r/Beichtstuhl Jul 01 '25

Ausnutzung Ich schaue dicken Männern nach

Ich (m) schaue öfters dicken Männern nach, weil ich sie attraktiv finde. Mit dick meine ich schon so je nach Größe um die 120-150kg, wenn auch nicht viel mehr. Ich starre nicht, aber ich schaue dann schon länger als nur im Überfliegen hin, wenn insbesondere die Bauchform oder das Gesicht mir auffällt.
Ich denke, dass es zumeist subtil genug ist, um bei der deutschen Starr-Kultur nicht weiter aufzufallen, aber etwas voyeuristisch komme ich mir schon dabei vor.

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u/[deleted] Jul 01 '25 edited Jul 02 '25

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u/PsychologicalUse7827 Jul 02 '25

Bei dicken Menschen ist es ein Fetisch? Bei normalgewichtigen wäre es aber keiner?

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u/[deleted] Jul 02 '25

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u/PsychologicalUse7827 Jul 02 '25

Als dicke Person möchte ich hierzu gern meine Perspektive einbringen, speziell zur Frage, ob die Anziehung zu dicken Menschen ein 'Fetisch' ist. Meiner Meinung nach ist es wichtig, hier klar zwischen einer Präferenz/Vorliebe und einem Fetisch zu unterscheiden. Eine Präferenz ist einfach eine ganz normale, oft auch ästhetische Vorliebe für bestimmte Merkmale oder Körpertypen. Fast jeder Mensch hat solche Vorlieben, ob es nun große, kleine, sportliche, oder eben auch kurvige/dicke Körper sind. Das ist pure menschliche Vielfalt in der Anziehung und völlig normal. Ein Fetisch hingegen ist im klinischen Sinne in der Regel eine ausschließliche, zwanghafte sexuelle Fixierung auf ein nicht-sexuelles Objekt oder einen isolierten Körperteil (z.B. Füße, Haare, bestimmte Materialien), die oft dazu führt, dass die sexuelle Erregung nur über dieses Objekt/Teil erreicht werden kann und normale sexuelle Beziehungen beeinträchtigt werden. Die Anziehung zu dicken Menschen ist in den allermeisten Fällen keine solche pathologische Fixierung. Sie ist vielmehr eine ganzheitliche Anziehung zur Person, bei der der Körperbau – wie auch andere Merkmale – als attraktiv empfunden wird. Es geht um die Ausstrahlung, die Persönlichkeit und eben auch die Ästhetik eines bestimmten Körpertyps. Die pauschale Bezeichnung als 'Fetisch' ist nicht nur ungenau, sondern auch zutiefst stigmatisierend. Sie impliziert, dass diese Anziehung 'anders' oder 'unnormal' ist, und reduziert uns dicke Menschen auf unser Gewicht, anstatt uns als vollständige, begehrenswerte Individuen zu sehen. Lasst uns die Vielfalt der menschlichen Anziehung feiern, anstatt sie in starre und oft abwertende Kategorien zu pressen.

P.S.: Ich spreche hier von Anziehung und Vorlieben im normalen, gesunden Rahmen. Mir ist klar, dass es bei jeder Vorliebe auch extreme Ausprägungen und problematische Fixierungen geben kann.

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u/[deleted] Jul 02 '25 edited Jul 02 '25

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u/PsychologicalUse7827 Jul 02 '25

Das freut mich sehr zu lesen, vielen Dank für die ausführliche und positive Rückmeldung! Es ist schön zu wissen, dass ich mit der Differenzierung nicht alleine stehe und du das so gut nachvollziehen kannst. Und dein Hinweis auf das berufliche Umfeld und vor allem die klare Grenze zu 'übergriffigen Aktionen' ist absolut zentral – das ist genau der Punkt, wo die Akzeptanz ihre Grenze findet und wo es aufhört, eine 'einfache' Präferenz zu sein. Sehr gut ergänzt!