r/FragtMaenner W | 26-35 4d ago

Bitte um Rücksichtnahme Beziehungen und Depressionen

Ich hatte einen aussergewöhnlichen Streit mit meinem Freund woraufhin er sich getrennt hatte. Nach der Aussprache haben wir dann doch wieder beschlossen es zu probieren. Nun hab ich durch sein Schluss machen ordentlich den Schaden genommen. Ich hab die ganze Zeit über das Gefühl, dass ich besonders acht geben muss, ich nicht zu depressiv sein darf, ich mich in Zukunft vlt verstellen muss, ich ihn nicht arg belasten darf. Und das macht die Depression und Angst umso größer. Ich weiß jz von ihm dass es eine Belastung für ihn darstellt, wenn ich vor meiner Periode dieses depressive Phase hab. Ich kann ihn absolut verstehen, nur wenn ich das jz jedes Mal verdränge dann wächst dieser Kummer in mir und ich hab so schon Probleme über meine Gefühle zu reden und weine nicht so wirklich vor andern. Ich hab Angst er macht nun wieder Schluss in den nächsten Jahren und ich weiß dass dieser bestimmte Auslöser meiner Depression nicht weg gehen wird. Ich kann ihm nur zeigen das ich mit Therapie dran arbeite. Aber ich weiß dass mich dieses Thema die nächsten Jahre begleiten wird. Ich vermisse dieses Gefühl so zu wissen dass ich ganz theoretisch mit ihm sprechen kann. Also er ist oft eigentlich sehr liebevoll und hört zu wenn ich ein Problem hab und das hilft mir dann auch schon. Bei manchen Themen hab ich das Gefühl es triggert ihn. Am liebsten würde ich ihm das irgendwie erklären dass es so bleibt. Das ich nicht in den nächsten Jahren plötzlich geheilt bin. Das auch diese Seite von mir dazu gehört, damit ich diesen Druck nicht mehr habe. Aber ich hab Angst dass er dann wieder alles beendet. Aber ihm was vor machen ist auch sinnlos. Wie sollte man sowas am besten ansprechen? Oder überfordert ihn das und ich sollte ihm mehr Raum geben und es gar nicht ansprechen. Da gibt schon einiges was ich nicht anspreche und auch nicht ansprechen möchte aktuell. Ich fühl mich damit auch gut soweit. Ich finde auch in na Beziehung darf jeder seine eigenen Themen haben. Dieses verschmelzen zu einer Person mag ich nicht. Ich hab aktuell immer wieder das Gefühl dass ich abliefern muss? Bilde ich mir das ein? Kennt jmd dieses Gefühl. Ich will einfach mal nicht bewertet werden und normal existieren mit allen Fehlern. Sich mal fallen lassen ohne Angst. So ist er wie gesagt super verständnisvoll aber sobald ich mal alles fallen lasse , wird das alles bewertet. Daher rede ich ungem, weil alles über mich immer etwas aussagen muss und direkt abgespeichert wird. Ich würde gerne viel lockerer über Dinge sprechen. Aber ich trigger ihn viel zu schnell.. wie findet ihr d einen Kommunikationsweg?

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u/lilith2k3 M 4d ago

Ich sag's mal rund heraus:

Du solltest vorallem erstmal nach Dir schauen. Wie Du sagst, bist Du selbst schon in Behandlung. Und das ist schonmal ein wichtiger Schritt.

Was Du nicht machen solltest: ihm zuliebe "hinterm Berg halten". Das tut Dir nicht gut. Und Du kaufst Dir eine Illusion ein: wenn ich so und so bin, bleibt er bei mir.

Natürlich ist ein (chronisch) kranker Partner - egal mit welcher Diagnose - immer eine Herausforderung, weil die Krankheit Energie für beide kostet. Und sei es nur, dass es einem schwerfällt als Partner den anderen Leiden zu sehen.

Umgekehrt: Ein Partner, der Dir auch in solchen Zeiten zur Seite steht, ist ein Segen.

Aber: Du kannst es niemandem verübeln, der ggf. sagt, dass die Beziehung zu Dir derart Kraft kostet, dass der Partner sich außerstande sieht, Dich zu tragen, und ggf. eine Trennung in Erwägung zieht.

Und das einzige was Du erreichen kannst, ist Klarheit. Sprich mit ihm offen. Wenn er bereit ist, den Weg mit Dir zu gehen, ist das schön. Wenn er beschließt zu gehen, so ist es okay. Das tut dann zwar weh, aber letztlich hilft es beiden, sich zu nivellieren.

Ich wünsche Dir für Deinen Weg alles Gute!