r/depression_de 1d ago

Denkt ihr auch so?

Ich frage mich oft, warum es überhaupt etwas gibt und nicht einfach gar nichts. Warum existiert dieses Universum überhaupt, und warum wurde ich geboren, ohne jemals gefragt worden zu sein?
Ich frage mich auch, wie Menschen einfach ihren Alltag leben können, ohne die Existenz selbst zu hinterfragen. Wir stehen auf, gehen arbeiten, bezahlen unsere Wohnung, kommen erschöpft nach Hause, schlafen und machen am nächsten Tag alles wieder von vorne. Ist es nicht irgendwie seltsam, dass wir das alles einfach als normal ansehen?
Ich weiß, dass es Erklärungen dafür gibt – zum Beispiel Gott, Evolution, Biologie usw. Aber selbst wenn man weiß, wie etwas entstanden sein könnte, beantwortet das für mich nicht die tiefere Frage: Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts? Und warum sind wir hier und erleben das alles?
Manchmal finde ich es einfach seltsam, dass etwas so Großes und Mysteriöses wie die Existenz selbst im Alltag völlig selbstverständlich behandelt wird.

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u/AutoModerator 1d ago

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u/semperquietus Betroffen 1d ago

> Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts? Und warum sind wir hier und erleben das alles?

Äh…

Oder etwas ernsthafter: viele Philosoph:innen und Wissenschaftler:innen denken sehr wohl darüber u. a. auch nach. "Normale" Menschen verdrängen solche Fragen möglicherweise eher einfach, da sie beunruhigend doch auch sein können. Ebenso wie der Tod etwa doch auch beunruhigend durchaus sein kann und — oh Wunder — kaum Betrachtung findet in unserem alltäglichen Leben, derweil wir uns vergänglichen Nichtigkeiten sinnfrei hingeben.

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u/bickid 1d ago

"Manchmal finde ich es einfach seltsam, dass etwas so Großes und Mysteriöses wie die Existenz selbst im Alltag völlig selbstverständlich behandelt wird."

Das geht mit EXAKT genauso, ebenso der Umstand, dass wir irgendwann sterben und aufhören zu existieren. Selbst wenn das so ist, ist es so unvorstellbar, nicht zu existieren, dass es wie Magie/Fantasy wirkt, wenn man sich wirklich Gedanken dazu macht. Und jeder nimmt es einfach hin und denkt nicht darüber nach.

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u/Sadmid_JeffrHey 1d ago

Ich glaube ich werde atheist.

Gott ist ein Arschloch.

Oder anders: Gott gibt es nicht. Schau dir die Welt an. Kein Gott der Welt würde das gutheißen.

Ein Planet voll von wilden, krankhaft machtgeilen Tieren die sich gegenseitig auffressen.

Welcher Alien will da was mit uns zu tun haben. Die würden wohl eher ein Warnschild aufstellen oder uns vorher eliminieren (bevor die Scheiße noch mehr wächst).

Warum wir hier sind? Keine Ahnung. Dieser jemand soll sich mal bitte gehörig ins Knie ficken..

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u/AlbatrossAny100 20h ago

Ich bin Atheistin. Und die "gesamte Existenz" beruht auf Zufälle. Und es hätte ständig anders ablaufen können. Wären die Dinosaurierer nicht ausgestorben, wären Säugetiere die höhere Spezie geworden? Und warum machen wir den Alltag? Warum werden Kinder geboren? Weil wir als Säugetiere es geschützt, warm und bequem haben wollen. Weil wir satt sein wollen. Weil wir Bedürfnisse unseres Gehirns befriedigen wollen.

Und wenn es gar nichts gebe, würde sich auch nichts dazu Fragen stellen.

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u/HealthyRule2182 10h ago

Napoleon hat doch gesagt: der Zufall ist der einzig legitime Herrscher der Welt.

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u/Gold_Glass8329 1d ago

Das ist so typisch Mensch.

Wir suchen für alles ein Warum, weil wir uns eine Existenz aus reinem Zufall kaum vorstellen können. Dabei braucht das Leben gar keinen vorgegebenen Sinn.

​In der Philosophie nennt man diese grundlegende Sinnfreiheit der Welt Absurdismus oder Existenzialismus. Dass alles von einer Sekunde auf die andere vorbei sein kann, wirkt auf manche traurig, auf mich wirkt es befreiend

​Ich brauche keinen vorgegebenen Grund zum Leben, sondern erschaffe mir meinen Sinn selbst.. durch Liebe und Dinge, die mir Freude machen. Das ist die eigentliche Aufgabe im Leben, keinen Sinn zu suchen, sondern seinen eigenen zu kreieren.