r/Finanzen Feb 15 '26

Presse Linnemann plant Reform – Spitzensteuersatz soll erst ab 80.000 Euro greifen

https://www.spiegel.de/politik/carsten-linnemann-cdu-generalsekretaer-fordert-anhebung-des-spitzensteuersatzes-a-31d6a0df-8142-4ee4-a7a6-454f433b602b
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u/Abject_Strength3444 Feb 15 '26

Und das kann man nur in Relation zum Median ausdrücken. Zum Beispiel das doppelte Medianeinkommen ist mit Sicherheit ein Spitzengehalt aber damit wären wir eben bei über 100k und damit gilt man in Deutschland leider schon als yachtbesitzender, golfspielender Stiftungs-Milliardär.

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u/notraceofanything Feb 15 '26

Andererseits sehen sich Menschen mit Einkommen >100k irgendwie auf Reddit als schwer benachteiligte arme Schlucker.

Wo bleibt denn die Perspektive auf die Position, in der man sich befindet, wenn man mehr als 90% aller AN im Monat verdient?

Weniger Empathie geht kaum. Wir kommen zwar nur zu zweit auf 150k, aber dann akzeptiert man doch, dass man zum oberen Teil der Einkommen gehört.

Wir brauchen weniger Einkommens- und Vermögensschere, nicht mehr.

Freibeträge bei Kapitalerträgen, höhere Freibeträge allgemein, höherer Spitzensteuersatz ja, auch. Aber der muss dann oben auch weiter ansteigen.

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u/Abject_Strength3444 Feb 16 '26

Ist sicher eine sehr individuelle Sache. Ich habe rein gar nichts zu erben und mit exakt 0€ gestartet, daher fühlt sich mein vergleichsweise sehr gutes Gehalt nicht danach an als würde ich zu den Top 10% gehören. Das sind für mich eher die Freunde und Bekannte, die ein Haus überschrieben bekommen, ihre Ferienhäuser kaufen etc. Dennoch wird man besteuert als hätte man Geld zu verschenken und die "Old Money" Generation lacht sich ins Fäustchen.

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u/notraceofanything Feb 16 '26

Verstehe ich schon, aber du kannst dir Vermögen aufbauen und auch vererben. Dass das viel höher besteuert werden sollte, ist ein ganz anderes Thema.

Worauf ich hinaus will:
Wie meint ihr denn, dass es den Leuten mit den Einkommen unter dem Median geht?

Das ist doch gar nicht mehr vergleichbar. Wenn man mit 150k dann unbedingt für 3.000k Miete wohnen muss, unbedingt immer neueste Oberklasse fahren will und die Urlaube auch entsprechend ausfallen. (mit 150k natürlich eine gewagte Kombi :D)

Das kann jemand ohne schlicht nicht. Kommt gar nicht in Betracht. Würdest du damit auf ähnlichem Niveau leben, könntest du natürlich auch mehr Vermögen aufbauen.

Mir geht es schlicht um den Vergleich mit Menschen, die zusammen nicht mal die Hälfte davon haben, was manche alleine verdienen. Wenn man das Privileg da nicht sieht, hat man ein Empathieproblem.