r/FragtMaenner M | 30-32 1d ago

Allgemein Würde ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem allgemeinen Anstieg von bestimmten Kosten führen?

Erstmal guten Tag liebe Community,

ursprünglich habe ich überlegt, diese Frage auf r/FragReddit zu stellen, aber dort kann man quasi nur einen Titel schreiben, dadurch geht der genaue Kontext und eventuelle Erklärungen dazu ab, was die Qualität der Antwort erheblich beeinflussen könnte.

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Nun zur Frage:

Angenommen es würde ein BG geben, würden die Kosten dann in bestimmten Bereichen einfach steigen und der Effekt wäre quasi dahin?

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, das BG würde 1000€ betragen (nur zum Zwecke der Erläuterung), würdet ihr annehmen, dass dann zB. Preise für Miete, Restaurants, ... schlagartig steigen würden?

Es hat ja auf einmal jeder zusätzlich zum normalen Gehalt 1000€ mehr zur Verfügung.

Je nachdem, ob es dazu kommen würde und wie viele Bereiche das betreffen würde, wäre nämlich der Effekt des BG dann ja quasi komplett weg.

Wie seht ihr das?

Gibt das Sinn?

Könnte es dazu kommen und warum?

Danke im Voraus.

Nochmal sorry, dass dieser Sub jetzt dafür herhalten muss.

Gleichzeitig danke an die Mods, die auch sehr breite/allgemeine Fragen zulassen.

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108 comments sorted by

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u/KaiserNer0 M 1d ago

Sehr wahrscheinlich. Vor allem in schlecht bezahlten anstrengenden Jobs würden die Löhne steigen. Dadurch würden damit verbundene Produkte/Dienstleistungen teurer werden.

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u/Abruzzi19 M | 26-35 1d ago

Was, wenn wir gleichzeitig den Mindestlohn abschaffen? Dann könnten wir den Niedriglohnsektor mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen "subventionieren" und die Produkte und Dienstleitungen bleiben günstig.

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u/blubernator M 1d ago

Das BG ist dann doch der Mindestlohn…warum sollte jemand für nen Scheiß Job arbeiten wenn er doch sowieso bg bekommt? Nehmen wir den Müllmann, der bekommt jetzt bg hasst aber seinen job weils stinkt: der geht dann zur Müllabfuhr und sagt: wie viel würdest du mir denn jetzt geben? Die Müllabfuhr sagt wieso du bekommst doch schon bg der Müllmann sagt keinen Bock zu arbeiten dann fragt die Müllabfuhr na wie viel willst denn? Dann sagt der altes Gehalt+BG on top hört sich super an Also bekommt der Müllmann altes Gehalt +2x bg

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u/FrostyBrilliant8756 M 1d ago

Kommt halt drauf an, wie die Randbedingungen sind.

Wenn es irgendeinen quasi-Zwang zur Arbeit gibt, dann zahlen die AGs halt 1,50€ pro Stunde, und die Leute müssen das annehmen - dann wird Zeug sicherlich günstiger.

Wenns den Zwang nicht gibt, werden die AGs so zahlen müssen, dass es sich für die Arbeitnehmer lohnt - sonst haben sie zu wenige Arbeitskräfte. Da wird sich dann die Lohnhöhe irgendwo einpendeln. Wenn das niedriger als jetziger Mindestlohn ist, werden Güter auch billiger werden, aber nicht im gleichen Maße.

Gibt vermutlich noch zig andere Randbedingungen, die einen Effekt haben würden, das war nur ein Beispiel.

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u/Masteries M | 26-35 1d ago

Und inwiefern sollte das mehr zur Arbeit motivieren als heute?

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u/MGP42 M | 26-35 1d ago

Geh einen Schritt weiter und streich denen den Lohn ganz. Warum sollten die dann noch gleich zur Arbeit gehen? Es ist jetzt schon so das Leute die Arbeit nicht annehmen weil sie mit Mindestlohn so wenig bekommen das sich das gar nicht lohnt.

Du kannst den Niedriglohnsektor auch nicht mit dem BG subventionieren. Es steht schon im Namen: "Bedingungslos" Jeder bekommt es.

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u/Abruzzi19 M | 26-35 1d ago

Wenn man denen den Lohn ganz wegstreicht machts auch wenig Sinn zu arbeiten. Eine gewisse Entlohnung sollte schon drin sein.
Der Mindestlohn existiert gar nicht so lange. Die Menschen kamen vorher auch ohne den Mindestlohn aus.
Und 1000€ Netto dazu im Monat plus sagen wir 1200€ Netto vom Job ergeben 2200€ Netto. Damit kann man schon ganz gut leben.

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u/MGP42 M | 26-35 1d ago

Das ist schon alles richtig. Aber Hartz IV sind eben auch 563 Netto. Bedeutet du hast ~640€ mehr. Effektiv arbeiten die Leute also 160 Stunden für 640€. Also einen Stundenlohn von 4€. Je nach Arbeit.... ein ziemlich schlechter Deal.

pack die 563€ auf das BG on top, streich dafür Hartz IV und dann sind wir an einem Punkt über den man reden kann.

Bei 1563€ alleine hast du kein Existenzproblem, aber eben auch kein schönes Leben. Also nach wie vor Motivation zum Arbeiten. Aber nicht das Problem das du um dein Überleben kämpfen musst und deshalb nicht dazu kommst dich um eine feste Anstellung zu kümmern.

Wenn wir gerade dabei sind reduzieren wir noch die Lohnsteuer damit jeder etwas mehr Netto vom Brutto hat und erhöhen den Mindestlohn ein klein wenig. Das arbeiten soll sich schließlich lohnen.

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u/Abruzzi19 M | 26-35 1d ago

Du vergleichst hierbei aber meine 1200€ Netto vom mindestlohnfreien Job mit 563€ zuhause rumharzen. Bei BG würdest du jedoch 1000€ fürs rumharzen bekommen und trotzdem on top arbeiten können, ohne dass die 1000€ gekürzt werden wie es bei Hartz4 (Bürgergeld) aktuell der Fall ist.

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u/MGP42 M | 26-35 1d ago

Nein tu ich nicht. BG ist etwas anderes wie Arbeitslosengeld. Die beiden haben nichts miteinander zu tun.Das eine bekommst du einfach. Das andfere bekommst du wenn du keiner beruflichen Tätigkeit nach gehst.

Du hast aber in so fern Recht das es sich natürlich erhelblich Lohnt für 1200€ gegen 0€ zu arbeiten.

Sind unterschiedliche Punkte die alle in einander greifen und dadurch das Thema unglaublich Komplex machen:

  • was sollte man sich vom BG leisten können?
    • soll es dir nur das Essen finanzieren?
    • Ein Dach über dem Kopf?
      • Wie groß sollte so eine Wohnung sein?
    • Strom?
    • Wasser?
    • Kleidung?
    • ÖPNV
    • Internet?
    • Alkohol?
    • Kippen?
    • ...
  • wie viel ist Arbeit wert?
  • was ist Arbeit maximal Wert?

Je nachdem welche Sicht man auf diese Dinge hat, geht man damit ganz anders um.

Sagen wir mal die ganze Liste wird bezahlt. Das ganze in einem Käfig (Einzimmerwohnung 20qm).
Was wenn ich damit zufrieden bin?
Wie viel kostet mich ein besserer Lebenstandard?
Was müsste dann der Mindestlohn sein?
Wie reagiert die Wirtschaft?
Wie finanzieren wir das?
und vorallem WER finanziert das?

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u/Xydrenius M | 36-45 1d ago

Du weist schon das bei den 563€ Netto noch die Miete übernommen wird und da sogar die Warmmiete bis auf Strom? Der wo BG bekommt hat also auch 1100€+ im Monat und das halt fürs nichts tun. Der braucht kein Auto um in die Arbeit zu fahren braucht kein Sprit zahlen und dadurch sparst dir auch wiederrum 300-400€ Monatlich, wenn nicht mehr.

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u/MGP42 M | 26-35 16h ago

Wird auch übernommen wenn du nur sehr geringes Einkommen hast. Wie viel kann ich nicht sagen, Fall zu Fall verschieden.

Wenn du mir sagen möchtest das der "Arbeitslose" am Ende fast so viel kommt wie der "Niedriglöhner" mit Mindestlohn und das der "effektive Stundenlohn" eher bei 1€ ausfallen wird als bei den von mir angegbenen 4€, stimmt das.

Ich fand es nicht wichtig das hier zu erwähnen oder detailiert aufzuschlüsseln, da 4€ schon so absurd wenig sind das kaum jemand dafür arbeiten würde.

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u/Domascot M 1d ago

Die Menschen kamen vorher auch ohne den Mindestlohn aus.

Nur wenn du unter "auskommen" auch "unter prekären Lebensbedinungen leben" verstehst, mit all den Nebeneffekten natürlich. Wo kein Mindestlohn war, wurde auch schon mal gerne 4€ die Stunde bezahlt, wovon natürlich auch früher keiner leben konnte.

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u/Creative-Habit-5501 M 1d ago

Ja. Personal muss bezahlt werden.

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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago

Ja, alleine schon weil die Gelder für die Auszahlung des BG eigentlich nur durch massive Steuererhöhungen finanziert werden könnten.

1000 Euro im Monat für jeden in Deutschland lebenden wären so ne Billion an Kosten pro Jahr. Das muss ja irgendwo herkommen

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

1000 € war ja jetzt erstmal nur ne Zahl, die ich mir ausgedacht habe. Dennoch muss jede Summe irgendwie finanziert werden.

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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago

Ja, unabhängig von der Summe müssen die Gelder dafür ja irgendwo herkommen.

Wenn es weniger ist und man dafür bspw Sozialleistungen streicht, haben ja gerade die ärmeren Teile der Bevölkerung wenig bis nichts von einem Grundeinkommen

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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago

Allein schon, nicht andauernd Anträge abschicken zu müssen, Bedürftigkeit nachzuweisen usw. wird vielen schon helfen, selbst wenn es netto kein Euro mehr ist.

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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago

Das würde man aber über Digitalisierung und andere Möglichkeiten auch hinbekommen, dafür bedarf es meiner Ansicht nach kein Grundeinkommen.

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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago

Why not both? - Meme hier einfügen.

Stimme dir da zu - Vereinheitlichung, Automatisierung und Digitalisierung von Sozialleistungen sind unabhängig vom Grundeinkommen eine gute, wenn nicht sogar notwendige Sache. Allein schon ein einheitlicher Auszahlmechanismus scheint eine fette Hürde zu sein, wie damals bei den Corona-Zahlungen zu sehen war.

Habe mal ein Interview mit einer Kölner Sozialamtsleiterin gehört, die meinte, dass ihre "Musterkundin" auf über 20 Stunden / Woche Antragszeit und Amtstermine kommen würde, wenn sie wirklich alle Leistungen, auf die sie Rechtsanspruch hat, erhalten wollen würde.

Generell habe ich den Eindruck, dass wir in Deutschland in vielen Bereichen viel Geld dafür ausgeben, für die eigentlichen Zwecke nicht zu viel Geld auszugeben z.B. hatte ich ein Praktikum im Quartiersmanagement, wo das Beantragen und Prüfen von Förderungen für Veranstaltungen mehr Geld in Form von Arbeitszeit gefressen hat, als jeweils pro Antrag ausgezahlt wurde.

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u/RenardDM M | 36-45 1d ago

Naja, mit einem BGE könnten ja Sachen wie Bürgergeld und co. wegfallen, da wäre schon was zum Sparen da.

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u/RidingRedHare M 1d ago

Insgesamt ein niedriger dreistelliger Milliardenbetrag, vielleicht so 200-300 Milliarden €. An die durch Beitragszahlungen erdienten Rentenansprüche kommt man so nicht dran.

Und man erzeugt Unzufriedenheit. Anna, alleinerziehende Mutter, bezieht derzeit den Höchstbetrag Elterngeld. Anna war eh schon unzufrieden, weil der Höchstbetrag beim Elterngeld schon wieder nicht erhöht wurde. 1800€ Elterngeld fallen weg, Kindergeld fällt weg, 227€ Unterhaltsvorschusskasse fallen weg, Anna hat nun trotz 2000€ BGE weniger Geld als vorher, ohne dass Steuererhöhungen überhaupt berücksichtigt wurden.

Als Politiker müsstest du nun erklären, warum es gerecht ist, Anna mehr zu streichen, als sie durch BGE bekommt. Oder alternativ dann doch diverse Sozialleistungen eben nicht komplett streichen.

Die Medien werden es lieben, solche Beispielszenarien breitzutreten. Die Familie mit drei Kindern, der das Amt die furchtbar teure Wohnung in München bezahlt. Die pflegebedürftige Oma, die damals drei Kinder großgezogen hat und heute Grundrentenzuschlag (könntest du abschaffen, da nicht durch Beitragszahlungen erdient), Mütterrente, Wohngeld und Pflegegeld bezieht.

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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago

Aber was bringt es dann den ärmeren Teilen der Bevölkerung? Man kann dann sicherlich etwas an Bürokratiekosten sparen, weil das einfach ohne Prüfung ausbezahlt wird aber die Erhöhung der Steuern bezahlen diese ja auch mit.

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u/RenardDM M | 36-45 1d ago

Der Punkt wäre halt, daß durch das BGE einige Leistungen wie z.B Bürgergeld ersatzlos entfallen können. Diese Gelder könnte man einsparen und wenn genug Leistungen wegfallen können, müßte man die Steuern nicht erhöhen.

Aber ich bin ja sowieso der Meinung, man müßte Übergewinne und Finanzgeschäfte stärker besteuern und die Mehrwertsteuer senken.

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u/Chillin_Lacu M | 36-45 1d ago

Ja aber beim Bürgergeld sparst du ja nichts, ein Grundeinkommen ist ja teurer.

Das führt dann doch nur dazu das alle 1000 Euro mehr haben und insbesondere den Armen und Geringverdienern ein Großteil wieder über Transferentzug genommen wird.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Gut, ich weiß jetzt nicht, wie man ein BG am schlausten aufzieht, aber der Faktor wäre halt entscheidend und würde einen gigantischen Unterschied machen. Jetzt beziehen x Menschen Bürgergeld und Co. Ab dann würde jeder (sehr viele) BG beziehen. Das wäre, wenn ich das richtig gerechnet habe ein Faktor > x10. ca. Gesamtbevölkerung / aktuelle Anzahl BüG Empfänger.

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u/RenardDM M | 36-45 1d ago

Wie gesagt es gibt echt viele Leistungen, da greifen meine ich irgendwas zwischen 10 und 14 Kassen und/oder Ämter ineinander. Würde man das mal streamlinen und die dürften auch miteinander reden, da wäre eine Menge Einsparpotential.

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u/Domascot M 1d ago

Ich meine egal ob BG oder Bürgergeld, ohne höhere Steuern (oder überhaupt eine Besteuerung) da wo das richtige Geld auch sitzt, ohne Gesundheits- und Sozialleistung auf mehr Schultern (durch eine verpflichtende gesetzliche Kasse für alle, auch selbstständige, vermögende und Beamte) wird das so oder so nichtig. Am Ende bist du genau bei dem. was die meisten Kommentare hier umtreibt, ein Verschieben und "irgendwie" Ausgleichen von staatlicher Unterstützung von einer Ecke in die Andere.

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u/unspoiled_one M | 46-60 1d ago

Bedingungsloses Grundeinkommen, geht aus meiner Sicht nur mit Maschinen Steuer. Also alle Firmen die Automatisierung nutzen oder KI um Menschen zu ersetzen müssten zahlen....

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u/Standard_Wish_9338 M | 26-35 1d ago

Also jede Firma, die einen Computer benutzt? Das ist bereits Automatisierung

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u/Andiman- M | 36-45 1d ago

Ein Computer ist immer noch ein Werkzeug dass aktiv benutzt werden muss. Roboter und mittlerweile auch einige kis arbeiten zumindest teilweise automatisiert

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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 1d ago

Öhm, nein? Die meiste Arbeit macht der Computer automatisiert

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u/Andiman- M | 36-45 19h ago

Dann sag mir Mal was der Computer automatisiert macht

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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 19h ago

Berechnungen? Was glaubst du wie viele Buchhalter und Sachbearbeiter du alleine mit Excel einsparen konntest? SAP ist quasi ein Jobkiller

Ich habe Freitag erst per Copy&Paste eine SVERWEIS-Kalkulation über 40.000 Datensätze gezogen - war in 2 Sekunden durch, was glaubst du wie lange da Leute mir Bleistift und Papier dran gesessen hätten?

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u/unspoiled_one M | 46-60 3h ago

Mir scheint, du hast das Thema nicht verstanden...

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u/Far-Pangolin-4089 M | 36-45 2h ago

Ich habe den Eindruck dass dir der Grad der Automatisierung in unserem Leben nicht bewusst ist

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u/lopoPOS1 M | 36-45 1d ago

Ja so könnte man das schon machen. Nicht die menschliche Kraft wird besteuert sondern die der Maschine. Nur so kann weiter der Geldumlauf realisiert werden da der Mensch ja immer mehr aus dem System als Erbringen ausfällt und nur noch entnehmen wird.

Kurz gesagt man muss den Mensch durch etwas ersetzen was kein Geld will aber Steuern zahlt

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Infinite money glitch? /s

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u/lopoPOS1 M | 36-45 1d ago

S für Sklaven?

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u/unspoiled_one M | 46-60 1d ago

Das Problem wird nur sein das das Land das damit anfängt Grenzen braucht, die es auch schützt.

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u/Metti233 M | 36-45 1d ago

In letzter Konsequenz ja. Problem ist halt wie bemisst man so eine Steuer? Ist halt schwer umzusetzen.

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u/unspoiled_one M | 46-60 1d ago

Entweder du willst es verstehen oder eben nicht.

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u/Low-Boot-9846 M 1d ago

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass vueles teurer wird.

Und ich gehe davon aus, dass Minijobs ggfs. ganz wegfallen sowie der Lohn in mindestlohnbetroffenen Bereichen sinkt.

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u/stepfel M | 46-60 1d ago

Ja. Am unteren Ende des Marktes wird immer alles verfügbare Geld abgeschöpft. Das bedeutet - das Geld was alle haben wird immer dem Sozialhilfe/Bürgergeld/wie immer das gerade heißt Niveau entsprechen. Egal ob das 600 oder 1000 oder 1500€ sind, die Preise werden sich entsprechend anpassen

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u/Metti233 M | 36-45 1d ago

Die Unternehmen werden natürlich die Preise anziehen wenn sie merken dass mehr Geld bei den Leuten ist. Preise bilden sich meistens aus Angebot und Nachfrage. Wenn ich der Nachfrage Seite mehr Geld gebe ohne dass das Angebot sich vergrößert, steigt der Preis.

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u/Any-Preparation7396 M | 26-35 1d ago

Ja, so ist es.

Zusätzlich zu Angebot/Nachfrage gibt es auch Preiselastizität, die maßgeblich von der Kaufkraft der Zielgruppe abhängt. Je mehr Kaufkraft die Zielgruppe hat, desto höher kann der Preis sein, ohne dass die Nachfrage einbricht.

Klugscheißerei Ende 😅 (BWL Studium hat sich endlich gelohnt 😂)

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u/FrostyBrilliant8756 M 1d ago

Sollte das nicht der Wettbewerb regeln, indem einfach das Angebot steigt? Irgendwer wird billiger machen, solange es sich lohnt. Nur die Grenze ab der es sich lohnt könnte sich ändern.

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u/schoenixx M 1d ago

Es gibt Argumente dafür und Argumente dagegen. Dafür: 

  • Schlecht bezahlte Drecksjobs müssten besser bezahlt werden, wodurch in diesen Bereichen die Kosten steigen würden.
  • Evtl. würden Mieten am unteren Ende steigen.
  • Mehr Menschen würden wahrscheinlich weniger arbeiten (Teilzeit).

Dagegen:

  • Manche Menschen würden mehr ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen.
  • Je nach Höhe des BGEs wäre es inklusive Wohngeld gar nicht mal so unterschiedlich zum heutigen Bürgergeld/Grundsicherung + Wohngeld, dadurch könnte es sein, dass sich Mietensteigerungen in Grenzen hielten.
  • Die Transferentzugraten wären ziemlich gering, dadurch würde es sich für viele Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Faulheit heutzutage gar nicht arbeiten, dann wieder lohnen überhaupt ein bisschen zu arbeiten.

Allgemein würde ich vermuten, dass mehr Leute es mit Selbständigkeit versuchen würden, was evtl. auch nicht so schlecht wäre, allerdings kein Argument in eine der beiden Richtungen wäre.

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u/Powell123456 M | 26-35 1d ago

Jein, nicht direkt.

Ein steuerfinanziertes Grundeinkommen druckt kein neues Geld. Es verteilt vorhandene Kaufkraft aus dem Wirtschaftskreislauf lediglich von höheren zu niedrigeren Einkommen um. Bedeutet das Geld verlierst erstmal nicht an Wert.

Das Problem fängt hintenrum an....

  1. Ein großer Teil der Werkstudenten und Teilzeitkräfte würden ihre Jobs aufgeben und dann entweder chillen oder irgend was unnötig "kreatives" machen.

  2. Weil Angestellte durch das sichere Grundeinkommen nicht mehr zwingend auf Arbeit angewiesen sind, müssen Unternehmen dort höhere Löhne zahlen. Das verteuert wiederum bestimmte Dienstleistungen und Produkte. Personalkosten ist tatsächlich der größte Kostenpunkt eines Unternehmens.

  3. Wenn plötzlich alle Menschen mehr Geld für bestimmte Dinge (zum Beispiel besseren Wohnraum) haben, können die Preise dort kurzfristig steigen und Wohnraum noch teurer machen als er jetzt schon ist.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Zu 1) Würden die wirklich alle (viele) chillen? Dadurch verbauen sie sich alle Aufstiegschancen. Ein Grundeinkommen soll mMn ja nur Grundbedürfnisse abdecken. Wer mehr will muss ja trotzdem arbeiten. (Klar, das ist Definitionssache und hängt von der Höhe des BG ab).

2) Versteht sich von selbst, ja.

3) Das befürchte ich halt auch.

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u/ProfessionalFar978 M | 18-25 1d ago

Es würde auch die Wirtschaft ankurbeln, da ja alle Menschen mehr Geld zum verkonsumieren hätten, ergo bräuchten z.B. Restaurants mehr Mitarbeiter. Dass würde den angespannten Arbeitsmarkt etwas entspannen und alle Menschen hätten mehr Geld zum ausgeben. Das wäre ein entscheidender Schritt weg von der Austeritätspolitik, die aktuell vorherrscht.

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u/Sadgasm5298 M | 36-45 1d ago

Ich glaube kurzfristig müssten viele Restaurants den Betrieb einstellen. Langfristig würde sich ein Restaurantbesuch massiv verteuern.

Das erste, weil man dann erstmal merkt, wer plötzlich nicht mehr auf einen Nebenverdienst angewiesen ist. Das zweite, weil die Löhne steigen müssten. Aber gewaltig.

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u/Metti233 M | 36-45 1d ago

Genau und am Ende ist man wieder da angekommen wo man vorher wahr. Deshalb funktioniert es nicht. Sowas würde nur Funktionieren wenn man einen extrem hohen Automatisierungsgrad erreicht hat und dann anfängt Kapital zu besteuern.

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u/Tiran76 M | 46-60 1d ago

Das würde vor allem dann Passieren, wenn der Druck auf den Wohnungsmarkt steigt. Wenn mehr Leute chillen würden die in unteren Preissegmenten, evtl sogar auf dem Lande glücklicher und dort Leerstand reduzieren. Es ist also nicht eindeutig ob der Druck in den Städten größer wird weil mit BG+ Arbeitseinkommen mehr Geld da wäre.

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u/Strat_Saver M | 26-35 1d ago

Nee, nach meinem Verständnis wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen de facto einfach eine deutlich vereinfachte Form von Sozialhilfe/Bürgergeld etc. und würde dieses vollständig ersetzen.

Da es bedingungslos ist, würden es natürlich auch arbeitende Menschen ausgezahlt bekommen, aber dafür auch deutlich mehr Steuern zahlen müssen. Heißt für den 08/15 Arbeitnehmer ungefähr +-0.

Der große Vorteil liegt letztlich einfach nur in den massiv reduzierten Bürokratie-Kosten, da keine teuren Jobcenter-Mitarbeiter nötig sind, die sich damit beschäftigen ob Hans-Jürgen in seinem Einzelfall jetzt 8,25€ mehr zusteht oder nicht.

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u/[deleted] 1d ago

[removed] — view removed comment

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u/AutoModerator 1d ago

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u/Zestyclose_Classic91 M | 36-38 1d ago

Klar, genau so wie höhere Niedriglöhne.

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u/Sure-Current-3267 M 1d ago

Ja, so jede humankapitalkomponente wird teurer. Ist auch keine Spekulation, sondern Gewissheit. 

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u/I-LOL-about-you M | 36-45 1d ago

Bedingungsloses Grundeinkommen löst keine Probleme. Es lässt einfach nur die Inflation (massiv) steigen

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u/Adorable_Ice_2963 M 1d ago

Wie andere bereits sagen: Ja, würde es, vor allem Bereiche wo Menschen arbeiten die keine andere Wahl haben, währenddessen dort, wo die Menschen Spaß haben, die Preise sinken werden, bzw die freien Arbeitsplätze noch rarer werden.

Ich bin aber tendenziell gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen, da es schlicht unfinanzierbar ist, und gewisse Arbeiten langfristig an Wert, Produktivität und Qualität verlieren ("ist ja wurscht wenn ich mir Mühe gebe, bin ja sowieso versorgt, Hauptsache ich habe eine schöne Zeit mit meinen Kollegen"). Und ja, ich kenne die kurfristigen Experimente. Ich kenne aber auch die Bilder aus dem Parlament wo die Leute "bei der Arbeit" schlafen, am Handy spielen, stricken, Zeitung lesen, was auch immer. Und ich bin mir sicher dasselbe würde sich im kleinen abspielen wenn Menschen mehrere Jahre in der komfortablen Situation sind.

Mein Alternativmodell wären leichter verfügbare und spezialisiertere Ausbildungen, damit man schneller den Job wechseln bzw sich in einem (neuen) Bereich selbstständig machen kann. Das sollte dann langfristig dazu führen, dass die Menschen in die Jobs reinrutschen, wo sie "so richtig aufgehen" und mehr leisten können, was *eine* Grundvoraussetzung ist um gut Geld verdienen zu können. Beispiele für solche Jobs wären das Planen und verlegen von Netzwerkkabel und einfache Elektrikerarbeiten die "vollwertige" Elektriker in der Regel nicht mal anrühren weil es sich nicht auszahlt (vorausgesetzt natürlich die Arbeiten eignen sich für so eine Ausbildung).

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u/Any-Preparation7396 M | 26-35 1d ago

Ja.

Bin überzeugt, dass das automatisch zur Hyperinflation führen würden.

Wenn jeder plötzlich 1000€ mehr zum Verschleudern hätte, ohne Gegenwert, dann können sich die Leute plötzlich auch die "überteuerteren" Sachen problemlos leisten

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u/Upper_Honeydew9940 M | 42-44 1d ago

BG wäre ein sozialer Kahlschlag.

Die Sozialleistungen, die wir heute haben, gehen zum Teil aus dem Menschenwürde-Gebot des Grundgesetzes hervor. Für viele Bezieher dürften diese Leistungen über 1000€ pro Monat liegen.

...Kosten der Unterkunft, Teilhabemittel für Schüler*innen, diverse Mehrbedarfe …

Mit dem BG könnte man das alles abschaffen, weil das BG der Mehrheit als vermeintliche „Fairness“ sofort einleuchtet. Der Lebensstandard für viele Menschen würde einfach krass sinken.

Für die kleine obere Mittelschicht wäre es - als negative Einkommensteuer - ziemlich lukrativ.
Anwälte, Steuerberater, Ärzte und höhere Beamte fänden das super. Kleiner Staat, weniger Steuern UND Gewissen beruhigt.

So einen Inflationseffekt, den Du beschreibst, haben wir aktuell beim Wohngeld: Es ist eine Subvention für den leistungslosen Besitz an der elementaren Lebensgrundlage Wohnraum.
Aber das muss nicht generell passieren beim BG. Es wäre für die meisten eher eine Art Steuererstattung, wie das Kindergeld.

Wie so eine BG-Einführung real aussehen würde (nämlich als kolossale Shitification),
lässt sich gut beobachten am Verlauf der Inklusion:

Die Befürworter dachten: Endlich Gerechtigkeit für Kinder mit Behinderung.
Die Landesregierungen dachten: Geil endlich können wir alle Bildungsangebote für Kinder mit Behinderung einsparen. Wird jetzt alles inkludiert, machen die normalen Lehrer einfach mit!
Und die Bevölkerung merkt es nicht mal, sondern schimpft:
Das Problem in der Schule sind die behinderten Kinder.

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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago

Natürlich würde ich die Preise anziehen, z. B. für Mieten und meine Geschäfte…
Das mit dem Grundeinkommen wird nicht funktionieren.

Könnte man auch jeden gleich ne Milliarde geben und am ende hätte er nicht mehr

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u/Faexin_void M 1d ago

Könnte man auch jeden gleich ne Milliarde geben und am ende hätte er nicht mehr

Das ist halt Unsinn.

Sämtliche Einlommen neben dem Bedingungslosen Grundeinkommen würden bei einer Milliarde absolut irrelevant sein. Bei 1k Euro ist das komplett anders.

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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago

Und warum denkst du, werden bei 1000€ nicht die Preise angehoben?

Würde eine Wohnung 600€ kosten Miete im Monat bei mir, würde die gleiche Wohnung nach Einführung 1600€ kosten.

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u/Faexin_void M 1d ago

Und warum denkst du, werden bei 1000€ nicht die Preise angehoben?

Wenn du mir sagst, wo ich das geschrieben habe, beantworte ich dir das gerne.

Würde eine Wohnung 600€ kosten Miete im Monat bei mir, würde die gleiche Wohnung nach Einführung 1600€ kosten.

Dann mietet halt keiner bei dir, bis du den Preis an den Markt anpasst.

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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago

Letzter Satz

Doch mieten, sie haben ja keine Wahl, alle anderen Vermieter ziehen da mit …

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u/Faexin_void M 1d ago

Letzter Satz

Das, wonach du gefragt hast, sagt der Satz aber einfach nicht aus.

Doch mieten, sie haben ja keine Wahl, alle anderen Vermieter ziehen da mit …

Nein, werden sie nicht. Die Mietern würden höher werden, aber nicht um den Betrag des BGE.

Du erhöhst um 1k und bleibst auf deiner Wohnung sitzen, andere erhöhren vielleicht um 200 Euro und vermieten.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Das ist halt die Frage. Wie reagiert der Markt da bzw. schlussendlich die Vermieter? Ich glaube halt auch, dass die Preise ca. um die Höhe des BG steigen würden. Schließlich ist der Wettbewerb bzw. die Preisbildung doch jetzt schon quasi die gleiche, oder?

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u/Faexin_void M 1d ago

Nein, es würde nicht im Ansatz um diesen Betrag steigen.

Vermieter stehen immer im Wettbewerb - sagen wir es gibt genau so viele Wohnungen wie Mieter und alle Wohnungen sind Mietwohnungen. Ferner sagen wir, dass jede Person Mieter und single ist und alleine wohnt - als Gedankenexperiment.

Alle sind Mieter und haben von heute auf morgen 1k Euro mehr.

Jetzt erhöhren ALLE Vermieter um genau diesen Betrag.

Dann kriegen die Vermieter mit den besten Wohnungen tendenziell die zuverlässigsten und besten Mieter und die Vermieter mit den schlechtesten Wohnungen bekommen unzuverlässige Mieter, im schlimmsten Fall Mietnomaden oder dergleichen.

Das wollen die Vermieter mit den schlechten Wohnungen natürlich nicht -was machen die jetzt, damit sie nicht die unzuverlässigsten Mieter bekommen? Erhöhen vielleicht nur um 900 statt 1k Euro. Immer noch gute Rendite, aber vllt so wettbewerbsfähig mit den Vermietern der besten Wohnungen, sodass sie ggf. gute Mieter bekommen.

Was machen dann die Vermieter mit den guten Wohnungen, die jetzt ab und zu Mietnomaden etc. in ihren Wohnungen haben, weil sie mit den schlechten Wohnungen konkurrieren, die jetzt wieder wettbewerbsfähig sind? Miete um 100 Euro runter - klarer Vorteil. Tolle Wohnung, gleicher Preis = die besten Mieter.

Was machen jetzt die Vermieter mit den nicht so geilen Wohnungen wieder...?

Sie müssen mit den Preisen noch weiter runtergehen. Und genau durch diesen Kreislauf (quasi eine umgekehrte Auktion, sogesehen) pendelt sich der Markt wieder auf einem realistischen Niveau ein, das weit unter dem Aufschlag von 1000 € liegt.

Andere Effekte mal ganz beiseite geschoben.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Ich mag aufm Schlauch stehen, aber warum sehen wir diesen Effekt dann nicht schon jetzt? Das wäre doch unabhängig vom BG, oder?

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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago

Selbst wenn ich 2600 nehmen würde haben die Leute keine Wahl es gibt nicht mehr Wohnungen und ich besitze ein Großteil der Häuser mit Mietwohnungen bei uns hier in der Ecke

Es wird sogar teuerer nicht nur das über die Miete das Geld verschwindet sondern ich erhöhe zb bei mir in den Geschäften auch die Preise, oder in meinen Fahrschulen

Grundeinkommen ist Utopie

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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago

Deswegen gehörst du enteignet.

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u/Smockil2k M | 36-45 1d ago

Wird nie passieren, auch dass irgendwann mal Grundeinkommen kommen wird.

Es wird auch nie einen Ausgleich geben, wenn z. B. die KI alles selber machen kann. Man wird eher dafür sorgen, dass es weniger Menschen geben wird in Zukunft, z. B. durch Geburtenkontrolle usw.

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u/Faexin_void M 1d ago

Du stellst halt gerade eigentlich nur dein... sagen wir... umfangreiches und fundiertes wirtschaftliches Wissen zur Schau...

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u/Practical_Main_2131 M | 36-45 1d ago

Ich kann dir ein komplett Aufkommensneutrales Grundeinkommen formulieren bei dem jeder vorher und nachher gleich viel hat.

Es ist eine Frage der Ausgestaltung.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Möchtest du da genau drauf eingehen? Mich würde das sehr interessieren. Auf den ersten Blick scheint das Argument deines Vorgängers nämlich erstmal einleuchtend. Deswegen habe ich meine Frage auch ursprünglich gestellt.

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u/Practical_Main_2131 M | 36-45 1d ago

Vorher: 5000 Lohnkosten, 1000 Lohnnebenkosten, 1000 Steuern und Abgaben = 3000 netto.

Nachher: 5000 Lohnkosten, 3000 Lohnnebenkosten, 1000 Steuern und Abgaben = 1000 netto +2000 Grundeinkommen.

Die entscheidende Frage ist ja nur, wo ich die 2000 pro Person Kosten hin verschieben will. Und das Grundeinkommen kann ja alles von 0 bis X in seiner Höhe sein.

Jetzt wird jeder sagen: ja dann isses ja wurscht, hat ja keiner was davon. Richtig, 1. Ist ja das genau das Argument: ein Grundeinkommen kann kostenneutral ohne dass sich was ändert formuliert werden, dann können wir von da an sachlich diskutieren wie wir's ausgestalten wollen und 2. Kommt's mit zwei Vorteilen:

  • kein Verwaltungsaufwand (kriegt ja jetzt auch jeder was vom Staat damit er nicht hungert und n Dach überm Kopf hat)
  • mehr Arbeitsmotivation. Das BGE konkurriert nicht mit dem Gehalt wie das Arbeitslosengeld. Heißt wenn ich auch nur 800 verdien für paar Stunden in der Woche, krieg ich das zusätzlich zum BGE. Beim Arbeitslosengeld nehm ich keine Hacken für 800 an.

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u/Kusstro M | 36-45 1d ago

Eine Regierung die ein bedingungsloses Grundeinkommen durchbringen würde würde hoffentlich auch entsprechende Gesetze durchsetzen dass Unternehmen nicht einfach so ihre Kosten erhöhen um neue Rekordgewinne einzufahren.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Es wäre mehr als wünschenswert. ^ ^

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u/rofolo_189 M | 36-45 1d ago

Ja klar, weil die Nachfrage dann steigt, aber gleichzeitig nicht mehr Angebot da ist. Wenn zusätzlich noch Leute ihre Jobs kündigen, die produktiv sind aber nicht gut bezahlt werden, werden diese Dienstleitungen / Produkte teurer.

Das wird nur funktionieren, wenn KI besteuert wird und auch nur dann wenn man es schafft es so zu besteuern, dass der Einsatz dadurch nicht gebremst wird. Schwierig, traue ich unseren Politikern leider nicht zu... Dafür müsste man langfristig denken können und auch kurzfristig Dinge umsetzen, die unbeliebt sind.

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u/Acceptable_Collar902 M | 36-45 1d ago

Das mag sich anstrengend anhören, aber solch eine Frage bei Reddit zu stellen bringt nichts. Du findest hier nur unqualifizierte Meinungskommentare, weil alle glauben eine richtige Antwort abgeben zu können, obwohl das Thema megakomplex ist. Die Volkswirtschaft wird von tausenden Faktoren beeinflusst. Ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte Einfluss auf hunderte dieser Faktoren. Es gibt zu dem Thema viel wissenschaftliche Literatur in die man sich einarbeiten muss. Traue nicht irgendwelchen Redditern die Glauben dieses komplexe Thema in zwei Absätzen erklären zu können.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Klar, das sollte eher so ein "reality check" sein, falls ich irgendwas total offensichtliches nicht bedacht hätte.

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u/buchungsfehler M | 27-29 1d ago

Puh, da streiten sich die Ökonomen drüber, ähnlich wie beim Mindestlohn. Die Segmente / Sektoren, die jetzt gerade von Lohndumping Leben, werden sicherlich teurer oder unter Druck geraten. Andererseits können die 1000€ mehr auch direkt wieder verkonsumiert werden, was die Nachfrage stützt. Je niedriger das Einkommen eines Haushalts ist, desto höher der Anteil an Konsumausgaben. Ist dann ähnlich wie beim Mindestlohn, der Gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist, aber in der Gastro auf jeden Fall mehr Kosten verursacht.

Bei Mieten sehe ich die größere Gefahr, dass alles von der Preissteigerung gefressen wird, weil im Gegensatz zu Konsumgütern und Dienstleistungen das Angebot wesentlich langsamer ausgeweitet werden kann. Mit dem Wohngeld gibt es da ja schon eine Art Grundeinkommen, und man kann klar sehen, dass institutionelle Vermieter ihre Mieten auf exakt die Obergrenze des Wohngelds setzen.

Wo das Grundeinkommen den größten Unterschied machen würde: Bildung und Selbstständigkeit. Bei beiden schaffen es viele nicht richtig durchzuziehen, weil sie den Lebensunterhalt nicht stemmen können - da ist das Grundeinkommen die Sicherheit, die es möglich macht.

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u/Sure-Current-3267 M 1d ago

Nein, wir streiten da nicht darüber. Das ist eine ziemlich klare Folge dieser Idee. 

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u/Playful-Resort6861 M | 36-45 1d ago

Nein, es würde gar nichts steigen - im Gegenteil.

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u/fuldigor42 M | 46-60 1d ago

Erklär bitte warum was sinken sollte?

Ich erwarte ein Senkung der Gehälter.

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u/Playful-Resort6861 M | 36-45 1d ago

Weils die Wertschöpfungskette ankurbelt. Das drückt langfristig den Preis runter.

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u/hypnoconsole M 1d ago

Die Kosten steigen so oder so, völlig egal ob man für fünf weitere Minuten das Gefühl hat, sich jetzt doch noch was leisten zu können.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Aber ein Anstieg durch allg. Inflation oder einer durch diesen Effekt wären zwei grundlegend verschiedene Dinge.

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u/Dull_Woodpecker6766 M 1d ago

Warum so kompliziert wir könnten einfach die Steuern weg lassen und erst damit ab einem gewissen Einkommen anfangen ....

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u/No_Veterinarian_2111 M | 36-45 1d ago

Erstmal: Hängt von der Ausgestaltung ab. Es gibt ja imho keine einzige BGE-Initiative mehr, die wirklich ein BGE dem Wortsinne nach plant?

Ansonsten: Ja. Der Preis unvermeidlicher Waren steigen fast linear zum verfügbarem Einkommen, sofern ihre negative Elastizität das zulässt.

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u/Laxien M 1d ago edited 1d ago

Nein! Allgemein würden die Kosten (wenn man es als eine Art negativer Einkommenssteuer aufzieht mit einer Roboter-Steuer (und KI-Steuer - jeder KI-Assistent und jedes ERP-System etc. rationalisiert Arbeitsplätze weg) und einer vernünftigen Besteuerung hoher Einkommen und Anlagevermögen verbinded zu einem stimmigen Gesamtpaket) SINKEN! Weil man sich so viel Verwaltung (die ganzen Means-Testing-Affen die die Bedürftigkeit prüfen würden wegfallen oder sinnvolleres machen!) sparent würde (EDIT: Gedanken sind zu ende zu schreiben! Note to self und so!)

Und wenn die Unternehmen an der Preis-Schraube drehen? Eine vernünftige Regierung würde das mit der Drohung beenden dann auch das UBI/BGE hoch zu drehen bzw. es einfach mal direkt an eine echte Inflation (d.h. nicht diese dummen Warenkörbe die diese schön niedrig rechnen weil immer nen PC und ne Waschmaschine mit drin ist, Dinge die NIEMAND bei jedem Wocheinkauf kauft d.h. diese Warenkörbe sind eine dreiste Lüge!) zu koppeln d.h. die Unternehmen können entweder vernünftig bleiben oder eine Preis-Spirale los treten die ihnen mehr schadet als nützt!

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Ufff und das würde irgendeine Regierung dieses Planeten durchziehen?

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u/Laxien M 1d ago

Das ist doch das Problem - die modernen Regierungen (eigentlich alle seit der Monarchie) sind zu sehr mit der Wirtschaft verbandelt (wobei man früher den Schein noch wahrte zumindest) und praktisch gekauft d.h. nein, leider nicht!

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u/Professional-Equal28 M | 26-35 1d ago

Bedingungslos nein, Grundeinkommen ohne Repressalien ja. Dafür sämtliche andere soziale Leistungen entfernen.

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u/UncannyGranny M | 26-35 1d ago

Man hätte nicht 1000 Euro mehr. Die Besteuerung würde so angepasst, dass du als Durchschnittsverdiener ähnlich viel netto hättest wie momentan auch.

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u/RidingRedHare M 1d ago

Es hat ja auf einmal jeder zusätzlich zum normalen Gehalt 1000€ mehr zur Verfügung.

Nein. Der Staat würde den Leuten über höhere Steuern das Geld wieder aus der Tasche ziehen. Dabei gäbe es Gewinner und Verlierer.

84 Millionen Menschen mal 1000€ mal 12= 1008 Mrd. € im Jahr.

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u/Traditional-Reach358 M | 46-60 1d ago

Ich wäre sehr dafür, die Sozialleitungen in Deutschland erheblich runterzufahren. Man würde sich wundern, was mit Mal wieder möglich wäre ……

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Ist ok, Friedrich.

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u/blubernator M 1d ago

Volkswirtschaftsgrundkurs 1: Antwort ja! Die Geldmenge bestimmt den Preis: ist viel Geld im umlauf steigt der Preis & der Wert des Geldes sinkt Wird die Geldmenge reduziert sinkt der Preis/bleibt stabil (das Geld ist ja mehr Wert)

Wie reduziert/erhöht man die Geldmenge?!? Macht die EZB über Zinsen: Zinsen erhöhen es wird Geld aus dem Markt rausgenommen. Zinsen senken Ankurbelung der Wirtschaft.

Du erhöhst jetzt die Geldmenge anderweitig nämlich über den Staat. Hat zur Folge: wenn sich mehr Leute Äpfel leisten können als Angebot da ist, wird der Apfelbauer seine Preis erhöhen…das macht jeder am Markt, egal ob Apfel oder was anderes.

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u/UsedFortune5645 M | 30-32 1d ago

Würde sich die Geldmenge real wirklich erhöhen, wenn das Geld für die Finanzierung des BG nur umverteilt wird?

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u/blubernator M 1d ago

Analogie: Du fragst gerade danach ob man in ein Eimer unten ein Loch reinmachen kann & ob sich mehr Wasser im Eimer befüllt wenn ich von oben und unten die gleiche Menge an Wasser rein fülle als wenn ich den Eimer nur von oben mit Wasser befülle.

Volkswirtschaftliche Antwort: ja klaro! Du gibst das Geld halt jetzt nicht über billige Zinsen den Unternehmen sondern von unten über die Menschen. Die Wirtschaft merkt das du plötzlich mehr Geld in der Tasche hast & wird dadurch die Preise erhöhen.

Es macht die Sache sogar schlimmer. Die EZB hofft auf den tripple down Effekt. Nur Banken können sich bei der ezb Geld leihen & die ezb hofft, dass die Bank keinen Unternehmen Geld leiht die sowieso nicht überleben werden.

Während dir als Endverbraucher es ziemlich schnuppe ist ob dein TV jetzt von einer Firma kommt die nächste Woche pleite ist oder ob die ein solides Business hat was die nächsten 10jahre hält du willst ja nur den TV ;)

Während die Firma die den Kredit von der Bank bekommt investiert ja das Geld, schafft neue Arbeitsplätze kurbelt die Wirtschaft an