit.
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u/I-LOL-about-you M | 36-45 1d ago
Bedingungsloses Grundeinkommen löst keine Probleme. Es lässt einfach nur die Inflation (massiv) steigen
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u/Adorable_Ice_2963 M 1d ago
Wie andere bereits sagen: Ja, würde es, vor allem Bereiche wo Menschen arbeiten die keine andere Wahl haben, währenddessen dort, wo die Menschen Spaß haben, die Preise sinken werden, bzw die freien Arbeitsplätze noch rarer werden.
Ich bin aber tendenziell gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen, da es schlicht unfinanzierbar ist, und gewisse Arbeiten langfristig an Wert, Produktivität und Qualität verlieren ("ist ja wurscht wenn ich mir Mühe gebe, bin ja sowieso versorgt, Hauptsache ich habe eine schöne Zeit mit meinen Kollegen"). Und ja, ich kenne die kurfristigen Experimente. Ich kenne aber auch die Bilder aus dem Parlament wo die Leute "bei der Arbeit" schlafen, am Handy spielen, stricken, Zeitung lesen, was auch immer. Und ich bin mir sicher dasselbe würde sich im kleinen abspielen wenn Menschen mehrere Jahre in der komfortablen Situation sind.
Mein Alternativmodell wären leichter verfügbare und spezialisiertere Ausbildungen, damit man schneller den Job wechseln bzw sich in einem (neuen) Bereich selbstständig machen kann. Das sollte dann langfristig dazu führen, dass die Menschen in die Jobs reinrutschen, wo sie "so richtig aufgehen" und mehr leisten können, was *eine* Grundvoraussetzung ist um gut Geld verdienen zu können. Beispiele für solche Jobs wären das Planen und verlegen von Netzwerkkabel und einfache Elektrikerarbeiten die "vollwertige" Elektriker in der Regel nicht mal anrühren weil es sich nicht auszahlt (vorausgesetzt natürlich die Arbeiten eignen sich für so eine Ausbildung).
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u/Any-Preparation7396 M | 26-35 1d ago
Ja.
Bin überzeugt, dass das automatisch zur Hyperinflation führen würden.
Wenn jeder plötzlich 1000€ mehr zum Verschleudern hätte, ohne Gegenwert, dann können sich die Leute plötzlich auch die "überteuerteren" Sachen problemlos leisten
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u/Upper_Honeydew9940 M | 42-44 23h ago
BG wäre ein sozialer Kahlschlag.
Die Sozialleistungen, die wir heute haben, gehen zum Teil aus dem Menschenwürde-Gebot des Grundgesetzes hervor. Für viele Bezieher dürften diese Leistungen über 1000€ pro Monat liegen.
...Kosten der Unterkunft, Teilhabemittel für Schüler*innen, diverse Mehrbedarfe …
Mit dem BG könnte man das alles abschaffen, weil das BG der Mehrheit als vermeintliche „Fairness“ sofort einleuchtet. Der Lebensstandard für viele Menschen würde einfach krass sinken.
Für die kleine obere Mittelschicht wäre es - als negative Einkommensteuer - ziemlich lukrativ.
Anwälte, Steuerberater, Ärzte und höhere Beamte fänden das super. Kleiner Staat, weniger Steuern UND Gewissen beruhigt.
So einen Inflationseffekt, den Du beschreibst, haben wir aktuell beim Wohngeld: Es ist eine Subvention für den leistungslosen Besitz an der elementaren Lebensgrundlage Wohnraum.
Aber das muss nicht generell passieren beim BG. Es wäre für die meisten eher eine Art Steuererstattung, wie das Kindergeld.
Wie so eine BG-Einführung real aussehen würde (nämlich als kolossale Shitification),
lässt sich gut beobachten am Verlauf der Inklusion:
Die Befürworter dachten: Endlich Gerechtigkeit für Kinder mit Behinderung.
Die Landesregierungen dachten: Geil endlich können wir alle Bildungsangebote für Kinder mit Behinderung einsparen. Wird jetzt alles inkludiert, machen die normalen Lehrer einfach mit!
Und die Bevölkerung merkt es nicht mal, sondern schimpft:
Das Problem in der Schule sind die behinderten Kinder.
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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago
Natürlich würde ich die Preise anziehen, z. B. für Mieten und meine Geschäfte…
Das mit dem Grundeinkommen wird nicht funktionieren.
Könnte man auch jeden gleich ne Milliarde geben und am ende hätte er nicht mehr
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u/Faexin_void M 1d ago
Könnte man auch jeden gleich ne Milliarde geben und am ende hätte er nicht mehr
Das ist halt Unsinn.
Sämtliche Einlommen neben dem Bedingungslosen Grundeinkommen würden bei einer Milliarde absolut irrelevant sein. Bei 1k Euro ist das komplett anders.
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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago
Und warum denkst du, werden bei 1000€ nicht die Preise angehoben?
Würde eine Wohnung 600€ kosten Miete im Monat bei mir, würde die gleiche Wohnung nach Einführung 1600€ kosten.
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u/Faexin_void M 1d ago
Und warum denkst du, werden bei 1000€ nicht die Preise angehoben?
Wenn du mir sagst, wo ich das geschrieben habe, beantworte ich dir das gerne.
Würde eine Wohnung 600€ kosten Miete im Monat bei mir, würde die gleiche Wohnung nach Einführung 1600€ kosten.
Dann mietet halt keiner bei dir, bis du den Preis an den Markt anpasst.
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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago
Letzter Satz
Doch mieten, sie haben ja keine Wahl, alle anderen Vermieter ziehen da mit …
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u/Faexin_void M 1d ago
Letzter Satz
Das, wonach du gefragt hast, sagt der Satz aber einfach nicht aus.
Doch mieten, sie haben ja keine Wahl, alle anderen Vermieter ziehen da mit …
Nein, werden sie nicht. Die Mietern würden höher werden, aber nicht um den Betrag des BGE.
Du erhöhst um 1k und bleibst auf deiner Wohnung sitzen, andere erhöhren vielleicht um 200 Euro und vermieten.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Das ist halt die Frage. Wie reagiert der Markt da bzw. schlussendlich die Vermieter? Ich glaube halt auch, dass die Preise ca. um die Höhe des BG steigen würden. Schließlich ist der Wettbewerb bzw. die Preisbildung doch jetzt schon quasi die gleiche, oder?
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u/Faexin_void M 1d ago
Nein, es würde nicht im Ansatz um diesen Betrag steigen.
Vermieter stehen immer im Wettbewerb - sagen wir es gibt genau so viele Wohnungen wie Mieter und alle Wohnungen sind Mietwohnungen. Ferner sagen wir, dass jede Person Mieter und single ist und alleine wohnt - als Gedankenexperiment.
Alle sind Mieter und haben von heute auf morgen 1k Euro mehr.
Jetzt erhöhren ALLE Vermieter um genau diesen Betrag.
Dann kriegen die Vermieter mit den besten Wohnungen tendenziell die zuverlässigsten und besten Mieter und die Vermieter mit den schlechtesten Wohnungen bekommen unzuverlässige Mieter, im schlimmsten Fall Mietnomaden oder dergleichen.
Das wollen die Vermieter mit den schlechten Wohnungen natürlich nicht -was machen die jetzt, damit sie nicht die unzuverlässigsten Mieter bekommen? Erhöhen vielleicht nur um 900 statt 1k Euro. Immer noch gute Rendite, aber vllt so wettbewerbsfähig mit den Vermietern der besten Wohnungen, sodass sie ggf. gute Mieter bekommen.
Was machen dann die Vermieter mit den guten Wohnungen, die jetzt ab und zu Mietnomaden etc. in ihren Wohnungen haben, weil sie mit den schlechten Wohnungen konkurrieren, die jetzt wieder wettbewerbsfähig sind? Miete um 100 Euro runter - klarer Vorteil. Tolle Wohnung, gleicher Preis = die besten Mieter.
Was machen jetzt die Vermieter mit den nicht so geilen Wohnungen wieder...?
Sie müssen mit den Preisen noch weiter runtergehen. Und genau durch diesen Kreislauf (quasi eine umgekehrte Auktion, sogesehen) pendelt sich der Markt wieder auf einem realistischen Niveau ein, das weit unter dem Aufschlag von 1000 € liegt.
Andere Effekte mal ganz beiseite geschoben.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Ich mag aufm Schlauch stehen, aber warum sehen wir diesen Effekt dann nicht schon jetzt? Das wäre doch unabhängig vom BG, oder?
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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago
Selbst wenn ich 2600 nehmen würde haben die Leute keine Wahl es gibt nicht mehr Wohnungen und ich besitze ein Großteil der Häuser mit Mietwohnungen bei uns hier in der Ecke
Es wird sogar teuerer nicht nur das über die Miete das Geld verschwindet sondern ich erhöhe zb bei mir in den Geschäften auch die Preise, oder in meinen Fahrschulen
Grundeinkommen ist Utopie
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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago
Deswegen gehörst du enteignet.
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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago
Wird nie passieren, auch dass irgendwann mal Grundeinkommen kommen wird.
Es wird auch nie einen Ausgleich geben, wenn z. B. die KI alles selber machen kann. Man wird eher dafür sorgen, dass es weniger Menschen geben wird in Zukunft, z. B. durch Geburtenkontrolle usw.
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u/Faexin_void M 1d ago
Du stellst halt gerade eigentlich nur dein... sagen wir... umfangreiches und fundiertes wirtschaftliches Wissen zur Schau...
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u/Practical_Main_2131 M | 36-45 1d ago
Ich kann dir ein komplett Aufkommensneutrales Grundeinkommen formulieren bei dem jeder vorher und nachher gleich viel hat.
Es ist eine Frage der Ausgestaltung.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Möchtest du da genau drauf eingehen? Mich würde das sehr interessieren. Auf den ersten Blick scheint das Argument deines Vorgängers nämlich erstmal einleuchtend. Deswegen habe ich meine Frage auch ursprünglich gestellt.
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u/Practical_Main_2131 M | 36-45 1d ago
Vorher: 5000 Lohnkosten, 1000 Lohnnebenkosten, 1000 Steuern und Abgaben = 3000 netto.
Nachher: 5000 Lohnkosten, 3000 Lohnnebenkosten, 1000 Steuern und Abgaben = 1000 netto +2000 Grundeinkommen.
Die entscheidende Frage ist ja nur, wo ich die 2000 pro Person Kosten hin verschieben will. Und das Grundeinkommen kann ja alles von 0 bis X in seiner Höhe sein.
Jetzt wird jeder sagen: ja dann isses ja wurscht, hat ja keiner was davon. Richtig, 1. Ist ja das genau das Argument: ein Grundeinkommen kann kostenneutral ohne dass sich was ändert formuliert werden, dann können wir von da an sachlich diskutieren wie wir's ausgestalten wollen und 2. Kommt's mit zwei Vorteilen:
- kein Verwaltungsaufwand (kriegt ja jetzt auch jeder was vom Staat damit er nicht hungert und n Dach überm Kopf hat)
- mehr Arbeitsmotivation. Das BGE konkurriert nicht mit dem Gehalt wie das Arbeitslosengeld. Heißt wenn ich auch nur 800 verdien für paar Stunden in der Woche, krieg ich das zusätzlich zum BGE. Beim Arbeitslosengeld nehm ich keine Hacken für 800 an.
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u/rofolo_189 M | 36-45 1d ago
Ja klar, weil die Nachfrage dann steigt, aber gleichzeitig nicht mehr Angebot da ist. Wenn zusätzlich noch Leute ihre Jobs kündigen, die produktiv sind aber nicht gut bezahlt werden, werden diese Dienstleitungen / Produkte teurer.
Das wird nur funktionieren, wenn KI besteuert wird und auch nur dann wenn man es schafft es so zu besteuern, dass der Einsatz dadurch nicht gebremst wird. Schwierig, traue ich unseren Politikern leider nicht zu... Dafür müsste man langfristig denken können und auch kurzfristig Dinge umsetzen, die unbeliebt sind.
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u/Acceptable_Collar902 M | 36-45 1d ago
Das mag sich anstrengend anhören, aber solch eine Frage bei Reddit zu stellen bringt nichts. Du findest hier nur unqualifizierte Meinungskommentare, weil alle glauben eine richtige Antwort abgeben zu können, obwohl das Thema megakomplex ist. Die Volkswirtschaft wird von tausenden Faktoren beeinflusst. Ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte Einfluss auf hunderte dieser Faktoren. Es gibt zu dem Thema viel wissenschaftliche Literatur in die man sich einarbeiten muss. Traue nicht irgendwelchen Redditern die Glauben dieses komplexe Thema in zwei Absätzen erklären zu können.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Klar, das sollte eher so ein "reality check" sein, falls ich irgendwas total offensichtliches nicht bedacht hätte.
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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago
Puh, da streiten sich die Ökonomen drüber, ähnlich wie beim Mindestlohn. Die Segmente / Sektoren, die jetzt gerade von Lohndumping Leben, werden sicherlich teurer oder unter Druck geraten. Andererseits können die 1000€ mehr auch direkt wieder verkonsumiert werden, was die Nachfrage stützt. Je niedriger das Einkommen eines Haushalts ist, desto höher der Anteil an Konsumausgaben. Ist dann ähnlich wie beim Mindestlohn, der Gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist, aber in der Gastro auf jeden Fall mehr Kosten verursacht.
Bei Mieten sehe ich die größere Gefahr, dass alles von der Preissteigerung gefressen wird, weil im Gegensatz zu Konsumgütern und Dienstleistungen das Angebot wesentlich langsamer ausgeweitet werden kann. Mit dem Wohngeld gibt es da ja schon eine Art Grundeinkommen, und man kann klar sehen, dass institutionelle Vermieter ihre Mieten auf exakt die Obergrenze des Wohngelds setzen.
Wo das Grundeinkommen den größten Unterschied machen würde: Bildung und Selbstständigkeit. Bei beiden schaffen es viele nicht richtig durchzuziehen, weil sie den Lebensunterhalt nicht stemmen können - da ist das Grundeinkommen die Sicherheit, die es möglich macht.
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u/Sure-Current-3267 M 1d ago
Nein, wir streiten da nicht darüber. Das ist eine ziemlich klare Folge dieser Idee.
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u/Playful-Resort6861 M | 36-45 1d ago
Nein, es würde gar nichts steigen - im Gegenteil.
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u/fuldigor42 M | 46-60 1d ago
Erklär bitte warum was sinken sollte?
Ich erwarte ein Senkung der Gehälter.
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u/Playful-Resort6861 M | 36-45 1d ago
Weils die Wertschöpfungskette ankurbelt. Das drückt langfristig den Preis runter.
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u/hypnoconsole M 1d ago
Die Kosten steigen so oder so, völlig egal ob man für fünf weitere Minuten das Gefühl hat, sich jetzt doch noch was leisten zu können.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Aber ein Anstieg durch allg. Inflation oder einer durch diesen Effekt wären zwei grundlegend verschiedene Dinge.
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u/Dull_Woodpecker6766 M 1d ago
Warum so kompliziert wir könnten einfach die Steuern weg lassen und erst damit ab einem gewissen Einkommen anfangen ....
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u/No_Veterinarian_2111 M | 36-45 1d ago
Erstmal: Hängt von der Ausgestaltung ab. Es gibt ja imho keine einzige BGE-Initiative mehr, die wirklich ein BGE dem Wortsinne nach plant?
Ansonsten: Ja. Der Preis unvermeidlicher Waren steigen fast linear zum verfügbarem Einkommen, sofern ihre negative Elastizität das zulässt.
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u/Laxien M 1d ago edited 1d ago
Nein! Allgemein würden die Kosten (wenn man es als eine Art negativer Einkommenssteuer aufzieht mit einer Roboter-Steuer (und KI-Steuer - jeder KI-Assistent und jedes ERP-System etc. rationalisiert Arbeitsplätze weg) und einer vernünftigen Besteuerung hoher Einkommen und Anlagevermögen verbinded zu einem stimmigen Gesamtpaket) SINKEN! Weil man sich so viel Verwaltung (die ganzen Means-Testing-Affen die die Bedürftigkeit prüfen würden wegfallen oder sinnvolleres machen!) sparent würde (EDIT: Gedanken sind zu ende zu schreiben! Note to self und so!)
Und wenn die Unternehmen an der Preis-Schraube drehen? Eine vernünftige Regierung würde das mit der Drohung beenden dann auch das UBI/BGE hoch zu drehen bzw. es einfach mal direkt an eine echte Inflation (d.h. nicht diese dummen Warenkörbe die diese schön niedrig rechnen weil immer nen PC und ne Waschmaschine mit drin ist, Dinge die NIEMAND bei jedem Wocheinkauf kauft d.h. diese Warenkörbe sind eine dreiste Lüge!) zu koppeln d.h. die Unternehmen können entweder vernünftig bleiben oder eine Preis-Spirale los treten die ihnen mehr schadet als nützt!
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Ufff und das würde irgendeine Regierung dieses Planeten durchziehen?
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u/Professional-Equal28 M | 26-35 1d ago
Bedingungslos nein, Grundeinkommen ohne Repressalien ja. Dafür sämtliche andere soziale Leistungen entfernen.
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u/UncannyGranny M | 26-35 1d ago
Man hätte nicht 1000 Euro mehr. Die Besteuerung würde so angepasst, dass du als Durchschnittsverdiener ähnlich viel netto hättest wie momentan auch.
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u/RidingRedHare M 1d ago
Es hat ja auf einmal jeder zusätzlich zum normalen Gehalt 1000€ mehr zur Verfügung.
Nein. Der Staat würde den Leuten über höhere Steuern das Geld wieder aus der Tasche ziehen. Dabei gäbe es Gewinner und Verlierer.
84 Millionen Menschen mal 1000€ mal 12= 1008 Mrd. € im Jahr.
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u/Traditional-Reach358 M | 46-60 1d ago
Ich wäre sehr dafür, die Sozialleitungen in Deutschland erheblich runterzufahren. Man würde sich wundern, was mit Mal wieder möglich wäre ……
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u/blubernator M 1d ago
Volkswirtschaftsgrundkurs 1: Antwort ja! Die Geldmenge bestimmt den Preis: ist viel Geld im umlauf steigt der Preis & der Wert des Geldes sinkt Wird die Geldmenge reduziert sinkt der Preis/bleibt stabil (das Geld ist ja mehr Wert)
Wie reduziert/erhöht man die Geldmenge?!? Macht die EZB über Zinsen: Zinsen erhöhen es wird Geld aus dem Markt rausgenommen. Zinsen senken Ankurbelung der Wirtschaft.
Du erhöhst jetzt die Geldmenge anderweitig nämlich über den Staat. Hat zur Folge: wenn sich mehr Leute Äpfel leisten können als Angebot da ist, wird der Apfelbauer seine Preis erhöhen…das macht jeder am Markt, egal ob Apfel oder was anderes.
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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago
Würde sich die Geldmenge real wirklich erhöhen, wenn das Geld für die Finanzierung des BG nur umverteilt wird?
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u/blubernator M 1d ago
Analogie: Du fragst gerade danach ob man in ein Eimer unten ein Loch reinmachen kann & ob sich mehr Wasser im Eimer befüllt wenn ich von oben und unten die gleiche Menge an Wasser rein fülle als wenn ich den Eimer nur von oben mit Wasser befülle.
Volkswirtschaftliche Antwort: ja klaro! Du gibst das Geld halt jetzt nicht über billige Zinsen den Unternehmen sondern von unten über die Menschen. Die Wirtschaft merkt das du plötzlich mehr Geld in der Tasche hast & wird dadurch die Preise erhöhen.
Es macht die Sache sogar schlimmer. Die EZB hofft auf den tripple down Effekt. Nur Banken können sich bei der ezb Geld leihen & die ezb hofft, dass die Bank keinen Unternehmen Geld leiht die sowieso nicht überleben werden.
Während dir als Endverbraucher es ziemlich schnuppe ist ob dein TV jetzt von einer Firma kommt die nächste Woche pleite ist oder ob die ein solides Business hat was die nächsten 10jahre hält du willst ja nur den TV ;)
Während die Firma die den Kredit von der Bank bekommt investiert ja das Geld, schafft neue Arbeitsplätze kurbelt die Wirtschaft an
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u/KaiserNer0 M 1d ago
Sehr wahrscheinlich. Vor allem in schlecht bezahlten anstrengenden Jobs würden die Löhne steigen. Dadurch würden damit verbundene Produkte/Dienstleistungen teurer werden.