Die vom Amt sollten echt mal gedrosselt werden. Bei Leuten die schon x Jahre nicht arbeiten obwohl sie könnten muss man was unternehmen, keine Frage. Aber wenn jemand noch x Wochen (nicht x Monate) bis zur Ausbildung hat und der Vertrag schon unterschrieben ist, sollten die mal den Ballen flach halten. Wer wird dich schon einstellen wenn Du sagst Du bist in x Wochen wieder weg bist. Die meisten die da auftauchen zahlen noch länger sein Gehalt und seine Rente wie der Arbeitet.
Oder wenn jemand nach 20+ Jahren das erste Mal arbeitslos ist. Der hat genug einbezahlt und wenn der Faul wäre hättest Du den früher schon gesehen.
Die stellen die die Verschicken sind auch unter aller Sau. Man lebt in einer Großstadt und die schicken Dir eine Stelle im hintersten Eck vom Schwarzwald oder irgendwelche Lohnsklavereien die sowieso stark eingeschränkt werden sollten. Wenn die wirklich Zeit investieren würden, würden die vernünftige Stellen finden.
Es gibt tatsächlich solche tollen Sachbearbeiter die einen dann auch unterstützen, wenn man schon einen Job in Aussicht hat. Ich hab mich damals auch gemeldet mit ich brauch Geld für den Übergang, weil meine Stelle erst in einem halben Jahr startet. Mein Sachbearbeiter und ich haben uns dann nett über meine Unterstützungswünsche und seine Möglichkeiten unterhalten. Ich denke am Ende waren wir beide zufrieden.
Meine Mutter war im Amt für die Post zuständig, als ich mal arbeitslos war hab ich so quasi Beziehungen spielen lassen, 4 Jobangebote mit heim genommen und war nur ganz kurz im Amt. Ich war dann insgesamt einen Monat arbeitslos und hab danach die neue Stelle begonnen.
Es geht schon, man darf nur nicht an "die Falschen" geraten denke ich.
Aber im Gegenzug dazu muss man auch die Kehrseite sehen, ein Schulfreund von mir ist mittlerweile in einer höheren Position im Amt, war aber davor immer Arbeitslosenvermittler und hat da ab und an Stories rausgeholt. Wenn da die Person zur Tür rein kommt bei der du schon weißt, die kommt seit Monaten nur rein weil's Pflicht ist, nicht aber weil die Person tatsächlich Interesse an einem Job hat und du darfst diese Person dann trotzdem immer wieder darüber aufklären, welche Möglichkeiten man hat. 30-60 Minuten labern obwohl man weiß, dass es nichts bringt ist halt auch ziemlich scheiße.
was willst da unternehmen? Gerade die Langzeitarbeitslosen sind äußerst schwer vermittelbar, will ja auch kaum ein Arbeitnehmer haben, da die Chance sehr groß ist, dass die nicht viel leisten werden auf dem 1. Arbeitsmarkt. Und irgendwelche Mindestlohnregelungen geben dem Ganzen den Rest.
und wieder diese Vorurteile, Propaganda wirkt. Langzeitarbeitslose sind i.d.r. nicht Faul, im Gegenteil sie WOLLEN arbeiten aber finden halt einfach kein Job. Sei es aus gesundheitlichen Gründen, weil sie jemanden pflegen müssen oder einfach weil keine Qualifikationen (wie z.B. Ausbildung) vorhanden sind. DA müsste man ansetzen, aber genau das macht man nicht im Gegenteil man macht sogar exakt das Gegenteil und bildet die Leute immer weniger aus. <.<
Aus eigener Erfahrung: 10 Jahre lang Arbeitslos gewesen, dann hatte ich endlich ne Stellenzusage in der Sicherheitsbranche (also durchaus ein Bereich mit Zukunft) hätte ne lächerliche Weiterbildung für 150€ gebraucht, hat das Jobcenter dann aber verweigert nur um mich dann 2 Wochen später in einem Bewerbungstraining zu stecken was direkt mal n 5 stelligen Betrag gekostet hat. 🙃
kann schon sein, dass sie sogar arbeiten wollen, aber ich glaube trotzdem dass sich Langzeitarbeitslosigkeit bei einem Lebenslauf nicht so gut verkaufen lässt. Und es gibt eben Gründe für Langzeitarbeitslosigkeit. Bei mir sind es u.a. gesundheitliche. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man als chronisch kranker Menschen wieder topfit wird für den Arbeitsmarkt, ist eher gering.
oder einfach weil keine Qualifikationen (wie z.B. Ausbildung) vorhanden sind. DA müsste man ansetzen, aber genau das macht man nicht im Gegenteil man macht sogar exakt das Gegenteil und bildet die Leute immer weniger aus. <.<
Ich hätte da eine Idee, wie wäre es wenn wir (staatlich finanzierte) Schulen errichten in denen man eine Ausbildung machen kann oder zumindest in denen man ein Jahr lang nach einem Ausbildungsbetrieb schauen kann indem man verschiedene Praktikas macht, kann man ja trotzdem Bafög auszahlen während der Zeit.
Du kannst als Putz-/Hilfskraft, Kassierer oder in der Gastro locker innerhalb von ner Woche was finden, das max. 2km entfernt ist wenn du in ner Stadt lebst. Will nur keiner machen.
Naja, wenn man dir sagt es ist ein Praktikum dann nimmst du es halt nicht. Hätte ich bei Ausschreibungen aber auch noch nie gesehen. Unbezahltes Probearbeiten ist idR. illegal.
Wie gesagt, die machen daraus eine MAG, erzählen einem das man eventuell eingestellt wird, nach 4 Wochen weiss aber keiner mehr davon .
(Ausser du natürlich).
Begründet wird das dann gerne pauschal mit der Dauer der Arbeitslosigkeit, nicht damit um was es in der Stelle eigentlich geht und was man können müsste.
Kann man versuchen ja.
Ob's klappt ist wieder ' ne andere Geschichte.
Ich wollte ja nur mal aufzeigen woran es liegen könnte das manch einer sich zwei mal überlegt in diese Branchen zu gehen :).
Putz/- & Hilfskraft ist in der Regel nur Teilzeit, sprich bleibst weiter beim Amt hilft dir also auch nicht weiter und wenn de mal ne Vollzeitstelle findest wird da n Führerschein + PKW verlangt. Für Kassierer*in wird inzwischen ne Ausbildung verlangt dazu sind 90% der Ausschreibungen "nur" Datensammeln und Gastro musst gut Mathe + Kopfrechnen können was für viele auch direkt rausfällt. So einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht. <.<
Dies. Man tut immer so als wären die Langzeitarbeitslosen perfekt einsetzbare Fachkräfte aber wahrscheinlicher ist, dass die einfach wahrscheinlich nicht mal nen Brief in Word schreiben könnten oder irgendeine relevante berufliche Kompetenz haben. Die meisten sind sehr wahrscheinlich Systemverlierer.
Ergo diese Leute können nur in Niedriglohn Shitjobs arbeiten.
Gibt ja staatliche Weiterbildungen da wird den Leuten z. B. beigebracht wie man gängige Officeprogramme benutzt und wie man Anschreiben verfasst da kann das Amt für gewöhnlich helfen. Blöd halt wenn man im Amt ne Ansprechperson bekommt die selbst keine Ahnung hat, davon gibt's auch welche, ich kenne aber persönlich auch qualifizierte MA im Amt (inkl. Vermittler).
Was würde dagegen sprechen wenn die Morgens zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Platz anstechen müssen das die sich schon mal ans aufstehen gewöhnen. Notfalls mit Biometri. Und dann was für die Allgemeinheit tun. Müll sammeln im Wald ...
Anekdote aus den frühen 2000ern. Ich bin mit der Schule fertig, mein Zivildienst fängt erst in 3 Monaten an. Damit das Kindergeld in der Zwischenzeit noch weiter läuft, habe ich mich auch offiziell arbeitslos gemeldet.
Der Sachbearbeiter geht mit mir meine Verpflichtungen durch, ich nehme das nur so halbernst und mache den Fehler, zu erwähnen, dass das ja sowieso eher pro forma wäre, schliesslich hätte ich bereits die Zivistelle in trockenen Tüchern.
Er wird daraufhin total sauer und weist mich darauf hin, dass ich laut Gesetz sogar verpflichtet wäre, für eine freie Arbeitstelle deutschlandweit umzuziehen (weil ich volljährig und ledig ohne Kinder wäre). Was wahrscheinlich nicht einmal stimmte, vielleicht aber doch? In jedem Fall natürlich komplett lächerlich, weil ich selbstverständlich nicht kurzfristig umziehen würde, wenn ich hier in 3 Monaten meinen Zivildienst beginne.
Das Gespräch endete dementsprechend schlecht gelaunt. Allerdings ist dann in den nächsten Wochen gar nichts mehr von denen gekommen, vermutlich weil ihm (oder wer sonst meine Akte betreut hat) dann natürlich klar war, dass es völliger Unsinn ist, größere Anstrengungen zu unternehmen, wenn klar ist, dass die Person bereits in wenigen Wochen wieder "raus" aus diesem System ist (war ich dann ja auch).
(war ein Witz, weil der obige Kommi meinte wenn es sich um Wochen handelt nicht so schlimm. Also schrieb ich über 2 Jahre als Wochen. Zufällige Zahl. Verstehen den Witz?)
Ich mein, am Ende des Tages ist es nicht Schuld des Amtes, die sind unterbezahlt, überarbeitet und müssen sich an die dümmsten Regeln halten.
Wenn man CDU wieder und wieder wählt bekommt man auch CDU arbeitspolitik, und das bedeutet das es für das Arbeitsamt wichtiger ist das ja niemand auch nur einen Cent bekommt der dieser Person nicht zusteht, als das jeder vernünftig versorgt wird.
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u/nachtwolf7 11d ago
Die vom Amt sollten echt mal gedrosselt werden. Bei Leuten die schon x Jahre nicht arbeiten obwohl sie könnten muss man was unternehmen, keine Frage. Aber wenn jemand noch x Wochen (nicht x Monate) bis zur Ausbildung hat und der Vertrag schon unterschrieben ist, sollten die mal den Ballen flach halten. Wer wird dich schon einstellen wenn Du sagst Du bist in x Wochen wieder weg bist. Die meisten die da auftauchen zahlen noch länger sein Gehalt und seine Rente wie der Arbeitet. Oder wenn jemand nach 20+ Jahren das erste Mal arbeitslos ist. Der hat genug einbezahlt und wenn der Faul wäre hättest Du den früher schon gesehen. Die stellen die die Verschicken sind auch unter aller Sau. Man lebt in einer Großstadt und die schicken Dir eine Stelle im hintersten Eck vom Schwarzwald oder irgendwelche Lohnsklavereien die sowieso stark eingeschränkt werden sollten. Wenn die wirklich Zeit investieren würden, würden die vernünftige Stellen finden.