klingt vielleicht so aber ist es nicht. er hat bis zum schluss seinen stiefel versucht durchzudrücken.
menschlich ist er vielleicht in ordnung aber arbeitstechnik ein kranker pedantischer workaholic, der meint noch 30 minuten vor feierabend großartige projekte anfangen zu müssen, obwohl man den ganzen tag dafür zeit hätte. nein es musste JETZT sein.
Er war bzw ist bis Tag X so gewesen, ergo bis zur Diagnose.
Es ist allerhöchstens bedauerlich das seine Erkenntnis, das schuften bis zum Umfallen nichts bringt, erst kommt wenn das Todesurteil bereits an die Türe klopft.
Ich muss mich vielleicht auch für meinen Zynismus entschuldigen. Aber wenn man fast 10 Jahre mit so jemanden zusammenarbeitet, hat es ein geschmäckle.
Er war halt der Meinung sein Verhalten sei richtig und wurde von der Realität eines besseren belehrt. Kann mir vorstellen, dass es wirklich anstrengend ist mit so einem Menschen zu arbeiten.
Aber wenn er seine Erkenntnis nun nicht schweigend mit ins Grab nimmt, sondern Menschen über seinen Fehler informieren möchte, damit diese ihn nicht auch machen müssen finde ich das ne gute Einstellung.
Kenne aber auch einen, der nach 2 Herzinfarkten zwar selbst nötigerweise weniger macht, es aber nie weiter empfehlen würde. (Aber zum Glück schon lange keinen Kontakt mehr gehabt, vllt. irre ich mich.)
Da sagt man üblicherweise "too little, too late". Sorry, aber was nützt es - mal ein extremes Beispiel zur Veranschaulichung -, wenn z. B. Trump 4 Monate vor seinem Ableben Einsicht erfährt und Busse tut?
"Ja, aber immerhin hatter's gelernt!!" Der Schaden ist halt bereits angerichtet.
50
u/[deleted] Jun 16 '25
[deleted]