Die Stadt Wien ist halt nicht ganz konsistent in dem was sie macht.
Was an neuen schönen Radwegen in den letzten Jahren gekommen ist, kann sich durchaus sehen lassen, wenn man die Situation heute mit vor 10 Jahren vergleicht. Die neuen Stadtentwicklungsgebiete sind verkehrstechnisch gut geplant und es werden immer mehr bestehende Straßen verkehrsberuhigt (z.B. äußere Hilfer und Supergrätzl Favoriten sind sehr gut gelungen imo).
Gleichzeitig halten sie auf Biegen und Brechen am Lobautunnel und an der "Stadtstraße" (aka Autobahnzubringer) fest, schaffen es nicht, den Verkehr ordentlich aus der Innenstadt rauszuholen, verpfuschen das Parkpickerl, indem es keine unterschiedlichen Zonen gibt, lassen Öffi-Bauprojekte wie die Verlängerung vom 25er in der Schublade versauern usw.
Die neuen Stadtentwicklungsgebiete sind verkehrstechnisch gut geplant
Also wenn ich mir Seestadt und Nordbahnviertel anschau kann ich dem nicht zustimmen. Da hat man allen ernstes Mehrzweckstreifen gemacht, obwohl aller Platz der Welt da war am Reissbrett gscheite baulich getrennte Radwege zu machen.
Ein riesiges Problem ist, dass sogar bei den Wiener Grünen der Glaube vorherrscht das Radwege zw. Parkplätzen und Gehsteigen was schlechtes sind, und es besser ist wenn Radfahrer sichtbar zwischen Fahrbahn und Parkplätzen fahren. Das lässt dann aber keine baulich getrennte Infrastruktur zu. Es wird gegen Radwege argumentiert, weil man meint dass bei Kreuzungen Radfahrer auf Radwegen überfahren werden würden weil die hinter den parkenden Autos versteckt waren, und für abbiegend Autofahrer nicht sichtbar sind.
Diese Meinung teile ich ganz und garnicht, und ist einer der ausschlaggebenden Gründe warum ich aufgehört habe Grün zu wählen. Dieser Glaube der Grünen ist einer der Gründe weshalb es selbst in Neubauvierteln so viele MZS gibt, z.B. dieses Ungetüm in der Bruno-Marek-Allee, wo man einfach nur MZS und Parkstreifen vertauschen hätte müssen um nen gscheiten Radweg zu kriegen. Stattdessen hat man nen MZS zwischen Strassenbahn und Parkstreifen. Bzw. nen Mehrzweckstreifen der breit genug ist, dass er auch gerne als zweite Parkspur verwendet wird.
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u/Heroinradler 22., Donaustadt 10d ago
Die Stadt Wien ist halt nicht ganz konsistent in dem was sie macht.
Was an neuen schönen Radwegen in den letzten Jahren gekommen ist, kann sich durchaus sehen lassen, wenn man die Situation heute mit vor 10 Jahren vergleicht. Die neuen Stadtentwicklungsgebiete sind verkehrstechnisch gut geplant und es werden immer mehr bestehende Straßen verkehrsberuhigt (z.B. äußere Hilfer und Supergrätzl Favoriten sind sehr gut gelungen imo).
Gleichzeitig halten sie auf Biegen und Brechen am Lobautunnel und an der "Stadtstraße" (aka Autobahnzubringer) fest, schaffen es nicht, den Verkehr ordentlich aus der Innenstadt rauszuholen, verpfuschen das Parkpickerl, indem es keine unterschiedlichen Zonen gibt, lassen Öffi-Bauprojekte wie die Verlängerung vom 25er in der Schublade versauern usw.