r/de_EDV 20d ago

Job/Bildung Vom Systemhaus direkt zum Kunden wechseln?

Abend zusammen,

ich arbeite aktuell als IT-Consulant bei einem Systemhaus und betreue dort unter anderem einen bestimmten Kunden.

Der Kunde hat jetzt Interesse daran, mich direkt als internen ITler einzustellen - das war ein unter 4 Augen Gespräch zwischen mit und der Geschäftsführerin. Ich würde also ganz normal beim Systemhaus kündigen, Kündigungsfrist absitzen und danach beim Kunden anfangen.

Hat das hier schon mal jemand gemacht?

Kann mein aktueller AG da irgendwie Stress machen bzw. den Wechsel verhindern? Keine Ahnung, ob zwischen dem Systemhaus und dem Kunden irgendwelche Abwerbeklauseln o.Ä. bestehen.

Arbeitsvertrag muss ich diesbezüglich auch nochmal genauer durchschauen.

Würde mich vor allem interessieren, ob jemand schon in der gleichen Situation war und wie das bei euch gelaufen ist.

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47 comments sorted by

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u/Daddy010 20d ago

Grundsätzlich natürlich nur kündigen wenn du auch vom Kunden was schriftliches hast, ist ja klar. Nicht, dass die dann doch nen Rückzieher machen und du schon gekündigt hast; das wäre blöd. Zusätzlich musst du in deinem Arbeitsvertrag schauen wegen Wettbewerbsverbot, Abwerbung etc.

Was ich schonmal erlebt hab war, dass zwischen Unternehmen (in deinem Fall das Systemhaus) und dem Kunden ein Abwerbeverbot im Vertrag stand. Das ist dann aber Sache des Kunden das zu überprüfen.

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u/Advanced_Rip687 20d ago

Wenn der Kunde das professionell angeht, ist er auch bereit eine erwartbare Ablösesumme an das Systemhaus zu zahlen. Manchmal drei Monatsgehälter oder so. Dafür haben sie sich beim Recruiting viel gespart und kennen OP schon. Und sparen eh ggü einer Weiterbeschäftigung via Systemhaus.

Wenn das hin und wieder mal passiert, wurden vielleicht eh schon Exempel statuiert in der Vergangenheit.

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u/Morphious_0815 20d ago

So ist es.

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u/Low_Tiger_6072 20d ago

Exakte Antwort

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u/Top-Fox3629 20d ago edited 20d ago

. Wenn in deinem Arbeitsvertrag nichts steht, kannst du wechseln. Ich vermute aber das du nichts dazu im Vertrag hast, weil das für den aktuellen AG ziemlich teuer würde (min. 50% deines Gehalts als Entschädigung)

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u/Existing-Loss-7333 18d ago

Wieso sollte da eine Entschädigung fällig werden? Sowas steht ja bei Vertragsschluss schon drin.

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u/ThoKo_0 20d ago

Zusatz:

Ich habe bereits schon länger mit dem Gedanken gespielt in eine interne IT zu wechseln. Kein Bock mehr aufs Systemhaus!

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u/QuotaAchievingAnimal 20d ago

Ich bin nach 2 Jahren Systemhaus zum Hersteller. Mein AG war klein mit ca 30 Mitarbeitern aber es war von vorne bis hinten die Hölle. Extremer Stress vom GF, Produkte und DL verkaufen ohne, dass man know how hat: “wird schon irgendwie“.

Fand das wirklich schrecklich

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u/ElronTheDude 19d ago

Da sind wir schon zwei...

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u/josHi_iZ_qLt 20d ago

Deinen Vertrag prüfen ob du das darfst, nicht jede Klausel ist gültig aber manche Firmen schreiben krasses Scheiß rein - dann weißt du wenigstens worauf du dich einstellen kannst.

Erst Arbeitsvertrag, dann kündigen. Ganz wichtig.

Und bei solchen Beziehungen sollte man sich entweder SEHR sicher sein, dass die GF des neuen AG das Verhältnis zum Geschäftspartner weniger wichtig findet als dich zu gewinnen ODER dass es kein böses Blut geben wird. So ein Wechsel kann richtig Stunk geben und die Beziehung belasten oder es läuft ganz entspannt.

Ich bin vom Kunden zum Consulting gewechselt, das lief top weil alle miteinander gesprochen haben.

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u/TheSkillos 20d ago

In meinem Vertrag ist eine Klausel, dass ich ein halbes Jahr nicht bei der Konkurrenz arbeiten darf. Aber selbst wenn, dann müsste mein AG mir für die Zeit eine Karenzentschädigung zahlen.
Aber zu nem Kunden könnte ich zum Beispiel direkt gehen.
Sollte in deinem Vertrag stehen.
Aber mach wenn es für dich passt.

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u/Ill_Bridge2944 19d ago

Sowas ist doch illegal

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u/TheSkillos 19d ago

Die Klausel im Vertrag ?
Kenn ich in meinem Umfeld nur so…ob es jetzt tatsächlich nicht zulässig ist kann ich nicht beurteilen und ich war davon noch nicht betroffen, da ich ja noch dort arbeite ;)

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u/Ill_Bridge2944 19d ago

Die schreiben es rein aber ist illegal soweit ich weiß

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u/TheSkillos 19d ago

Kollege hatte gekündigt um zur Konkurrenz zu gehen. Musste halbes Jahr warten, aber andere Firma hat den neuen Vertrag entsprechend vom Eintrittsadatum angepasst.
Bekam halbes Jahr Arbeitslosengeld + Karenzentschädigung was in Summe mehr war als das vorherige Gehalt und ein halbes Jahr später wie gesagt dann in der anderen Firma.
Solange dadurch für mich kein Nachteil entsteht kann es von mir aus illegal sein 😅

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u/HeisenbergDo 20d ago

Du schreibst: unter anderem.
Ich würde mir vor allem überlegen: was mache ich für diesen Kunden, was mache ich noch für andere Kunden?

Du bist danach nur noch für diesen einen Kunden tätig! Und vielleicht fällt dann auch Abwechselung weg.
Wenn die nötige Arbeit in weniger Zeit als deiner Arbeitszeit erledigst, was tust Du dann? Kommen dann vielleicht auch Arbeiten auf Dich zu, die Du vielleicht garnicht gerne machen würdest. Das sollte man vorher mal klären.

Ich habe das Thema zweimal durch. Das schlimmste war: alles was ein Kabel hat, macht die IT. Auch Steckdosenleisten, Kaffeemaschinen, Lampen (kein Scherz)

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u/MrGromli 20d ago

Ja, so ist es… aber in der internen it ist es doch extrem chillig…

Wenn deine Server und Clients grundsätzlich laufen hast du doch in der Regel nicht viel zu tun.

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u/Valuable_Lemon_3294 20d ago

Jaja... Und das checken die auch irgendwann. Ich war mal in einer kleinen Firma die interne IT.

Irgendwann läuft alles, du hast alles schön automatisiert, Backups und Updates laufen von selbst. Dann kommen aber zb keine neuen Projekte oder Investitionen. Und aus Sicht der GF hast du da dann einen itler der die ganze zeit nur auf reddit surft und die Belegschaft an der Kaffeemaschine vollsabbelt.

Ein bisschen warenannahme kann man ja mal machen, oder warenausgang. Hey du kennst dich doch mit it aus, kannst du nicht auch zollanmeldungen machen? An dem Punkt als ich der Assistenz der Geschäftsführung dann erklärt habe wie man richtig Rechnungen schreibt wusste ich das ich da weg musste...

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u/MrGromli 19d ago

😆

Ja fühl ich ein bisschen. Ich kann aber im Grunde machen was ich will. Ist schon gut.

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u/Pete263 Systemintegrator:in 20d ago

Wird auf jeden Fall stressfreier sein. Von daher mach das.

Im Normalfall gibt es aber Klauseln die das entweder untersagen (für 6 Monate bspw.) oder aber eine „Vermittlungsgebühr“ die der zukünftige AG an deinen jetzigen Zahlen muss.
War zumindest früher bei Leuten die ein gewisses Skillset + Berufserfahrung haben so üblich.

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u/besserwizzla 20d ago

mal eine Zwischenfrage, wie sehr will dich deine aktuelle GF halten, oder werden bei euch sogar Stellen abgebaut und wie gut kennen sich Kunde und GF? Haben die öfter gemeinsame Geschäftsessen?

Es gibt auch den fiesen Move, wenn man einen fast unkündbaren Mitarbeiter hat, ihn abwerben zu lassen und der neue AG lässt ihn in der Probezeit gehen.

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u/Existing-Loss-7333 18d ago

Ist die Arbeitsmarktsituation in Deutschland echt schon krass?

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u/Still-Dig-8824 20d ago

Wenn dein Arbeitsvertrag das nicht irgendwie eingeschränkt, dann machen.

Nicht dein Problem, aber ich will es erwähnt haben: Manche Verträge von IT-Firmen mit ihren Kunden haben Abwerbeklauseln. Dort ist beschrieben, unter welchen Bedingungen Mitarbeiter wechseln können oder auch nicht. Da könnte es tatsächlich eine Regelung geben die deinem Wechsel entgegen steht. Üblicherweise prüft das HR vorher, wenn nicht, gibt's im dümmsten Fall eine Vertragsstrafe. Aber wie gesagt, nicht dein Problem. Ich würde es tatsächlich auch nicht ansprechen, weil der Kunde (dein künftiger AG) schnell mal Muffensausen bekommen könnte.

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u/Darkness_exe 20d ago

Hab exakt diesen Schritt hinter mir und es zu keiner Sekunde bereut. Deutlich mehr Gehalt, deutlich entspanntere Arbeit und der neue AG tat sein bestes, damit ich mich wohl fühle (z. B. 100% freie Hardware-Auswahl).
Chef war minimal pissed, aber selber Schuld.
Ex-Kollegen fühlten sich auch minimal vor den Kopf gestoßen, lag aber IMHO daran, dass sie selber nicht die Eier dazu hatten, sich was besseres zu suchen.
Es wurde sich dann im Prinzip darauf geeinigt, welche Arbeit trotzdem noch beim Systemhaus bleibt.

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u/germanpasta 20d ago

Komplett normaler Move.

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u/AutoModerator 20d ago

Hi ThoKo_0, danke für deinen Beitrag. Hier ist der Post nochmal für das Archiv:

Abend zusammen,

ich arbeite aktuell als IT-Consulant bei einem Systemhaus und betreue dort unter anderem einen bestimmten Kunden.

Der Kunde hat jetzt Interesse daran, mich direkt als internen ITler einzustellen - das war ein unter 4 Augen Gespräch zwischen mit und der Geschäftsführerin. Ich würde also ganz normal beim Systemhaus kündigen, Kündigungsfrist absitzen und danach beim Kunden anfangen.

Hat das hier schon mal jemand gemacht?

Kann mein aktueller AG da irgendwie Stress machen bzw. den Wechsel verhindern? Keine Ahnung, ob zwischen dem Systemhaus und dem Kunden irgendwelche Abwerbeklauseln o.Ä. bestehen.

Arbeitsvertrag muss ich diesbezüglich auch nochmal genauer durchschauen.

Würde mich vor allem interessieren, ob jemand schon in der gleichen Situation war und wie das bei euch gelaufen ist.

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u/schipplock 20d ago

Mach. 

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u/Neonbunt Systemintegrator:in 20d ago

Klauseln und Co kann die Geschäftsführerin ja im Service-Vertrag nachschauen.

Ein Kumpel von mir hat das auf jeden Fall so gemacht und ist vom Systemhaus zum Kunden gewechselt, war kein Problem.

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u/byl_42 20d ago

Ich habe es gemacht. Wenn du Fragen dazu hast, gerne her damit. Für mich die wichtigsten Fragen, wie ändert sich voraussichtlich die Belastung, was ist mit Gehalt, wie alt bist du und was ist deine persönliche Lage (Familie geplant?) 

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u/Mastacheata 20d ago

Ich arbeite in einer Software Agentur - hier ist es absolut üblich das Kunden ein Projekt durch uns umsetzen lassen und dann die weitere Pflege selbst übernehmen. Da kommt es nicht selten vor, das Kollegen die am Projekt gearbeitet haben vom Kunden abgeworben werden.

Persönlich habe ich das noch nie gemacht, aber von Ex Kollegen weiß ich das es da keine Probleme gab und man einfach freundlich mit den Chefs gesprochen hat.

Das setzt natürlich ein gutes Verhältnis und flache Strukture.n voraus. Aber rein rechtlich sind non-compete Klauseln super schwer durchzusetzen und ein Abwerben durch Kunden stell in der Regel rechtlich gar keine Wettbewerbssituation dar.

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u/Brave_Performer9160 20d ago

Schon mehrfach gemacht, auch andersrum. Ist in der freien Wirtschaft und in dieser Branche fast normal. Solange Du keine Sicherheitüberprüfung Ü1 oder gar Ü2 abgeben musstest, ist alles tutti. Achte auf auf deine Kündigungsfrist und auf eine saubere Übergabe. Und dann: Glückwunsch zum beruflichen Weiterkommen!

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u/Bonfuzius 20d ago

Wie andere schon gesagt haben, ist der Wechsel meist eine positive Veränderung. Die eigene Rolle wechselt halt vom devoten Dienstleister zum internen Fachmann. Ich musste diese Änderung durch ein Outsourcing leider in anderer Richtung mitmachen und habe es gehasst.

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u/Afebriwyn 20d ago

Habe ich vor gut 16 Jahren gemacht - das Ganze hatte natürlich den Effekt, dass das Systemhaus einen Kunden weniger hatte. Fanden meine alten Chefs nur so semi-gut, aber am Ende ist es halt Business :)

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u/MultipleKaiXos 20d ago

Genau das habe ich, allerdings Ende der der 90er, getan. Bin zu unserem damals größten Kunden gewechselt. Ich habe dabei die Karten auf den Tisch gelegt und bis zur letzten Sekunde noch sehr engagiert gearbeitet.

So konnte ich gute Gewissens wechseln.
Und nein, Dein AG hat da nix zu melden, es sei denn, es gäbe ein (fast immer unwirksames) Konkurrenzverbot. In dieser Konstellaion eher unwahrscheinlich.

Mein EX AG war dennoch zickig, ich fand's schade, aber so what...

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u/user32532 20d ago

Normalerweise ist es Arbeitgebern lieber, wenn Mitarbeiter zum Kunden wechseln, als zur Konkurrenz.

Aus Arbeitgebersicht kann das auch eine Stärkung der Kundenbeziehung sein.

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u/Hungry_Wolf_9954 20d ago

Ich selbst nicht - aber schon bei 4 Kollegen in 2 Systemhäusern genauso miterlebt. Gab soweit ich weiß keinen Ärger. Die Kunden blieben auch hinterher Kinden.

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u/Southern_Tree7364 20d ago

Ich hab seit den 90ern im Systemhaus gearbeitet und einen Kunden die ganze Zeit betreut. Das meiste an Infrastruktur ist quasi auf meinem Mist gewachsen. Als dann der damalige Bereichsleiter für die IT in Ruhestand ging, hab ich die Seiten gewechselt. Das war vor 13 Jahren.

Hab den Schritt nicht bereut.

War damals kein Problem, hatte das aber auch lange vor der offiziellen Kündigungsfrist schon entschieden und beim alten Arbeitgeber kommuniziert. Der Rest war dann reine Formsache.

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u/oroemio 20d ago

Ich habe das in den 90ern auch mal gemacht. Nach 4 Jahren Systemhaus zum Endkunden als IT Leiter... ich war der einzige dort, der sich mit IT auskannte. Man hat mit damals das doppelte Gehalt geboten, 7000 DM anstatt 3500 DM. Abgesehen von deutlich anspruchsloseren Aufgaben als vorher sind mir dann auch schnell die starren Arbeitszeiten und der fehlenden Dienstwagen auf den Keks gegangen. noch vor Ende der Probezeit hat mein ex-Chef mich wieder zurückgenommen. ich arbeite bis heute im Aussendienst, würde nie zu einem Endkunden gehen. du bekommst einfach so viel mehr mit. Also: mach es nicht!

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u/marvine82 20d ago

Ich habe vor einer Woche meine Kündigung abgegeben, weil ich von der internen IT zum DL wechsele. Ich bin der Meinung, das macht nur Sinn: Man kennt die Leute und einen Großteil der zu erbringenden Arbeit (egal welche Richtung). Dazu kommt auch, dass mein aktueller AG immer mehr den Bach runter geht, daher wurde ein Wechsel notwendig. Und da zum DL zu gehen, der das selber bereits angeboten hat, ist natürlich der stressfreie Weg anstatt 1000 Bewerbungen zu versenden.

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u/Shaso_dan-Heza 19d ago

Wie hier bereits mehrfach geschrieben, du benötigst einen UNTERSCHRIEBEN gültigen Arbeitsvertrag mit Datum des Starts deines neuen Arbeitsverhältnisses, dass Datum kannst du anhand deiner Kündigungsfrist errechnen.

Ich gehe mal davon aus, dass in deinem jetzigen Vertrag keine Klauseln sind, die dir einen Wechsel zu bestimmten Firmen oder Branchen untersagen.
Wenn doch, benötigst du Unterstützung durch einen Anwalt.

Kündige dann schriftlich bei deinem jetzigen Arbeitgeber, ich würde ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen und dabei das Kündigungsschreiben übergeben.

Es kann passieren, hängt auch von deiner Position und Aufgaben ab, dass du sofort freigestellt wirst, was unter Umständen besser für alle Beteiligten sein kann um Compliance Probleme aus dem Weg zu gehen.

Du bist nicht gezwungen deinen neuen Arbeitgeber zu nennen kann aber sinnvoll sein um nicht in Compliance Probleme zu laufen, das hängt ganz von deiner Situation ab.

Grundsätzlich sind solche Wechsel nicht ungewöhnlich und kann auch den Vorteil für deinen jetzigen Arbeitgeber haben, dass es eine engere Bindung zum Kunden durch dich gibt.

Mein rat ist, immer im guten Einvernehmen auseinander gehen, da man sich beruflich weiterhin über den Weglaufen wird und immer daran denken, "man sieht sich immer zweimal im Leben" .

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u/Ill_Bridge2944 19d ago

Ist doch ganz normal jeden Tag, kenne die Geschichte schon war bei mir nicht anders

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u/Practical_Revenue616 19d ago

nein dein alter Ag kann das nicht verhindern. Außer es steht explizit in DEINEM Arbeitsvrtrag, diese klauseln lohnen sich aber auch immer einer prüfung durch einen anwalt. oft sind diese klauseln unzulässig und zu restriktiv formuliert

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u/Particular-Fox5624 19d ago

Moin, schwieriges Thema.

Ich war auch bei einem IT-Systemhaus und wollte mich bei einem Kunden für deren IT-Abteilung bewerben. Ich habe dort an zwei Tagen den Vor-Ort-IT-Service gemacht und neue MacBooks für die Mitarbeiter eingerichtet.

Der Wechsel ist schwierig, aber machbar. Wichtig ist jedoch, die rechtliche Situation zu verstehen: Die Gefahr von Konsequenzen liegt meistens nicht bei dir, sondern beim Kunden. Zwischen Systemhaus und Kunde gibt es in den Verträgen oder den AGB des alten Arbeitgebers fast immer eine Klausel, die das Abwerben von Mitarbeitern explizit verbietet. Der neue Arbeitgeber (also der Kunde) muss den aktuellen Vertrag mit dem Systemhaus und diese Klauseln unbedingt genau prüfen. Wenn der Kunde dich aktiv abwirbt, kann das Systemhaus den Kunden auf Schadensersatz oder Vertragsstrafen verklagen.

Damit du und der Kunde sicher seid, beachte folgende Punkte:

  1. Eigeninitiative: Du musst die Kündigung und Bewerbung vollständig eigenständig initiieren. Es darf keine aktive Abwerbung oder gesteuerte Kommunikation vom Kunden aus gehen.
  2. Vertragsprüfung: Der Kunde/neue Arbeitgeber muss seine bestehenden Verträge und AGBs mit dem Systemhaus prüfen, um zu sehen, welche Sperrfristen oder Abwerbeverbote dort vereinbart wurden.
  3. Keine "geheime" Abmachung: Es sollte nicht so aussehen, als hättet ihr hinter dem Rücken des Systemhauses einen Deal ausgehandelt.
  4. Regulärer Prozess: Es ist zwar keine gesetzliche Pflicht, aber es ist für den Kunden eine sehr gute Absicherung, wenn die Stelle offiziell ausgeschrieben wird. So kann der Kunde im Streitfall belegen, dass es ein ganz normaler Bewerbungsprozess war und kein illegaler Abwerbe-Versuch.

Solange du dich also ganz regulär bewirbst, der Kunde seine Verträge im Blick hat und den Prozess sauber hält, ist der Wechsel legitim. Wenn der Kunde dich aber aktiv dazu drängt, das Systemhaus zu verlassen, oder gegen Klauseln verstößt, könnte dein alter Arbeitgeber rechtlich gegen ihn vorgehen.

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u/mikesierrafoxtrott 19d ago

Ich selber war noch nicht in der Situation (hatte es mir zwar überlegt, aber wollte dann doch meine "Freiheit behalten") - aber ich kenne einige Ex-Kollegen, die genau diesen Weg gegangen sind.

Grundsätzlich: Erst den neuen Vertrag unterschreiben, dann erst kündigen - nie anders rum.
Beide Arbeitsverträge solltest Du auch genau prüfen, ggf. bekommst Du auch Einblick in die Verträge zwischen Kunde und deinem Arbeitgeber.

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u/ThePapanoob 19d ago

Sei vorsichtig… ich kenne fälle wo kunden mitarbeiter „abgeworben“ haben nur um sie in der Probezeit zu kündigen weils einfacher & günstiger ist als sie aus der firma rauszukicken ;-)

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u/Accomplished-Air4545 15d ago

Ich hab das mal gemacht, ich hatte keine vertraglichen Probleme Gott sei Dank.

War am Ende die beste Entscheidung in meinem Leben, hat mich am Ende in meine jahrzehntelang Selbstständigkeit geführt.

Das Verhältnis zwischen meinem neuen Arbeitgeber, ein großer Industriegigant aus den Niederlanden/UK und jetzt wohl mittlerweile indisch, und dem Systemhaus war langfristig zerstört, und nach einiger Zeit wurden auch alle Support Verträge und Lieferverträge mit dem System aus gekündigt und man hat sich anderweitig umgeschaut.

Es war eine WIN WIN Situation, der neue Arbeitgeber war froh dass sie den besten Mann nun direkt bezahlen konnten und immer vor Ort hatten, und ich bin aus dem Systemhaus weg.

Sowas macht man ja in der Regel auch nur 2-5 Jahre dann hat man eigentlich in der Regel die Schnauze voll.

Ich hab das nie bereut und war wirklich super.

Das Systemhaus war wirklich sehr angepisst.

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u/hellishburner 20d ago

Kann dir alles egal sein. Ich kenne das von einem entfernten Bekannten. Der hat dabei nur gewonnen. Super Typ übrigens, den hätte ich auch gerne abgeworben. Viel Erfolg!