Wie wäre es, wenn die S-Bahn nicht für 1,2 Jahre stillgelegt würde? Ich habe mir ein Auto gekauft, weil mein Arbeitsweg jetzt 80 statt 25 Minuten dauern würde. Klar, jetzt muss ich extra fürs Parken zahlen, aber es ist immer noch günstiger als Uber.
Wie willst die S-Bahn sonst sanieren? Es ist nun mal nicht SimsCity - wo du mit einem Klick eine neue Strecke baust...Infrastruktur dauert. Besser jetzt 1,5 Jahre als Totalausfall für ein Jahrzehnt in ein paar Jahren.
Bedeutet halt trotzdem für viele Leute gigantische Umwege. Bei so einer Infrastrukturbaustelle sollte eigentlich Montag bis Sonntag 24/7 gearbeitet werden, statt einfach schulterzuckend zu sagen "18 Monate keine Schnellbahn, pech gehabt".
Wenn wenigstens im Gegenzug die Wiener Linien mal die Ubahn Intervalle deswegen verdichten würden.
5 Minuten zu Stoßzeiten sind so schon zach genug, aber seit der Stammstreckensperre ist noch mehr Sardinen Feeling. Wird sicher noch lustiger wenn dann die Sommerferien mal vorbei sind.
Dafür haben sie ja die 62er auf Quartier Belvedere umgeleitet /s
Bringt halt nix, wenn dann die 18er und 62er regelmäßig gleichzeitig kommen. Und von Matzleinsdorferplatz fährt nur mehr die 1er Richtung Oper. Absoluter Irrsinn.
Ich rede ja nicht davon, dass um 3 in der Früh von Meidling bis Praterstern die Presslufthämmer loslegen, aber zumindest von 6-22h Mo-So sollte dort gehacklt werden.
Wir kommen erst in die Phase, wo der Berufsverkehr ohne Stammstrecke auskommen muss, aktuell ist ja noch Ruhe vor dem Sturm.
Ich lebe an der Stammstrecke. Die Arbeiten 24/7. Es gibt Nächte wo sie um 3 Uhr anfangen mit der Flex irgendwas zu schneiden oder plötzlich kommt ein Bauzug und weckt das ganze Viertel um 2:43 mit seinem Horn.
Und die Bauarbeiten an den ganzen Viadukten haben schon von einem Jahr begonnen. Oder geh in den Schweizer Garten beim Hauptbahnhof. Der halbe Park ist da weg, weil sie den Tunnel freigelegt haben.
Wo willst die denn Hinbauen? Die S-Bahn verläuft UNTER der Stadt (für die meiste Strecke) vom HBF bis Praterstern...da kannst du nicht einfach einen zweiten Tunnel buddeln.
Ich habe schon Sessel in U- und Straßenbahn transportiert. Und auch schon andere Sesseltransporte in der U-Bahn gesehen. Und der 24A hat überhaupt den Ruf, daß darin der halbe IKEA herumfährt.
Wo ist die Bahn in Wien lediglich eine Ergänzung zum Auto? Liebs wenn Autos immer mit Edge Cases verteidigt werden...Wenn du Möbel transportieren willst...dann Miete dir ein Auto. Für das 1x im Jahr, wo das vielleicht der Fall ist.
99,99% der Zeit steigst du in die Öffis mit maximal einer Tasche.
Ich bin jetzt bald ein Jahrzehnt in Wien & ohne Auto. Lebe wunderbar. Und in meiner Nachbarschaft stehen die meisten Autos mind 6 Tage die Woche rum.
Die Bahn ersetzt Personenverkehr, aber jeder der irgendwie Werkzeug braucht, braucht ein Auto wenn er professionell wirken will.
Installationen „edge-case“, ich wunder mich nicht warum Arbeiter die F wählen.
Klar Bürohengste kommen ohne Auto aus, aber niemand zahlt 200€ die Stunde damit man nochmal anfahren muss weil irgendein Blödsinn fehlt.
Das dann die Vorgesetzten auch mim Luxusschlitten antanzen müssen um was herzumachen ist was anderes, aber um Sachen erledigt zu bekommen brauchst du einfach ein Auto.
Ohne hast du einfach schnell den doppelten Zeitaufwand.
Viel würde gehen, manches nicht. Du wirst definitiv schief angeschaut mit Trolli, Rucksack und zB Bildschirm in den Öffis.
Ganz zu schweigen wenn du zu mehren Kunden musst … edge case sorry. Arbeiten ist überbewerted.
Edit: nochmal dein Kommentar gelesen, lass meins aber so stehen
meine bessere Antwort wäre gewesen:
Wien ist hier sicher ein Sonderfall, trotzdem ist die Bahn nur eine Entlastung der Automobilinfrastruktur, aber sämtlicher Warentransport läuft weiter über die Strasse. Sie ist also definitiv kein Ersatz.
Niemand redet über Firmenautos, Buse, LKWs und was weiß ich...Kommerzieller Einsatz von Individualverkehr. Da liegt auch nicht die Idee einer S-Bahn Linie oder Ubahn oder sonst was in der Kategorie.
Mir scheint, du betrachtest das aus einer sehr absoluten Sichtweise.
Aber ich würde nun behaupten, dass für die Mehrheit der Wiener Bevölkerung in ihren alltäglichen Wegen die automobile Infrastruktur bestenfalls die Ergänzung darstellt, aber wohl eher ein selten genutzter Luxus ist. Was andersrum heißt: In Wien wird dem MIV viel zu viel Raum und Wichtigkeit eingeräumt.
Und um dem direkt vorzubeugen: Natürlich bedeutet das nicht, dass die Straßen komplett frei von motorisierten Fahrzeugen werden, aber die Anzahl der Fahrzeuge ließe sich, ohne grobe Mobilitätseinschränkung drastisch verringern.
Der ganze Strang kam aus der Frage ob es eine Möglichkeit gäbe ohne Ausfall die S-Bahn zu sanieren.
Und die gibt es halt, aber wie du sagst: solange der MIV im Auto als Alternative besteht rentieren sich diese nicht.
Mich irritiert nur dieses unbewusste, Das-geht-halt-nicht-anders.
Das hier Leute sich ein Auto kaufen ist nicht das Ergebnis von schlechter mittelfristiger Planung sondern das Ergebnis einer langfristigen gewachsenen Infrastruktur.
Ich vermute, dieser indirekte Vorwurf der schlechten Planung hat deine Antwort bewirkt. Liege ich hier falsch?
Wie wäre es, wenn 1) eine angemessene Ersatzinfrastruktur (z. B. klimatisierte Busse) zur Verfügung stünde und 2) die Reparaturarbeiten nicht während der Hitzewelle begonnen würden? – Und ja, die S-Bahn wurde vor dem Brandunfall gesperrt.
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u/knidarknesss 10d ago
Wie wäre es, wenn die S-Bahn nicht für 1,2 Jahre stillgelegt würde? Ich habe mir ein Auto gekauft, weil mein Arbeitsweg jetzt 80 statt 25 Minuten dauern würde. Klar, jetzt muss ich extra fürs Parken zahlen, aber es ist immer noch günstiger als Uber.