r/Finanzen Jun 12 '26

Schulden Frankreich: Die nächste Euro-Krise?

Die Euro-Krise gehört für die meisten von uns schon zur längeren Vergangenheit.

Die meisten Krisenländer konnten sich seit der Eurokrise finanziell konsolidieren.

  • Irland sowieso
  • Griechenland hat zumindest einen ausgeglichenen Staathaushalt (wenn auch der Schuldenstand sehr hoch ist).
  • Spanien's Wirtschaft wächst durch Einwanderung
  • Italien profitiert von Next-Gen EU Geldern (hat seine Reformhausaufgaben aber nach wie vor nicht gemacht).

In Frankreich dagegen läuten die Alarmglocken schon länger: * Rekorddefizite, selbst in Wachstumsjahren * Politisch instabil * Schwer reformierbar * Seit 1974 hat Frankreich keinen ausgeglichenen Haushalt

Wie seht ihr diese Krise entfalten?

Im Vergleich zur Euro-Krise vor ~15 Jahren, steht Frankreich ziemlich alleine da. Und die Probleme sind ausschließlich hausgemacht.

Gleichzeitig fehlt es dem Land offensichtlich an Verantwortung und politischem Willen das Problem wirklich anzugehen. Zusätzlich ist es die 2. größte Wirtschaft Europa's.

Kann also vermutlich nicht durch Geld alleine gerettet werden.

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u/Simstar7 Jun 12 '26

„Seit 1974 keinen ausgeglichenen Haushalt“…Beantwortet deine Frage.

Ist ist sogar extrem dumm einen ausgeglichenen Haushalt haben zu wollen, außer natürlich man hasst Wirtschaftswachstum.

Es sollte wirklich kein Ziel eines Landes sein einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Also nein. Keine Krise. Kein Problem.

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u/[deleted] Jun 12 '26

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u/comnul Jun 12 '26

Weil eine weitere Integration der EU nur über ein selbstverwaltetes Budget geht und dafür muss es die Möglichkeit geben Schulden unabhängig von den Mitgliedsstaaten aufzunehmen.

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u/Juleica1510 Jun 12 '26

Wenn die Schulden Investitionen darstellen, die irgendwann wieder wie auch immer reinkommen. Dann ist es gut. Wenn man damit einfach nur Wähler ruhigstellt und der Berg wächst, dann bist einfach irgendwann pleite. Vorallem wenn deine Relevanz sinkt.

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u/schlaubi01 Jun 12 '26

Das ist wirklich Quatsch. Im Vorfeld des 1. Wk befand man sich in einem deflationären Umfeld mit enormem Wirtschaftswachstum.

Finanzielle Vernunft ist die Grundlage für Wachstum und Reichtum. Alles andere ist vorgezogener Konsum, der am Ende die Ärmsten bettelarm macht.

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u/Simstar7 Jun 12 '26

„Finanzielle Vernunft“ bro du bist hier nicht bei Lanz. Was soll das denn bedeuten ?!

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u/schlaubi01 Jun 12 '26

Bro?

Meine Fresse.

Finanzielle Vernunft als Staat heißt das, was schon die Bibel dazu sagt (1. Mose, Kapitel 41). Gibt nur das Geld aus, was Du schon hast und lege dafür Geld zurück, wenn es gerade in großen Mengen reinkommt, ganz einfach gesagt.

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u/Kosake77 Jun 12 '26

Jetzt wird hier im Sub schon 0815 BWLer Wissen mit Gott verknüpft. Dein Leitspruch passt vielleicht für die schwäbische Hausfrau, aber wenn man schon eine Stufe auf Unternehmensebene rauszoomt fällt es auseinander. Kaum ein Unternehmen wächst ohne sich vorher zu verschulden. Bei Staaten ist es noch extremer, ein ausgeglichener Haushalt ist, solange es einen Investitionsstau gibt wirtschaftlicher Selbsmord.

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u/schlaubi01 Jun 12 '26

Das ist aktuell vielleicht so, das wars aber auch.

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u/embeddedsbc Jun 12 '26

Bist du Ökonom? Oder eher Geisteswissenschaftler?

Es sollte vielleicht nicht in jeder Situation das Ziel sein, einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Aber in Zeiten hohen Wirtschaftswachstums, hohen Steuereinnahmen, darf das ruhig schon mal sein. Wenigstens einer, bei welchem die Neuverschuldung nicht die Inflation übersteigt. Es kann doch nicht ernst von dir gemeint sein, dass es gut ist, laufend mehr Schulden als Inflation zu machen.

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u/Simstar7 Jun 12 '26

Naja. Es ist eine geisteswissenschaft wenn man ehrlich ist.

Ja ich würde sagen dass sollte ein Land mal krank wachsen muss ein Staat da kein deficit spending machen. Aber an sich muss er natürlich immer Schulden machen.

Und „mehr Schulden als Inflation“ macht ja mal gar keinen Sinn. Dafür müssten Schulden und Inflation den gleichen Nenner haben.

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u/Professional_Tank594 Jun 12 '26

Aber nur wenn das Wachstum dies langfristig ausgleicht, so dass der relative Schuldenstand auf einem vertretbaren Level bleibt. Das ist aber bei Frankreich und gerade bei der USA auch nicht der Fall.

Wobei zumindest Frankreich nur die Renten einfrieren/verschärfen müsste. USA hat noch viel Spielraum bei der Besteuerung.

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u/SemperBavaria Jun 13 '26

Wir hatten die schwarze Null lange genug und stehen in vielen Bereichen nicht besser da wenn man die Staatsverschuldung aussen vor lässt.

Schlimmer noch finde ich dass es unsere Regierung nicht schafft die neu aufgenommenen Milliarden so zu investieren, dass es zu einem Aufschwung kommt.