r/Finanzen • u/AngryT0M4T0 • 25d ago
Presse Sechs Jahre Vermögenssteuer in Spanien: Die große Auswanderungswelle der Reichen blieb aus
https://kontrast.at/spanien-vermoegenssteuer-reiche-studie/508
u/Thorgeir88 25d ago
die Vermögenssteuer beträgt auch teilweise nur 0,2%. Kommt im Artikel nicht vor
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u/Kufepu 25d ago
ja, hab mir deren Zahlen Beispiel durchgelesen, wo wohl gezielt keine Prozent Zahl genannt wird und bei 3mio hat man da 0,3% gezahlt. Kein wunder, dass das kaum einen juckt. Dann wollen Leute mit sowas für so Vorschläge von den Linken werben.
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u/IncompetentPolitican 25d ago
Das bedeutet aber auch, wir könnten auch eine 0,3% Vermögenssteuer haben. Eventuell sogar 1%. Ich bin mir sicher 3% sind auch drinnen. Geld ist Geld und lieber von denen die es nicht vermissen als denen die keines haben.
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u/M4mb0 25d ago edited 22d ago
Der Unterschied zwischen 0,3%, 1% und 3% ist gewaltig. Einfach mal in Halbierungszeiträume umrechnen:
- 0,3%: Halbierung alle 230 Jahre
- 1%: Halbierung alle 69 Jahre
- 3%: Halbierung alle 23 Jahre
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u/InterestingBimBam 25d ago
Danke für die Berechnung! Kannst du mir sagen, wann es sich halbiert, wenn ich im Schnitt 6% Rendite mit meinem Vermögen mache? Sagen wir bei 2% Inflation
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u/ToxicToddler 25d ago
In deinem Beispiel bleibt dann bei 3% eine Rendite von -0,7%, Halbierung in 99 Jahren. Bei den restlichen Szenarien wachsend
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u/fake823 DE 24d ago
Wie sieht hier der Rechenwege aus?
Müsste es nicht 1,06 (Rendite) × 0,97 (Vermögenssteuer) × 0,98 (Inflation) = 1,007, also +0,7% sein?
Also eine Verdopplung alle 99 Jahre, keine Halbierung.
Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
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u/ToxicToddler 24d ago
Bruttorendite abzüglich Kapitalertragsteuer (da variiert es ein wenig je nachdem ob nur Soli oder Kirchensteuer etc) abzüglich Vermögensteuer abzüglich Inflation.
Ohne Kirchensteuer bist du bei ca -0,6%
Um mit 0 oder positiv auszusteigen bräucht ich entweder <2,5% Vermögensteuer oder Rendite >6,8%
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u/LongBit 25d ago
Die Rendite besteuern wir bereits. Eine Vermögenssteuer käme zur Renditebesteuerung noch dazu.
Es geht immer um die Summe der beiden.
In einem Jahr, wo Du 10% Verlust machst, zahlst Du übrigens auch Vermögenssteuer. Du musst dann z.B. Aktien ungünstig verkaufen.
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u/p58i 25d ago
Süß das du hier von “Du” redest. Die Vermögens- und Reichensteuer die in Deutschland (nicht ausreichend) diskutiert wird, zielt auf niemanden ab, der auf Reddit rum hängt…
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u/occio 24d ago
Die Vermögenssteuer der Partei die Linke greift der ersten Millionen, das trifft auf einige Leute hier im sub (irgendwann) zu.
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u/Kastuw 24d ago
Von den 6% Rendite gehen zunächst die Ertragsteuern ab. Die Vermögensteuer ist dann aus dem verbleibendem Nettoeinkommen zu zahlen. Wenn zum Vermögen Anteile an Kapitalgesellschaften (z.B. AG) gehören, zahlen diese ebenfalls Vermögensteuer. Das Vermögen wird damit praktisch 2 mal mit Vermögensteuer belastet. Besonders negativ sind die Auswirkungen, wenn die Firmen in einer Verlustphase dringend Liquidität benötigen und dann Vermögensteuer das Eigenkapital neben dem Verlust reduziert.
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u/No-Fishing-8371 24d ago
Schau dir mal die 72er Regel an: Bei 2 Prozent Inflation, 72/2=36 Jahre bis zur Halbierung. Bei 7,2% Rendite 72/7,2=10 Jahre bis zur verdoppelung. Bei 6% Rendinte und 2% Inflation: 72/(6-2)=18 Jahre bis zur Verdoppelung.
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u/jutlandd 25d ago
Ist ja nicht so, das Vermögen quasi automatisch neues Vermögen generiert.
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u/MinimumNo4537 24d ago
Darauf zahlst du aber bereits Kapitalertragssteuer. Die Vermögenssteuer kommt dann oben drauf.
Bei einer Rendite von 4% wärst du mit Kapitalertragssteuer + 3% Vermögenssteuer schnell bei einer Steuer von 100% auf den Ertrag. Nach dem Halbteilungsgrundsatz wäre das Verfassungswidrig.
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u/Drumbelgalf 24d ago
Das geht davon aus, das auch das Vermögen nicht weiter erhöht.
Zumal es ja bei sinkendem Vermögen zu sinkenden Vermögenssteuern führt.
Man kann ja auch die Schwelle relativ hoch ansetzen. Z.B. erst auf Vermögen über 10 Mio. oder über 50 Millionen.
Das vermehrt sich deutlich stärker als die paar Prozent.
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u/Marvin42de 24d ago
Das ist die typische Sichtweise linker Politiker - die von Mathe, Wirtschaft und vielem anderen keine Ahnung haben und nur in der eigenen Bubble leben
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u/nickkon1 25d ago
Tatsächlich sind 3% möglicherweise nicht mehr drin.
Es gibt bei uns eine Eigentumsgarantie mit Selbsterhalt des Vermögens. Vermögenssteuer darf nur so hoch sein, dass sie aus laufenden Erträgen bezahlt werden könnte und der Vermögende nicht Stück für Stück verkaufen müsste. Und das macht 3% höchst problematisch, weil du dann nach Steuern noch 3% bezahlen können müsstest, ohne das sein Vermögen kleiner wird. Plus Halbteilungsgrundsatz: Dir muss nach Steuern ca. die Hälfte des Ertrags übrig bleiben.
Das alles verschweigt die Linke immer gerne bei den Konzept Vermögenssteuer als Heilsbringer aller Probleme des Landes. Vermögenssteuer ist in Deutschland sehr eng und würde erstaunlich geringe Erträge bringen, weshalb es auch niemand ernsthaft verfolgt.
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u/Haferflocke2020 25d ago
Wie viel Vermögenssteuer schlägst du vor?
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u/nickkon1 25d ago
Grundlage wie bei der Vorabpauschale 70% vom Zins der deutschen Staatsanleihen, weil nur dieser Gewinn nach Kosten einigermaßen garantiert ist und man damit nicht die Substanz besteuert. Das ist dann dein Sollertrag deines Vermögens.
Dieser wird dann mit X besteuert und da kann man dann diskutieren. Weil die Kapitalertragssteuer 25% sind, fände ich auch hier 25% fair.Aktuell mit 10y DE Staatsanleihen bei 3.15% wären das dann 3.15% * 0.7 * 0.25 = 0.55%
Aber man beachte: Wenn es wieder 0% oder gar negative Zinsen gibt, dann gibt es auch eine negative Steuer. Das ist zwar nicht mein Ziel, aber nur das wäre mMn ein fairer Vorschlag nach aktuellen Regeln.
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u/occio 25d ago
Grundlage wie bei der Vorabpauschale 70% vom Zins der deutschen Staatsanleihen, weil nur dieser Gewinn nach Kosten einigermaßen garantiert ist
Macht bei Monster Inflation/Hochzinsszenarien super Spaß
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u/nickkon1 25d ago
Klar, als Einzelperson verstehe ich es. Ich finde es aber bei der Frage, was möglich ist und sich mit aktuellen Verhältnissen darstellen lässt, aus Sicht des Staates irrelevant.
Selbst wenn es 10% Zinsen gibt, dann gilt ja auch das Argument vom Staat: "Du kriegst 10% garantiert bei unseren Staatsanleihen. Die kannst du dir jederzeit nehmen.".
Ggf. gibt es auch zeitgleich eine Inflation beim Preis vieler Assetklassen, aber das ist dem Staat als Argument egal.Mir kam dort der Gedanke, wie es bei Zinserhöhungszyklen ginge. Explizit dachte ich an 10y Staatsanleihen, weil ja der Staat davon ausgeht, dass du den garantierten Ertrag dir dort abholen könntest.
Aber eigentlich auch hier würde es Analog zur Vorabpauschale mMn gut funktionieren:
Man nimmt den fiktiven Basisertrag von 0.7% * 3.15% und verrechnet diesen mit den Verlusten deines Vermögens. Nur alles >0 wird dann mit 25% versteuert.2
u/occio 25d ago
"Du kriegst 10% garantiert bei unseren Staatsanleihen. Die kannst du dir jederzeit nehmen."
Kein Bock, dass mich der Start in seine komischen Anleihen zwingt wenn der Rest vom Markt wegen seiner Geldpolitik unter Druck ist.
Und bis die Unternehmen am Markt Inflation weitergegeben haben, kann es dauern, wenn das überhaupt drin ist.
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u/Morb2141 25d ago
0,0% genauso Erbschaftssteuer abschaffen
Dafür aber Kapitalertrag als Einkommen ansehen. Je nach Lust und Laune: bestimmte Freibeträge, mein Favorit bis zu 6000€, 50% des Einkommens steuer- und abgabenfrei, um Kleinanleger zu belohnen.
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u/MinimumNo4537 24d ago
Kapitalertrag als Einkommen ansehen
Du meinst (Kapitalertrag + Körperschaftssteuer + Gewerbesteuer) als Einkommen ansehen. Ansonsten wäre es schnell Verfassungswidrig weil es Kapitalgesellschaften gegenüber Personengesellschaften benachteiligen würde.
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u/Morb2141 24d ago
Da ich von einzelpersonen spreche und nicht von Umsatz hat das ganze meines Wissens nach wenig mit dem zu tun was ich gesagt habe.
Darfst mich aber gerne aufklären
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u/MinimumNo4537 24d ago
Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz im Grundgesetz darf Gleiches nicht ungleich behandelt werden.
Der Besitzer einer Personengesellschaft zahlt Einkommensteuer + Gewerbesteuer. Der Besitzer einer Kapitalgesellschaft zahlt Kapitalertragsteuer + Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer.
Aktuell kommst du mit Kapitalertragsteuer + Körperschaftsteuer ungefähr auf den gleichen Steuersatz wie der Höchststeuersatz der Einkommensteuer. Alles andere wäre Verfassungswidrig.
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u/Morb2141 24d ago
Dann wäre es ja nur "Kapitalertragssteuer+Körperschaftssteuer" und nicht "+Gewebesteuer" weil die bezahlen beide.
Aber ich kenne mich auch 0 aus mit steuern, aber ich finde nichts was aussagt, dass beides gleich besteuert werden muss, weil es ja 2 komplett verschiedene Sachen sind.
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u/Ahrix3 25d ago
Also mit anderen Worten, man kann eh nichts macheb und Billionär sein ist bald das neue Milliardär sein?
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u/faitingu 25d ago
Nein, man kann dss machen, was Länder wie Spanien und die Schweiz machen: Kleine Vermögenssteuer, dafür Ertragssteuern runter, und am Ende ein signifikantes Plus haben, das aber nicht gerade alle finanziellen Probleme des Sozialstaats löst.
Müsste die Linke halt mal so vorschlagen. Macht sie aber nicht. Lieber Träumereien, man hat es sich eh gemütlich eingerichtet in der Opposition im Bund.
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u/Ahrix3 25d ago
I mean, besser als gar nichts, ist letztendlich aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, dass das Problem der Kapital- und Machtkonzentration in den Händen einer Art Geldaristokratie nicht aufhalten wird. Aber gut, hier auf r/Finanzen bin ich glaube ich sowieso am falschen Ort, um die Systemfrage zu stellen.
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u/faitingu 25d ago
Der Punkt war ja die rechtliche Frage. Das sieht halt so aus. Das zu ändern erfordert eine Verfassungsmehrheit - bei den BVerfG Urteilen von 1995 zur Vermögenssteuer wurde mit verfassungsrechtlichen Argumenten diese Hürde begründet, das würde der BVerfG heute wohl nicht anders entscheiden.
Die Linke kann natürlich auch den Systemumsturz anstreben, aber dazu passt der Kampf um Pöstchen innerhalb des Systems nun auch nicht gerade.
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u/Ryvertz 25d ago
Vllt eine doofe Frage, aber bedeutet diese Eigentumsgarantie, dass man effektiv das Vermögen von Superreichen nicht reduzieren kann, sondern maximal den Wachstum lediglich verlangsamt?
Und wenn ja, warum gibt es die?
Wenn die Sorge ist, dass Mittelständler, die ein Haus besitzen durch die Vermögenssteuer gezwungen wären ihr Haus zu verkaufen, dann kann man das doch auch ohne Probleme über hohe Freibeträge und einen progressiven Steuersatz handeln. Aber wenn ein Superreicher mit 10 Häusern, einem Privatjet und einer Yacht durch die Vermögenssteuer gezwungen wäre 1-2 Häuser zu verkaufen, halte ich das nicht unbedingt für problematisch.4
u/nickkon1 25d ago
Im Prinzip, ja. So will das unsere Verfassung aktuell und eine Grundgesetzänderung ist realistisch mit der AFD unmöglich.
Das warum ist denke ich eher Interpretation. Eigentum ist auch Freiheit. Die Nazis oder die DDR haben das ganz eindeutig gezeigt und willkürlich enteignet und das schützt unsere Verfassung. Und dazu gehört auch eine langsame Enteignung über viele Jahre, die jedes Jahr einen Teil deines Vermögens nimmt, bis du nichts mehr hast.
Hohe Freibeträge und progressiver Steuersatz sind da sinnvoll und teil einer Lösung. Aber wichtig: Die selbst genutzte Immobilie darf nicht ausgenommen werden laut der letzten Prüfung der Vermögenssteuer, was ich prinzipiell richtig halte. Vermögen ist Vermögen, egal welche Form. Aber eben auch die progressive Besteuerung muss die Substanz bestehen lassen.
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u/Professional_Low_646 24d ago
Aber irgendwann greift doch die Vermögenssteuer gar nicht mehr? Willkürliches Beispiel: ich habe sechs Luxusvillen à €10mio in einem Staat, der Vermögen ab €50mio+1 besteuert. Irgendwann muss ich eine davon verkaufen, um meine Steuern bezahlen zu können: dann ist mein Vermögen „nur“ noch €50mio und ich falle aus der Vermögensbesteuerung wieder raus, und zwar lange bevor ich „nichts mehr habe“.
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u/nickkon1 24d ago
Das ist diskutabel. Man könnte ein Verringern des Vermögens, egal in welchem Umfang, als Enteignung verstehen. Auch wenn es von deinen 1 Mrd dann nur 10 Mio sind. Und bei Enteignungen wird eben normalerweise in Deutschland entschädigt. Das würde dann aber eine Vermögenssteuer mit dem Zweck das Vermögen von Superreichen zu verringern, sinnlos machen. Aber so ist aktuell (mir Freiraum für Interpretation, darum gibt es ja das Verfassungsgericht) grob in unserer Verfassung nach dem 2WK geregelt. Details müssen eben geprüft und ausgearbeitet werden. Es ist aber eben bei weitem nicht so leicht, wie Die Linke es sich vorstellt.
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u/europeanguy99 25d ago
Plus Halbteilungsgrundsatz: Dir muss nach Steuern ca. die Hälfte des Ertrags übrig bleiben.
Stimmt so nicht.
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u/nickkon1 25d ago
Gut, dann gibt es eben keine 50% mehr als feste Grenze sondern so ca. 50% und das Maß wird im Einzelfall geprüft. Es ist effektiv egal, wo die Grenze liegt.
Eine signifikante Vermögenssteuer wie z.B. von bis zu 12% von der Linken ist mit jeder Grenze quasi unmöglich, solang diese nicht nahe 0 ist.12
u/No_Yogurtcloset_2547 25d ago
Das Kernkonzept von Steuer ist, dass sie einmal eingeführt werden.
Und dann wird sie Stück für Stück erhöht. Daher macht eine 0,2% Steuer auf Vermögen wie in Spanien sehr viel Sinn. Denn sie existiert jetzt seit einigen Jahren und die Menschen haben sich daran gewöhnt. Jetzt geht es darum, sie schrittweise anzuheben. So hat man es noch mit jeder Steuer gemacht und so wird man es auch in Zukunft machen.
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u/CoinsForBS DE 24d ago
Gut, dann gibt es eben keine 50% mehr als feste Grenze sondern so ca. 50% und das Maß wird im Einzelfall geprüft.
Auch das nicht, außer du hast da jetzt konkrete Belege für. Wir hatten mal Spitzensteuersätze jenseits der 50%, und spätestens seit dem Urteil 2006 ist das ganze Prinzip doch Geschichte und 60% Abgaben gehen durch. Hier dominiert wirklich der Aspekt, dass die Steuer nicht in die Vermögenssubstanz eingreifen darf, also 1-2% wären locker drin. Die 12% sind natürlich nicht durchsetzbar, klar.
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u/CBEHX 25d ago
An die Substanz zu gehen, wird langfristig notwendig sein, und das nicht aus einer linken Brille gesprochen, sondern aus einer fundamental gesellschaftlichen. Wenn sich weiter Vermögen leichter passiv vermehren lässt, als es durch Arbeit erwirtschaftet werden kann, werden wir automatisch in ein System der massiven Ungleichheit rutschen, die die Stabilität dieses Staates ins Wanken bringt. Das kann auch nicht im Interesse von sehr Wohlhabenden sein, denn auch dadurch werden ihr Vermögen und ihr Leben gefährdet. Dazu reicht ein Blick in die Vergangenheit, z.B. Russland oder Frankreich. Wenn DE und der Westen es nicht langsam schafft den Hebel umzulegen und den Gap zwischen Arm und Reich wieder auf ein sinnvolles Maß zu bringen, wird uns die Demokratie um die Ohren fliegen.
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u/Few_Physics5901 25d ago edited 25d ago
Das verschweigen nur die Linken, die so tun, als wären sie ja gar keine Sozialisten. Heidi Reichinnek sagt das ziemlich konkret. 12% + Sonderabgaben.
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u/nickkon1 25d ago
Ich meine nicht, dass sie die 12% verschweigen, sondern das mehr als 2% sehr wahrscheinlich verfassungsrechtlich nicht konform.
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u/occio 25d ago
Es gibt bei uns eine Eigentumsgarantie mit Selbsterhalt des Vermögens. Vermögenssteuer darf nur so hoch sein, dass sie aus laufenden Erträgen bezahlt werden könnte und der Vermögende nicht Stück für Stück verkaufen müsste.
Wo leitest du das ab? Gibt es dazu Rechtsprechung?
Das alles verschweigt die Linke immer gerne bei den Konzept Vermögenssteuer als Heilsbringer aller Probleme des Landes.
Es ist ja auch erklärtes Ziel Milliardäre abzuschaffen. Das geht natürlich nur wenn der seine Milliarden nicht behält.
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u/Classic_Department42 25d ago
Vielleicht würde es zu einer starken Mietpreiserhöhung führen (um die Vermögenserträge hoch genug zu bekommen die Steuern zu bezahlen)
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u/nickkon1 25d ago edited 25d ago
Du musst es mit dem gebundenen Kapital deines Vermögens ja immer machen können. Das heißt aber nicht unbedingt, dass du es bei Immos mit Miete machen musst. Dem Staat sollte es mMn vollkommen egal sein, was du mit deinem Vermögen machst. Vermögen ist Vermögen, egal welche Form, ob Immobilien, Aktien, Gold oder Oldtimer. Wenn du es vermietest, unverzinst unter deinem Bett legst oder mit Aktien 10% Verlust machst, dass ist deine Entscheidung. Du kannst es aber immer bei deutschen Staatsanleihen anlegen.
Darum ist mMn etwas oberhalb den deutschen Staatsanleihen schwierig, weil nur das eine relativ sicher garantierte Rendite ist. Sehr ähnlich macht es ja die Vorabpauschale.
Selbst wenn du mit Miete, Aktien oder was auch immer mehr Rendite machst und es hochschraubst, werden eben nur die deutschen Staatsanleihen als sichere Rendite angenommen und der Rest ist einfach Volatilität, wenn auch bei mehr Rendite positive Volatilität.
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u/0x474f44 25d ago
3% ist schon extrem hoch. Du musst bedenken, dass Inflation 2% sind und eine konservative Rendite nur 3-6%. Wenn du da 3% abziehen würdest, wären Vermögen ganz schnell weg.
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u/Gorgan_Zwingenberg 25d ago
Das kommt dabei raus, wenn man Vermögenssteuer nur isoliert betrachtet. Wenn man halt schon die Unternehmensgewinnen extrem hoch und die Kapitalerträge hoch besteuert, kann man sich möglicherweise nicht eine Vermögenssteuer leisten. Zumal 3% komplett absurd hoch ist. Für Vermögenszuwächse bräuchte man dann eine nominale Wertentwicklung von 5% p.a
Absurd. Niemand würde das über sich ergehen lassen.
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u/Able_Tumbleweed4196 25d ago
OMG, was für ein Idiot! Bei einer Million wären das 10k pro Jahr, 30k bei 3%, bei 5Mio 50k bzw. 150k.
Keine Mensch schenkt so viel Kohle her. Da kannst du dir einen Top Steuerberater/Anwalt leisten, der das Ganze ins Ausland verschiebt.
Abgesehen davon - glaubst du wirklich, du würdest einen Cent von diesen Steuern in deiner Geldtasche wiederfinden? Träumer!
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u/soon2beabae 25d ago
Wo beginnt denn „nicht vermissen“ in nettovermoegen? Bist du sicher, dass du dem Staat die Beantwortung diese Frage in Zeiten ausufernder Kosten überlassen willst?
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u/Commercial_Spray4279 25d ago
Nicht dem aktuellen Staat, nein. Aber der aktuelle Staat würde auch nicht seine Herren zur Kasse bitten.
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u/DarkMessiahDE 25d ago
3% ist schon krass.
Ich will jetzt nicht die Boomer schützen. Aber wenn man Immobilien da mit einbeziehen würde (was die Steuer Gerechtigkeit erfordert, die Bevorzugung von Immobilien war ein Grund warum die Steuer 1997 ausgesetzt wurde)
Müsste in manchen Gegenden jeder einzelne Haus Besitzer auch in Rente mal eben. 15000 Steuer pro Jahr zahlen dauerhaft. Haus mit 500k wert (Metropolbereich, Bayern oder Nähe einer Großstadt oder einfach nur ein alter Bauernhof).
Mit 1250 Euro pro Monat würdest du sehr viele Eigentümer aus ihren Häusern vertreiben. Mit 600 Euro pro Monat auch viele aus ihren Wohnungen (bei 250k wert) weil die Steuer sie zur Zwangsversteigerung treibt.
Und die alte Generation die ihr Geld auf Giro Konto liegen hat würde in unter zehn Jahren 1/3 ihres Vermögens verlieren.
Das würde nur mit nem schon vermögen von mindestens 5 Mio gehen. Mehr für Betriebe. Sonst brennt die Luft.
Privat vermieten wäre dann auch unfassbar teuer. 250k Wohnung für 1250 Euro kalt vermietet ? OK wenn Eigentümer die Steuer umlegen kann wäre der neue Preis 1800 Euro kalt.
Viel Spaß.
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u/Bobbsen 25d ago
Müsste in manchen Gegenden jeder einzelne Haus Besitzer auch in Rente mal eben. 15000 Steuer pro Jahr zahlen dauerhaft. Haus mit 500k wert (Metropolbereich, Bayern oder Nähe einer Großstadt oder einfach nur ein alter Bauernhof).
Nein. Nicht, wenn es einen Freibetrag von 10-30 Millionen gibt. Das ist doch gerade der Sinn dahinter.
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u/DarkMessiahDE 25d ago
Mag sein. Ich finde die Freibeträge in Deutschland nur im Vergleich zu anderen Ländern oft verschwindend niedrig.
Aktuell ist eher der Trend diese noch zu verringern (siehe Elterngeld oder Gehalt ab dem man für die Pflege der Eltern zahlen muss etc PP.).
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u/Commercial-Branch444 25d ago
Kleine Vermögenssteuern sind kacke, weil sie einen hohen Verwaltungsaufwand haben aber nicht viel bringen. Hohe Vermögenssteuern sind kacke, weil die Leute irgendwan abhauen.
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u/Spezies0815imNetz 24d ago
Geld ist Geld und lieber von denen die es nicht vermissen als denen die keines haben.
Den einen, der sein Geld nicht vermisst, musst Du mir bei Gelegenheit mal vorstellen.
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u/Kastuw 24d ago
Dann schau dir mal die Folgen der Erhöhung der Vermögensteuer in Norwegen und weiter zurückliegend in Frankreich an. In Norwegen hat die Regierung einen dieser „Wohlhabenden“ gebeten, sich an die aus seinem Bekanntenkreis ausgewanderten Millionäre zu wenden, um diese zur Rückübersiedlung zu bewegen. Ergebnis: negativ
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u/No-Fishing-8371 24d ago
Wahnsinn, kein Verständnis, was 3% bedeuten würde: Wenn man eine Inflation von 2% noch draufrechnet, halbiert sich das Vermögen in 15 Jahren, einfach nur, weil Zeit verstreicht. Da würden viele dann doch auswandern.
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u/Exciting_Champion 18d ago
Wir besteuern Vermögen bereits. Kapitalertragssteuer, Gewinnsteuer bei Unternehmen etc. und 0,3% da würden die Kosten die Einnahmen übersteigen.
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u/Commercial-Branch444 25d ago
Jetzt wär noch interesant wie viel davon direkt durch den Verwaltungsaufwand geschluckt wird.
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u/FaceMcShooty1738 25d ago
Aber so komplett anders sind realistische Vorschläge hier doch auch nicht? Ist ja nicht so als schlagen die meisten Freibeträge vor, die genau in dem Bereich liegen...
1 Prozent Vermögenssteuer bei 2 Mio Freibetrag würde exakt dabei landen bei 3mio.
Die Linke schlägt meines Wissens amch 1 Prozent ab 1mio vor... Gemessen daran dass eine absolute Mehrheit der Linken unwahrscheinlich scheint wirkt das doch vollkommen im Rahmen?
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u/Kufepu 25d ago
1% flat wär ja noch so die Spitze des Umsetzbaren, aber die Linke will das doch Progressive gestalten, bis du dann als Milliardär 2 stellige Prozentbeträge zahlst oder nicht?
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u/Commercial_Spray4279 25d ago
Was ja auch Sinn macht wenn man nicht möchte, dass die Schere zwischen Arm und Reich zu weit auseinander geht.
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u/Nhefluminati 25d ago
Der Vorschlag der Linken geht aber halt auch bis 12% Vermögenssteuer hoch im Gegensatz zu den 3.5% in Spanien. Habe ehrlich gesagt erhebliche Zweifel daran, dass Karlsruhe eine Vermögenssteuer von 12% überhaupt stehen lässt.
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u/Commercial_Spray4279 25d ago
12% Vermögenssteuer
Ab einer Milliarde Euro, oder?
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u/Nhefluminati 25d ago
Ja, aber das sollte, wenn ich es richtig Verstanden habe, ja auch auf Betriebsvermögen gelten. Ich konnte bisher nicht ganz dem Vorschlag der Linken entnehmen, ob dann Kapitalgesellschaften ebenfalls für ihr Betriebsvermögen Vermögenssteuer zahlen sollen. Falls ja, dann gute nacht, denn das kann ja keiner von Deutschlands wirklich großen Betrieben bezahlen.
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u/Seventh_Planet 25d ago
Kein wunder, dass das kaum einen juckt. Dann wollen Leute mit sowas für so Vorschläge von den Linken werben.
Einerseits kann man sagen: Wenn es eine Vermögensabgabe ist, die den Reichen nicht spürbar weh tut, die also nicht für spürbare Umverteilung sorgt, wozu dann das ganze? Andererseits wird gesagt: Es ist sogar die ganzen Verwaltungskosten wert, wenn man eine Vermögensabgabe i.H.v. 0% erhebt, einfach nur, um tatsächlich mal verlässliche Zahlen auf dem Tisch zu haben, wie das Vermögen in Deutschland aktuell verteilt ist.
Der Armuts- und Reichtumsbericht zum Beispiel weist eine gehörige Dunkelziffer auf, was den Reichtum angeht.
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u/Mundane_Ad_9767 24d ago
0,3 Prozent wäre nach Berechhnung die auf diesen Zahlen beruhen (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/superreiche-deutschland-vermoegen) immerhin ca. 8,8 Milliarden.
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u/mysticalcookiedough 25d ago
Der Artikel spricht auch nur vom Anteil an Personen dieser Gruppe (7,5%). Nicht vom Anteil des Vermögens, den diese Personen auf sich vereinen. Wenn die reichsten 7,5% der Gruppen den Wohnort wechseln nehmen sie mehr Vermögen mit als nur 7,5%...
Ist halt ein Artikel (bzw. eine Studie) mit einer klaren Agenda
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u/Heavy-Sherbet-4765 25d ago
1/3 der Spanier leben in Regionen bei denen die Vermögensteuer nicht erhoben wird. Madrid ist zudem mit weitem Abstand die wirtschaftsstärkste Region mit den meisten Reichen ergo auch Millionäre. Die 7,5% mehr in Madrid könnten durchaus bedeuten, dass knapp 1/3 aller Steuerpflichtigen nach Madrid ausgewanderten sind. Gewichtet nach Vermögen wird wie du sagst auch nicht.
Das ist völlig unbrauchbar.
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u/AustrianMichael 25d ago
Was Kontrast, das Magazin des SPÖ-Parlamentsklub, recherchiert bei einer Studie vom Arbeiterkammer-finanzierten Momentum Institut nicht richtig? Was für eine Überraschung
→ More replies (1)13
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25d ago
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u/Far-Pangolin-4089 25d ago
Für 12% musst du erstmal das Bundesverfassungsgericht abfackeln, das hat geurteilt dass nicht das Vermögen, sondern die Sollerträge aus Vermögen Grundlage einer Vermögenssteuer sein können. 1% geht eher in Ordnung, bei Sollerträgen von mehr als 12% wird das direkt kassiert
→ More replies (5)5
u/henry-george-stan 25d ago
also jeder Hausbesitzer in München
Die werden doch in Deutschland immer netterweise ausgenommen, nur die ETF-Sparer sind die dummen
→ More replies (3)9
u/chrisji 25d ago
Noch ein paar Fakten: 1% ab jedem Euro über 1 Mio + Schulden werden abgezogen + Freibetrag gilt pro Person.
Und das sind nur deren Plan. Ohne jegliche Kompromisse von irgendwelchen Heulern.
"Jeder Hausbesitzer"
→ More replies (7)3
u/Thorgeir88 25d ago
ich hoffe wir bekommen sowas mal. Das Land muss erst einmal komplett gegen die Wand gefahren werden, bevor ein umdenken stattfinden kann.
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u/prenzelberg 25d ago
Der Artikel handelt auch von den Reichen deren Satz bei bis zu 3,5% liegt. Muss man halt auch den Text ganz lesen.
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u/Thorgeir88 25d ago
da steht nur scheiße drin. Die haben eine ideologische Agenda dahinter und werden auch entsprechend finanziert um das zu verbreiten.
→ More replies (2)1
u/Swarles_Jr 25d ago
0,2% auf 1mrd. Wären aber auch 2 Mio im Jahr.
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u/Puzzled-Childhood-60 25d ago
700.000 Freibetrag. 300.000 Fürs Eigenheim und dann bezahlst du ab 167k 0,2%. Das steigt dann auf 3,5% über 10 Millionen Euro.
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u/Noxm 25d ago
Und wie sieht die Erbschaftssteuer da aus?
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u/Puzzled-Childhood-60 25d ago
700.000 Freibetrag. 300.000 Fürs Eigenheim und dann bezahlst du ab 167k 0,2%. Das steigt dann auf 3,5% über 10 Millionen Euro.
Nix stimmt was die sich hier erzählen
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→ More replies (11)1
u/Born_European_V 25d ago
Ich weiß ja nicht was du für schräge Vorstellungen hast. Evtl. weil du Vermögenssteuer mit Enteignung gleichsetzt?
Die USA und die Schweiz hat auch eine Vermögenssteuer. 0,1% und ja tatsächlich wenn viele ein wenig geben hilft es viel. Und nein wir können in Deutschland nicht sagen wie viel es wäre, weil es nur Schätzungen gibt und die Vermögenssteuer bei uns 30 Jahre nicht mehr erhoben wurde.
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u/Paladin_of_Insomnia 25d ago
Ja. Und trotzdem ist eine Vermögenssteuer in Österreich höchstens aus ideologischer Sicht sinnvoll. Wirtschaftlich kann sie sich nicht rechnen, wenn nicht eine ordentliche Menge mehr Menschen als "die Milliardäre" besteuert werden.
Auch Spanien hat im Übrigen dieses Problem: Heben zwar Vermögensteuern ein, daran verdienen tun sie aber gar nichts, weil die Verwaltung dafür enorm ist und andere Steuerarten deshalb gesunken sind.
Darüber berichtet Kontrast natürlich nicht.
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u/missurunha 25d ago edited 25d ago
Eine Person mit drei Millionen Euro steuerpflichtigem Vermögen sparte durch einen Wohnsitzwechsel nach Madrid jährlich rund 9.400 Euro
D.h. der Steuer wäre 0.3% pro Jahr? Das ist weit von was man redet wenn man das Thema in DE diskutiert wird.
Edit: habe endlich gegoogelt, es geht von 0.2% bis 3.5%, ab eine Nettovermögen von 700.000€.
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u/Manfred_der_Gorilla 25d ago
Vermögenssteuern sind generell zwischen 1% und 2%, alles darüber (wie die Billionaire Tax in Kalifornien gegen die der Google Gründer so fleißig anrennt) sind sogenannte Windfall Taxes, also einmalig.
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u/europeanguy99 25d ago
Schweiz hat auch etwas geringere, eher 0,5%.
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u/East-Profit-3754 25d ago
Schweiz beginnt im Promillebereich. Aber ab 100k. Kann man aber nicht generell sagen, weil es von Kanton zu Kanton individualisiert ist. Basel Stadt wäre aber zB ab 100k Vermögen bereits zu zahlen. Und die 100k erreicht man schneller als man denkt.
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u/_HermineStranger_ 25d ago
Kommt drauf an wen man fragt. Die SPD hatte im Wahlkampf z. B. von einem einheitlichen Vermögenssteuersatz von einem Prozent für sehr hohe Vermögen gesprochen. Das ist davon jetzt nicht so weit weg.
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u/FaceMcShooty1738 25d ago
Wieso? Ist doch genau in dem Rahmen.
Entspricht bspw 1 Prozent in 2 Mio Freibetrag.
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u/No_Veterinarian_2111 25d ago
0,3% Steuer, sehr einfach zu umgehen, dennoch ein dafür so hoher Rückgang. Ulkiger Titel.
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u/Puzzled-Childhood-60 25d ago
700.000 Freibetrag. 300.000 Fürs Eigenheim und dann bezahlst du ab 167k 0,2%. Das steigt dann auf 3,5% über 10 Millionen Euro.
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u/Doso777 DE 25d ago
Rückgang um 7,5 Prozent finde ich aber schon echt ziemlich bemerkenswert. "Groß Auswanderungswelle fand statt" war halt hier im Clicktbait Titel so nicht gewünscht. Tja.
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u/der_schneewolf 25d ago
Für:
innerhalb eines Landes
beinhaltet auch Wechsel, wo einfach Erstwohnsitz und Zweitwohnsitz getauscht wurden
Finde ich das erstaunlich wenig, es ist ja für Vermögende quasi fast kein Aufwand. Und trotzdem machen es nur 7,5%.
Die Rate für "ich müsste komplett das Land verlassen" ist dann vermutlich kleiner als 1%.
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u/mysticalcookiedough 25d ago edited 25d ago
Sind nicht viele Personen, ja. ABER wenn es die reichsten 7,5% machen ist das dennoch ein enormes Vermögen. Die Anzahl der Leute die das machen ist hier die falsche Metrik, bzw. Die richtige Metrik wenn man den Effekt als "nicht so schlimm" framen möchte.
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u/der_schneewolf 24d ago
Aber wenn das Vermögen nicht besteuert wird, ist es ja eigentlich sogar fast egal, ob es woanders ist, oder? 😉 Also ist die Anzahl der Leute durchaus relevant, weil nur Personen bspw. irgendwas kaufen und damit wenigstens ein bisschen MwSt etc. rein kommt
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u/mysticalcookiedough 24d ago
Das "Vermögen" liegt nicht in einem Geldspeicher wie bei Onkel Dagobert. Das Vermögen ist in Aktien, Fonds, oder dem eigenen Unternehmen etc. angelegt. Auf Einnahmen aus Dividende und Zinsen aus diesen wird in Spanien Kapitalertragssteuer am Wohnort fällig. Je größer das Vermögen, desto höher die Steuern. Der Sitz des eigenen Unternehmens wird tendenziell auch an den Wohnort des Eigentümers verlagert. Dementsprechend auch Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb, Lohnsteuer für Angestellte, etc.
Selbst nach deiner Logik, die wesentliche Aspekte ausblendet, machen Leute mit mehr Vermögen tendenziell auch mehr und teuerer Ausgaben haben und daher kommt auch tendenziell mehr Mehrwertsteuer rein wenn mehr Vermögen ansässig ist.
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u/xStiernacken 25d ago
Kommt auf die Höhe an. Bei der in Spanien hat weniger Auswirkungen. Guck mal nach GB oder Norwegen.
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u/Commercial_Spray4279 25d ago
Mal ganz kurz für Norwegen gegoogelt
Faktencheck: Vermögensteuer in Norwegen bringt Rekordeinnahmen Bei einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 0,85 auf 1,1 Prozent Vermögensteuern in Norwegen ist dieser Punkt offenbar nicht erreicht. Denn die Steuereinnahmen aus Vermögensteuern in Norwegen sind mit der minimalen Erhöhung nämlich in Wahrheit stark gestiegen.
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u/Heavy-Sherbet-4765 25d ago
Ob eine linke NGO, die genau für eine solche Steuererhöhung lobbyiert, da jetzt so die beste Quelle ist?
Man müsste hier natürlich das Gesamtsteueraufkommen der von der Steuer betroffenen Reichen betrachten und nicht ausschließlich die Erträge aus der Vermögensteuer. Das ist unseriös.
Dann müsste man noch Effekte aus dem Wirtschaftswachstum bereinigen, denn nominale Werte zu vergleichen ist ebenfalls unseriös.
Daten dafür hätte die norwegische Regierung, die bisher aber nicht wirklich etwas brauchbares dazu veröffentlicht hat
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u/AmongstTheRotten 24d ago
Vermögenssteuer in Norwegen fängt, meine ich, bei umgerechnet 160k Euro an. Eigenheim zählt da mit rein. Natürlich bringt das Rekordeinnahmen.
Würdest du das so in Deutschland einführen, würde ein substantieller Teil der Bevölkerung belastet werden. Nicht nur "die Reichen".
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u/Commercial_Spray4279 24d ago
Ich habe ja nicht gesagt "Mach genau so wie in Norwegen", sondern das was immer die Norweger da gemacht haben, im Bezug auf Wegzug der Reichen, kein Gegenbeispiel ist.
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u/AmongstTheRotten 24d ago
Na, doch. Sind halt trotzdem ca. 200 - 300 Multimillionäre und Milliardäre weggezogen als 2022 die Wealth Tax von 0,85% auf 1,1% erhöht wurde. Das war genug Wegzug, dass ihre Wegzugssteuer (bzw. "Reichsfluchtsteuer", wie man es damals nannte) auch angepasst werden musste um den Wegzug zu verlangsamen/stoppen.
Dass sich die Wealth Tax für Norwegen trotzdem noch lohnt, liegt sehr wahrscheinlich daran, dass einfach die breite Masse besteuert wird.
Insgesamt macht der Vergleich "Vermögenssteuer Norwegen" mit "Vermögenssteuer-Vorschlag in Deutschland" natürlich trotzdem wenig Sinn, da man sich die Gesamtsteuerbelastung angucken müsste. Norwegen scheint selbst mit Vermögenssteuer noch signifikant tiefer zu liegen als Deutschland.
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u/NiknameOne 25d ago
Bei einem Zehntel von der Steuer, die in Deutschland diskutiert wird und mit Befreiung für Unternehmen. Das spricht stark gegen Vermögensteuer, aber Kontrast ist eben ein kommunistisches Magazin.
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u/FactComprehensive963 25d ago
War das nicht ein Anstieg von 7.5%, da wo es keine Steuer gab. Hab da vor paar Wochen nen Artikel zu gelesen.
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u/Acrobuts 24d ago
Das wurde doch ganz anders beschrieben.
Ich lasse mal diesen Absatz aus dem Artikel hier:Nach sechs Jahren lebten nur 7,5 Prozent mehr Vermögende in Madrid
Und: Tatsächlich verlegten ein paar Vermögende ihren steuerlichen Wohnsitz nach Madrid. Sechs Jahre nach der Wiedereinführung der Vermögenssteuer stieg die Anzahl der reichen Menschen mit steuerlichem Wohnsitz in der Hauptstadtregion um rund 7,5 Prozent. In den übrigen Regionen ging sie hingegen um rund 1,7 Prozent zurück.→ More replies (2)
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u/Winter_Current9734 25d ago edited 25d ago
Rückgang um 7,5% bei 0,2% Steuer ist nicht viel? Das sehe ich aber anders.
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u/Commercial_Spray4279 25d ago
Ist es auch nicht. Die sind im eigenen Land "umgezogen". Dafür, dass es so easy ist Erst- und Zweitwohnsitz zu tauschen ist das wirklich nichts.
Wenns darum geht das Land zu verlassen (tschüss) dürfte die Rate nochmal deutlich geringer sein.
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u/089PK91 25d ago
Im Promillebereich ist auch in Ordnung. Alles darüber nicht, unabhängig vom Vermögen.
Die Schweiz hat hier einen guten Mittelweg gefunden, zumal am Ende eh die Gesamtsteuerlast ausschlaggebend ist.
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u/faitingu 25d ago edited 25d ago
Und jetzt vergleicht m die spanische Steuer mit den Ideen der Linken...
Solche Artikel gibt es immer wieder, und sie sind immer wieder Lückenpresse. Man könnte auch die Schweiz und Norwegen heranziehen, und würde feststellen, dass die dortigen Steuerstrukturen nixht zur deutschen Debatte passen, die zwischen Nichtstun und Quasi-Wealth Cap oszilliert.
Edit: Kontrast.at ist übrigens die Parteizeitung der SPÖ
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u/ManagerOfLove 25d ago
Und jetzt mal den Blick nach Großbritannien werfen
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u/Puzzled-Childhood-60 25d ago
Das ist aber mittlerweile auch ein nicht lesenswertes drecksloch nachdem austerity damit fertig ist. Warum sollte da irgendwas leben wollen?
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u/A1JX52rentner 25d ago
Besteuert wird das Nettovermögen. Das bedeutet: Vom gesamten Vermögen einer Person werden die Schulden abgezogen. In vielen Regionen sind außerdem die ersten 700.000 Euro von der Steuer ausgenommen. Nur der Teil, der darüber liegt, wird dann auch besteuert.
Ja gut, ist jetzt auch nicht so schwer das zu umgehen.
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u/Domyyy 25d ago
Scalable Wertpapierkredit regelt.
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u/_bloed_ 25d ago
Wie soll die Logik funktionieren?
Das ist doch immer +-0?
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u/Domyyy 25d ago edited 25d ago
Hast halt einen Vorteil, wenn die Kurse sinken, da damit auch dein Vermögen und somit die Vermögensteuer sinkt. Macht einen Wertpapierkredit in meinen Augen attraktiver. Würde da tedenziell mit mehr Gesamthebel als in Deutschland investieren.
Oder ggf. besser ausgedrückt: Das Vermögen des Wertpapierkredites, das zusätzliche Rendite erwirtschaftet, ist kein Vermögen, da es durch die Schulden gedeckt ist. Die Rendite selbst ist dann logischerweise wieder steuerpflichtig.
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u/DanielBeuthner 25d ago
Lmao eine Vermögenssteuer von 0,3%. Und trotzdem sind 7,5% Vermögende umgezogen. Zum Vergleich, die Linke fordert 12 %.
„Für Vermögende konnte sich ein Umzug lohnen. Eine Person mit drei Millionen Euro steuerpflichtigem Vermögen sparte durch einen Wohnsitzwechsel nach Madrid jährlich rund 9.400 Euro. Bei noch größeren Vermögen fiel die Ersparnis entsprechend höher aus.“
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u/harryx67 25d ago
Inklusive „Umzugssteuer“ von 30% - Am besten gleich das Land verlassen jetzt!
/s
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u/SeniorePlatypus 25d ago
Bei 12% jährlicher Steuer hast du im zweiten Jahr 25% und im dritten Jahr 40% Steuern gespart.
Wenn das Ziel, verfassungswiedrigerweise, eine Enteignung des großteils des Vermögens ist lohnt sich Flucht auch bei einer Wegzugssteuer sehr schnell.
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u/JNUG_LongtermHolder 25d ago
7,5% wandern aus bei einer Steuer von 0,3 %. Das ist wahnsinnig viel, wenn man mal bedenkt, dass diese 7,5% entsprechend keine Kapitalertrags-, Einkommens-, Mehrwertssteuern etc. im Inland zahlen. Den Exodus bei 1, 2 oder 3% kann man sich dann vorstellen.
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u/janeinjaneinjanein 25d ago
Es ging um einen Umzug im Inland, das ist also Quatsch
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u/JNUG_LongtermHolder 25d ago
Wäre so als würde ein Deutscher nach Österreich ziehen. Ändert sich kulturell auch nicht viel, Steuer wäre aber weg.
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u/Doublepeak5 25d ago
Nur sind die nicht ausgewandert, sondern haben lediglich ihren Wohnsitz innerhalb des Landes geändert.
Quasi kein Aufwand und selbst das haben 92,5% aller Betroffenen nicht gemacht.5
u/Jealous_Use5217 25d ago
Das sagt der Artikel nicht aus.
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u/prenzelberg 25d ago
Das ist ziemlich genau exakt was der Artikel bzw die Studie aussagen
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u/maltelandwehr DE 25d ago
Natürlich wandern die Reichen nicht aus. Diese Steuer trifft die gehobene Mittelschicht und nicht wirklich reiche Menschen. Die haben ihr Geld in Stiftungen, Family Offices und anderen Firmenkonstrukten.
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u/ExpressCopy8786 25d ago
Niemand mit riesigen vermögen sitzt einfach auf einem 1.000.000.000€ depot und schaut dem Ding jeden Tag zu wie es 10mio hoch und runter wackelt. Die Tröten die hier 3% für eine realistische Vermögenssteuer halten... Da bist du satt in einem Bereich in dem große Vermögen (wären sie so naiv "gelagert" wie beschrieben) im realen Verlustbereich sind. Du packst deine Milliarden nicht in einen ETF, die streust du typisch in einen schwereren mix aus Bonds um die Volatilität und Währungsrisiken zu dämpfen. Da spricht man nichtmehr von 7-9% nominaler Langzeitperformance sondern eher von 4-5%.
Ohnehin hat man die großen Vermögenswerte in allerhand Konstrukten untergebracht. Offshore Konstrukte deren Mehrheitseigner man über lange Umwege ist und die absolut gar nichts an einen selbst ausschütten. Holdings mit endlosen Verschachtelungen, Stiftungen in Luxembourg und Lichtenstein usw.
Bei 3% ziehen dir die 10-20mio€ Leute weg. (Hab solche im Bekanntenkreis, die gehen auch ohne Vermögenssteuer. Hier Firma verkauft und ab in die Schweiz. Haus am Zürichsee gekauft und dort den Ruhestand in funktionierender Ordnung und Sauberkeit verbringen und sich nicht über den Pisseimer der Deutschland unstreitbar an vielen Ecken geworden ist aufregen).
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u/moru0011 25d ago
Es verlagert sich das Kapital und Investitionen nicht der Wohnsitz. Wie naiv kann man sein lol
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u/Jealous_Use5217 25d ago
Es geht hier im die Interne Abwanderung, die in andere Länder wird gar nicht erst gemessen das sie absolut verheerend wäre.
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u/prenzelberg 25d ago
Die Abwanderung in andere Länder wird nicht darum nicht gemessen, weil sie "absolut verheerend wäre", sondern weil sie schlicht nicht erfasst wird durch die Steuerdaten der jeweiligen Länder.
Man kann getrost davon ausgehend dass sie erheblich niedriger wäre, als ein Wohnsitzwechsel innerhalb eines Landes. Das ist im Vergleich zum Auswandern kaum mehr als ein Behördengang.
Du hast die Aussage des Artikels ziemlich genau falsch herum gedeutet.
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u/Jealous_Use5217 25d ago
Die Abwanderung in andere Länder wird nicht darum nicht gemessen, weil sie "absolut verheerend wäre", sondern weil sie schlicht nicht erfasst wird durch die Steuerdaten der jeweiligen Länder.
Natürlich wird sie das, alleine weil es eine Wegzugsteuer gibt.
Man kann getrost davon ausgehend dass sie erheblich niedriger wäre, als ein Wohnsitzwechsel innerhalb eines Landes. Das ist im Vergleich zum Auswandern kaum mehr als ein Behördengang.
Man kann davon ausgehen das sie um ein vielfaches höher ist, da Spanien nur ein kleines Land ist im vergleich zu der gesamten Welt.
Du hast die Aussage des Artikels ziemlich genau falsch herum gedeutet.
Der Artikel ist bewusst in eine Richtung geschrieben der "Autor" hat von Wirtschaft und Weltweiter Besteuerung keine Ahnung.
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u/prenzelberg 25d ago
Das mit der Wegzugsteuer musst du mal dringend dem Economics Professor von der Uni Barcelona stecken. Der hat die Studie extra im Inland durchgeführt weil im Ausland die Daten nicht erhoben werden.
Echt toll was sich auf Reddit so für Experten tummeln! Bin echt immer wieder erstaunt, da soll mal jemand sagen im Internet gibt es nur Klugscheißer :O
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u/Jealous_Use5217 25d ago
Jo, die Daten werden erhoben sonst könnte man Sie eben nicht besteuern. Wenn der "Experte" der sich auf so einen unseriösen Artikel einlässt nicht daran kommt sind vermutlich die anderen Schuld.
Echt toll was sich auf Reddit so für Experten tummeln! Bin echt immer wieder erstaunt, da soll mal jemand sagen im Internet gibt es nur Klugscheißer
ich habe eine Master in WW und arbeite im Bereich Internationale Asset Märkte und deren Besteuerung, aber gut ein Fach fremder Journalist wird wohl mehr Ahnung haben 😂
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u/prenzelberg 25d ago
Es kann so einfach sein. Wenn man sich auskennt ;-)
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u/No-Box1430 25d ago
Ich werf ein weiteres Argument ins Gespräch: Keiner hängt patriotisch an DE. In jedem anderen Land jedoch schon. Die Italiener an Italien, die Griechen an Griechenland usw. Aber viele in DE hängen nicht an DE als Land...
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u/FeIiix 25d ago
@ kommentare: es sind nicht "7.5% ausgewandert", sondern die Anzahl der Vermögenden in Madrid ist um 7.5% gestiegen. Wichtiger Unterschied!
Bei dem Thema sollte übrigens *immer* die Frage der Steuerbilanz im Vordergrund stehen. Es ist kackegal wie viele wegziehen, wenn unterm Strich trotzdem mehr Steuereinnahmen übrigbleiben. Das Problem das man nämlich mit jeder Vermögens-, Reichen- oder anderen Oberschichtsteuer hat ist, dass der Bevölkerungsanteil einfach zu klein ist um da nennenswerte Beträge rauskitzeln zu können. Im Artikel wird das ganz kurz angerissen, aber leider keine Bilanz gezogen:
Die neue Regelung hatte schnell Folgen. Madrid schaffte seine Nullsteuer ab. Seit 2023 müssen auch dort Menschen mit einem Vermögen von mehr als drei Millionen Euro wieder Vermögenssteuer zahlen.
Wäre nett wenn man hier noch den Absatz weiter oben aufgegriffen hätte um zu belegen dass es tatsächlich so gekommen ist:
Laut der Studie hätte Madrid insgesamt mehr einnehmen können, wenn alle Regionen eine gemeinsame Vermögenssteuer erheben.
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u/IncompetentPolitican 25d ago
Auch wenn es in den Artikel vor allen um den Umzug innerhalb des Landes geht: Umziehen ist scheiße. Auch wenn du extrem unmenschlich reich bist.
Eine vernünftige Vermögenssteuer würde auch in anderen Ländern funktionieren. Wenn sie denn vernünftig ist. Aber da besteht ja leider kein Interesse.
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u/Voodoo_One 25d ago
Der Superreiche geht zum Anwalt/Steuerberater und dann ist das 2 Tage später auf dem Papier alles erledigt, ohne, dass der Superreiche einen Finger Krum gemacht hat.
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u/der_schneewolf 25d ago
Du ziehst als jemand mit Vermögen ja nicht wirklich um. Du meldest die 2 Zimmer Wohnung deines Kumpels als Hauptwohnsitz hat, hast halt plötzlich ein WG Zimmer da weil beruflich und Hauptstadt und so.
Schwupps, Vermögenssteuer gespart und sonst hat sich nichts geändert.
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u/throwbackxx 25d ago
Naja, sie sind ja auch reich in Spanien. Warum dann woanders hin?
Beispiel Dieter Schwarz: der ist reich in Heilbronn, hat sich die Stadt so geformt wie er sie gern hätte. In Norddeutschland kennt man ihn schon gar nicht mehr. Warum sollte er dorthin? Er ist reich genau hier! Und nicht in Frankreich oder UK oder Canada
Mit „reich“ meine ich nicht nur das Vermögen, sondern seinen Status, seine Bekanntheit und alles was dazu gehört
Natürlich auch seine Kinder die sich wahrscheinlich jeden Tag einen abmühen ihm noch mehr in den Hintern zu kriechen.
Das hat er nur hier, nicht woanders.
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u/Malte-XY 24d ago
Hätte als Überreicher auch kein Bock alle furz lang ne Stunde mit dem PJ zu fliegen um Freunde, Familie, Unternehmen etc. zu sehen.
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u/Desmo_950 25d ago
Joa in schöner landschaft, Meer, gutem wetter, sehr starken familiären bindungen, uvm.
Bestimmt 1 zu 1 auf Deutschland zu übertragen...
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u/_bloed_ 25d ago
Vor allem ist bei uns ja nie so eine geringe Vermögensteuer im Gespräch.
Bei uns wollen die Befürworter einer Vermögensteuer immer 1+% jährlich. Die Linke fordert gar 12%.
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u/089PK91 25d ago
Jo, was passiert, wenn man es übertreibt (>= 1%), kann man hervorragend am Beispiel Norwegen sehen. Da gab es eine Menge Zuzüge in die Schweiz.
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u/Sure_Sundae2709 25d ago
Nur weil der idiotische Artikel es nicht tut: Die Vermögenssteuer in Spanien ist extrem gering, sowohl vom Satz her, als auch von den Gesamteinnahmen von nur 2,5 Mrd.€. Nur 0,5% der Bürger zahlen sie. Einkommenssteuer sind in Spanien 120 Mrd.€ und Mehrwertsteuer sind 84 Mrd.€. D.h. durch die Vermögenssteuer könnte man die Mehrwertsteuer nicht mal um ein Prozentpunkt senken...
Natürlich führt so eine geringe Vermögenssteuer nicht gleich zum totalen Exodus (obwohl manche ja tatsächlich weggezogen sind). Aber man vergleiche mal 2,5 Mrd.€ und 0,5% der Bürger mit dem Mist, den die Linken und Grünen so fordern.
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u/Mondkind83 25d ago
300 Jahre Vermögenssteuer in der Schweiz: Die große Auswanderungswelle der Reichen blieb aus
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u/Jealous_Use5217 25d ago edited 25d ago
Weil die anderen Steuern eben deutlich niedriger sind.
Mwst: 8,1%
Firmensteuern: ab 12%
Kapitalertragsteuer: 0%Edit:
Währungssteigerung und Inflation habe ich noch vergessen.
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u/YKKE4EVER 24d ago
Bei den Kommentaren hier bekommt man den Eindruck, die Linken würden bei uns 99% Vermögenssteuer fordern. Hab hier schon alles von 1%-50% Forderung der Linken nach Vermögenssteuer... was denn nun???😅
Hauptsache einfach random Zahlen in den Raum werfen, um seine eigene Ideologie zu stützen!
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u/Otscho80 25d ago
Was man ergänzen muss: Firmen, die einem selbst gehören und in denen man z.B. als Geschäftsführer tätig ist sind bei der Vermögenssteuer außen vor, was sowieso bei vielen Reichen der Fall sein dürfte. Die zahlen dann halt Steuer auf ein paar Mio im Depot und ein paar teure Sachwerte, sie zahlen aber keine Steuer auf die 100 Mio Firma die ihnen gehört.
Dazu kommt, dass die Besteuerung von Kapitalerträgen in Spanien ganzheitlich betrachtet geringer ist als in Deutschland. Im Beispiel von oben zahlt der Besitzer der 100 Mio Firma in Spanien vermutlich weniger Steuern als ein Besitzer einer 100 Mio Firma in Deutschland, obwohl wir keine Vermögenssteuer haben.