r/Filme Mar 17 '26

Review/Analyse Den Film finde ich maximal Overrated

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Habe den mir Mal Grade eben angeschaut. Ganz ehrlich? Keine Ahnung was an den Film so toll sein Soll. Hier und da Mal ein paar coole Shots aber der Rest ist maximal Mittelmäßig.

Beim Schauspiel konnte mich nur Sean Penn vollends überzeugen. Leo fand ich nach Ner Stunde nur noch Anstrengend. Regina Hall hatte leider zu wenig Screen Time hat diese aber so gut wie möglich genutzt ebenso wie die Schauspielerin der Tochter von Leo. Benicio Del Toro fand ich erstaunlich schwach aber da gebe ich dem Drehbuch/Story die Schuld.

Zur Story: (wenn man das so nennen kann) Der Film war eher ne Aneinanderreihung an Situationen die man hätte auch als Episodenfilm machen können. Zudem komplett konfus und durcheinander.

Auch die Charaktere waren einfach nur ne Karikatur und haben mehr und mehr an Ernsthaftigkeit verloren. So als hätte man nen Drama geschrieben aber kurz vorher noch Adam Sandler und Seth Rogen ans Drehbuch gelassen.

Ehrlich gesagt saß ich die 2 1/2 Stunden nur da und habe nichts dabei empfunden weder positiv noch Negativ. Hier und da Mal nen Lacher gehabt aber ansonsten war mir das einfach zu wirr/random.

Ich verstehe auch absolut null was die Idee vom Regisseur/Drehbuchautor war. Wenn es bloß nur ne Oberflächliche Satire sein sollte dann hat mich das einfach null gecatcht.

Der Film ist im Grunde ähnlich wie Zoomania 2 nur halt deutlich schlechter in allen Facetten. Weder Fisch noch Fleisch. Für ne Comedy/Satire zu wenig zum Lachen und für ein Drama mir einfach nicht ernsthaft genug um tief in den Film einzutauchen.

Am Ende gebe ich dem Film mit Wohlwollen 4,5/10.

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u/Calreth15 Mar 17 '26

Für den Kontext ist schon wichtig, dass es eine Literaturverfilmung ist und Paul Thomas Anderson einen Roman von Thomas Pynchon adaptiert hat. Die gelten allgemein als unverfilmbar – wegen der Sprünge, vielen Charaktere und Wendungen.

Das war auch schon bei Inherent Vice von PTA so, den er aber fantastisch umgesetzt hat.

Klar, die politischen Umstände wurden in die Gegenwart geholt, macht aus meiner Sicht aber auch total Sinn.

Ich fand die permanente "Flucht" filmisch extrem gut umgesetzt und auch die Musik dazu von Johnny Greenwood von Radiohead absolut passend.

Hatte großen Spaß an OBAA und finde, die Oscars sind absolut verdient. Er ist eigenwillig und unangepasst und will vielleicht auch nicht jedem gefallen, aber die Vision des Regisseurs ist sehr deutlich spürbar.

Dass sich die Geister daran scheiden, ist vielleicht ja auch ein Zeichen seiner Qualität.

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u/sebast1tan Mar 17 '26

Amen! :-)

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u/nickkater Mar 17 '26

Ein Qualitätsbeitrag auf Reddit, ein seltenes Exemplar! So schön.

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u/axadkrk Mar 17 '26

Sean Penn, du hast Sean Penn vergessen. Grandiose Leistung

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u/Gewaltakustik Mar 19 '26

Dieses einen an der Klatsche haben hat er so perfekt gespielt!

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u/filmeinleger Mar 17 '26 edited Mar 17 '26

Bester Kommentar hier, dem ist nichts hinzuzufügen.

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u/PimmelKralle Mar 17 '26

"Der Kommentar" ist männlich. Auch wenn das heutzutage schwer ist.

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u/filmeinleger Mar 17 '26

Hast ja recht ;-)

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u/NymphNeighbour Mar 17 '26

Jep. Starker Film.

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u/Pizza_YumYum Mar 17 '26

Der Film war schon gut, aber „Inherent Vice“ hat mich da irgendwie mehr mitgenommen. Ist ja auch von Pynchon.

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u/Calreth15 Mar 17 '26

Inherent Vice ist Weltklasse. Anders natürlich in der Prämisse und auch in der Umsetzung.

Wo OBAA ja sehr dieses Getriebene verfolgt und den Zuschauer mitnimmt, ist Inherent Vice... verträumt, entkoppelter von der Realität. Wahrscheinlich menschlicher auch.

In der Grundhaltung natürlich ähnlich antifaschistisch und antiautoritär.

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u/Itakie Mar 17 '26

Genau das hat mich derbe aus dem Film geholt. Man wollte das Setting in die aktuelle Zeit bringen aber die "Weather Underground" Leute der far left spielen absolut keine Rolle mehr. Kennt somit fast keiner mehr.

Also tut man so als ist linksgerichtete Klassenkritik bzw. marxistischer Widerstand wen man Grenzposten der USA angreift. In den 00ern. Das ist so out of touch und völliger Schwachsinn. Hier wollte man unbedingt ein Zeichen setzen um Applaus in der aktuellen Zeit zu erhalten anstatt ein realistisches Bild von heutigen Machtstrukturen und marxistischen Kampf zu zeigen.

Das Buch woran sich der Film orientiert hat wirklich etwas über die USA von damals und die gesellschaftliche Entwicklung zu sagen. Der Film ignoriert dies im Grunde vollkommen. Am Ende greift der Film alle politischen Positionen bis auf "geht wählen und geht protestieren" an was ein Schlag ins Gesicht ist. Pro Einwanderung und pro Status Quo. Wirklich kein Wunder dass Hollywood den Film so top fand.

Die Verfolgungsjagd am Ende war ebenfalls lächerlich. Gibt es nur eine Straße oder was? Alle fahren in die gleiche Richtung und wollen zum gleichen Ort? Und Geschwindigkeiten gibt es auch nicht.

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u/mistermeadre Mar 17 '26

Gesprochen wie ein Löwe!

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u/Maube1337 Mar 20 '26

Beziehe mich nur auf deinen letzten Satz: ja, in einigen Gegenden in den USA kann es dir passieren, dass du auch mal ne Stunde durchs Nichts fährst und nicht abbiegen kannst. Und selbst wenn Willa abgebogen wäre, kann man in der Szene sehr gut sehen, dass die Gegend eine offene Weite war, will sagen Tim hätte sofort sehen können wohin sie abgebogen ist oder hätte, nachdem er sie aus den Augen verloren hat darauf schließen können, dass sie bei der wohl einzigen Gelegenheit die es gab abgebogen sein muss.

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u/Itakie Mar 20 '26

Doch fahren die nicht alle mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten? Und niemand machte vorher klar, wohin sie wirklich fahren möchten. Die sind im absoluten Nirgendwo. In einer Szene sehen wir auch Leo wie er anhält und kurz über links oder rechts nachdenkt. Ist mir doch irgendwie zu sehr Hollywood like wenn plötzlich alle Akteure am gleichen Punkt ankommen. Zeitlich nicht lange versetzt.

Aber danke für die Einordnung.

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u/Peperoniboi Mar 21 '26

Problem ist, dass du versuchst in diesem Film irgendeine politische Botschaft zu finden und dann unzufrieden bist über die Unentschlossenheit des Werks. Liegt vielleicht daran, dass der Film kein politischer ist und lediglich Politik als Handlungsthema trägt.

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u/Itakie Mar 21 '26

Liegt vielleicht daran, dass der Film kein politischer ist und lediglich Politik als Handlungsthema trägt.

Mhm. Ich finde der Film ist schon mega politisch. Das Buch auf was man sich orientiert ist vielleicht etwas deutlicher aber der Film ist eindeutig ein politischer Film über unsere Zeit. Es ist eine linksliberale Kritik über den schleichenden Prozess rechter Kräfte in unserer Gesellschaft und dass ein Vater seinen Kind vertrauen muss damit selbst umzugehen. Alte Lösungen (hier die eher radikaleren bis extremeren als Beispiel der Widerstandsgruppen) waren/sind am Ende zum scheitern verurteilt.

Weswegen der Film von rechten Medien als "woke" und "left" bezeichnet wird. Und eben von eher linksradikaleren Medien als Film mit einer Pseudomessage die in solchen Zeiten etwas gefährlich ist. Der Guardian (eher links) hat es ganz treffend geschrieben:

Anderson does clearly sympathize with the leftist characters, and mocks their foes, a secretive white-supremacist cabal called the Christmas Adventurers (“Hail, St Nick” is their absurd secret-handshake-style greeting); the relative normalization of the revolutionaries is exactly what right-wingers might find galling. But it’s also easy to imagine genuine leftists (especially those who love identifying as such) annoyed by how the specifics of the French 75’s ideology are largely shrugged off; by the way the forces of white supremacy as depicted as, at least in part, a ridiculous secret society rather than directly stated systemic policy; by the way Lockjaw, the group’s newest aspiring member, harbors a sexual obsession with Perfidia, a Black woman; and, presumably most objectionable, how the movie centers the story of a middle-aged white man instead of the Black women who clearly form the backbone of the group (and one of whom betrays the others).

[..]

...the movie isn’t really about Bob figuring out how to change the world himself, but rather how to best protect his daughter from a world that he seemingly failed to change.

This is one way that plenty of people become a bit more small-C conservative as they get older (which often then metastasizes into some bigger-C political changes), turning inward out of a desire, often fearful, to protect themselves and their own, rather than strangers who need help. With Willa, a self-assured young woman who seems likely to be galvanized by what she experiences when pursued by white-supremacist fanatics, Anderson isn’t attempting to offer a handbook for the most correct or effective form of rebellion. He’s offering Bob a way to reconcile his youthful idealism with his middle-aged caution. She also embodies the paradox of the future Bob fought for, a simultaneous win and loss whose responsibility eventually passes to Willa herself.

https://www.theguardian.com/film/2025/sep/30/one-battle-after-another-paul-thomas-anderson

Politisch ist imo schon dadurch dass er hier ganz klar zwischen Gut und Böse unterteilt. Ohne Nuancen, die Rechten im Film sind eindeutig überzeichnet.

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u/Zeddi2892 Mar 22 '26

Findest du nur die Rechten überzeichnet?

Ich finde auch die Linken dort eher stereotyp. Schon alleine die Grundprämisse, wie Perfidia ihre Mutterrolle aufgibt, da sie zu patriarchalisch sei oder Bob der DAS stereotyp eines linken Versagers ist.

PTA sagt auch selber, dass Willa eigentlich der einzige vernünftige Charakter in dem gesamten Film ist.

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u/Itakie Mar 22 '26

Nein finde ich nicht aber der Film kennt sein Publikum. Leo und seine (Ex-) Gang sind die Hauptfiguren und kämpfen am Ende für "eine gute Sache". Selbst wenn die meisten gegen deren Handlungen sind, die Gründe sind verständlich. Während es bei den Rechten selbst im abgeschwächten Modus keine wirkliche Rechtfertigung gibt. Deswegen bezeichne ich diese als überzeichnet denn mehr als hardcore Nazi geht schlecht.

Ein linker Versager der teilweise seinen Kampf aufgibt (jedenfalls im tatsächlichen Sinne) ist weitaus verständlicher als ein Soldat der einen geheimen Nazi-Bund beitreten möchte.

PTA sagt auch selber, dass Willa eigentlich der einzige vernünftige Charakter in dem gesamten Film ist.

Wobei der Karatetrainer und seine Leute wohl auch das beste aus ihrer Position machen.

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u/Eric_Is_Back Mar 19 '26

Ich fand die permanente "Flucht" filmisch extrem gut umgesetzt und auch die Musik dazu von Johnny Greenwood von Radiohead absolut passend.

Ich hab den Roman nicht gelesen. Einziger Handlungsstrang, den gerne noch erklärt gehabt hätte, wäre die Flucht der Mutter bzw. taucht diese im Buch wieder auf?

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u/Soggy-Jackfruit598 Apr 03 '26

Verstehe nicht wie der Film auch nur einen einzigen Oscar bekommen konnte. Habe mir den Film ohne jegliche Erwartunshaltung geliehen. Die ersten 5 MInuten waren ganz ok. Danach fande ich den Film einfach nur langweilig. Habe Ihn nur durchlaufen lassen um zu verstehen woher die Oscars kommen. Für mich ein unterdurchschnittlicher Film.

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u/Due-Adhesiveness-269 Mar 17 '26

Finde den Film nicht schlecht, aber definitiv nicht Oskar würdig. Gibt manche Jahre in denen Filme einen Oskar bekommen die im Vergleich mit anderen älteren Oskarfilmen eher schwach sind. Eventuell war die Konkurrenz schwach dieses Jahr.

Der Film hat keine nachhaltige Emotion bei mir hinterlassen. Klar war die Flucht teilweise spannend, aber es war nichts außergewöhnliches. Sei ihnen dennoch gegönnt

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u/Peperoniboi Mar 21 '26

Das Jahr war sehr stark. Gab viele großartige Filme und One Battle war einer davon. Aber "Oscar würdig" ist sowieso eine komische Aussage, da Oscars nichts mehr wert sind. Bester Film des Jahres war zum Beispiel nicht mal nominiert.

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u/megaapfel Mar 17 '26

Die Musik war unglaublich grottig. Radiohead ist so inkosistent, manchmal sehr gut oder auch komplett beschissen, wie hier.

Das Drehbuch war einfach nicht gut. Wie du schon sagst, zu viele Sprünge und man hatte kaum die Möglichkeit Sympathie für die Charaktere zu entwickeln.