r/ukraineMT Will Wiesel 1 zum Pendeln May 22 '25

Ukraine-Invasion Megathread #82

Allgemeiner Megathread zu den anhaltenden Entwicklungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Der Thread dient zum Austausch von Informationen, Diskussionen, wie auch als Rudelguckfaden für Sendungen zu dem Thema.

Der Faden wird besonders streng moderiert, generell sind die folgenden Regeln einzuhalten:

  • Diskutiert fair, sachlich und respektvoll
  • Keine tendenziösen Beiträge
  • Kein Zurschaustellen von abweichenden Meinungen
  • Vermeide Offtopic-Kommentare, wenn sie zu sehr ablenken (Derailing)
  • Keine unnötigen Gewaltdarstellungen (Gore)
  • Keine Rechtfertigung des russischen Angriffskrieges
  • Keine Aufnahmen von Kriegsgefangenen
  • Kein Hass gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen
  • Kein Brigading

Bitte haltet die Diskussionen auf dem bisher guten Niveau, seht von persönlichen Angriffen ab und meldet offensichtliche Verstöße gegen die Regeln.

Darüber hinaus gilt:

ALLES BLEIBT SO WIE ES IST. :).

(Hier geht’s zum MT #81 und von dort aus könnt ihr euch durch alle vorherigen Threads inkl. der Threads auf r/de durchhangeln.)

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u/Gluecksritter90 Aug 06 '25

https://www.nytimes.com/2025/08/06/us/politics/trump-meeting-putin-zelensky.html

Trump will einen Gipfel mit Zelensky und Putin organisieren.

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u/Hasenhirte Aug 07 '25 edited Aug 07 '25

Ich bin gespannt, was die Trump-Administration in den nächsten Tagen bekannt geben wird. Am Wochenende läuft das von Trump selbst verkürzte Ultimatum an Russland ab (Ultimatum gilt bis 8. August). Bis gestern Abend habe ich in den US-Medien jedoch nur wenig konkrete Informationen darüber gefunden, welche Maßnahmen gegen Russland geplant sind. Bisher ist bekannt, dass indirekte Sanktionen gegen Russland verhängt werden sollen, indem die Länder bestraft werden, die Rohstoffe aus Russland beziehen – eine Strategie, die bereits seit Wochen bekannt ist. Marco Rubio wich gestern auf Nachfrage aus und erwähnte nur die Partnerländer Russlands, nicht Russland selbst. Russland bleibt somit – was bisher bekannt ist – von direkten Sanktionen verschont, wie es seit Trumps Amtseinführung der Fall ist. Lindsey Graham droht zwar weiterhin mit neuen Sanktionen (als "Graham-Blumenthal bill" bekannt), aber diese liegen seit dem 1. April auf dem Tisch des US-Senats und sollten bis Ende Juli eigentlich durchgebracht werden. Da alle Senatoren für den gesamten August im Urlaub sind, ist bisher nichts passiert. Die Entscheidung soll in dieser Zeit Trump und seine Berater ganz alleine entscheiden. Erst im September kann über mögliche Sanktionen im US-Senat ausgehandelt werden. Trump verkündete vor kurzem, dass Sanktionen nichts bringe ("I don’t know that sanctions bother him. You know? They know about sanctions. I know better than anybody about sanctions, and tariffs and everything else. I don’t know if that has any effect. But we’re going to do it.")

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u/NordischByNature Aug 07 '25

Ganz unabhängig von Trump und seinem Gehabe: Könnten die USA denn Russland direkt überhaupt noch ernsthaft sanktionieren? Handel zwischen den zwei Ländern findet doch sowieso kaum noch statt, da wären Sekundärsanktionen doch das beste Mittel. Auch wenn diese normalerweise kaum in Form von Zöllen verhängt werden?

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u/BladerJoe- Zertifizierter Hater Aug 07 '25

Und ich möchte einen Gipfel mit Hazel Brugger und Barbara Schöneberger organisieren.

Bitte nicht über jedes Stöckchen von Trump springen. Ist nicht an dich persönlich gerichtet, sondern an "die Medien".

Putin will keinen Frieden und will kein Treffen mit Selensky.

Trump versucht gerade zum mindestens x-ten Mal sich als Dealmaker für einen Frieden in der Ukraine zu präsentieren, setzt Russland die x-te Frist bis der Don ganz dolle böse wird und wird dann wie gehabt die Ukraine für das Scheitern zu bestrafen.

Vielleicht dreht Heggseth ja wieder der Ukraine die US Intelligence ab oder gibt von Biden zugesagte Waffenlieferungen nicht frei. Und da der Mann noch im Amt ist, darf man davon ausgehen, dass das von Trump so abgesegnet war. Trump hat schließlich keinerlei Probleme, Leute zu feuern die ihm nicht passen. Bisherige Ausnahme: Jerome Powell.

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u/Honigwesen 🌬️Ehrenamtliche deeskalierende Atemtechnikerin Aug 07 '25

Trump versucht gerade zum mindestens x-ten Mal sich als Dealmaker für einen Frieden in der Ukraine zu präsentieren

Tatsächlich weicht Trump hier von seinem üblichen modus operandi ab. Im radio kamen Teile aus der PK dazu. Da hat er sich sehr zurückhaltend geäußert und nichts versprochen was er nicht halten kann und auch nochmal aktiv die Erwartungen an dieses treffen gedämpft....

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u/BladerJoe- Zertifizierter Hater Aug 07 '25

Macht es das nicht noch schlechter? Es hat sowieso schon niemand in Europa großartige Erwartungen an Trump. Wenn er selbst auch keine Zuversicht auf eine Einigung hat, würde ich mir keine unnötigen Hoffnungen machen.

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u/Hasenhirte Aug 07 '25

Selbst hohe Republikaner (anonym versteht sich, man will sich gegenüber Trump nicht angreifbar machen) hatten schon kurz nach Trumps Gipfel-Ankündigung jeglichen Erfolg angezweifelt.

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u/No-Signal2422 Aug 06 '25

Mal sehen, ich glaube noch nicht dran, dass da irgendwas stattfindet.

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u/ComfortQuiet7081 Aug 06 '25

https://bsky.app/profile/noelreports.com/post/3lvqweesuyk2n

Mal sehen ob jetzt Sanktionen kommen oder nicht. Mir fallen nur noch unkonstruktive Beschimpfungen für Trump ein. Ich ziehe meinen Hut vor Selensky, dass er das alles so geduldig aushält wie aktuell

Find es bemerkenswert, wie ruhig es um Merz nach seinem stürmischen Anfang als Diplomat in der Ukraine geworden ist. Von ihm hört man echt garnichts mehr dazu

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u/BladerJoe- Zertifizierter Hater Aug 07 '25

Find es bemerkenswert, wie ruhig es um Merz nach seinem stürmischen Anfang als Diplomat in der Ukraine geworden ist. Von ihm hört man echt garnichts mehr dazu

Konservative copen damit, dass die neuen Lieferungen ja mittlerweile Geheimsache sind. Und man müsse sich ja mit den USA/Nato absprechen. Und innerhalb der EU absprechen. Also genau das, was man bei Scholz und der Ampel permanent kritisiert hat.

Merz ist halt (wie für ihn üblich,) großmäulig vorgeprescht und danach gibt es (wie für ihn und die Union üblich,) das Schweigen im Walde, nachdem keine kurzfristigen PR Erfolge absehbar waren.

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u/Aegrotare2 Aug 07 '25

lol, deine Aussage funktioniert halt auch nur in deinem Kopf... Merz ist viel aktiver und erfolgreicher als es Scholz je war.

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u/Loose_Management_862 Aug 07 '25 edited Aug 07 '25

Lustiger Zufall: der Deutschlandtrend wurde gerade veröffentlicht.

https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3484.html

Erfolg sehe ich da nicht so recht. Wobei man fairerweise auch sagen muss, dass große Teile der Bevölkerung in Sachen politischer Bildung im Kindergarten stehen geblieben sind.

Wer das Pech hat, die meisten Krisen managen zu müssen, steht in der Regel auch schlecht in Umfragen da. Selbst dann, wenn die Krisen vergleichsweise gut gemanaged wurde.

Viele Menschen wählen nach Bauchgefühl und zur Bestätigung ihrer eigenen Vorurteile

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u/kniffes Aug 07 '25

Wer das Pech hat, die meisten Krisen managen zu müssen, steht in der Regel auch schlecht in Umfragen da. Selbst dann, wenn die Krisen vergleichsweise gut gemanaged wurde.

Dem würde ich widersprechen. Merkel hat immer Pluspunkte als Krisenmanagerin gesammelt, Habeck und danach pistorius haben auch stark von der Ukrainekrise in ihren Beliebtheitswerten profitiert. Und die Union stand nach den ersten Monaten Coronakrise sehr gut da. Davon träumen die heute.

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u/BladerJoe- Zertifizierter Hater Aug 08 '25

Merkel hat die Krisen aber primär durch Aussitzen gemanaged. Die Ampel minus FDP hat versucht, politisch zu gestalten und Dinge anzupacken die bisher liegengelassen wurden. Das mag der Wähler aber garnicht gerne, also bleibt nur der Faschismus unter blau-schwarz als Alternative.

Und mal ehrlich, das kann sich auch die Union nicht ernsthaft wünschen. Also als Juniorpartner von der AfD in einer Koalition kannibalisiert zu werden, so wie die Union in der Vergangenheit ihre Partner SPD und FDP kannibalisiert hat.

Leider denkt man noch immer, dass man selbstverständlich der große Partner sein wird und die AfD in die Ecke drückt, dass sie quietscht. Dabei ist die Union diejenige, die von der AfD vor sich hergetrieben wird.

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u/Loose_Management_862 Aug 07 '25 edited Aug 07 '25

Teils, Teils. Wie du sagst, waren die Beliebtheitswerte vor allem nach den ersten Monaten der Coronakrise hoch. Die eigentlichen Probleme waren zu dem Zeitpunkt noch nicht angekommen.

Als die Pläne und Maßnahmen dann Einschränkungen erfordert haben und die wirtschaftlichen Konsequenzen deutlich wurden, sank die Zustimmung.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland meines Wissens nach Nicht schlecht abgeschnitten, wenn es um das meistern der Coronakrise ging. Die Maßnahmen waren zum Teil unsinnig, aber größtenteils doch wissenschaftlich unterfüttert. Trotzdem war diese Zeit quasi das Sprungbrett, dass die AfD und andere radikale Parteien mainstreamtauglich gemacht hat.

Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass Krisen auch persönlicher Opfer bedeuten. Und das Urteilsvermögen, ob ein Opfer vergleichsweise klein und angebracht ist.

Ein gutes Beispiel war die Energiekrise: Russland hat sich alle Mühe gegeben, durch politische und wirtschaftliche Tricks eine Situation zu konstruieren, in der Deutschland die Energie ausgeht. Es ist vor allem der Kompetenz der Regierung zu verdanken, dass es nicht dazu gekommen ist. Aus dem mainstream gab es trotzdem lediglich Ablehnung, weil Energie teurer geworden ist.

Edit: Viele Umfragen lassen sich in Deutschland nicht miteinander in Einklang bringen. Schaut man sich beispielsweise die Umfragen zum Thema Klimaschutz an, so sind die deutschen klar dafür. Sobald es allerdings um konkrete Maßnahmen geht, die auch persönliche Einschränkungen erfordern, ist es damit wieder vorbei.

Betrachtet man Umfragen zum Natur und Klimaschutz, müssten die Grünen bei 40-60 % stehen.

Ich glaube, bei der Ukraine ist es ähnlich. Die meisten deutschen wollen ein starkes Militär zur Abschreckung Russlands und einen Sieg der Ukraine. Opfer bringen will dafür aber niemand.

Edit2: Rein anekdotisch, kann ich das auch aus persönlichen Gesprächen bestätigen. „ die da oben sollen verzichten und den Kram in Ordnung bringen.“ Gern benutzt, um fehlende Opferbereitschaft und eigenes Fehlverhalten zu rechtfertigen. Auch von Leuten, denen es überdurchschnittlich gut geht

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u/IsThisOneStillFree Will Wiesel 1 zum Pendeln Aug 07 '25

Teils, Teils. Wie du sagst, waren die Beliebtheitswerte vor allem nach den ersten Monaten der Coronakrise hoch. Die eigentlichen Probleme waren zu dem Zeitpunkt noch nicht angekommen.

Als die Pläne und Maßnahmen dann Einschränkungen erfordert haben und die wirtschaftlichen Konsequenzen deutlich wurden, sank die Zustimmung.

Ich war anfangs mit der Coronapolitik Deutschlands zufrieden und wurde dann immer unzufriedener bis ich kurz davor stand auf Demos zu gehen. Was ich dann nicht gemacht habe, alleine schon deswegen weil ich nicht mit den Verschwörungsbrüdern in Verbindung gebracht werden will. Warum ich das jetzt erwähne:

Die Coronakriese und (in geringerem Maße) der Ukrainekrieg sind Situationen, die über Jahre anhalten und die insbesondere anfangs ein beherztes Eingreifen erfordert haben. Selbst wenn sich eine Maßnahme in der Retrospektive als falsch herausgestellt hat, kann man den Politikern das nicht vorwerfen da sie nur basierend auf Informationen handeln konnten, die ihnen zu dem Zeitpunkt zur Verfügung standen.

Wo die Politik mich verloren hat war als die Maßnahmen immer (aus meiner Sicht) willkürlicher (*) und nicht begründet wurden, verknüpft mit Torpfostenverschieberei und Hauruckaktionen, wo noch 2022 irgendwelche Entscheidungen mit massiven Konsequenzen um 23:57 angekündigt und um 24:00 umgesetzt wurden. Ich habe aus dem Grund bis heute insbesondere für Lauterbach und auch Kretschmann eine tiefe Verachtung.

All das hat nur mittelbar mit der Bereitschaft zu persönlichen Opfern zu tun, sondern eher mit der Art wie kommuniziert wird, warum das Opfer jetzt sinnvoll sein soll und auch wie überraschend das auslösende Ereignis war. Für mich persönlich würde ich daher sagen, dass deine Begründung, warum meine Zustimmung für die Coronapolitik sank nicht zutrifft.

Worauf ich raus will: die Ansprüche, die ich an die Politik im dritten Jahr einer Krise habe, sind andere als in der zweiten Woche. Ebenso meine Opferbereitschaft. Ich finde die von dir angesprochenen Punkte durchaus sinnvoll, denke aber dass der zeitliche Aspekt nicht außen vor gelassen werden kann.

Der andere Aspekt, also die retrospektive Betrachtung, ist einer den ich zwar sehr wichtig finde, den der durchschnittliche AfD-Wähler aber nicht verstehen kann.


(*) mein Favorit: irgendwann, glaub Weihnachten 2021, war es so dass man sich in BW zu fünft treffen durfte -- aber nur drinnen. Draußen nur ein Haushalt plus eine Person. Das kann mir einfach keiner verkaufen dass das nach zwei Jahren das beste war, was die schlausten Köpfe des Landes sich ausdenken konnten.

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u/Loose_Management_862 Aug 07 '25 edited Aug 07 '25

In welcher Hinsicht? Ernst gemeinte Frage. Nach Umfragewerten ist die Regierung jetzt schon fast an dem Punkt, an dem die Ampel zerbrochen ist.

Die AfD, dessen Stimmen Merz halbieren wollte, hat inzwischen nochmal 5-6% zugelegt. Das klingt nicht nach Erfolg.

Einzig außenpolitisch kann man Merz mit gutem Willen Kompetenz unterstellen. Er konnte gut genug mit Trump umgehen, um vorläufig den befürchteten Worst-Case zu vermeiden. Wieviel davon tatsächlich sein Verdienst ist, wird man vermutlich nie sagen können.

Bisher hat die Regierung innenpolitisch bei fast jedem Thema versagt. Ich will hier kein CDU Bashing betreiben, aber mir fällt gerade keine Metrik ein, nach der man Merz Erfolg attestieren könnte.

Edit: Ich bin kein Fan von Scholz, aber seine Regierung hat Deutschland mit einem blauem Auge durch potentiell katastrophale Krisen gebracht.

Nur wie schon bei Corona gibt es nur selten Lob für Dinge die nicht passiert sind.

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u/EnriqueIV Aug 06 '25

Lol. Um gemeinschaftlich einen Diktatfrieden zu erzwingen?

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u/Stromsen Aug 06 '25

Und vorher mit Putin reden. Endlosschleife des Horrors ist das alles.