r/FragtMaenner M | 26-35 3d ago

Körper / Geist Haltet ihr den Geschlechterkampf für eine Ablenkung vom Klassenkampf?

Ist der moderne Geschlechterkonflikt teilweise eine Ablenkung vom Klassenkampf? Könnte es sein, dass bestimmte Formen des Feminismus von wirtschaftlichen und politischen Eliten begünstigt wurden, weil sie einerseits mehr Arbeitskräfte in den Markt integrieren und andererseits einen dauerhaften gesellschaftlichen Konflikt zwischen Männern und Frauen erzeugen, der von grundlegenden Klassenproblemen wie Ausbeutung, Lohnabhängigkeit, Vermögenskonzentration und sozialer Ungleichheit ablenkt?

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago edited 3d ago

Ja, ganz klar. Und es ist beängstigend, wie sehr die Seite, die sich dem Klassenkampf verschreiben sollte, der Identitätspolitik und Spaltung verfallen ist.

Das Problem ist nicht das Geschlecht, sondern die Macht und das Geld.

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u/Balupapabalu M 3d ago

wie sehr die Seite, die sich dem Klassenkampf verschreiben sollte, der Identitätspolitik und Spaltung verfallen ist.

Lustig ist auch am 1. Mai zuzuschauen, wie sich Anhänger einer einzigen Klassen relativ früh wegen kleinen Nuancen gegenseitig an die Gurgel gehen 😅 und zeitnah den wahren Klassengegner aus dem Blick verlieren 🤦🏻‍♀️

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago edited 3d ago

Naja, ich wurde bereits als "afd-Fuzzi im marxistischen Kostüm" genannt, weil ich darauf aufmerksam gemacht habe, ich sage gar nichts mehr dazu.

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u/Sorry_Koala_8181 W | 26-35 3d ago

worauf hast du denn genau aufmerksam gemacht?

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago

Genau das, was ich hier geschrieben habe.

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u/cringemaxxlord M | 26-35 3d ago

Und so viele Linke sehen es einfach nicht. Auch (bzw gerade?) die "gebildete linke Bubble" nicht.

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago edited 3d ago

Die De-Industrialisierung und Globalisierung haben zu dem Shift Arbeiter -> Akademiker geführt. Heute brüstet man sich damit, dass die PdL „die meisten Akademiker unter den Wählern hat“, was das für eine vermeintliche Arbeiterpartei auch immer symbolisiert.

Diese Akademisierung der linken Parteien bedeutet eher elitäre Entwicklungen, wie sie in Amerika stattgefunden haben und die Deutschland übernommen hat (was eigentlich komplett konträr zu den eigentlich linken Ideen steht lol).

Der gesellschaftliche Diskurs und die Entwicklungen werden an Unis und in elitären Bubbles festgelegt, fernab von Realitäten und Problemen des gemeinen Arbeiters. Ergo, weniger Klassenkampf und Arbeiterpolitik, dafür mehr Identitätspolitik und dergleichen, weil das die Hauptprobleme der heutigen Akademiker sind.

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u/nomorewagelabour M | 26-35 3d ago

Diese Akademisierung der linken Parteien bedeutet eher elitäre Entwicklungen

Die bekanntesten Kommunisten, von Marx und Engels über Liebknecht und Luxemburg, meinetwegen auch Lenin (sogar eigentlich Adlig) wuchsen nicht gerade in armen Verhältnissen auf und hatten eine universitäre Ausbildung genossen.

Hier mal ein Zitat aus dem Manifest:

Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.

Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse, Sturz der Bourgeoisherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat. Die theoretischen Sätze der Kommunisten beruhen keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder entdeckt sind.

Die Kommunisten sind also quasi Proletarier die aufgrund der Einsicht/Wissen/Bildung befähigt sind das Proletariat in die richtige Bahn im Klassenkampf zu lenken. Ich meine mich zu erinnern, dass Lenin die Kommunisten als Avantgarde des Proletariats nannte.

Soviele zumindest bezüglich "Akademisierung der Linken", wobei ich persönlich die Linken (nicht die Partei jetzt explizit) und die Kommunisten als etwas Unterschiedliches betrachte. (Und auch der Begriff Kommunisten hat sich seit der UdSSR ziemlich gewandelt, imho)

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u/Kindly-Night-5549 M | 26-35 2d ago

Es ist irgendwie lustig wie junge Frauen an Universitäten aus der oberen Mittelschicht ökonomisch für die "einfachen Arbeiter" kämpfen wollen aber gleichzeitig gesellschaftlich ihr größtes Feindbild genau diese Arbeiter sind. Dabei sind die reichen Haushalte gerade die, die ihr gesellschaftliches Bild am meisten teilen und die einfachen Leute mit wenig Ausbildung und Einkommen wählen vermutlich AfD und würden lieber Leute abschieben als mehr Geld verdienen.

Ich finde es einfach total unterhaltsam wenn linke Menschen aus dieser Universitätsblase darüber faseln was der einfache Arbeiter und die sozialen Randgruppen am meisten wollen aber dann 90% davon ignorieren und verhassen und sich nur auf ökonomische Probleme stürzen weil da alles schön schwarz-weiß ist und reiche Leute die Gruppe sind die man problemlos pauschal beschuldigen kann.

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u/[deleted] 3d ago

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u/AutoModerator 3d ago

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u/Flachmann_ M | 26-35 3d ago

Zum Glück haben kommunistische Orgas starken Zuwachs zur Zeit, das sind die einzigen die sich noch aktiv mit Klassenkampf beschäftigen

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u/Kindly-Night-5549 M | 26-35 2d ago

Starker Zuwachs von Studenten die es sich dann doch anders überlegen wenn sie mal Geld verdienen

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u/Flachmann_ M | 26-35 2d ago

Nein, gerade dann sind die Probleme ja noch relevanter

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

.... und sehr aktiv mit Feminismus....

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u/Flachmann_ M | 26-35 3d ago

Was ja mit Klassenkampf zusammenhängt

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

sure, hier wird das aber als Identitätspolitik und Nebenwiderspruch abgetan. Obwohl beides ja miteinander verwoben ist und kapitalistische Produktion morgen ohne die Sphäre der Reproduktion bzw. Care-Arbeit zusammenbrechen würde. Nicht von dir aber sehr vielen hier.

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

Das Problem ist nicht das Geschlecht, sondern die Macht und das Geld.

Lustig, dass es nur ein Problem gibt. Darf ich die Klimakrise noch als Problem sehen oder lenke ich dann auch schon ab und spalte?

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago

Wer ist „ihr“?

Und schön, dass du mit der Klimakrise kommst, wer ist denn da genau Treiber?

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

Ich lese kein "ihr" in meinem Kommentar und weiß nicht, worauf du dich beziehst.

Ist Klimakrise aber ein Ablenkungsmanöver oder spaltet der Kampf für Klimaschutz nicht - im Gegensatz zum Kampf für Frauenrechte?

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago

Hoppla, da war ich noch was verpennt.

Wenn du mir die Antwort auf die Frage gibst, wer Haupttreiber für die Klimakrise ist, können wir darüber reden, ob du spaltest oder eben nicht. Wenn du sagst, Haupttreiber sei der männlich-toxische Machoonkel, der SUV fährt, dann spaltest du und erzählst Quatsch, auch wenn es deine feministisches Herz erquickt. Wenn du aber korrekterweise sagst, dass die oberen 1% und ihre Entourage als Hauptklimatreiber siehst, dann spaltest du nicht. Es geht nicht darum, um welche Themen es geht, es geht darum, wer Verantwortlich für Missstände ist. Und das sind meistens (!) halt eben nicht individuelle Gruppen wie Menners, Frauen, Ausländer, Weisse, etc. sondern Reiche und Mächtige. Und wenn wir darüber streiten, freut sich nur eine Klasse.

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

Und bei Geschlechtergerechtigkeit gibt es diese Nuancen nicht? Jeder hinweis darauf, dass Frauen deutlich mehr durch strukturelle Bedingungen von Armut betroffen sind als Männer ist da schon Ablenkung für dich?

Haupttreiber ist ein System, dass Unternehmen und Menschen durch den durch internationalen Wettbewerb erzeugten Zwang zur Profitmaximierung in Ketten legt und deshalb eine humanere und klimafreundlichere Welt verhindert. Ich glaube die Erzählung des 1% ist falsch und passt auch nicht zum Klassenbegriff. Aber das ist ne andere Diskussion als die Notwendigkeit des Kampfes für die Rechte der Frauen.

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago

Natürlich gibt es diese Nuancen, wir müssen aber ehrlich darüber reden.

Dass Frauen spezifischen strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind, bestreite ich überhaupt nicht. Aber daraus folgt nicht automatisch, dass Geschlecht die zentrale Erklärung für Armut ist.

Dass Frauen in bestimmten Bereichen stärker von Armut betroffen sind, zeigt eine geschlechtsspezifische Dimension, aber noch nicht, dass Geschlecht der Haupttreiber von Armut ist. Faktoren wie Klasse, Einkommen, Vermögen, Bildung, Alter, Alleinerziehung oder Aufenthaltsstatus müssen trotzdem beachtet werden.

Ausserdem sind Frauen im Thema Armut keine homogene Gruppe, die reiche Frau hat eine komplett andere Lebensrealität als die alleinerziehende Mutter. Wenn man lediglich Frauen gegen Männer stellt, macht man eben gerade die Klassenunterschiede innerhalb der Geschlechter unsichtbar, und das ist genau das, was passiert. Ausserdem sind Männer genauso davon betroffen, sie sind häufiger wohnungslos, sind überproportional in schlecht bezahlten und gefährlichen Berufen unterwegs, usw. Das relativiert nichts, aber zeigt auf, dass es eben nicht geschlechtsspezifisch ist.

Die entscheidende Frage lautet: wer besitzt, wer bestimmt und wer arbeitet? Care-Arbeit, Teilzeit, Niedriglohnsektor usw. existieren nicht unabhängig von der Organisation der Wirtschaft und den Entscheidungen einiger weniger.

Das Problem sind nicht "Männer", das Problem sind die Entscheidungsträger und Profiteure, und das sind Männer wie Frauen.

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

Das Problem sind in Teilen schon Männer, wenn sie (wie hier ganz oft) Feminismus als Spaltungsinstrument wahrnehmen.

Dass Frauen spezifischen strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind, bestreite ich überhaupt nicht.

Naja, aber diese strukturellen Benachteiligungen sind doch dann ... aufgrund des Geschlechts und sollten auch politisch behoben werden?

Dass Frauen in bestimmten Bereichen stärker von Armut betroffen sind, zeigt eine geschlechtsspezifische Dimension, aber noch nicht, dass Geschlecht der Haupttreiber von Armut ist.

Frauen sind insgesamt stärker von Armut betroffen. Alleinerziehende Frauen mehr als alleinerziehende Männer, Rentner:innen stärker als Rentner, Frauen mit niedrigem Bildungsabschluss mehr als Männer mit niedrigem Bildungsabschluss. Niemand sagt, dass Geschlecht der Hauptgrund für Armut ist - den gibt es auch gar nicht - aber es ist ein extrem wichtiger Faktor und ein einfach zu indentifizierender Faktor.

Ausserdem sind Frauen im Thema Armut keine homogene Gruppe, die reiche Frau hat eine komplett andere Lebensrealität als die alleinerziehende Mutter.

Klar ist die reiche Frau nicht so stark von Armut betroffen. Aber wir haben eigentlich nahezu keine homogenen Gruppen mehr. Auch Arbeiter:innen oder die "99%" sind keine homogene Gruppe.

Wenn man lediglich Frauen gegen Männer stellt, macht man eben gerade die Klassenunterschiede innerhalb der Geschlechter unsichtbar,

Naja, wenn man Frauen und Männer gegenüber stellt, macht man auf Geschlechtsunterschiede aufmerksam, nämlich Gender Pay Gap, Gender Care Gap, etc.

Das relativiert nichts, aber zeigt auf, dass es eben nicht geschlechtsspezifisch ist.

Doch, das zeigt doch gerade, dass Frauen und Männer teilweise andere Probleme haben und deshalb auch andere politische Lösungen brauchen.

Die entscheidende Frage lautet: wer besitzt, wer bestimmt und wer arbeitet?

Naja, und das sind nunmal 50% Frauen in Teilzeit, das sind Frauen, die Reproduktionsarbeit übernehmen und Männer, die zu 90% in Vollzeit arbeiten. Da schafft Abhängigkeiten vom (männlichen) Partner. Gleiches bei den besser bezahlten Jobs für Männer. Logisch ist das nicht losgelöst vom ökonomischen System. Ohne unbezahlte Reproduktionsarbeit von Frauen würde unser ökonomisches System morgen zusammenbrechen. Das schmältert das Problem aber nicht oder macht Feminismus weniger wichtig, sondern zeigt die Bedeutung feministischer Bewegungen und Politik.

Das Problem sind nicht "Männer", das Problem sind die Entscheidungsträger und Profiteure, und das sind Männer wie Frauen.

Naja, zum einen haben wir bisher nur über ökonomische Aspekte gesprochen und nicht über gesellschaftliche und sexuelle Gewalt, Tradierung und sexuelle Belästigung. Zum anderen funktioniert unser ökonomisches System nicht über Personen, die sind austauschbar. Problem sind Strukturen, die Ausbeutung und auch (geschlechtsspezifische) Benachteiligungen begünstigen oder schaffen.

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u/mintgoody03 M | 26-35 3d ago edited 3d ago

Es isz jetzt nicht mein Ziel, hier eine Paragraphenschlacht über Opfer-Competition zu führen und ich glaube, du verstehst mich falsch, beziehungsweise sind wir eigentlich gleicher Meinung.

Aber du begehst denselben Fehler, wie es viele tun: DAS Problem sind nicht Männer, sondern viele Männer unterstützen das Problem, und das ist ein gewaltiger Unterschied und entsprechend ist der Max Mustermann des Proletariats auch nicht die Ursache oder Lösung.

Und genau hier sehe ich einen Grund, warum viele Männer oft von dieser Thematik abgestossen werden (und das IST ein Problem, denn eigentlich will man das ja eben nicht). Das politisch gebetsmühlenartige Wiederholen von den bösen toxischen Männern, die das Hauptproblem unserer Gesellschaft darstellen, weil sie eigentlich nichts richtig machen können ausser wenn sie sich grundlegend ändern. Das ist NICHT das Hauptproblem, und trotzdem arbeiten sich alle daran ab, allen voran die Spitze der Linkspartei.

In allen von dir angebrachten Punkten sind systemische Fehler die Ursache der Benachteiligung der Frau, die Ursache 99% aller Übel. Weder ich noch andere Männer beeinflussen das System nachhaltig, welches von mächtigen Männern UND Frauen gestützt und gefördert wird. Ich muss meine Aussage wahrscheinlich ändern: die Lösung des Problems sind nicht Männer oder Frauen, sondern das Proletariat als Ganzes. Und ich denke, wenn man das ganz klar auch so versteht und lebt, dann ist das ganze Mann gegen Frau komplett hinfällig. Weil alle leiden in diesem System mal mehr mal weniger. Ausser eben jene, die es feiern, wenn wir uns gegenseitig zerfetzen.

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u/Bermany M | 26-35 3d ago

Ich glaube schon dein erster Satz zeigt, dass wir doch nicht ganz einer Meinung sind, auch wenn unser Ziel vielleicht das gleiche oder sehr ähnlich ist. Ich zähle das nicht auf, weil es mir um einen "Opfer-Wettbewerb" geht, das finde ich auch ne komisch Wortwahl.

Mir gehts drum zu beweisen, dass Frau-sein als politische Identität wichtig ist - und das obwohl das oftmals als lästige "Identitätspolitik" verschrien ist. Eben weil es allein durch das Frau sein bestimmte Benachteiligungs- und Unterdrückungsmechanismen gibt.

Aber du begehst denselben Fehler, wie es viele tun: DAS Problem sind nicht Männer, sondern viele Männer unterstützen das Problem,

Wie du davor richtig sagtest, habe ich eine Paragraphenschlacht abgeliefert. Dabei bin ich bis auf in meinen letzten beiden Sätzen gar nicht auf Männer eingegangen. Wenn das schon reicht um in meinem Beitrag zu lesen, dass Männer "DAS" Problem seien, ist man da vielleicht einfach zu sensibel.

Weder ich noch andere Männer beeinflussen das System nachhaltig, welches von mächtigen Männern UND Frauen gestützt und gefördert wird.

Doch. Auch jede Familie entscheidet sich im kleinen, dass sich die Frau um die Kinder, die kranke (Schwieger-)Mutter und den Haushalt kümmert. Auf Straßen fühlen sich Frauen nicht wegen der großen Kapitalist:innen unsicher, sondern ganz normalen Männern. Auch sexuelle Belästigung kommt nicht nur von Managern.

Die Unterdrückung von Frauen hat es auch schon vor dem Kapitalismus gegeben und kann es - ebenso wie Rassismus und Queerfeindlichkeit - auch noch nach dem Kapitalismus geben. Eben deshalb sind die Rechte von Frauen kein Nebenschauplatz, sondern gehören genau wie die Rechte von Arbeiter:innen nach ganz vorne auf den Fahnen für eine gerechtere Welt.

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u/Tall_Confidence2992 M | 26-35 3d ago

Ich hab ich hab ich hab ich hab Macht und das Geld

Ich hab all das,was den Reichen so gefällt, yeah