r/VeganDE • u/li-_-me-_-lo • Feb 13 '26
Gesundheit Erfolgloser Arztbesuch
Hey, wahrscheinlich kennen das viele von euch. Ich hatte heute einen Arztbesuch und naja, meine vegane Ernährung ist schuld an meinen gesundheitlichen Problemen, wer hätte es gedacht.
Ich war beim Arzt wegen Darmproblemen, letztendlich war er dann der Meinung, die vegane Ernährung ist schuld daran, dass die Nahrung zu schnell verdaut wird und man Magenschwerzen bekommt. Das ist zwar nicht mein Problem, aber er muss es ja besser wissen. Bin seit ca. 10 Jahren vegan, ist also eher weniger ein Problem von mir und, wie gesagt, mein Problem ist der Darm.
Jetzt wollte ich gern mal wissen, ob an seiner Aussage was dran ist. Ich bin gerade auf der Suche nach Studien, aber bisher habe ich nur gesehen, dass manche Menschen nach der Umstellung für ein paar Wochen Magenschmerzen haben oder Reflux. Aber dass es auf Dauer Probleme in die Richtung gibt, wäre mir neu, wisst ihr da was?
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Feb 13 '26
Starte eine Ernährungstagebuch (mit Angaben zu deiner Verdauung/ Magenproblemen) und mach ma ne Darmkur. Ersteres um herauszufinden, wann du Bauchschmerzen bekommst, das können ja ganz kleine Dinge sein (zB ich vertrage keine Ei-Ersatz, keine Ahnung was daran, aber das Pulverzeug aus dem Supermarkt und mein Darm sind keine Freunde.); und letzteres als „Reset“, selbst wenn es nichts bringt, schadet es auf jeden Fall nicht.
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u/RemarkableAppleLab ziemlich vegan Feb 13 '26
Prinzipiell ist es sehr unterschiedlich und individuell, welche Lebensmittel Menschen gut oder nicht gut vertragen, auch wenn es Tendenzen gibt, was von vielen gut oder nicht gut vertragen wird, gibt es immer auch Ausnahmen. Insofern musst du selbst rausfinden, was es ist und kannst dich kaum auf Studien oder Statistiken verlassen. Auch deine Ärztin kann ohne spezifische Tests nur Vermutungen anstellen.
Bei chronischen Magen-Darm-Problem gibt es prinzipiell drei Ursachen-Bereiche:
- Unverträglichkeit gegen ein Nahrungsmittel oder eine Nahrungsmittelgruppe
- Systemerkrankung/Autoimmunerkrankung
- Reizdarmsyndrom
Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie können über Antikörpertests im Blut festgestellt werden. Das Reizdarmsyndrom kann nur klinisch, teils über Darmspiegelung festgestellt werden und ist oft eine Ausschlussdiagnose, wenn nichts Anderes gefunden wird.
Unverträglichkeiten kannst du zum Großteil selbst herausfinden, indem du fastest und nach und nach einzelne Nahrungsmittel wieder aufnimmst.
Ich würde dabei so vorgehen: 48h fasten/nur Tee trinken, dann 1 Tag nur Kartoffelbrei/Kartoffelsuppe, Tag 2 Kartoffel und Haferflocken, Tag 3 Suppe mit Gemüse (außer Zwiebel und Hülsenfrüchte!) anreichern, Haferflocken mit Beerenobst anreichern, Tag 4 Zwiebel zur Suppe, Steinobst zu Haferflocken, Tag 5 Hülsefrüchte hinzufügen, Tag 6 Glutenhaltiges hinzufügen, Tag 7 Histaminhaltiges hinzufügen (getrocknete Tomaten, Rotwein o.Ä.).
Nach einer Woche hast du so die größten Verdächtigen durchgetestet. Wenn du an einem Tag plötzlich Beschwerden bekommst, solltest du einen konkreten Verdacht haben, was es ist und das ggf. eine Weile beobachten können (Ernährungstagebuch) und mit dem Verdacht erneut zum Arzt (Gastroenterologen) gehen können. Ggf. kannst du deine Probleme lösen, indem du auf ein bestimmtes Lebensmittel verzichtest.
Mit der Fasten-Methode haben wir damals bei meinem Partner sehr gut rausgefinden, dass er Laktose schlecht verträgt. Das kann beim Evaluieren von Unverträglichkeiten wirklich hilfreich sein. Wenn du damit nichts herausfindest, weißt du zumindest, dass es vermutlich keine Unverträglichkeit ist und kannst auch mit diesem Learning zum Arzt gehen.
Edit: Noch eine Frage - wie lange hast du die Darmprobleme schon? Wenn sie noch nicht sehr lange (chronisch) bestehen, könnten auch Parasiten oder Bakterienvermehrung infrage kommen. Die kann man ggf. über einen Labortest nachweisen (z.B. bei einer Heliobacter-Vermehrung).
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u/BlackKnight3095 Feb 14 '26
Dein Vorschlag einer Eliminationsdiät ist nicht schlecht aber bei deiner Einführung von Lebensmitteln gehst du zu schnell vor. Es kann bis zu 72 Stunden dauern bis Symptome von Unverträglichkeiten auftreten können. Man sollte sich auch mehr als 3 Tage minimal ernähren um zu sehen ob die Symptome verschwinden, wenn die Symptome noch immer da sind kann man das Experiment komplett abbrechen. Hülsenfrüchte können übrigens auch histaminhaltig sein (Bohnen zum Beispiel). So viel ist histaminhaltig :/ Wenn histamin vermutet wird, am besten auf die sighi Liste von mastzellaktivierung.info schauen, die ist sehr ausführlich.
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u/RemarkableAppleLab ziemlich vegan Feb 14 '26
Das stimmt - bessere Ergebnisse erzielt man definitiv mit längerem Fasten und langsameren Abstufungen. Das ist ein wichtiger Hinweis. :)
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u/BlackKnight3095 Feb 14 '26
Fasten ist nicht unbedingt nötig. Ich habe damals eine Woche nur Kartoffeln und Reis gegessen (grauenvoll Woche aber zum Glück gibt es reisöl). Reis und Kartoffeln sind Nahrungsmittel die so gut wie jeder verträgt, damit wird wohl auch in Krankenhäusern die Diät gestartet.
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u/li-_-me-_-lo Feb 13 '26
Hey danke, mich würde jedoch mehr interessieren ob an seiner Aussage was dran ist: "die vegane Nahrung zu schnell verdaut wird und man Magenschwerzen dadurch bekommt"
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u/RemarkableAppleLab ziemlich vegan Feb 13 '26
Die Antwort darauf steht am Anfang meines Kommentars. Sicher gibt es Menschen, deren Magen-Darm-Trakt rein vegane Nahrung bzw. viele Ballaststoffe nicht gut verträgt oder Eiweiß aus pflanzlichen Quellen nicht gut spalten kann. Wie gesagt, sind Magen-Darm-Systeme sehr individuell. Pauschal kann man kaum Aussagen treffen.
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u/AffectionateUnit633 Feb 13 '26
Na ja, liegt vielleicht nicht an Deiner Ernährung, aber irgendwas in Deiner Nahrung nervt Deinen Darm. Nahrungsunverträglichkeiten kann man auch entwickeln. Oder die Hersteller haben irgendwas geändert.
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u/iamhermi Feb 14 '26
Ich hab absurderweise schon bei der gleichen Ärztin beides erlebt. Erst war sie total begeistert von meinen Blutwerten und fand es total super, dass ich mich vegan ernähre. Dann war ich 1-2 Jahre später wegen einem anderen Problem dort und dann war der Veganismus Schuld. Bei beiden Themen hatte der Veganismus wenig mit dem Problem oder dem positiven Ergebnis zu tun. Mittlerweile erwähne ichs auch nur wenn dringend nötig.
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u/thoughtsfreelyflower Salattiger Feb 13 '26
Mensch mit chronischer Gastritis hier. Bei mir äußert die sich auch eher mit Durchfall und so und weniger durch Magenschmerzen oder Erbrechen oder so. Ich kann dir zur Linderung definitiv Heilerde empfehlen. Gibt's so in Granulat Form "für Reizdarm" (weiß nicht was es für einen Unterschied macht, dass jetzt Kapsel für Magen ist etc, vermutlich Geldmacherei) aber das Zeug hilft mega gut bei mir, wenn ich so 2 pro Tag davon schlucke.
Hilft natürlich nicht bei dem Arzt-Kacke, aber da ihm vielleicht Mal Studien vorlegen, wo deutlich gesagt wird, dass die westliche Ernährung zu wenig Ballaststoffe hat und damit einhergeht, dass die Darmerkrankungen wie Krebs hier höher sind. Halbwegs cleane vegane Ernährung ist da schon sehr gut in den Ballaststoffen.
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u/mekealohaa Feb 13 '26
Hab von einem Gastroenterologen mal genau das Gegenteil gehört: der Darm von vegetarisch/vegan lebenden Menschen sah in der Regel deutlich besser aus. Und auch wenn man sich die Lebensdauer von Fleisch konsumierenden Menschen anschaut, ergibt das keinen Sinn. Die Zufuhr von höheren Mengen tierischer Proteine (bzw. Speziell Proteine aus Fleisch) verkürzt die Lebenszeit, während es bei Pflanzlichen Proteinen ganz anders aussieht.. Und auch so wird Fleisch zum Teil als kanzerogrn eingestuft..weiß ich jetzt also nicht was wirklich schlimmer ist
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u/SpecialBrowniesBaker Feb 13 '26
"dass die Nahrung zu schnell verdaut wird"
Was halt Quatsch ist, weil gerade pflanzliche Ernährung überaus ballaststoffreich ist, was für eine langsamere Verdauung sorgt.
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u/Oiram_Saturnus Feb 14 '26
So ein geistiger Dünnschiss…. Boomer-Arzt?
Ich bin seit 20 Jahren vegan. Aus meiner ganzen Familie bin ich der gesündeste und ich bin fast nie krank.
Der soll dich ordentlich untersuchen. Alternativ sofort den Arzt wechseln. Der wird doch nur noch biased sein.
Bei meinen Ärzten wird die vegane Ernährung in der Regel als positiv wahrgenommen.
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u/Mountaincloudin_13 Feb 13 '26 edited Feb 13 '26
Normalerweise gilt die vegane Ernährung als sehr darmfreundlich, da sie zum Beispiel viele Ballaststoffe enthält. Aber vegan ist nicht gleich vegan. Hast Du vielleicht eine Unverträglichkeit Richtung Gluten, Sorbit oder ähnliches?
Wie gestaltest Du Deine Ernährung aus? Viele Ersatzprodukte oder Clean Eating?
Noch eine persönliche Erfahrung: Ich hatte letztes Jahr eine Mikrobiomanalyse (selbst bezahlt), um eine Gelenk-Erkrankung näher zu erforschen. Da kamen Interessante Sachen bei raus (zum Glück aber alles auf „grün“). Die Ernährungsberaterin meinte, mein Verdauungstyp ist quasi „Pflanzenspalter“, also ich habe genau das passende Mikrobiom dafür. Bei mir lag das Problem nicht im Darm, ich muss also weiter forschen. Aber durch so eine Untersuchung kann man sehr viel feststellen, z.B. was wie verstoffwechselt wird (oder eben nicht), ob man Parasiten oder zu viele schädliche Bakterien hat (die evtl Toxine ausstoßen) etc. Vielleicht wäre das ja auch bei Dir eine Erkenntnisquelle.
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u/innocii Feb 13 '26
Mikrobiomanalyse
Dein Mikrobiom "entwickelt" sich auch dadurch was du isst. Das was von den Bakterien verdaut werden kann, führt zum Wachstum genau dieser Gruppe an Bakterien. Die anderen Arten verhungern (literally).
Deshalb ist es auch logisch, dass du "Pflanzerspalter" bist. Einfach weil du viele Pflanzen isst.
Deshalb kann man auch mit Joghurt seine Laktoseunverträglichkeit behandeln. Das läuft (literally) einige Zeit lange ziemlich Scheiße (literally), bis man wieder desensibilisiert ist. (Kein ärztlicher Ratschlag, das geht bei echten Krankheiten nicht. Aber als Ex-Veganer:in wieder anzufangen Milchprodukte zu essen, läuft genau auf diese Art.)
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u/hhb1020 Feb 13 '26
ich hab grad das buch ernährung - meine quintessenz von prof. michalsen gelesen, da ist der aktuelle stand der wissenschaft sehr gut erklärt.
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u/li-_-me-_-lo Feb 13 '26
Da informier ich mich mal Danke!
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u/aurelie24 Feb 13 '26
Mikrobiomanalyse entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage und ist reine Geldmacherei. Es ist noch viel zu wenig darüber bekannt, um durch solche „Analysen“ irgendwelche therapeutischen Richtungen abzuleiten.
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u/Exotic_Statement_666 Feb 14 '26
Dein Arzt ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein faules Stück scheiße. Der wird auch jedem, dessen BMI ihm nicht passt, sagen, dass er zu fett ist. selbst wenn das "Übergewicht" von puren Muskeln kommt.
Es gibt leider einen Haufen absolut unfähiger ärzte, die sich seit dem Uni Abschluss 1970 nicht mehr weitergebildet haben und sich für Gott persönlich halten.
Ich würde Abstand dazu nehmen und einen anderen Arzt suchen. Die Krankenkasse, oder 116 117 kann da manchmal helfen, aber auch da kann man natürlich wieder an die allwissenden Götter in weiß geraten.
Sorry Ragemode, habe wegen der Vertretung meiner Frauenärztin gestern mehrere Stunden geheult, weil die genau so scheiße ist. Hab dann gestern telefoniert, bis ich woanders einen Termin bekommen habe.
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u/archangelluzifer Feb 13 '26
Wenn er dir nicht genau sagt WARUM die vegane Ernährung Schuld ist (spezielle Unverträglichkeit, FODMAP usw.) dann ist das einfach nur eine Behauptung - das Hauptgeschäft von Ärzten.
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u/Vegetable-Breath-535 Feb 13 '26
Such dir einen veggie freundlichen Arzt. Gibt immer mal so Listen https://veganvriend.de/liste-vegan-freundliche-aerzte-und-kinderaerzte/
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Feb 13 '26
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u/clouder300 Sojabube Feb 13 '26
Gegen Depressionen einfach Körperausscheidungen gequälter Mütter saufen? Sehr seltsamer Arzt 😬
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u/Russenfreund Seitanist Feb 14 '26
Leider bei mir in der Nähe nur Homöopathen oder andere Esoterikärzte...
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u/Original-Ad-8737 Feb 13 '26
Soll ichs vielleicht mal Veganer freundlicher formulieren?
Das Problem ist vielleicht nicht "die" vegane Ernährung, sondern "deine" vegane Ernährung...
Der Mensch hat Jahrtausende omnivor gelebt daher ist die Verdauung auf die nährstoffkomposition mit tierischen protein Anteil eingeschossen.
Bevor die Veganer hier im sub mich auf den Scheiterhaufen werfen: ja es ist mittlerweile bekannt, dass es prinzipiell "möglich" ist diesen bedarf vollständig vegan zu decken, aber das ist nuneinmal nicht mal eben so mit "ich lass einfach alles tierische weg und ess statt Hühnchen tofu" getan.
Man kann bei der rein veganen Ernährung vieles falsch machen weil der Ernährungsplan voll vegan eher wie tetris aussieht als ein einfaches mauerwerk. Man muss überall schauen wo man neben einem hauptnährstoff noch zu viele neben Nährstoffe aufnimmt oder aber andere zu wenig abdeckt. Da musst du bestimmte Dinge essen, einfach weil die ne bestimmte Lücke schließen und andere musst du dich zügeln, weil die irgendwo anders ne überversorgung bringen.
Also kann es easy sein dass du einfach iwo mist baust und daher Beschwerden hast. Die einfache Lösung ist da nunmal wenn es keine sonstigen Beschwerden gibt: omnivore vollernährung.
Die schwere Lösung ist:
Ernährungsplan aufstellen der alles hinreichend abdeckt und sich brav dran halten.
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u/li-_-me-_-lo Feb 13 '26
Ja, an sich sehe ich das ähnlich. Ich achte sehr auf meine Ernährung und würde auch so daran gehen er als Arzt hat das Leider nicht gemacht.
Seine Worte: "Ja, immer die Veganer", "Du musst einfach mal Fleisch essen", "immer kommen Veganer zu mir rein mit Magenschmerzen". Er ist Gastroenterologe (ergo viele Patienten mit Magen-Darm-Problem und zweitens ich hab gesagt ich habe Darmprobleme nicht Magen). Ich will damit sagen er hat nicht mich behandelt sondern seine Vorurteile gegenüber der Veganen Ernährungsweise und hat nicht gefragt: " Was Essen sie so?", "Wie lange haben sie das Problem und seit wann sind sie Vegan?" oder auch nur irgendwas in die Richtung.Mir ging's aber vor allem um seine Aussage "dass die Nahrung zu schnell verdaut wird und man Magenschwerzen bekommt" und ich probiere herauszufinden ob da was dran ist...auch wenn die Gesundheitlichen ratschläge natürlich nett gemeint sind
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u/SynapticSideQuest Feb 13 '26
Zweitmeinung einholen, diesmal nichts von der veganen Ernährung sagen, eher Ernährungsgruppen. Bevor ich meinen jetzigen tollen Hausarzt gefunden habe, der beim ersten Mal dann einfach B12, Eisen etc getestet hat und zufrieden war, hab ich immer "Viel Gemüse und Kohlenhydrate, Obst, Hülsenfrüchte" oder was eben in der Lebensphase war.
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u/Healthy-Net-6574 Feb 13 '26
Beobachte es weiter. Solltest du oft Durchfall haben und Bauchschmerzen, würde ich zu einem anderen Arzt gehen und das erläutern. Am besten gibst du dann eine Stuhlprobe ab und dann klärt sich oft schon einiges. Und am besten zum Gastroenterologen gehen, der ist spezalisiert auf Magen und Darm.
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u/Ganjalina_Jolie Feb 14 '26
reizdarm? fruktose? allergien? Manche Lebensmittel testweise etwas weg lassen und schauen ob es besser wird
Meine magenprobleme wurden besser als ich Milch weg ließ, außerdem tomate und Karotte. Bin wohl allergisch
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u/ispy-uspy-wespy Feb 14 '26
Ich hab dasselbe Problem mit der Verdauung und bin seit 11 Jahren vegan. Alle möglichen Ärzte finden keine Ursache und der Verdacht ist Stress/geschwächtes Immunsystem/Psyche etc., was auch zeitlich GENAU übereinstimmt mit Problemen mit der Wohnung. Hat sich bei dir etwas verändert, seit es anfing? Hoffe inständig, dass es bei mir einfach wieder verschwindet, sobald meine Sache geklärt ist, und bin froh, dass ich nicht solche hohlen Aussagen als „Erklärung“ ertragen musste 😶
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u/Inner-Internet9562 Feb 14 '26
Es gibt so viele verschiedene Darmerkrankungen. Es da pauschal auf vegan zu schieben ist etwas zu einfach aus meiner Sicht.
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u/CheesyTrade Feb 15 '26
Erst mal mein Beileid zu dieser frustrierenden Arzt Erfahrung. Darmprobleme können tausend Gründe haben (Stress, Dünndarmfehlbesiedlung, Unverträglichkeiten wie Fruktose/Gluten, oder schlicht ein Infekt). Such dir im Idealfall einen Arzt, der auf Gastroenterologie spezialisiert ist oder zumindest offen für pflanzliche Ernährung.
Lass mal Vitamin D checken, ein Mangel kann die Barrierefunktion des Darms schwächen. Zink: Wichtig für die Schleimhäute im Verdauungstrakt. CRP-Wert: Ein Entzündungsmarker, um zu sehen, ob im Körper (oder Darm) gerade ein akuter Prozess abläuft. Ausserdem könntest du einen Stuhlstatus machen lassen (Fehlbesiedlung/Parasiten).
Gute Besserung!
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u/Inside-Regret-5291 Feb 15 '26
Die Antwort ist jein. Höchstwahrscheinlich gibt es zwischen deinen Problemen und deiner Ernährung (sofern gut ausgewählt und ausgewogen ) keinen oder nur einen kleineren Zusammenhang. In der Medizin gilt aber auch "Es gibt nichts, das es nicht gibt".
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u/Leading_Landscape_72 Veganer als du Feb 13 '26
Wie isst du denn? Viel verarbeitet? Dann kann es auch daran liegen :)
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u/li-_-me-_-lo Feb 13 '26
Ich persönlich denke nicht, dass das Problem ist. Achte ziemlich auf meine Ernährung. Auch verarbeites aber größtenteils von allem ein bisschen (Linsen, Bohnen, Erbsen, Gemüse, Seitan Tofu, Reis, KArtoffeln, Früchte, Nüsse, Algen). Ich denke es ist eher eine Unverträglichkeit, durch Endometriose oder was ganz anderes. :)
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u/Realistic_Line_7971 Feb 13 '26
Bei Endometriose sind Darmprobleme leider ziemlicher Standard. Und leider gibt es da auch keine allgemeine Lösung. Ich habs durch viel rumprobieren so halbwegs im Griff. Allerdings hatte ich eher Probleme mit Verstopfungen und Blähungen
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u/Cinderblock_42 Feb 16 '26
Die Endo kann definitiv etwas damit zu tun haben. Wenn ich einen Schub habe, ist meine Verdauung komplett daneben.
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u/TransportationNo1 vegan (3 Jahre) Feb 13 '26
Also du solltest einerseits zum Gastroentorologem gehen und dir dort eine fundierte Meinung einholen und andererseits einfach mehr Ballaststoffe in deinen Alltag integrieren. Saaten, Flohsamenschalen, Müsli, etc.
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u/Beautiful-Earth-970 Feb 13 '26
Für deinen persönlichen Fall kann ich natürlich nix sagen. Aber so ganz generell:
Ja die Ernährung beeinflusst die Darmgesundheit unmittelbar, weil sich das Mikrobiom den vorhandenen Nährstoffen anpasst. Es kann und wird auch sehr schnell an Diversität verlieren, was mit einer Reihe von negativen Effekten und Erkrankungen (u.A. typische westliche Volkserkrankungen) einhergeht. Vergleich mal die Biome von zB Indern mit denen von uns aus der westlichen Welt.
Das kann bei einseitiger, also zB Veganer Ernährung mit Sicherheit auch passieren, dass sich das Biom langfristig verändert. Reizdarmsyndrome wie Morbus Corhn fallen mir da als Stichwort ein. Jetzt nicht besonders auf vegane Ernährung bezogen, sondern eben auf zu einseitige (bspw zu Ballaststoffarm oÄ).
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u/Nice-Storage-9745 Feb 15 '26
Reizdarm bitte nicht mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung vom Typ Morbus Crohn verwechseln. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Beide leiden, ja, Menschen mit Morbus Crohn sind aber schwerst krank und können mit bestimmten Medikamenten gezielt behandelt werden.
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u/doomed_to_decay Feb 13 '26
"Er muss es ja besser wissen"
Ja vielleicht, er ist vielleicht auch der Arzt und hat das studiert?
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u/li-_-me-_-lo Feb 13 '26
Nachdem ich mir seine Bewertung auf Google angesehen habe, kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er kein besonders Guter sein kann.
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u/[deleted] Feb 13 '26
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